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Produkttest: HP Pavillon dv7-7b13eg



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Notebook-Riese auf dem Prüfstand
Neulich in meinem Postfach: „Sag mal, Ansgar, würdest du grundsätzlich auch mal wieder ein Windows-Notebook testen?“ Statt mit einem gelangweilten „wenns denn sein muss“ zu antworten blieb ich gegenüber Chef Sven freundlich und ließ mich auf die Sache ein. Ein paar Tage später war es dann soweit: Das 17-Zoll-Notebook HP Pavillon dv7-7b13eg trudelte auf dem Testschreibtisch ein, um ein paar Tage meinen Alltag zu bestreiten. Wie macht sich das Windows-7-Gerät?
Look & Feel
Klar, jemand der 17-Zoll-Notebooks ins Auge fasst, weiß worauf er sich einlässt: Große Notebooks sind nicht ganz so portabel, dafür aber durchaus in der Lage, für längere Zeit oder grundsätzliche einen Desktop-Computer oder einen externen Bildschirm zu ersetzen. Diese Möglichkeiten werden vor allen Dingen durch für ein Notebook enorme Ausmaße und ein relativ hohes Gewicht erkauft, was die Küchenwaage bestätigt: 3098 Gramm sind zwar kein übermäßiges Fettpolster, machen sich im Rucksack oder der Laptop-Tasche auf der längeren Reise durchaus bemerkbar. Entfernt man den 5225 mAh fassenden Akku, ist das Pavillon rund 330 Gramm leichter, schrumpft aber natürlich nicht, sondern behält seine Ausmaße: Sowohl der Deckel als auch das Unterteil des Geräts könnten ein wenig schmaler sein, sind aber nicht viel zu dick.

HP Pavillon dv7-7b13eg – Teil 1″

Das Design des Geräts ist durchaus stimmig, die leicht ins goldene gehende Metalloptik macht einen feinen Eindruck und wird vom auf der Rückseite des Displays leuchtenden HP Logo unterstrichen. Ebenfalls ein netter Effekt: Um das Touchpad herum haben die Designer einen Leuchtring integriert, der zusätzlich zu den Status LEDs Aufschluss darüber gibt, ob das Gerät gerade an ist, oder nicht. Ein nettes Gimmick ist der Fingerabdruckscanner auf der rechten Seite des Gerätes, mit dem man Windows 7 im gesperrten Zustand nach voriger Einrichtung freischalten kann.

Viel wichtiger ist für die Meisten jedoch sicherlich, was unter der Haube steckt. Und hier kann das Pavillon der dv7-Reihe vollends mit moderner Hardware punkten. Hier ein paar Eckdaten:

  • Intel Core i7 Quad-Core Prozessor 2670QM mit 2,2 Gigahertz (bis zu 3,1 Gigahertz im Turbo-Boost Modus)
  • 8 Gigabyte DDR3-1333 SO-DIMM
  • Blu-Ray Laufwerk
  • ATI Radeon 6770HD mit 2 Gigabyte Speicher
  • Intel HD3000 Grafik
  • 17,3 Zoll Display im 16:9 Format mit 1600×900 Pixeln Auflösung
  • HP TrueVision HD Webcam
  • 1 Terabyte Festplatte mit 5400 U/min
  • Gigabit LAN
  • WLAN nach 802.11n Standard / Bluetooth

    Schaut man sich rechte und linke Seite des Geräts an, fallen einem folgende Anschlüsse auf:
    Anschlüsse links:

  • VGA
  • HDMI
  • Gigabit LAN (RJ45)
  • 2x USB 3.0
  • Audioanschlüsse (Mikrofon, 2 Kopfhörerausgänge)

    Anschlüsse rechts:

  • 2x USB 2.0

    Überraschend ist, dass HP statt einen Line-Eingang auf einen zweiten Kopfhörerausgang setzt. So können gleich zwei Personen Kopfhörer benutzen, um beispielsweise einen Film auf dem großen Display zu genießen. Doch auch die Lautsprecher sind nicht ungeeignet, um Medien oder gar eine Blu-Ray auf dem Pavillon abzuspielen. So hat HP bei Dr. Dre eine „beats audio“-Lizenz eingekauft und das Gerät mit entsprechenden Boxen und gar einem Subwoofer ausgestattet: Tatsächlich kommt recht voluminöser Sound aus dem Notebook, leider wirkt der Ton aber ein wenig dumpf. Trotzdem ist die Tonausgabe für einen tragbaren Computer überraschend gut, die maximale Lautstärke ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend.

