Tests

Produkttest: ASUS UX31 Zenbook



5
Zugeordnete Tags Ultrabook | Produkttest | Test | Asus | Intel | Zenbook | Bilder | Pictures
Bereiche

Ultrabooks vielleicht doch besser als Apples Air?
Immer, wenn ein Hersteller ein neues Notebookmodell als „besonders schmal, flach und superleicht“ ankündigt, wozu sich einige Marketingfuzzis eben manchmal hinreissen lassen, muss dieses den Vergleich mit Apples Macbook Air antreten. Mit nur 17-9mm Bauhöhe von hinten nach vorn hatte Apple schon vor Jahren Maßstäbe gesetzt, doch nun schickt sich mit ASUS erstem Ultrabook „UX31 Zenbook“ (und einigen weiteren) zum ersten Mal ein Konkurrent an, wirklich mindestens ebenbürtig – wenn nicht gar etwas besser – zu sein. Doch nicht nur am „Air“ muss das Zenbook in meinem Test vorbei (hab ja auch gar keins), sondern auch das seinerzeit ebenfalls als „Air- Klon“ bezeichnete Eee PC-Model S101 sollte der Neuling im Alugehäuse locker abhängen, um den Test zu bestehen.
Zugegeben sind die Ultrabooks mit einigen Vorschußlorbeeren meinerseits ins Rennen gestartet, aber ich kann halt dieses Ge-Bashe nicht leiden, bei dem jedes neue Flachnotebook als Nachmache des „Air“ abgekanzelt wird, ähnlich wie eine Zeit lang jedwedes Flach-Telefon mit Touchfunktion als Nachmacher des iPhone bezeichnet wurde. Den langfristig wichtgsten IT-Trends Miniaturisierung und Leistungssteigerung kann sich selbstverständlich kein Hersteller wirklich verschließen, womit sich solche Vorwürfe im Prinzip selbst ad absurdum führen – abgesehen von der Zeitkomponente. Aber auch wenn Apple in letzter Zeit Vorreiter in dieser Beziehung war, ich hab ja doch kein Mac zum Vergleichen, kommen wir also endlich zum Zenbook:

ASUS hat neben den verschiedenen Varianten des vorliegenden 13 Zoll Modells, die sich hauptsächlich in den Punkten Festplattengröße und Hauptprozessor unterscheiden, noch das UX21 mit 11,6 Zoll Display und einer 1366×768 Auflösung im Programm, aber natürlich gibt es wie immer auch verschiedene Varianten von Ultrabooks anderer Hersteller, die jedoch zum großen Teil noch nicht erhältlich sind. Eine Auflistung der genauen technischen Daten des hier getesteten „ASUS Zenbook UX31E-RY010V Ultrabook„, dem bisher am besten ausgestatteten und mit 1299,- Euro teuersten Zenbook, findet ihr hinter dem Link.

Überblick:
Hauptmerkmale des ASUS UX31 sind die extrem geringe Bauhöhe von 3-17mm (vorn nach hinten), sein sehr geringes Gewicht von nur 1,3 Kilogramm, ein hochauflösendes 13,3 Zoll Display mit 1600×900 nativer Auflösung, das nahezu komplett aus Alu gefertigte Chassis sowie eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit dank der speziellen Ultrabook-Plattform von Intel mit stromsparenden iCore-CPUs der zweiten Generation. Beim Testgerät wird das Windows 7 64 Bit Home Premium Betriebssystem ausserdem von einer 256GB SanDisk SSD mit unglaublichen Datenraten und der Intel i7-2677M CPU als Hauptbestandteil der Ultrabookplattform unterstützt, die sich jedoch den Sockel mit einem Intel HD3000-Grafikchip teilen muss.

ASUS Zenbook UX31 Ultrabook – Teil 1″

Obendrauf gibts noch eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden, jedenfalls laut der speziell entwickelten PowerWiz-Anzeige, die auch so lustige Sachen wie „12 Tage und 3 Stunden voraussichtliche Standby-Zeit“ meldet. Im alltäglichen Betrieb haben sich etwa 7-8 Stunden als realistische Arbeitszeit erwiesen, der Akkugesundheit zuliebe sollte man aber wohl besser mit 5 Stunden auszukommen versuchen.
Aber nicht nur die Liste der technischen Daten ist mit Top-Werten gespickt, auch das Zubehör kann sich sehen lassen. Vor allem die sehr schicke Tasche für das Notebook und das kleine Täschchen im selben Style, in dem die zwei zusätzlichen Adapter Platz finden, wissen zu gefallen. Handbuch, Garatiekarte und sonstige KLeinteile sind in einem netten Extrakistchen zu finden, die technischen Kleinteile (Adapter, Netzteil,…) sind dazu mit KLavierlackoberflächen versehen.

