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Sony Xperia Z3 im Test



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Bewertung
Kleine Neuerungen beim Z3
4

 Pro

  • Gutes Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Gute Performance
  • Wasser- und staubfest
  • Speicher erweiterbar
  • Gute Fotoqualität

 Contra

  • Preis
  • Kaum Neuerungen

Es ist gerade mal acht Monate her, als Sony mit dem Xperia Z2 sein damaliges Flaggschiff-Smartphone präsentierte. Vor zwei Monaten wiederum stellte der japanische Hersteller das Xperia Z3 und somit sein nächstes High-End-Smartphone vor. Und damit nicht genug: Es gibt bereits erste Ankündigungen zum Nachfolger, der bereits im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen und wieder einen größeren Schritt machen soll.

Doch ich möchte nicht vorweg greifen und widme mich heute dem aktuellen wasser- und staubgeschützten Smartphone-Highlight von Sony – dem Xperia Z3. Inwiefern es sich vom Xperia Z2 unterscheidet und ob sich ein Update lohnt, erfahrt ihr im Folgenden.

Lieferumfang

Schlankes Gehäuse & gute Qualität

Das Z3 in verschiedenen Farb-Varianten
Das Z3 in verschiedenen Farb-Varianten

Am Design der Verpackung hat sich mit dem neuen Modell nichts verändert; sie ist weiterhin schick sowie stabil gehalten und beherbergt neben dem Smartphone das passende microUSB-Ladekabel mit dazugehörigem Netzadapter sowie eine kurze Anleitung mit Sicherheitshinweisen.

Auch am Design des Xperia Z3 hat sich gegenüber dem Z2 nur wenig verändert. Mit Abmessungen von 146 mal 72 Millimetern ist es nahezu gleich groß geblieben, lediglich die Dicke ist mit 7,3 Millimetern etwas geschrumpft. Dennoch liegt das Z3 von Sony nun etwas besser in der Hand, da die Kanten deutlich stärker abgerundet sind.

Die Rückseite besteht weiterhin aus Glas, das zwar einen hochwertigen Eindruck vermittelt, leider aber auch Nachteile bietet: So ist das Smartphone in der Hand sehr rutschig und auf einem nicht ganz ebenen Tisch wandert das Xperia Z3 gern mal davon. Zudem hinterlassen die Finger leichte Spuren, sodass sich die Rückseite schnell etwas fettig anfühlt. Auch wenn das Glas schön aussieht, wünsche ich mir hier doch lieber Aluminium oder einen beschichteten Kunststoff.

An der Qualität sowie der Verarbeitung lässt sich jedoch nichts aussetzen. Alle Knöpfe sind gut verarbeitet, bieten einen angenehmen Druckpunkt und klappern nicht.

Display

Kleine, aber wichtige Display-Verbesserung

Sony Xperia Z3
Sony Xperia Z3

Das HD-Triluminos-Display ist nahezu gleich geblieben, weder die Displaygröße von 5,2 Zoll, noch die Full-HD-Auflösung von 1.080 mal 1.920 Pixeln haben sich verändert. Das war allerdings auch nicht notwendig, da die Schärfe bereits sehr hoch ist und keine Pixel zu erkennen sind.

Verbessert wurden die Helligkeit sowie die Kontrastwerte des Displays, die nun vollends überzeugen. Die Helligkeit reicht jetzt, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung genug ablesen zu können, und die Farben sowie Kontraste sehen sehr schön aus.

Hardware

CPU-Evolution in kleinen Schritten

Schlanke Maße & stärkere CPU
Schlanke Maße & stärkere CPU

An der Performance des Vorgängers war bereits kaum etwas auszusetzen. Etwas flüssiger läuft das Xperia Z3 von Sony aber dennoch. Auch wenn der verbaute Snapdragon 801 bis auf kleine Änderungen nahezu baugleich mit dem Snapdragon 800 des Xperia Z2 ist, spürt man die etwas gestiegene Taktrate von 2,5 Gigahertz der Quad-Core-CPU doch sofort. Anwendungen starten schnell und das System läuft rundum flüssig sowie zuverlässig. Wie bereits beim Vorgänger hat Sony 3 Gigabyte Arbeitsspeicher spendiert, die es erlauben, auch viele Apps gleichzeitig geöffnet zu halten.

Der interne Speicher beträgt weiterhin 16 Gigabyte, wovon anfangs noch 12 zur freien Verfügung stehen. Mittels einer microSD-Karte lässt er sich diesmal sogar um bis zu 128 Gigabyte erweitern.

Kamera

Solide Kamera für den Hausgebrauch

Kamera des Sony Xperia Z3
Kamera des Sony Xperia Z3

Die Kamera löst ebenso wie beim Vorgänger mit etwa 20 Megapixeln auf und kann Videos in 4K aufnehmen. Der Autofokus reagiert recht schnell, Fotos gelingen in der Regel zuverlässig. Neben dem Automatikmodus gibt es unzählige Filter und Effekte, die ihr frei wählen könnt. Zudem stehen euch nicht nur HDR und der beliebte Unschärfe-Effekt zur Verfügung, auch einige Spielereien wie eingeblendete Animationen sind mit an Bord.

