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Produkttest: Hewlett Packard Pavilion dv6-2000-Serie (dv6-2010sg) – Teil 3



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Mit viel Hochglanz und neuem AMD Dual-Core-Prozessor in die Herzen der Kunden?
Sound: Mit kleinen Boxen der renommierten Firma Altec Lansing soll beim DVD-Abend mit dem HP Pavilion dv6-2010sg für die richtige Stimmung gesorgt werden. Die sich über der Tastatur befindlichen Lautsprecher hören sich schwachbrüstig an und können sich mit keiner guten Klangqualität rühmen. Bei höherer Lautstärke übersteuern sie zudem sehr schnell. Von einem Soundgenuss kann nicht die Rede sein. Note: 5 Lautstärke: Über das Nervpotential des Lüfters sollte man am besten ein Tuch des Schweigens legen, denn dieses fällt beim HP Pavilion dv6 sehr hoch auch.
Schon kurz nach dem Hochfahren des Betriebssystems fängt der Radaubruder lautstark an auf sich aufmerksam zu machen. Das ändert sich auch nicht, wenn man die Finger vom Notebook lässt und es nicht fordert. Wird die CPU und/ oder die Grafikeinheit doch mal gefordert, wird die Lautstärke noch unangenehmer. Die einzige positive Eigenschaft des Luftschauflers ist seine Beständigkeit ohne ständiges Auf- und Abdrehen.

HP Pavilion dv6-2010sg – Teil 1″

Auf der Ursachensuche fragt man sich unweigerlich, ob die neue AMD-CPU wirklich so ein Heißsporn ist oder ob die verbaute Grafik für den hohen Bedarf an Kühlung verantwortlich ist. Dies kann mit einem Blick auf die Temperaturen unter Last und im Idle-Betrieb verneint werden. Das Problem liegt an Konstruktionsfehlern. Da die linke Gehäuseseite vollständig mit Schnittstellen belegt ist, müssen die Luftein- und auslassschlitze nach unten weichen. Zudem fallen sie sehr klein aus, sodass der Quirl deutlich schneller drehen muss um ausreichend Kühlung gewährleisten zu können. Hat man das HP auf dem Schoß, verdeckt man unweigerlich die schon mickrigen Atemöffnungen des Lüfters woraufhin er einfach die Drehzahl noch weiter erhöht. Wie der Lärmpegel bei dem Pavilion Modell mit Quad-Core und starker Grafikkarte ausfällt, mag man sich gar nicht ausmalen.

Aufgrund dieser Tatsache, dass es sich nicht um einen Softwarefehler handelt, ist es den Amerikaner kaum möglich die Lautstärke zu verringern, ohne dass die Kühlung zu stark vernachlässigt wird. Leider gibt es auch nicht viel Positives über die verbaute Festplatte zu sagen. Zwar ist das Laufgeräusch trotz einer Rotationsgeschwindigkeit von 7200U/Min. nicht zu hören, was aber ganz allein am sehr lauten Lüfter liegt. Spätestens auf der Handballenauflage merkt man dann die starke Vibration, die vom optischen Laufwerk ausgeht. Das DVD-Laufwerk verhält sich erfreulicherweise leise und liest fast alles womit es gefüttert wird.

Note: 5

HP Pavilion dv6-2010sg – Teil 2″

Akkulaufzeit
Leider ist das Kapitel der Unzulänglichkeiten bei dem Durchhaltevermögen des Energiespenders nicht beendet. Stromverbrauchsmessungen der neuen Notebook-Plattform Tigris (c’t 10.2009) haben niedrigere Werte ergeben als beim Vorgänger, der Puma-Plattform. Die Vorzeichen stehen also gut. Das HP scheint aber noch nichts von Energiesparen gehört zu haben. Trotz kleinerer Strukturbreite des Prozessors und sparsamer LED-Hintergrundbeleuchtung ist der 6-Zellen-Akku bei Last bereits nach 44 Min. leergenuckelt. Kaum besser ist die Laufzeit beim Surfen oder der DVD-Wiedergabe. 90 Minuten vergehen bis alle Lichter ausgehen. Selbst ohne Belastung, geringster Displayhelligkeit und deaktiviertem WLAN kann das Pavilion dv6 die 3 Stunden-Hürde nicht überwinden. Da scheint es schon fast nicht mehr verwerflich, dass der von HP empfohlene Energiesparplan die Bildschirmhelligkeit nicht regelt.

