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Testbericht: kompaktes LG G Pad 7.0



Zugeordnete Tags Tablet | Android | LG
Bereiche

Bewertung
Tolles Gerät mit schöner Software
4,5

 Pro

  • schönes Design
  • gute Verarbeitung
  • helles & kontrastreiches Display
  • gute Blickwinkel
  • gute Performance
  • großartige Akkulaufzeit
  • tolle Software-Features
  • Speicher erweiterbar
  • günstiger Preis

 Contra

  • kein mobiles Internet
  • kleiner interner Speicher
  • etwas wenig RAM
  • typische Tablet-Kamera

Schaut man sich bei den Displaygrößen für Tablets um, gibt es inzwischen kaum noch offene Wünsche. Von 7 Zoll bis hin zu 12 Zoll ist fast alles vertreten. Auch wenn die 8-Zoll-Modelle immer beliebter werden, darf man die zahlreichen 7 Zoll großen Tablets nicht außer Acht lassen, die besonders kompakt und platzsparend sind.

Das wohl beliebteste 7-Zoll-Modell unter den Tablets ist ohne Frage das Nexus 7, das durch viel Leistung bei einem niedrigem Preis glänzt. Genau diesem Tablet möchte LG mit dem G Pad 7.0 entgegentreten. Ob es eine würdige Alternative zum Nexus 7 darstellt und welche Features es bietet, klären wir hier.

Lieferumfang

Verpackung und Design

Schon die weiße Verpackung ist optisch sehr ansprechend, zeigt das Tablet in seiner ganzen Pracht und bewirbt die zahlreichen Extra-Features. Öffnet man die Verpackung, findet man neben dem Tablet das microUSB-Kabel, einen Netzadapter und eine kleine Anleitung. Mehr gibt es nicht, was aber vollkommen okay ist.

Das LG G Pad 7.0 fühlt sich sehr robust und hochwertig an und lässt sich dank seiner abgerundeten Kanten und schlanken Abmessungen von 189 x 114 x 10,2 mm bei einem Gewicht von angenehmen 297 Gramm angenehm nutzen.

Die Rückseite besteht aus einem hochwertigen Kunststoff, der leicht gummiert ist und somit rutschfest und sicher in der Hand liegt. Diese Gummierung fühlt sich zudem auch sehr nett an und sorgt dafür, dass Fingerabdrücke kaum eine Chance haben. Auf der Rückseite befinden sich eine Kamera sowie zwei Öffnungen für die Lautsprecher.

Während die linke Seite des Geräts keine Öffnungen aufweist, befinden sich auf der rechten Seite die Lautstärkewippe und direkt darüber der Power Button. Beide sind ausgezeichnet verarbeitet, wackeln nicht und bieten einen guten Druckpunkt. Auf der Unterseite sitzt nur der microUSB-Anschluss, oben sind der Kopfhöreranschluss sowie eine Klappe, hinter der sich die Öffnung für eine microSD-Speicherkarte verbirgt.

LG G Pad 7.0
LG G Pad 7.0
LG G Pad 7.0 Rückseite
LG G Pad 7.0
Display

Gutes Display für wenig Geld

Das Display hat mich vom ersten Moment an vollkommen überzeugt. Die Helligkeit des IPS-Panels ist ausreichend hoch und die Blickwinkelstabilität sowie die Farbechtheit sind ausgezeichnet. Die Auflösung ist angesichts der Größe von 7 Zoll mit 1.280 x 720 Pixeln ausreichend, wenn auch nicht ganz so hoch wie beim Nexus 7 der neuesten Generation. Dennoch wirkt es sehr scharf und Schriften sehen auch nicht ausgefranst aus.

Das Display macht also einen durchweg soliden und hochwertigen Eindruck, obwohl ich an einem Punkt doch Abstriche machen muss: Leider ist kein Helligkeitssensor verbaut, der die Helligkeit des Displays automatisch regeln würde. Hier muss man die passenden Helligkeit selbst wählen.

