Tests

Produkttest: Nokia Booklet 3G



Zugeordnete Tags Nokia | Smartphone | Booklet | 3G | UMTS | Netbook | Notebook | GPS | Test | Produkttest | Hands-On | Pro & Contra
Bereiche

Hingucker-Netbook zu leicht überhöhtem Preis
Das Booklet 3G von Nokia ist nicht nur wegen seines auf dem Displaydeckel aufgedruckten Herstellernamens ein echter Hingucker. Zwar fragen die Leute zuerst ganz erstaunt: „Oh, ein Läppi von Nokia?“ um dann aber auch zu bemerken, wie klasse das System aussieht und wie schön es sich anfühlt. Aber gut, lassen wir mal die Laieneinschätzungen weg, dann steht das Nokia-Netbook nicht mehr ganz so gut dar. Die beschriebenen Einschränkungen des A-GPS-Empfängers haben sich insofern bewahrheitet, als dass eben auch mit einer GPS-fähigen Navigation-Software (map&guide) kein „echter“ GPS-Empfang möglich ist.
Lieferumfang

  • Nokia Booklet 3G
  • Handy-Datenkabel
  • Netzteil, Anleitung, Headset

    Pro & Contra
    Ein großer Pluspunkt des Nokia Booklet 3G ist ganz klar seine Akkuleistung. Diese ist mit durchschnittlich 8-10 Stunden exorbitant lang. Diese Angaben gelten zudem für den Modus „ausgewogen“; im echten Sparmodus ist da sicher noch einiges mehr drin, aber das habe ich wegen der deutlich zu spürenden Leistungseinbussen nicht allzu häufig gemacht. Apropos – Leistung bringt das System auch nur 2,2 Punkte in der Windows-Bewertung ein, die sich aber immer aus dem schwächsten Wert ergeben. Dieser ist beim Booklet der Wert der CPU-Power, wohingegen für die Grafikleistung deutlich bessere Werte angegeben werden. Im Innern werkelt ja neben der Atom Z530 CPU der Intel GMA500 Grafikchip, der .h264-Videos dekodieren und somit die CPU entlasten kann. Videos im HDReady-Format sind daher auch kein Problem, wenn man sich an die Anleitungen hält.

    Nokia Booklet 3G”

    Ebenfalls einen Pluspunkt bekommt das Modell für seine technische Ausstattung, die sich aber auch im Preis von knapp 750 Euro ausdrückt. Das – von außen zugängliche UMTS-Modul mit dem eingebauten A-GPS Empfänger, der HDMI-Ausgang, Wifi b/g/n, Bluetooth 2.1 und der kombinierte Audio-Ein-/Ausgang runden die inneren Werte ab. Ein mit 1.366 x 768 auflösendes HDReady-Display, dezent angebrachte LEDs, ein „echtes“ Alugehäuse, das große Multi-Touchpad und die Chiklet-Tastatur runden den äußeren Eindruck ab. Den Hingucker „Nokia-Logo“ kriegt man als Geschenk obendrauf. Das Handling des Systems ist angenehm, auch wenn es ruhig 11,6 oder 12 Zoll Bildschirmdiagonale hätten sein dürfen. Das Windows-7-Starter-Betriebssystem scheint für den Nokia-Computer angemessen zu sein. Im normalen Testbetrieb hat mir zumindest nichts gefehlt, auch wenn mich die „Updaterei“ mal wieder genervt hat.

    Nokia Booklet 3G”

    Sehr gut gefallen hat mir auch, wie wenig Temperatur das System entwickelt; und das, obwohl auch kein Lüfter anspringt. Der Netzanschluss ist zwar ziemlich klein geraten, sitzt dafür aber äußerst stramm in seiner Position. Leider ist der Displaydeckel viel zu schlabberig angeschraubt und fällt recht leicht nach hinten, so dass man darauf immer wenig aufpassen muss. Die Oberfläche des Displays ist dazu in glänzendem Klavierlack-schwarz gestaltet, was die übliche Fingerabdruckproblematik mit sich bringt. Ebenfalls glänzend/spiegelnd ist das Display selbst, was nicht ganz so gut für draußen geeignet ist. Das schöne Alugehäuse hat leider auch so seine Häkchen – zum Einen ist es morgens ziemlich kühl und zum Andern ist es recht scharfkantig. Nicht so, dass man sich schneiden könnte, aber es kann schon mal ein bisschen weh tun. Etwas weniger aussagekräftig ist, dass der SD-Slot an meinem Modell nicht funktioniert hat. Dies ist aber sicher eher ein Einzelfall als ein Serienfehler, der im Werk behoben werden kann.

    Booklet vs Eee PC 1000H”

    Die beiden wichtigsten Punkte, die eher gegen den Kauf des Nokia Booklet 3G sprechen, sind der hohe Preis und das ungenaue und navigations-unfähige A-GPS-Modul. Wer sich nicht scheut, ein paar Euro mehr für einen echten Hingucker auszugeben, der nebenbei im Handling zu überzeugen weiß, sollte sich das Booklet jedoch noch einmal genauer ansehen.

    Mir hat die Zeit mit dem Designerstück jedenfalls viel Spaß gemacht, weswegen ich es jetzt auch lieber wieder wegschicke, bevor ich mich noch allzu sehr daran gewöhne.

    Technische Daten Nokia Booklet 3G:

  • CPU: Intel Atom Z530 mit 1,6GHz
  • RAM: 1GB DDR2,533MHz, fest verlötet
  • Festplatte: 120GB, 1.8-Zoll SATA 4200U/min
  • Display: 10.1-Zoll mit 1280 x 720 Pixeln
  • Akku: 16-Zellen Akku, 56.8Wh, Li-ION, wechselbar, bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit
  • Konnektivität: WiFi 802.11 b/g/n, 2T2R, BT 2.1 +EDR, eingebautes UMTS Modem, Assisted-GPS
  • Schnittstellen: 1x HDMI 1.2, 3x USB 2.0, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss, 1x SD Kartenleser, 1x SIM Kartenslot.
  • Webcam: 1.3MP
  • OS: Windows 7 Starter

    RSS-Feed

    Werde Autor!

    Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
    hat bereits 358 Artikel geschrieben.
    Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

  • Kommentieren

    Hinterlasse eine Antwort

    Login über

    avatar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    *


    *

    Deine Bewertung für den Artikel:

    Ähnliche Beiträge

    Nokia Lumia 1320 - das 6-Zoll-Phablet

    Tests

    18.03.2014

     | Daniel Barantke

    Gibt es noch einige hier, die sich fragen, was ein Phablet ist? Wenn ja: Ein Phablet ist ein zu groß geratenes Smartphones, das mit einer Bildschirmdiagonale um 6 Zoll eher eine Zwischenlösung zwischen Smartphone und Tablet darstellt. Der Vorteil... mehr +

    Nokia Lumia 720 im Praxistest

    Tests

    15.08.2013

     | Daniel Barantke

     | 1

    Es ist schon eine Weile her, dass ich das damalige Flaggschiff von Nokia, das Lumia 920, vorgestellt habe. An diesem beeindruckte die Kamera ebenso wie die Performance. Lediglich das Gewicht störte mich ein wenig. Nun zeige ich euch das Nokia Lumia... mehr +