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Produkttest: Dell XPS 13 Ultrabook



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Kann das erstes Ultrabook von Dell überzeugen und mit den Platzhirschen mithalten?
Lang hat’s gedauert. Nach Acer, Asus, HP und Toshiba ist nun mit dem XPS 13 das erste Ultrabook von Dell im Handel. Doch kann es trotz des späten Starts überhaupt mithalten oder sind die Konkurrenten bereits außer Sichtweite? Ich habe das Dell XPS 13 Ultrabook getestet und sage euch, warum es sich nicht zu verstecken braucht.
Zur Auswahl stehen beim XPS 13 Ultrabook mehrere Konfigurationen. Dell stellte mir freundlicherweise das Spitzenmodell zur Verfügung. Dieses beinhaltet einen Intel-Core-i7-Prozessor mit 1,7 GHz, eine 256 GB SSD und 4 GB RAM. Das günstigste Modell für 1.189 Euro gibt es mit einen Intel Core i5 und einer 128 GB SSD.

Design, Verarbeitung & Haptik

Dell versucht erst gar nicht, Kunden mit einem niedrigen Preis zu ködern. Stattdessen legt man Wert auf hochwertige Materialen und eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität. Dies merkt man sofort, sobald man das XPS 13 zum ersten Mal in den Händen hält. Der Displaydeckel ist mit einer angerauten Aluminiumschicht überzeugen, auf der Unterseite wird eine Schicht aus Kohlefaser verwendet, welche sich sehr angenehm anfühlt und die Wärme gut ableitet. Mit rund 1,4 kg liegt das Dell XPS 13 sehr angenehm auf dem Schoß. Auf dem gesamten Gerät findet man keine störenden Aufkleber. Sämtliche Hinweise findet man auf einer Metalplatte auf der Gehäuse-Unterseite. Dort sind die auch Logos von Intel und Windows 7 eingraviert, entfernt man diese, gelangt man an den Produktkey von Windows 7.

Für die Handballenauflage wurde eine Schicht aus Magnesium verwendet, welche einen leicht gummierten Eindruck hinterlässt. Fingerabdrücke haben hier keine Chance. Das Display wird durch Gorilla Glas geschützt, spiegel aber leider, was beim Arbeiten im Freien störend sein kann. Ansonsten gibt es nichts Negatives zum Display zu sagen. Kräftige Farben und ein gute, helle Beleuchtung lassen über das Glossy-Display hinwegsehen. Beim Displayscharnier nutzt Dell ein langes Modul, welches das Display fest im Griff hält. Es wippt nichts nach. Allerdings benötigt man zum Aufklappen schon beide Hände.

Möchte man das Gerät öffnen um z.B. die Lüfter zu reinigen, muss man erst die insgesamt 10 Torx-Schrauben auf der Gehäuse-Unterseite entfernen. Eine Auswechslung des Arbeitsspeichers ist allerdings nicht möglich, da dieser fest verlötet ist.

Dell XPS 13 – Teil 1″

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist recht übersichtlich. Neben dem Dell XPS 13 selber, befindet sich nur das Netzeil, eine Treiber-CD und diverse Begleitunterlagen in der Verpackung. Das Betriebssystem, Windows 7 Home Premium in der 64-Bit Version, kommt erfreulicherweise sehr aufgeräumt daher. Neben dem McAfee Antivirus, der, wenn man ihn nicht sofort konfiguriert bzw. deinstalliert, ständig Warnhinweise anzeigt, wurden ein paar eigene Dell-Programme installiert. Mittels Dells DataSafe, können z.B. Backups erstellt und das System in den Lieferzustand zurückversetzt werden. Da keine Wiederherstellungs-DVD mitgeliefert wurde, empfiehlt es sich, als erstes eine entsprechende DVD zu erstellen.

