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Produkttest: Toshiba Satellite R850-14T



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15-Zoll-Allrounder mit wenig Schwächen und matter Optik
Bei der Satellite R830/850/870-Reihe von Toshiba handelt es sich um ein Upgrade der Satellite R6XX-Serie, die jedoch noch nicht mit der neuen SandyBridge-Prozessortechnologie von Intel ausgestattet waren. Namentlich verbirgt sich eine i5-2410M CPU in Toshibas neuem 15 Zoll Allrounder, die ich bereits in meinem letzten Testbericht mit Acers 14 Zoll Aspire 4830TG lobend erwähnt hatte. In diesem war nur leider die Funktion für Wireless-Display nicht freigeschaltet, die mir am Toshiba so viel Freude bereitet hat. Der Schwerpunkt der Pro&Contra-Bewertung fällt beim Toshiba Satellite R850-14T aber nicht nur aufgrund des gänzlich anderen Grafikchips ganz anders aus.
Unboxing und Systemeinrichtung
Wie immer gehts beim Auspacken los, eine etwas gekürzte Version des „Auspack-Videos“ findet ihr bei Bedarf noch in meinem Youtube-Account

Nachdem das Notebook dann ausgepackt und die Anschlüsse erklärt waren, musste natürlich das Betriebssystem noch abschließend installiert werden. Ich will euch nicht wieder die Ohren vollheulen, wie sehr diese Windows-Updates nerven, wenn man erstmal auf Linux umgestiegen ist, auch wenn es diesmal ein recht spezielles Erlebnis war. In der ersten Stunde lässt einen das System überhaupt nicht zur Ruhe kommen. Hat man eines der nervigen Popups kaum komplett wahrgenommen, mischt sich auch schon das Nächste ein. Hier eine Registrierung, da eine Anmeldung, hier ein Update, dort eine Abfrage, ein Hinweis, was weiß ich…das hat genervt und leider kam das Meiste von Toshiba. Ob dies am Ende tatsächlich der wohl damit angestrebten Kundenbindung förderlich ist, will ich mal bezweifeln.

Toshiba Satellite R850-14T – Ansichten”

Bis zur endgültigen Einrichtung des Systems hat es jedenfalls mehrere Tage gedauert, inklusive einer kompletten Systemwiederherstellung, so dass ich schon fast mit einem Defekt gerechnet hatte. Seit mittlerweile mehr als zwei Wochen zeigt das Satellite R850 nun, dass dem nicht so ist…es rennt und rennt und rennt. Und manchmal geht es auch nur mit Schrittgeschwindigkeit, eben dann, wenn grafikintensive Berechnungen erforderlich sind, aber auch nur manchmal.

Das diesbezüglich immer recht aussagekräftige Cinebench zeigt dementsprechend auch nur einen mittelmässig guten Wert (2,35), der für die gängigsten Office-Anwendungen wiederum mehr als ausreichend ist. Im OpenGL-Test sieht es noch ein wenig unspektakulärer aus (7,45BpS), ein Spielerechner ist der Satellite also wohl eher nicht. Der Windows-Leistungsindex passt sich dem Niveau an und liefert mit 4.7 Punkten einen mittelmässigen Wert. Der Leistung Nadelöhr ist mal wieder die Aero-Darstellung, alle anderen Werte sind mindestens einen ganzen Punkt besser. Im alltäglichen Betrieb merkt man davon insgesamt recht wenig.

Toshiba Satellite R850-14T – Leistung”

Was fällt sonst noch auf?
Das Gehäuse ist matt gehalten, das passt zum Display. Die Oberflächenstruktur der Hartplastikschale macht das Satellite R850 griffig und unempfindlich gegen Verkratzung. Das Display ist hell und scharf, löst aber nur mit 1366 x 768 Punkten auf, was manchem zu wenig ist. Der Anschlussvielfalt täte ein ExpressCard-Slot wohl gut, aber mit einem USB3.0, einem eSata/USB-Komboanschluß und dem HDMI-Ausgang sollten die meisten Wünsche wohl abgedeckt werden können. Ganz abgesehen von der edlen WiDi-Funktion (Wireless Display), die auch Audio überträgt. Der Möglichkeiten, CDs und DVDs einzulesen oder Daten von SD-, Flash- und sonstigen Cards überspielen zu können, sind ebenfalls ausreichend gegeben.

Toshiba Satellite R850-14T – Details”

Lediglich der offenliegende Kartenschacht irritiert ein wenig den Blick um das Notebook. Hier könnte ein Einfallstor für Staub und somit eine Fehlerquelle entstehen, aber seien wir nicht zu kritisch, der weitere Aufbau ist tadellos.

Auch das Touchpad und die Tastatur genügen höheren Ansprüchen. Bei den Multitouchfunktionen muss allerdings ein kleiner Abstrich gemacht werden…sehr nervig die nicht-abschaltbare Scrollleiste rechts und unten. Der abgesetzte Nummernblock an der Tastatur macht das Satellite R850 aber auch für Business-User interessant. Eine Zielgruppe, die Toshiba auch mit einigen Tools aus ihrem Softwarekörbchen locken möchte. Das auf der Unterseite eine Vorbereitung für den Anschluss einer Docking Station zu finden ist bestärkt den Eindruck natürlich.

Apropos Unterseite…
Hier findet man ja so einige Klappen, einmal für die Festplatte, einmal für den Arbeitsspeicher (ein Slot frei) und einmal für das WLAN-Modul. Hier kann man allerdings die Bezeichnung Centrino finden, die meines Wissens mittlerweile für die Wireless Display-Technik umfunktioniert wurde. Der abnehmbare Akku weist im Übrigen 66Wh Kapazität aus, die mir gut und gern sieben Stunden Netzunabhängigkeit ermöglichten. Leider braucht dieser aber fast vier Stunden zum Wiederaufladen, was ich doch ganz schön viel finde. Trägt man das Satellite viel durch die Gegend, wie ich es wohl gewohnt bin, schaltet sich zudem dauernd die Festplatte aus. Einerseits mag das sinnvoll sein, aber die sehr empfindliche Einstellung verursacht zu häufig diese sogenannten „Emergency Retrackts“ bei denen aus Sicherheitsgründen die Köpfe mit aller Kraft herausgezogen werden. Ein deutlich wahrnehmbares, ungesundes Klacken ist die Folge. Die Verringerung um eine von drei Stufen in der Empfindlichkeitseinstellung genügt aber, einen angenehmen Mittelweg zu erreichen.

Toshiba Satellite R850-14T – Unterseite”

Mir ist zwar noch aufgefallen, dass der – recht leise – Lüfter recht häufig anspringt, auch wenn das Notebook noch gar nicht besonders warm ist, aber es könnte ja sein, dass ich noch etwas Wichtiges vergessen habe. Ein paar Tage wird das System noch bei mir sein, so dass ich noch ein paar Fragen beantworten könnte.

Vorläufiges Fazit
Bis dato hinterlässt das Toshiba Satellite R850-14T einen guten Eindruck und zeigt nur wenig Schwächen.

Pro:
+ mattes, helles Display
+ Anschlussvielfalt
+ alltagstauglich, unempfindlich

Contra:
– geringe Auflösung
– Touchpad eher mittelmäßig

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