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Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test



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Zugeordnete Tags Samsung | Galaxy Tab | Tablet
Bereiche

Bewertung
Gutes Mittelklasse-Tablet
4

 Pro

  • Leicht und schlank
  • Großes 10.1-Zoll-Display
  • x86-Intel-Atom-Clover-Trail-Prozessor
  • Smart Remote mit guten Ansätzen

 Contra

  • Kein Full-HD-Display
  • Schlechte Kamera-Qualität

Anfang Juni diesen Jahres stellte Samsung offiziell die dritte Generation seiner erfolgreichen Galaxy-Tab-Reihe vor. Knapp einen Monat später halte ich eines der ersten Serienmodelle in meinen Händen. Der koreanische Hersteller verspricht bei seiner aktualisierten Tablet-Generation zahlreiche neue Features und verbesserte Performance. Neben einem sieben und acht Zoll großen Modell gibt es eine Variante mit 10,1-Zoll-Display. Nach Großem strebend, entschied ich mich für das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 GT-P5210 mit der 25,7-cm-Bildschirmdiagonale. Aktuell gibt es dieses Modell für 355 Euro bei Cyberport. Ob es meinen hohen Erwartungen standhalten konnte, erfahrt ihr im Testbericht.

Lieferumfang

Tolles Unpacking-Erlebnis

Ist nur Pappe, macht aber dennoch einen edlen Eindruck
Lasset das Unpacking beginnen
Da ist das Ding: Samsung Galaxy Tab 3 10.1
Hübsch verpackt in einer extra Box: das Zubehör
Der komplette Lieferumfang im Überblick
Die Qual der Wahl zwischen Schwarz und Weiß
Optisch hinterlässt das Samsung-Tablet einen sehr guten Eindruck
Blick auf die Anschlüsse und Tasten des Galaxy Tab 3
Oberhalb der normalen Griff-Höhe: links und rechts ein Lautsprecher
Ist nur Pappe, macht aber dennoch einen edlen Eindruck

Gespannt wie ein Flitzebogen wartete ich auf mein Test-Galaxy-Tab. Umso glücklicher war ich, als ich das Paket überreicht bekam und das Unpacking beginnen konnte. Wenige Sekunden später hielt ich die Verpackung in meinen Händen und war positiv angetan. Sie macht einen edlen Eindruck und weckt sofort meine Vorfreude auf das Gerät. Auch beim Thema Unpacking hat sich Samsung Gedanken gemacht. Rauszieh-Hilfen, Laschen zum Entnehmen des Tablets sowie ein extra Box für das Zubehör wissen zu gefallen. Da ich das Produkt nicht wegen seiner Verpackung kaufen, werfe ich einen Blick auf den Lieferumfang. Neben dem Galaxy Tab 3 hat Samsung ein Ladegerät sowie das obligatorische USB-Kabel beigelegt. Außerdem finde ich noch eine Kurzanleitung sowie das Garantiekärtchen in der Zubehör-Box. Nicht tragisch, aber leider lag kein Putztuch zum Entfernen der Fingerabdrücke auf dem nicht-entspiegelten Display bei.

Hardware

Ausreichend Power

Das Galaxy Tab 3 10.1 ist das erste Samsung-Tablet, das mit einem x86-Intel-Atom-Clover-Trail-Prozessor ausgestattet ist. Nur ein Dual-Core-Prozessor getaktet mit 1,6 GHz? Keine Angst, auf dem Papier kann dieser locker mit aktuellen Quad-Core-ARM-Prozessoren mithalten. Zusätzlich hat Samsung sein neustes Tablet mit einem 1 GB großen Arbeitsspeicher und einem internen 16-GB-Speicher ausgestattet. Dieser lässt sich per micoSD-Speicherkarte mit bis zu 64 GB erweitern. Welche Ergebnisse das Galaxy Tab 3 in meinem rudimentären Benchmark-Testlabor aufstellte, zeigt euch die folgende Bildstrecke. Beim intensiven Zocken von CSR Racing oder Smash Heat offenbarte die Hardware keine Schwächen. Alles lief ruckelfrei ohne längere Ladepausen.

AnTuTu Benchmark 3.3.2
AnTuTu Benchmark 3.3.2
AnTuTu Benchmark 3.3.2
AnTuTu Benchmark 3.3.2
3DMark Ice Storm Extreme Benchmark
3DMark Ice Storm Benchmark
Quadrant Standard 2.1.1 Benchmark
Quick Benchmark Lite 1.30
AnTuTu Benchmark 3.3.2
Design

Schlankes, elegantes Design

Wie nicht anders von Samsung zu erwarten, besteht das Gehäuse des Galaxy Tab 3 aus Kunststoff. Zum Glück ist es mattiert, so dass ich das Putztuch nicht nach jedem Gebrauch hervorzaubern muss. Die Haptik überzeugt, das Tablet liegt wunderbar in der Hand. Dem spielt das geringe Gewicht von 510 Gramm sowie die 8 mm schlanke Linie in die Hand. Mein Apple iPad 4 bringt es auf stattliche 652 Gramm und eine Dicke von 9,4 mm. Dass es noch schlanker und leichter geht, beweist Sony mit seinem Xperia Tablet Z (495 g und 6,9 mm).

