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Produkttest: Asus PadFone 2



2
Zugeordnete Tags Asus | Padfone | Tablet
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Bewertung
Asus PadFone 2
4

 Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Performance
  • Tolles Smartphone-Display
  • 13-MP-Kamera
  • Smartphone und Tablet in einem

 Contra

  • Speicher nicht erweiterbar
  • Akku nicht austauschbar
  • Mäßiges Display des Tablet-Docks

Mit dem PadFone hat Asus einen ganz besonderen Weg eingeschlagen: den der Hybriden. Das Asus PadFone 2 ist nämlich nicht nur ein einfaches Smartphone, es dient gleichzeitig als Recheneinheit für ein mitgeliefertes Tablet-Dock. Hierzu wird das gesamte Smartphone einfach in einen Einschub des Tablet-Docks gesetzt.

Diese Technik bietet tatsächlich Vorteile … aber eben auch ein paar Nachteile.

Lieferumfang

Gleich zwei Geräte dabei

Im Lieferumfang enthalten sind ein Smartphone (Asus PadFone 2) und ein Tablet-Dock. Dazu gibt es die üblichen Handbücher, ein Netzteil (5 V, 2 A) inklusive Kabel und ein Adapterkabel von microUSB auf den Docking Port von Asus.

PadFone 2 Karton
PadFone 2 Karton offen
PadFone 2 Lieferumfang
PadFone 2 Karton
Technische Daten

Hardware vom Feinsten mit kleinen Schwächen

Das Asus PadFone 2 läuft mit Android 4.1.1 und hat ein 4,7 Zoll großes Super-IPS+-Display. Die Auflösung beträgt 720 x 1.280 Pixel. Als Recheneinheit wurde eine Quad-Core-CPU mit satten 1,5 GHz verbaut. Der Arbeitsspeicher fällt mit 2 GB RAM ebenfalls sehr üppig aus.

Für Fotos hält eine gut ausgestattete 13-MP-Kamera her, die Frontkamera bietet immerhin noch 1,3 MP. Da die Rückseite des PadFone 2 nicht entfernt werden kann, bleibt es beim  verbauten Speicherplatz (16, 32 oder 64 GB). Der Akku besitzt 2.140 mAh und ist ebenfalls fest verbaut. Das PadFone 2 bringt 135 Gramm auf die Waage.

Da das Tablet-Dock keine eigene Rechenpower benötigt, fallen die technischen Eigenschaften hier etwas kürzer aus: Das Tablet-Dock besitzt ein 10,1 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 800 x 1.280 Pixeln. Außerdem befindet sich in der Front eine Kamera, die mit 1 MP auflöst. Der Rest besteht im Prinzip nur aus Akku … und zwar 5.000 mAh. Das Tablet-Dock bringt ohne PadFone 514 Gramm auf die Wage.

Eine etwas detailliertere Liste gibt es hier.

Mit dieser Hardware ist das PadFone 2 durchaus mit einem Samsung Galaxy S3 zu vergleichen.

Design und Verarbeitung

Schickes Design und ausgezeichnete Verarbeitung

Das Design des PadFone 2 gefällt mir sehr gut. Es ist zwar “nur” aus Plastik, fühlt sich aber durch die Riffelung definitiv wertiger an als ein Samsung Galaxy S3/4. Letzteres empfinde ich immer als typischen “Plastikbomber”. Das Smartphone liegt wirklich gut in der Hand und ist mit 135 Gramm weder zu leicht noch zu schwer.

Der Rahmen besteht aus Aluminium und verleiht dem PadFone 2 eine wirklich tolle Optik. Ich muss jedoch gestehen, dass mir persönlich die schwarze Variante besser gefällt als die mir vorliegende weiße Version.

An der Verarbeitung gibt es ebenfalls nichts zu meckern: kein Knarzen, keine abweichenden Spaltmaße … keine Probleme. Sowohl Smartphone als auch Tablet-Dock kommen sehr gut verarbeitet daher. Auch wenn “Gorilla Glass” verbaut ist, würde ich es aber nicht auf einen Sturz ankommen lassen.

Asus PadFone 2 Front
Tablet-Dock Front
PadFone 2 und Tablet-Dock
PadFone 2 Mechanismus
"Eingedockt"
Asus PadFone 2 Front
Display

Smartphone "wow", Tablet "mau"

Das 4,7 Zoll große Display des PadFone 2 ist hervorragend. Helligkeit, Farbe, Kontrast und besonders die Blickwinkelstabilität lassen kaum Wünsche offen. Auch wenn es bereits Smartphones mit FullHD-Auflösung auf dem Markt gibt, macht das PadFone 2 auch ohne solch eine enorm hohe Auflösung viel Spaß.