Tastatur & Touchpad

Dell hat beim XPS 13 seine bereits länger bekannte Chiclet-Tastatur verbaut. Diese bietet einen guten Druckpunkt, der sehr weich ausfällt. Da die Tastatur beleuchtet ist, lässt sich auch im Dunkeln wunderbar mit dem XPS 13 arbeiten. Für die Tastaturbeleuchtung stehen drei verschiedene Stufen zur Verfügung. Meiner Meinung nach, reicht die kleinste Stufe im Dunkeln allerdings bereits vollkommen aus. Das Touchpad besteht aus einer Oberfläche. Innerhalb des Touchpads befinden sich die Maustasten. Wirklich gut reagierte das Touchpad allerdings erst nach Aktualisierung des Treibers. Vorher sprang der Mauszeiger oft oder reagierte stellenweise gar nicht. Zur Mitte hin wird das Touchpad ein wenig schwerfälliger, insgesamt erfordert die Nutzung ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl.

Dell XPS 13 – Teil 2″

Anschlüsse und Konnektivität

Das XPS 13 unterstützt neben W-LAN a/b/g/n im Dual-Band noch Bluetooth 3.0. Anschlüsse sind leider Mangelware. Neben zwei USB-Anschlüssen (1x USB 3.0, 1x USB 2.0) existiert nur ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und ein Mini-DisplayPort-Anschluss. Einen RJ45-Ethernet-Anschluss sowie ein SD-Kartenleser fehlen.

Akkuleistung

Im Inneren des Dell XPS 13 steckt ein festverbauter 6-Zellen Akku, der laut Dell fast neun Stunden durchhalten soll. Nun ist es bekanntlich so, dass der Akkuverbrauch bei jedem von uns anders ausfallen wird. Ich selbst habe das XPS 13 im normalen Alltag genutzt. Dazu zählten neben der Arbeit mit Microsoft Office und der Bildbearbeitung auch Streamen von Musik, den ein oder anderen Film anzuschauen und im Internet zu surfen. In der Regel kam ich gut sieben Stunden mit dem Akku aus, bevor das XPS 13 wieder an die Steckdose musste. Deaktiviert man diverse Komponenten, wie WLAN und Bluetooth, ist mit Sicherheit auch noch mehr Laufzeit möglich.

Benchmarks

Wenige von euch schauen im Internet nach den Benchmarks, wenn es um die Neuanschaffung eines Ultrabooks geht. Aber den Freunden von nackten Zahlen möchte ich diese nicht vorenthalten. Hier die Benchmark-Daten für HDTune, 3DMark Vantage und Cinebench im Überblick:

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Technische Details

Da wir schon bei nackten Zahlen sind, werfen wir gleich noch einen Blick auf die technischen Daten des Dell-Ultrabooks:

Prozessor: Intel Core i7-2637M, 1,7 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3 RAM
Festplatte: 250 GB SSD
Display: 13,3″, Auflösung: 1.366 x 768 Pixel
Grafik: Intel HD 3000
Anschlüsse & Konnektivität: 802.11b/g/n, Bluetooth 3.0, Mini-DisplayPort, 3,5-mm-Klinke, 1x USB 3.0, 1x USB 2.0
Webcam: 1,3 MP + Mikrofon
Abmessungen & Gewicht: 6-18 mm x 316 mm x 205 mm & 1,36 kg

Fazit
Ich habe selten ein Notebook oder Ultrabook in den Händen gehalten, welches nach meiner Einschätzung an die Verarbeitungsqualität eines Apple MacBooks herankommt. Das Dell XPS 13 kommt dem Erlebnis aber sehr nah. Schon das Auspacken ist eine kleine Zeremonie, die man sonst nur von Apple-Produkten kennt. Fehlender RJ45-Anschluss und SD-Karten-Slot mindern den Gesamteindruck ein klein wenig, denn zumindest letzterer hätte doch eigentlich gut in das XPS 13 gepasst. Ansonsten kann ich das erste Ultrabook von Dell nur empfehlen. Mit Preisen von aktuell 1.189 Euro bis 1.579 Euro zählt das Dell XPS 13 nicht zu den günstigsten Ultrabooks, doch dafür stimmt die Verarbeitung und auch die Leistung. Wer auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Ultrabook ist und nicht auf Apple setzen möchte, sollte sich das Dell XPS 13 auf jeden Fall einmal näher anschauen.

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