Während der Rahmen des Galaxy Tab 3 an der Ober- und Unterseite knapp zwei Zentimeter misst, sind es an den Seiten 1,2 cm. Meiner Meinung nach zu wenig. Halte ich das Tablet mit beiden Händen im Landscape-Modus, bedecken die Finger einen Teil des Displays. Positiv hingegen die Positionierung der beiden Lautsprecher. Somit kann ich unbeschwert den Klängen lauschen, ohne beim Halten des Tablets die Speaker zu verdecken.

Beim von mir getesteten Modell handelt es sich um die WiFi-only-Variante. Dafür steht mir ein Kanal zur Verfügung, über den ich mit 2,4 und 5 GHz Datenpakete austauschen kann. Für all diejenigen unter euch, die gern jederzeit und überall online gehen möchten, gibt es eine 3G-Version für knapp 100 Euro mehr sowie ein LTE-Modell für 509 Euro. Ansonsten bietet das Galaxy Tab 3 Bluetooth 4.0 zur drahtlosen Kommunikation.

Software

Hub Hub Hurra dank smarten Apps

Samsung liefert das Galaxy Tab 3 mit Android 4.2.2 Jelly Bean aus. Zusätzlich bekam es Funktionen aus dem Galaxy S4 spendiert, wie Eye Tracking oder Smart Stay.

Apropos Smart. Wie die anderen Hersteller hat sich auch Samsung das Thema Smart-TV groß auf die Fahne geschrieben. Den nächsten Schritt gehen die Koreaner, indem sie per Peel-Smart-Remote-App ihre Tablets einbinden. Die App vereint auf dem Galaxy Tab 3 Guide und Fernbedienung meines Samsung UE40ES6710. Ab sofort müsste ich nicht mehr zur Fernbedienung greifen. Die TV-Zeitung könnte getrost ins Altpapier wandern. Die Realität sieht anders aus und im Konjunktiv lebt keiner von uns. So war ich am ersten Testabend nicht von der App und ihren Empfehlungen begeistert. Immerhin zeigt sich die Software lernwillig. Das geht nur, wenn ich es ihr beibringen kann. Zu Beginn bekam ich ausschließlich Sendungen angezeigt, die ich mit der Fernbedienung am Fernseher nicht aufrufen kann. Warum? Weil ich die Sender gelöscht habe. Keine einzige Empfehlung zu den großen Privatsendern oder den Öffentlich-Rechtlichen. Meine Vorauswahl vom TV sollte die App erkennen und in die Empfehlungen einbeziehen. Zudem stimmten die Senderplätze nicht mit denen vom Fernseher überein, sodass der Wechsel zur gewünschten Sendung nicht funktionierte. Ich werde mich am Wochenende ausführlich der App widmen und sie intensiv anlernen. Programmwechsel, Lautstärke-Regulierung oder Menü-Aufrufe funktionierten indes problemlos.

Zusätzlichen Fokus legt Samsung auf das Thema Multimedia und so stehen Hubs für Musik, Videos, Spiele und eBooks zur Verfügung. Allerdings konnten mich diese nicht überzeugen. Die Music Hub ist ein schlechter Ableger von Spotify oder Ampya – meinem neuen Liebling. Letztlich bietet es mir keinen wirklichen Mehrwert. Gleiches gilt für die anderen Hubs. Mir reicht der Play Store und die gewohnten Apps. Größere Auswahl, gewohnte Umgebung und mehr Funktionen.

Auf der Galaxy-Tab-3-Produktseite preist Samsung seine App Story Album an. Auch hier erschließt sich mir der Mehrwert nicht. Statt mir die Bilder fix in der Galerie anzuschauen, kann ich mit der App eine Art digitales Fotobuch erstellen. Einige Layouts stehen zur Auswahl, doch die kann ich locker an einer Hand abzählen. Klar, es sieht hübscher aus, wenn Bilder nicht durch Wischen vorbeifliegen, aber wo liegt der Vorteil, mir ein Blättern zu suggerieren?