Zum Glück geht das Laden des Stromblocks mit 109 Minuten noch vergleichsweise zügig. Das ausgesprochen lange Netzteilkabel scheint wie eine Entschuldigung für die schlechten Akkulaufzeiten seitens HP.

Note: 5

HP Pavilion dv6-2010sg – Software Teil 1″

Softwareausstattung
Als Betriebssystem kommt Windows 7 Home Premium in der 64bit-Variante zum Einsatz. Daneben finden sich noch unzählige Programme von HP selbst, die das System aufblähen und verlangsamen. Geschlagene 17 Einträge die mit „HP“ beginnen findet man in der Systemsteuerung unter installierte Programme. Ob man diese nützlich findet, muss jeder für sich selbst entscheiden.

HP Pavilion dv6-2010sg – Software Teil2″

Schön ist, dass Microsoft Office Home & Student als Testversion eingespielt wurde und nicht wie so oft Versionen, die die wenigsten Nutzer verwenden würden. Auch das umfangreiche und leicht zu bedienende Brennprogramm Cyberlink Power2Go verdient eine Erwähnung. Die Startzeit, bis die erste Internetseite aufgerufen wird, beträgt 1:30 Minute.

Fazit
Dass nicht immer alles auf die inneren Werte ankommt, sondern primär die Hülle über den Erfolg eines Produktes entscheiden kann, hat man schon öfters erlebt. Dennoch sollte sich ein Produkthersteller keine gröberen Patzer erlauben, was den Entwicklern von HP jedoch passiert ist.

Doch beginnen wir mit den positiven Seiten vom HP Pavilion dv6-2010sg. Das Design der Black Beauty ist als sehr gelungen zu bezeichnen. Schöne Rundungen und wertig anmutende schwarze Hochglanzoberflächen mit zierenden Aufdrucken lassen andere Notebookvertreter im wahrsten Sinne des Wortes blass aussehen. Damit das auf Multimedia ausgelegte dv6 zu jeder Zeit genug Power aufweist, wurde der neue mobile AMD Athlon II mit 2 Kernen verbaut. Dieser ist zwar nicht AMD’s neue Wunderwaffe, erledigt aber alle Aufgaben in angemessener Zeit und bremst auch HD-Material nicht aus. Der verwendete Grafikchip mit separaten 512 MB Speicher lädt gern zu kleineren Spielsessions ein. Damit auch für das Auge etwas geboten wird, wurde ein farbenfrohes und ausreichend helles Display eingesetzt. Wie es sich für eine Multimediamaschine gehört, sorgen unzählige Schnittstellen dafür, dass jede erdenkliche Peripherie angeschlossen werden kann.

Bei den Eingabegeräten und beim Gehäuse gibt es ein zwiespältiges Bild. Kann die Tastatur größtenteils überzeugen, ist dies beim spiegelnden Touchpad nicht der Fall. Die mäßige Gleiteigenschaft und die lauten Touchpadtasten werden niemanden erfreuen. Die Verarbeitungsqualität ist gut bis sehr gut, überdeckt aber nicht die mangelnde Stabilität der einsetzten Materialien für den Displaydeckel und die Handballenauflage.

HP Pavilion dv6-2010sg – Teil 3″

Gar nicht Entertainment-like sind die für die Soundkulisse zuständigen Boxen von Altec Lansing. Tiefe Töne werden überhaupt nicht wiedergegeben und bei lauteren Passagen übersteuern sie schnell. Überhaupt keinen Wert scheint Hewlett Packard auf die Ergonomie und die Akkulaufzeit gelegt zu haben. Die Lüfter versucht dauerhaft die entstehende Abwärme durch viel zu kleine Lüftungsschlitze zu pressen und der kräftige Energiehunger der Schönheit verhindert ein längeres Arbeiten von über zwei Stunden fernab der Steckdose.

Endnote: 3,3

Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

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1 Kommentar

  1. avatar
    tsetse schrieb am
    Bewertung:

    kommentar teil 3: fertig.

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