Die Aufnahmen am Tag sehen recht schick aus und bieten eine gute Schärfe. Leider findet der Autofokus nicht immer genau sein Ziel, was hier und da für unbrauchbare Bilder sorgen kann. Die größte Schwäche ist bei Dämmerung zu sehen: Trotz Blitzlicht verrauschen die Bilder hier recht schnell und sind oft zu dunkel. Dennoch lässt sich die Kamera durchaus im oberen Mittelklassebereich einordnen und ersetzt sicherlich für viele die Digitalkamera.

Konnektivität

Technisch nichts Neues

Natürlich besitzt das Sony Xperia Z3 auch WLAN im aktuell schnellsten Standard a/b/g/n/ac sowie Bluetooth 4.0. Für die mobile Datenübertragung stehen UMTS und LTE in allen Netzen mit bis zu 150 Megabyte im Download zur Verfügung. Zudem besitzt das Xperia Z3 NFC und die üblichen Sensoren für Ortung, Bewegung und Näherung. Somit ist das Z3 in diesem Bereich genau wie sein Vorgänger ausgestattet und bietet keine Überraschungen.

Software

Aufgeräumte Benutzeroberfläche

Sony setzt beim Xperia Z3 auf Android 4.4 KitKat und wird mit Android 5.0 Lollipop auch die neueste Version des Betriebssystems bereitstellen. Über dem System liegt die Sony-eigene Benutzeroberfläche, die aufgeräumt und gut strukturiert wirkt, reichlich Anpassungsmöglichkeiten bietet und zudem sehr zuverlässig und flott arbeitet. Ruckler konnte ich nicht feststellen und der Umgang mit dem System machte definitiv Spaß.

Wasser- & Staubschutz

Nicht Outdoor-, aber Badewannen-geeignet

Auch draußen gut gewappnet
Auch draußen gut gewappnet

Das Sony Xperia Z3 ist nach IP65/68 wasserdicht und staubgeschützt. Dies bedeutet, ihr könnt das Telefon bedenkenlos in die Badewanne fallen lassen, ohne dass es ertrinkt. Dafür muss aber die Abdeckung des microUSB-Anschlusses zwingend fest verschlossen sein!

Zudem soll das Sony Xperia Z3 auch unbestimmte Zeit unter Wasser in einem Meter Tiefe ohne Schäden überstehen können. Sollte es also mal schmutzig sein, hindert euch nichts daran, es unter fließendem Wasser zu reinigen – sehr praktisch.

Als Outdoor-Telefon würde ich es dennoch nicht bezeichnen. Zwar sind die Glas-Rückseite und das Display recht kratzfest, aber ein Sturz aus größerer Höhe dürfte dem Xperia Z3 dennoch nicht gut tun.

Akku

Ausdauernder Akku

Sony Xperia Z3
Sony Xperia Z3

Der Akku ist gegenüber dem Z2 beim neuen Xperia Z3 auf 3.100 Milliamperestunden geschrumpft. Grund dafür dürfte das schlankere Gehäuse sein, in dem der Akku des Vorgängers keinen Platz mehr gefunden hat. Dennoch gibt Sony die maximale Standby-Zeit mit 920 Stunden an, die somit etwas höher als beim Vorgänger liegt. Hierbei kommen sicherlich das verbesserte Display sowie die neue CPU zum Tragen.

In meinem Test reichte eine volle Akkuladung problemlos für einen Tag, bei normaler Nutzung auch für zwei Tage. Natürlich bekommt ihr das Z3 bei intensiver Nutzung deutlich schneller entladen, doch es gehört in jedem Fall zu den besseren Dauerläufern unter den Smartphones.

Fazit

Sehr gutes Smartphone ohne nennenswerte Weiterentwicklungen

Nach dem Ende des Tests bin ich hin- und hergerissen. Nach bereits sechs Monaten wird ein Nachfolger des Z2 präsentiert, der sich aber nur marginal von dem einstigen Flaggschiff abhebt. So sieht man auf den ersten Blick kaum Unterschiede und auch der Großteil der Hardware ist identisch. Lediglich die Display-Helligkeit wurde optimiert und die CPU hat minimale  Verbesserungen erfahren.

Unterm Strich handelt es sich hier dennoch um ein sehr gutes Smartphone mit reichlich Performance und einer guten Kamera, lediglich bei der Haptik leistet es sich Schwächen. Ein Update vom Sony Xperia Z2 zum Z3 dürfte leider kaum interessant sein, besonders da bereits in wenigen Monaten der Nachfolger präsentiert wird.

Wer jedoch genau jetzt ein aktuelles Smartphone sucht, der wird am Xperia Z3 durchaus seine Freude haben und dürfte den Kauf kaum bereuen, obwohl es mit 529 Euro bei dieser Ausstattung eher zu den teureren Smartphones gehört. Hier empfehle ich einen Blick zum LG G3, das bei ebenbürtiger Ausstattung mit 429 Euro deutlich günstiger zu haben ist.

Alternativ könnt ihr auch jederzeit zum Sony Xperia Z2 greifen, das keinesfalls veraltet und mit 399 Euro etwas günstiger als sein Nachfolger ist.

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