Eindrücke:
Filmzitate sind ja häufig unpassend aber es war genau der erste Satz aus dem Ruhrpot-Kultfilm „Bang Boom Bang“, der mir beim Anblick des UX31 spontan über die Lippen ging: „Is DER geil!“. Einige Puowhs und Boahs später war ich mir dann sicher: ein so schönes Notebook hatte ich noch nie zuvor gesehen, das UX31 ist definitiv das geilste Testgerät, das ich je in Händen hatte…und immerhin teste ich ja schon seit vier oder fünf Jahren.

Beim ersten Aufklappen fallen schnell auch die beiden Schriftzüge „Ultra Slim“ unter dem Display und „Bang&Olufsen ICEpower“ auf der rechten Handballenseite auf, der auf ein gutes Sounderlebnis im Alltag hoffen lässt. Im Test habe ich die Lautsprecherausgabe dann auch durchaus als hochwertig empfunden, Wunderbässe kann aber auch B&O nicht bauen, insofern bestehen auch für das Ultrabok die üblichen Grenzen in den hohen und niedrigen Frequenzen, wie sie für alle Notebooks gelten.Der Overall-Sound ist aber wirklich gut.

Wegen der geringen Höhe hält sich die Zahl und die Größe der Anschlüsse allerdings in Grenzen. Neben den üblichen Bluetooth 4.0- und WLAN N-Funken befinden sich zwar auch noch ein Audioanschluß und ein MultiCardreader mit an Bord, ein Ethernet-Port müsste jedoch mit dem beiliegenden USB-Adapter nachgerüstet werden, genauso wie auch der normale VGA-Anschluß mit einem Adapter für den Mini-VGA-Ausgang erst angesteckt werden muss. Positiv fallen dagegen Mini-HDMI und USB 3.0-Anschluß auf, negativ das fehlende Kensington-Lock.

ASUS Zenbook UX31 Ultrabook – Teil 2″

Haptik:
Abgesehen davon, dass das Display spiegelnd und nicht matt ist und dass manch andere Ultrabooks auch mit einem Wireless Display-Adapter glänzen können, finden sich viele pfiffige Detaillösungen in ASUS größem Zenbook, wie beispielsweise die kleine LED am Ladekabel. Technisch fällt vor allem das riesige Touchpad auf, desssen Gesamtfläche zusätzlich als Maustaste funtioniert. Drückt man, statt auf eine der beiden normalen Maustasten, einfach das ganze Touchpad runter, so wird ein Mitteklick oder eben eine indviduell zugeordnete Funktion ausgeführt – sehr geil! Zwei-Finger-Scrolling, Dreh- und Zoomgesten funktionieren intuitiv und dankenswerterweise sind auch keinerlei weitere Gesten hinterlegt, mit denen ich an anderen Rechnern gerne mal versehentlich irgend eine unerwünschte Funktion auslöse.

Die Tastatur schliesst sich dem qualitativ an. Mit offensichtlich ebenfalls komplett aus Metall gefertigten Tasten macht die im mittlerweile standardisierten Chiclit-Style gestaltete Eingabeoberfläche einen absolut ewigen Eindruck, mich erinnert das Design aber auch ein wenig an alte Industrietastaturen, wie ich sie vor 20 Jahren in dreckigen Produktionshallen ein paar mal gesehen habe. Zeitlos schön und funktionabel in allen Bereichen eben, gut dass Apple darauf noch kein Patent hat ;-) Beim Schreiben selbst muss man allerdings ein wenig aufpassen, sich nicht zu sehr an den scharfen Kanten zu reiben, auch wenn diese nicht ins Fleisch schneiden, sondern lediglich ein bischen kratzen. Der Tastenanschlag ist satt, verlangt aber auch satte Tastenkraft vom Schreiber; nur eindeutig getippte Buchstaben erscheinen auf dem Bildschirm. Ein Umstand, an den man sich gewöhnen kann, wenngleich Viel- oder Schnellschreiber an anderen Geräten wohl leiser arbeiten könnten.