    In punkto Benutzereingaben setzt HP auf eine Chiclet-Tastatur mit Nummernblock, auf der sich ohne großen Widerstand sehr gut tippen lässt. Etwas ungewohnt ist, dass die eigentliche QWERTZ-Tastatur auf Grund des Nummernblocks nicht zentriert ist. Wer das eventuell schon von einem anderen Notebook kennt, wird damit aber keine Probleme haben. Gleiches gilt auch für das Touchpad, das ebenfalls nicht zentriert im Gehäuse sitzt, sondern ein Stück nach links gerückt wurde, damit es mittig unter dem Buchstabenbereich des Keyboards sitzt. Mit einem Doppelklick in die obere linke Ecke lässt sich das Touchpad übrigens ausschalten. Welchen Sinn dies hat, erschließt sich mir nicht so ganz, eventuell soll dieses leichteres Tippen für jene Leute ermöglichen, die ihre Hände gerne währenddessen unterhalb der Tastatur ablegen.

    Wie man es beispielsweise von Apples Notebooks kennt, sind die F-Tasten der Tastatur standardmäßig mit Funktionen wie dem Regeln der Displayhelligkeit oder dem Einstellen der Lautstärke belegt. Will man die F-Tasten mit ihrer tatsächlichen Funktion nutzen, muss man dafür die fn-Taste drücken, die sich auf der linken Seite zwischen STRG- und Windows-Taste befindet. Kritik gibt es lediglich für die Multitouch-Funktionen des Touchpads: Beispielsweise das Scrollen mit zwei Fingern funktioniert nicht überzeugend und benötigt meist mehrere Anläufe. Ansonsten lässt das Pavillon in Sachen Eingabegeräte kaum Wünsche offen.

    HP Pavillon dv7-7b13eg – Teil 2″

    17 Zoll – jede Menge Platz
    Ein Highlight des Geräts ist mit Sicherheit der große Bildschirm mit einer Auflösung von satten 1600×900 Pixeln. Dieser bietet nicht nur jede Menge Platz für mehrere Anwendungen, was die Arbeit unterwegs erleichtern kann, sondern macht auch Multimedia-Anwendungen wie Gaming oder Filme zur wahren Freude, die lediglich durch die Blickwinkelabhängigkeit des Bildes getrübt wird: Leider ist die Darstellung des verbauten Panels sehr abhängig vom vertikalen Blickwinkel, während der horizontale das Bild nur sehr wenig einschränkt.

    In der Praxis heißt dies, dass man sich das Display für eine korrekte Darstellung oftmals richtig klappen muss. Das ist zwar kein Problem, wenn man direkt vor dem Gerät sitzt, wird aber zu einem, wenn man das Display des Notebooks aus der Ferne betrachtet. Dafür punktet der Bildschirm mit einer extrem guten Ausleuchtung und einer ordentlichen Helligkeit.

    Leistung satt
    In punkto Leistung schlummert unter dem hübschen Case ein gut abgestimmtes Hardwarepaket: Mit i7-CPU, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und der Radeon 6770 geht durchweg aktuelle Technik zu Werke. Das dass Pavillon zügig arbeitet, merkt man schon beim ersten Setup von Windows 7 in der 64-Bit-Variante, das man ruck-zuck hinter sich gebracht hat. Einziger Flaschenhals des Systems ist die Festplatte: Auch wenn sie mit einem Terabyte Speicherplatz jede Menge Kapazität mit bringt, sind die Tage von Notebook-Festplatten mit 5400 Umdrehungen pro Minute einfach gezählt. Hier sollte man eventuell drüber nachdenken, ob man in eine schnellere Festplatte oder gar eine SSD investiert. Die lahme Festplatte macht sich natürlich vor allen Dingen bei Suchprozessen oder dem starten größerer Anwendungen bemerkbar.