LG G Pad 7.0 Display
LG G Pad 7.0 Display
LG G Pad 7.0 Display
Hardware

Gute Performance dank Quad-Core-Prozessor

Auch wenn der verbaute 1,2 GHz starke Qualcomm-APQ8026-Quad-Core-Prozessor, besser bekannt als Snapdragon 400, kein Leistungswunder darstellt und mit aktuellen High-End-Prozessoren von Qualcomm nicht mithalten kann, liefert er doch ausreichend Leistung, um das gut optimierte System flüssig und ruckelfrei zu betreiben.

In meinem Test starteten alle Anwendungen schnell und ohne Probleme, ich konnte alle Spiele flüssig spielen und verzeichnete keine Abstürze. Etwas gespart wurde am Arbeitsspeicher, der mit 1 GB nicht besonders groß ausfällt. Öffnet man jedoch nicht unzählige Apps gleichzeitig, sollte dies kein Problem werden.

LG G Pad 7.0
LG G Pad 7.0
Technische Daten

Vorteil für die Akkulaufzeit

Der Akku ist mit 4.000 mAh minimal größer als der des Nexus 7, dennoch hält er deutlich länger durch. Gründe dafür sind der etwas kleinere Prozessor und vor allem die geringere Auflösung des Displays. Während das Nexus 7 oft schon nach fünf Stunden aktiver Nutzung ausging, hält das LG G Pad 7.0 noch zwei bis drei Stunden länger durch. Bei durchschnittlicher Nutzung und nicht übertriebener Displayhelligkeit lässt es sich je nach Anwendung zwischen zwei und fünf Tagen ohne Aufladen nutzen. Das ist für ein 7-Zoll-Tablet ein großartiger Wert.

Besonders hervorzuheben ist die Standby-Zeit. Bei aktivem WLAN hatte ich das Gerät drei Tage ruhen lassen und nur sporadisch genutzt; es führte jedoch nebenher automatisch die App-Updates durch, empfing zahlreiche E-Mails und sonstige Push-Nachrichten und verlor dabei gerade mal 15 Prozent Akkuladung. Der Akkuverbrauch sank somit unter 0,3 Prozent pro Stunde, ein sehr gutes Ergebnis.

LG G Pad 7.0
LG G Pad 7.0
Kamera

Kleine Kamera für Schnappschüsse

Die 3,2 MP große Kamera auf der Rückseite taugt, ebenso wie die 1,2-MP-Front-Kamera, höchstens für Schnappschüsse. Für ein Tablet macht sie jedoch halbwegs brauchbare Fotos, solange genug Licht da ist. Auf ein Fotolicht oder tolle Features muss man gänzlich verzichten.

Es ist eben ein Tablet – und bisher kenne ich keines, das Wert auf eine gute Kamera legt. Daher halte ich dieses Thema auch kurz.

LG G Pad 7.0 Kamera
LG G Pad 7.0 Kamera
Software

Tolle Software-Features

Ganz anders hingegen ist die Software ausgestattet. Das LG G Pad 7.0 kommt werksseitig mit Android 4.4.1, kann aber direkt auf Version 4.4.2 upgedatet werden. Viel interessanter ist die von LG angepasste Oberfläche mit zahlreichen Features. So wird hier die vom LG G2 bekannte Knock-on-Funktion unterstützt, die das Tablet aus dem inaktiven Zustand aufweckt und gleichzeitig entsperrt, indem man einen selbst festgelegten Knock-Code ausführt.

Auch sehr interessant sind die verschiedenen Themes zum Herunterladen, um das Aussehen dem eigenen Geschmack anzupassen, sowie die gute Anpassbarkeit der Home-Buttons und des Control-Centers. Hilfreich ist QPair, eine Funktion, die es erlaubt, sämtliche Benachrichtigungen vom LG-Telefon auf das LG G Pad 7.0 zu übertragen und dort zu öffnen.