ASUS Zenbook UX31 Ultrabook – Teil 3″

Vorab-Fazit:
Bevor ich im zweiten Teil genauer auf die Leistungsfähigkeit des Systems eingehe und in einem Gesamtfazit ein abschliessendes Urteil abgebe, noch einige Worte zum Ultrabook-Konzept. Ursprünglich war die Plattform als „sehr flach, leicht und trotzdem leistungsfähig für weniger als tausend Dollar“ angekündigt, aber das vorliegende UX31 kostet mit 1299 Euro gut 50% mehr. Das Konzept kann aber dennoch nicht als gescheitert bezeichnet werden, so meine ich, dafür bietet das Zenbook zuviel zusätzliche Features, ohne die es diesen Wert womöglich erreichen könnte. An Acers S3 für 799,- Euro sieht man ja, dass es sehr wohl möglich ist, diese Zielmarke zu erreichen und auch ASUS kleineres UX21 ist ja für immerhin 999,- Euro erhältlich. Das Plattformziel der 1000-Dollar-Marke ist also tatsächlich ein wenig verfehlt worden, rechnet man das diverse Sonderzubehör aber raus, passt es wieder.

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 358 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

5 Kommentare

  1. avatar
    Schneider schrieb am
    Bewertung:

    Die 12 Tage Standbye sind doch realistisch. Die vorraussetzung ist doch nur das es auf das standbye herunterfährt. Versteh nicht sorecht was daran so lustig sein soll. ;)

    LG

    Schneider

  2. avatar
    Matthias Schleif schrieb am
    Bewertung:

    Na ja, Du hast ja eigentlich recht, aber der standbymodus ist eben ein modus in dem man nicht wirklich was machen kann, ausser schnell einschalten eben. Insofern find ich die Angabe an sich ein bischen unnütz…ein prozentualer oder mit balken visualisierter countdown wie am handy hätts wohl auch getan…die nerdy software kann man ja immer noch optional anbieten, statt die Neu-PCs damit zu zu müllen. my2cents
    Ach ja, und wenn was unnütz und/oder unnötig ist, dann drück jch das ganz gern mal ein wenig euphemistisch aus..zB mit „lustig“ ;-)
    ok?

  3. avatar
    Technikfaultier schrieb am
    Bewertung:

    Hi Matthias,
    sehr cool, dass du das Asus testest. Freue mich schon auf mehr ;o) Wenn Asus wie Acer beim S3 auch eine Version mit normaler Festplatte anbieten würde, dann könnten die die 1000,- Marke bestimmt schaffen. Fand das S3 aber leider sehr enttäuschend. Da gefällt mit das UX31 um einiges Besser.

  4. avatar
    Matthias Schleif schrieb am
    Bewertung:

    Hi Faultier…das UX31 IST besser ;-))

    Der zweite Teil des Tests geht heut raus, sorry dass es ein paar Tage gedauert hat…

  5. avatar
    Simon schrieb am
    Bewertung:

    Mit dem UX31 macht Asus auf jeden Fall eine ganze Menge richtig. Das was man sich hier vom Apple Konkurrenten abgeschaut hat, wurde auf jeden Fall top umgesetzt. Die Tastatur ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich da eingearbeitet hat, funzt die auch wunderbar.

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

avatar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Deine Bewertung für den Artikel:

Ähnliche Beiträge

Toshiba Kira im Ultrabook-Test

Tests

23.06.2014

 | André Nimtz

Wie wäre es mit einem GT70-2PE16SR231B? Oder vielleicht ein schickes X240 20AL00C6GE? Oder doch lieber P645-MG-74508G75tkk? Mal ehrlich: Das wohl Unspannendste und am wenigsten Ansprechende an so manchem High-End-Notebook ist sicherlich der... mehr +

Sony VAIO Pro 13 Ultrabook im Test

Tests

28.08.2013

 | André Nimtz

 | 7

Notebooks haben derzeit kein leichtes Auskommen. Tablet und Smartphone übernehmen mehr und mehr die Aufgaben ihrer klappbaren Rechner-Verwandten. Dennoch stürmen immer wieder neue Note- und Ultrabook-Modelle auf den Markt, die der... mehr +