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Test-Telegramm: Apple MacBook Uniboy (weiß)



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Evolution eines Bestsellers
Es sollte bis dato der meistverkaufte Mac aller Zeiten werden, als das MacBook im Jahre 2006 vorgestellt wurde beerbte es das nicht minder erfolgreiche iBook. Nach nunmehr etwas mehr als drei Jahren erhebt ein neues Modell in ähnlicher Weise diesen Anspruch. Lange hatte man gerätselt, ob Apple tatsächlich das weiße MacBook nochmals auferstehen lässt – am 20. Oktober war es dann soweit. Neu und doch irgendwie vertraut, schickt sich das neue Modell an den Erfolg zu wiederholen. Doch was hat sich geändert und hält das MacBook seine Versprechen, im folgenden Test-Telegramm gehe ich dem auf die Spur.

MacBook Unibody (weiß)“

Wie so oft, so wird auch dieses Modell die möglichen Käufer entzweien. Auf der Habenseite verbucht man nun ein stabileres Unibody-Gehäuse, allerdings nicht aus Aluminium wie bei den großen Brüdern, sondern aus dem bewährten Polycarbonat. Dies birgt erneut Vor- und Nachteile. Zunächst hegt man die berechtigte Hoffnung, dass absplitternde Plastikteile am Gehäuse – wie so geschehen beim Vorgänger – nun der Vergangenheit angehören. Dafür glänz nun nicht nur das 13,3-Zoll-Display, sondern auch der gesamte Body im „Innenraum“ – Fettfingeralarm! Weiterhin lässt sich zwar auch der RAM, die Festplatte und der Akku (Achtung: Garantieverlust bei selbstständigen Akkutausch!) austauschen, allerdings muss man hierfür, wie beim MacBook Pro nun mehrere Schrauben an der Unterseite lösen. Dafür erhält man einen wesentlich leistungsfähigeren Akku, der bis zu 1.000 Ladezyklen halten soll. Bei unserem Store-Gerät zeigt mit das System, bei 99 Prozent Kapazität, eine mögliche Laufzeit von acht stunden und zehn Minuten an – vorbildlich!

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Bildquelle: iFixit (Hier zu finden, das gesamte Prozedere des Zerlegens.).

Zusammenfassend gewinnt das MacBook jedoch mehr durch sein neues Gehäuses, als das es verlieren würde – für „Fanboys“ betrachtet einfach eine Augenweide, für objektive Gemüter einfach ein schöner Rechner mit dem gewissen Extra. Ebenso profitiert das neue Modell nun vom serienmäßigen Multi-Touch-Trackpad aus Glas. Somit schließt es gleichauf zu den größeren Modellen. Allerdings entdeckt man ebenso am neuen MacBook die „Sparwut“ von Apple, denn einen FireWire-Anschluss vermisst man schmerzlich, indes die anvisierte Zielgruppe (neue Mac-Käufer) wird dies nicht sonderlich tangieren, denn kommt man vom PC, verfügt man in den seltensten Fällen über FireWire-Peripherie.

Pro:

  • Unibody-Gehäuse
  • besserer Akku
  • Multi-Touch-Trackpad

    Contra:

  • kein Firewire mehr (somit auch kein Target-Modus mehr möglich)
  • komplett spiegelndes Gehäuse
  • Austausch von Komponenten etwas schwieriger (kein Akkutausch nach Garantiebestimmung gestattet, aber technisch möglich)

    Fazit
    Mag das neue MacBook ruhig die Käufernation spalten, bei uns schaffte Apples neuer Rechner vom Fleck weg den Sprung auf den vierten Platz unserer Verkaufscharts. Mit derzeit 859 Euro ist und bleibt das MacBook einfach die günstigste und für viele Anwender ausreichende Möglichkeit einen mobilen Mac zu besitzen. Nur mal zum Vergleich, vor acht Jahren zahlte ich für ein „vergleichbares“ iBook über 4.300 DM – Cyberport-Einkaufspreis versteht sich ;-).

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  • 9 Kommentare

    1. avatar
      Robert schrieb am
      Bewertung:

      Was auch fehlt und immer sehr praktisch war, ist ein IR-Empfänger …
      Es funktionieren somit keine Fernbedienungen mehr … schade vor allem bei Präsentationen.

      Ansonsten wie immer ein tolles Gerät.