Peel Smart Remote (Quelle: Samsung)
Bevor ich loslegen kann, muss die App eingerichtet werden
Damit mich die Angebote nicht erschlagen, richte ich mir Favoriten ein
Sieht eher nach einer Panzer-Simulation aus als nach dem englischen Patienten
Ich habe die Qual der Wahl
Übersichtlich nach Genre geordnet
Keine Sportsendung verfügbar? Kann nicht sein, denn…
…Sport1 und Eurosport hatte ich doch ausgewählt.
Samsung Hub-Dienste (Quelle: Samsung)
Story Album (Quelle: Samsung)
Peel Smart Remote (Quelle: Samsung)
Display

Kraftvolle Farben, leider kein Full-HD

Schade, dass Samsung beim verbauten Display sparen musste. Mit 10,1 Zoll ist es zwar groß, bietet allerdings nur eine „kleine“ Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln bei 149 ppi. Das trübt meinen ansonsten positiven Eindruck vom Display mit seinen kräftigen und kontrastreichen Farben. Mit seiner HD-Auflösung liegt das Samsung Galaxy Tab 3 deutlich hinter den Full-HD-Konkurrenten zurück. Asus bietet bei seinem Memo Pad Full HD 10 ebenso wie Sony beim Xperia Tablet Z eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Das von Samsung gefertigte Google Nexus 10 kann sogar mit 2.560 x 1.600 Pixeln auftrumpfen.

Die Blogosphäre mutmaßt, dass die fehlende Erfahrung mit dem neuen Prozessor Schuld am verbauten Nicht-Full-HD-Display sei. Es wird hoffentlich nicht all zu lange dauern, bis uns Samsung mit einem Update des Galaxy Tab 3 erfreut. (via tabtech.de)

Kamera

Kein LED-Blitz, schlechte Bildqualität

Während über dem Display eine 1,3-Megapixel-Frontkamera verbaut ist, befindet sich auf der Rückseite eine 3-Megapixel-Kamera. Leider verzichtete Samsung auf einen integrierten LED-Blitz. Dies macht sich schlussendlich bei der Bildqualität bemerkbar. Vom Hocker reißen mich beide Kameras nicht, wie die Bilder zeigen. Schlechter Kontrast, fehlende Schärfe, von natürlichen Farben ganz zu schweigen. Für schnelle Schnappschüsse mögen bei Kameras noch in Ordnung gehen, mehr aber auch nicht.

1,3 Megapixel Frontkamera (Quelle: Samsung)
Kein Unterschied zu Konkurrenz-Tablets erkennbar
3 Megapixel Hauptkamera (Quelle: Samsung)
Der detaillierter Blick zeigt: Hier fehlt ein integrierter Blitz
Nüchterne Test-Aufnahme mit der 3-Megapixel-Kamera
Im 100%-Ausschnitt deutlich zu erkennen: Scharf sieht anders aus
4-fach-Zoom des ersten Bildes
Aufnahme mit der 1,3-Megapixel-Frontkamera
Zum Skypen okay, ein natürliches Bild ist etwas anderes
1,3 Megapixel Frontkamera (Quelle: Samsung)
Akkulaufzeit

Bis zu 9 Stunden Surfen oder Videogenuss

Samsung spendierte dem Galaxy Tab 3 einen 6.840 mAh starken Lithium-Polymer-Akku. Laut Hersteller reicht dieser für bis zu neun Stunden Surfen (WLAN), Video schauen oder knapp 140 Stunden Audiowiedergabe. Ich selber habe das Tablet nur zu Beginn meines Tests geladen und seit dem jeden Tag ein bis zwei Stunden zum Surfen und Zocken genutzt. WLAN war stets aktiviert und die Display-Helligkeit im Normalzustand bei aktivierter automatischer Anpassung. Inzwischen sind knapp vier Tage vergangen und ich habe immer noch gut 40% Akkuleistung über, so dass die Angaben von Samsung sehr realistisch sind.

Fazit

Gutes Mittelklasse-Tablet

Das Samsung Galaxy Tab 3 ist wahrlich kein High-End-Gerät, aber ein tolles Tablet für die breite Masse. Durch die Platzierung des Home-Buttons und der beiden sensitiven Tasten ist es vorrangig für den Landscape-Modus ausgerichtet. Dies gefällt mir ohnehin besser als bei meinem Apple iPad. Leider stört mich der schmale seitliche Rahmen, da beim Halten des Galaxy Tab meine Daumen ein Teil des Displays verdecken. Dieses bietet lediglich eine HD-Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und steht einer besseren Bewertung entscheidend im Weg.

Samsung Galaxy Tablets günstig online bei Cyberport kaufen

Verarbeitung und Materialien gehen, wie nicht anders zu erwarten, für den Preis von knapp 350 Euro absolut in Ordnung. Damit positioniert sich Samsung preislich deutlich unterhalb des Sony Xperia Tablet Z (469 Euro) oder Google Nexus 10 (465 Euro), die dafür bessere Displays und Kameras besitzen. Trotzdem ist das Samsung Galaxy Tab 3 ein würdiger Nachfolger des erfolgreich Galaxy Tab 2, für den ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen kann. Vor allem der Prozessor überzeugt mit seiner Leistung und der Akku hält angenehm lange durch. Das Samsung Galaxy Tab 3 weiß als großes Mittelklasse-Tablet zu gefallen.

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1 Kommentar

  1. avatar
    jackelinchen schrieb am
    Bewertung:

    frage… lieber das tab 3 oder doch das note 10.1 ?

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