    Bei rechenintensiven Anwendungen kann das dv7 dagegen punkten: Battlefield 3, ein recht aktuelles Spiel mit recht hohen Hardware-Anforderungen, lief nach dem Updaten der Grafiktreiber auch mit hohen Details in voller Auflösung überraschend gut. Mit dem Pavillon ist man also auch für aktuelle Spiele oder grafiklastige Multimedia-Anwendungen gerüstet. Probleme gab es allerdings mit der automatischen Umschaltung der Grafikkarten: Überließ man die Umstellung der Grafikkarte dem System, startete Battlefield 3 oftmals nicht oder hatte Probleme mit der Anzeige. Stellt man im BIOS allerdings ein, dass man die Grafikkarte manuell ausgewählt wird, hat das Ganze reibungslos funktioniert.

    HP Pavillon dv7-7b13eg – Teil 3″

    Abgesehen von der etwas langsamen Festplatte lässt das dv7 also keine Wünsche offen und ist für die meisten Anwendungen gerüstet. Bleibt nur noch die Akkuleistung, die natürlich extrem von den genutzten Anwendungen und dem genutzten Grafikchip abhängig ist. Die angegebenen 3,5 Stunden erreicht das Gerät jedenfalls nur mit dem kleinen Intel-Grafikchip, mit der Radeon sind zirka 2,5 Stunden drin, spielt man ein Spiel oder benutzt leistungshungrige Multimedia-Anwendungen, sind es noch erheblich weniger. Diese Werte unterstreichen den weniger mobilen Anspruch des Geräts, zumindest eine kurze Zugfahrt kann man mit der Batterie überbrücken.

    Fazit
    Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken 17-Zoll-Notebook ist, sollte das HP Pavillon dv7-6b13eg ins Auge fassen: Das schicke Windows-7-Gerät punktet vor allen Dingen mit zügiger Hardware und dem großen Display, welches nicht nur das Arbeiten leichter macht, sondern auch für das Schauen von Blu-Rays oder Gaming prima geeignet ist. Tastatur und Touchpad funktionieren sehr gut, lediglich Multitouch-Eingaben werden nicht ganz so gut interpretiert.

    Das HP mit dem Pavillon dv7 Kunden ins Visier nimmt, die nach einem schnellen Desktop-Ersatz suchen, wird durch die recht geringe Akkulaufzeit untermauert. Käufer, die sich mit den voluminösen Ausmaßen und im Gewicht von über drei Kilo keine Probleme sehen, können zum aktuellen Preis von 899 Euro in jedem Falle zuschlagen. Und wer die große, aber langsame Terabyte-Festplatte nicht braucht, sollte überlegen, ob er noch ein paar Euro in eine SSD investiert, die dem Rest der flotten und sehr ausgewogenen Hardware gerecht würde.

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  • 3 Kommentare

    1. avatar
      wf schrieb am
      Bewertung:

      die Auflösung des Displays als satt zu beschreiben, ist aber schon etwas übertrieben ;)
      -> ist absoluter Standard, Cyberport führt keinen einzigen 17-Zoller mit einer niedrigeren Auflösung!

      Aber das Gerät ist auf jeden Fall empfehlenswert, steht bei uns in Leipzig auch draußen!

    2. avatar
      Ansgar Babucke schrieb am
      Bewertung:

      Natürlich ist die Auflösung verglichen mit anderen 17-Zoll-Notebooks nicht hoch. Es geht eher grundsätzlich um die Auflösung, die einem so ein 17-Zöller bietet.

      Viele Grüße,
      Ansgar

    3. avatar
      Gamer schrieb am
      Bewertung:

      Danke für den kurzen, aufschlussreichen Test des HP. Vorallem die Spieletauglichkeit (Battlefield 3) hat mich nun dazu bewogen mir das Notebook zu bestellen. Die recht kurze Akkulaufzeit ist für ein Gerät im 17″ Bereich noch okay, wie ich finde.

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