      Verrät cyberport auch hier den Einkaufspreis?! ;-)

    2. avatar
      Sven Kaulfuß schrieb am
      Bewertung:

      @ Robert: Da hast du recht. auf der anderen Seite, viele haben die Fernbedienung auch nicht genutzt. Zum Beispiel liegt meine noch original verpackt im Karton meines damaligen schwarzen MacBooks. Tja den Einkaufspreis kann ich dir leider nicht verraten, allerdings ist es ja ein offenes Geheimnis, dass die Marge in unserem Geschäft und speziell bei Apple-Produkten nicht so dolle sind, allein Apple freut sich über 30 Prozent, für uns unerreichbare Traumwerte ;-).

    3. avatar
      Robert schrieb am
      Bewertung:

      Ja, stimmt. Man braucht sie (die Fernbedienung) nicht täglich. Aber es gibt Tage da ist es schön Sie zu haben. Bei meinem Mac mini (Mid 2007), den ich übrigens auch bei cyberport gekauft habe :), nutze ich sie gerne einmal.

      Und wo Du es gerade ansprichst: Ein schwarzes MacBook wäre doch auch wieder einmal fällig. Ich finde die „alten“ wirklich schick und denke, dass schwarz auch der neuen Generation wunderbar stehen würde. Außerdem würde der kleinen MacBook-Serie auch ein weiteres Modell gut tun.

    4. avatar
      Sven Kaulfuß schrieb am
      Bewertung:

      @ Robert: Wird man sehen, ob sich Apple noch mal dazu überreden lässt. Das alte, schwarze wurde ja damals mit einem höheren Preis gelauncht, allerdings steckt nun genau da, schon das kleine 13-Zoller MacBook Pro. Man müsste also das hier angesprochene Modell ebenso in schwarz rausbringen – mal schaun was die Controller von Apple dazu meinen, wünschen würde ich es mir auch. Denn ein großer Vorteil des schwarzen Modell ist es, dass es weniger verdreckt, bzw. danach ausschaut. Meine Freundin hat das weiße Modell, sieht nicht mehr so dolle aus.

    5. avatar
      Robert schrieb am
      Bewertung:

      Von Controlling etc. versteh ich leider nich sooo viel, aber es liegen doch zur Zeit gut 250EUR zwischen MacBook und kleinstem MacBook Pro (und das bei aktuell gleichen technischen Details). Da lässt sich doch bestimmt für 100EUR Aufpreis ein wenig schwarze Farbe ins Polycarbonat mischen ;-)

      Vor allem vor dem angesprochenen Verschmutzungen hätte ich auch Angst. Nichts sieht schlimmer aus als ein vergilbt/verdrecktes MacBook.

      Apropos Verschmutzungen! Um mal auf das Testthema des Artikels zurückzukommen:
      Man bekommt ja auch Tests über das Modell im Netz zu lesen, in denen sich vor allem über die gummierte Unterseite als Fusselmagnet „beschwert“ wird.
      Diese ist doch bestimmt mit der Unterseite des iPhone-Docks zu vergleichen, oder? Das sammelt bei mir auf dem Tisch nämlich im bloßen „Ruhezustand“ (also ohne Bewegung) fleißig Staub an der Unterseite.

      Wie verhält es sich denn mit dieser neuen Bodenlösung im Alltag?

    6. avatar
      Sven Kaulfuß schrieb am
      Bewertung:

      @ Robert: Die Unterseite ist der lustige bzw. fehlende Teil meines Testes. Da wir seit kurzer Zeit in unseren Stores alle Rechner am Untergrund „ankleben“ (Diebstahlschutz und damit alles ordentlich ausgerichtet ist), konnte ich die Unterseite in diesem Test-Telegramm leider nicht in Augenschein nehmen. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, dass deine Beschreibung zutrifft, mit anderen Worten den Frühstückstisch vorher immer von den Krümeln befreien ;-)

    7. avatar
      Robert schrieb am
      Bewertung:

      OK, das macht Sinn (also das Ankleben).
      Ist mit ja auch schon in Eurem neuen Store in Berlin aufgefallen, deshalb frage ich extra nach. Hätte ja sein können, dass Ihr schon mal testweise ein Model ein paar Tage im „Feldtest“ hattet.

      Vielen Dank jedoch für die schnellen Antworten und viel viel Erfolg mit dem neuen Store in Berlin.
      Gefällt mir sehr sehr gut der Laden!

    8. avatar
      gast schrieb am
      Bewertung:

      Laesst sich der Speicher und die Festplatte austauschen oder verliert mann auch dann die Garantie ?

      Beim Austausch eines Akku’s gegen einen nicht von Dell zertifizierten Akku’s wuerde ich den Garantieverlust noch einsehen.

    9. avatar
      Joerg Pittermann schrieb am
      Bewertung:

      http://support.apple.com/kb/HT1651

      „The hard drive is still considered „user replaceable“ by Apple.“

      Aus Beitrag von iFixit, zu dem Sven verlinkt hat.

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