Auch für die Produktivität gibt es zahlreiche nützliche Funktionen. So lässt sich das LG G Pad 7.0 dank Infrarot-Sensor als Fernbedienung für nahezu alle Geräte verwenden. Die Einrichtung ist extrem einfach und es können sogar Räume definiert werden, in denen das jeweilige Gerät sich befindet. Ganz nach dem Vorbild des Samsung Multi-Window kann das LG G Pad 7.0 auch zwei Apps gleichzeitig öffnen und parallel darstellen. Dies unterstützen zwar – wie bei Samsung – nicht alle Apps, dafür läuft die Handhabung hier deutlich angenehmer und flüssiger. Es macht richtig Spaß, im Web zu surfen, während im oberen Teil ein YouTube-Video läuft oder der Hangout-Chat aktiv ist.

Die Größe der einzelnen Ansichten lässt sich stufenlos anpassen, wodurch nicht unnötig viel Platz verschwendet wird. Auch wenn hierfür das Display doch ab und an größer sein dürfte, ist diese Funktion eine tolle Erweiterung, die ich mir so auf allen Android-Tablets wünschen würde.

Ebenfalls sehr nützlich sind die QSlide-Anwendungen, meist kleine Tools wie der Taschenrechner oder ein Kalender, die sich im Fenstermodus über den Homescreen oder bereits geöffnete Apps legen. Diese kleinen Anwendungen lassen sich problemlos verschieben, in der Größe verändern oder transparent darstellen.

LG G Pad 7.0 Dual Window
LG G Pad 7.0 Knock-on
LG G Pad 7.0 QPair
LG G Pad 7.0 Dual Window
Hardware

Speicherengpässe und Funklöcher

Der interne Speicher ist leider nur 8 GB groß, von denen zu Beginn nur noch 2,8 GB frei sind. Das ist selbst für den sparsamsten Anwender zu wenig. Zum Glück lässt sich eine microSD-Speicherkarte nutzen, wodurch man bis zu 32 GB erweiterten Speicher zur Verfügung hat.

Für die Datenübertragung stehen Bluetooth 4.0 + EDR und WLAN 802.11 a/b/g/n zur Verfügung. Sehr schade finde ich, dass es keine Version mit mobilem Internet gibt; mein wohl größter Kritikpunkt.

Fazit

Fazit und Empfehlung

Das LG G Pad 7.0 hat mich im Test absolut überzeugt und ich kann es nur weiterempfehlen für alle, die ein günstiges, aber hochwertiges Tablet kaufen möchten und dabei auf mobiles Internet verzichten können, wenn kein WLAN-Hotspot zur Verfügung steht.

Das Design ist edel und modern, die Verarbeitung sehr hochwertig. Das LG G Pad 7.0 glänzt vor allem mit der sehr gut angepassten und mit ihren Funktionen überzeugenden Software, die ich schon beim LG G2 oder G3 liebte, ohne dass sie das Tablet überfrachtet hätten; besonders bei Samsung ein häufiger Kritikpunkt.

Die Performance und das Display befinden sich auf einem sehr hohen Niveau und brauchen sich vor dem Nexus 7 nicht zu verstecken. Der interne Speicher fällt hier zwar kleiner aus, ist dafür jedoch erweiterbar, und der Akku erzielt zahlreiche zusätzliche Pluspunkte. Betrachtet man den Preis von gerade mal 159 Euro, sollte dem Kauf bei Cyberport nichts mehr im Weg stehen.

Wem 7 Zoll zu klein sind, dem bietet LG das GPad auch als Variante mit 8,3 Zoll für 229 Euro oder 10,1 Zoll für 299 Euro an. Eine neue Variante mit 8 Zoll für 249 Euro ist ebenfalls jetzt erhältlich, wobei ich persönlich zum etwas älteren 8,3 Zoll G Pad greifen würde, da es in meine Augen die beste Größe hat, ein Full-HD-Display, mehr Speicher und etwas mehr Leistung sowie RAM bietet.

Als ehemaliger Nexus-7-Nutzer würde ich aktuell dieses Tablet sogar vorziehen, besonders wegen der guten Software, dem Akku, der Displayhelligkeit und natürlich dem Preis.

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