Die Auflösung des Tablet-Docks gehört leider nicht gerade zur Oberklasse. Im Gegensatz zum Smartphone bietet das Tablet-Dock einen nicht ganz so tollen Kontrast, im Großen und Ganzen kann man sich aber damit anfreunden.

Akku

In Kombination sehr ausdauernd

Mit 2.140 mAh finden wir im PadFone 2 einen Akku, der in ähnlicher Größe in vielen Smartphones verbaut ist. Für mich bedeutet das grundsätzlich: Abends wird das Smartphone aufgeladen.

Eine Aussage über die Laufzeit zu treffen, ist hier sehr schwer. Gefühlt hält der Akku etwas länger durch als der meines Google Nexus 4. Ich nutze mein Smartphone sehr häufig. Viele Dienste synchronisieren sich im Hintergrund und das Display ist sehr oft aktiv. Wer das Smartphone in erster Linie für WhatsApp, Telefonieren und hin und wieder etwas Facebook nutzt, der muss eventuell nur alle zwei Tage ans Ladegerät.

Hier ist jedoch ein besonderer Punkt zu beachten: das Tablet-Dock. Jedesmal, wenn das PadFone 2 im Tablet-Dock sitzt, wird es aufgeladen. Wird das Tablet-Dock über den Tag verteilt des Öfteren genutzt, sinkt die Akku-Anzeige des Smartphones eigentlich gar nicht mehr unter die 30- bis 40-Prozent-Marke.

Multimedia: Kamera, Lautsprecher, Speicher

Alles super ... bis auf die Erweiterbarkeit

Das PadFone 2 bietet eine 13-MP-Kamera. So eine Megapixel-starke Kamera findet sich aktuell nur in den allerwenigsten Geräten. Mehr Megapixel stehen zwar nicht automatisch für bessere Bilder, die Kamera des PadFone 2 kann jedoch durchaus punkten: Die Fotos sind gestochen scharf und sehr farbecht. Bei guten Lichtverhältnissen lassen sich tolle Bilder schießen.

Sobald die Lichtverhältnisse nicht mehr ganz so optimal sind, lässt die Qualität jedoch leider wieder nach. Ein Problem, mit dem sehr viele Smartphone-Kameras zu kämpfen haben.

Videos nimmt die verbaute Kamera mit FullHD-Auflösung auf. Dabei bringt es die Kamera auf 30 Bilder pro Sekunde, im normalen HD-Modus (720p) kommt sie auf sagenhafte 60 Bilder pro Sekunde. Die Videos sind gestochen scharf, mit tollen Farben und ohne wahrnehmbares Grundrauschen. Die Qualität ist also wirklich gut!

Wenn sich das PadFone im Tablet-Dock befindet, können selbstverständlich auch Fotos gemacht werden. Aus irgendeinem Grund stehen im Tablet-Modus dann jedoch nicht mehr die 13 MP zur Verfügung. Die Kamera wird im Tablet-Dock auf 5,5 MP “gedrosselt”. Die wenigsten Nutzer werden vermutlich regelmäßig Fotos mit einem Tablet aufnehmen, trotzdem ist diese “Drosselung” für mich nicht nachvollziehbar.

Der Lautsprecher ist in beiden Geräten überdurchschnittlich gut. Der Smartphone-Lautsprecher kann sich hören lassen, der des Tablet-Docks jedoch ganz besonders. Musik und Videos hören sich auf dem Tablet wirklich toll an.

Wer Interesse an dem Gerät hat, sollte vor dem Kauf gut überlegen, wie viel Speicherplatz er benötigt. Leider ist dieser nämlich weder im Smartphone noch im Tablet-Dock durch eine Speicherkarte aufzurüsten. So bleibt einem lediglich die Wahl zwischen einer 16-, 32- und einer 64-GB-Ausführung.

Das ist schade und hätte nicht sein müssen. Asus scheint sich dessen jedoch bewusst zu sein und versucht, den Kunden mit 50 GB kostenlosem Speicherplatz für die Asus-Cloud entgegenzukommen.

PadFone 2 Kamera Test 1
PadFone 2 Kamera Test 2
PadFone 2 Kamera Test 3
PadFone 2 Kamera Test 4
PadFone 2 Kamera Test 5
PadFone 2 Kamera Test 1
Software

Schlicht und einfach: top

Auf dem Asus PadFone 2 läuft Android in Version 4.1.1. Das ist zwar leider nicht die aktuellste Version (Android 4.2.2), aber durchaus akzeptabel.

Im Gegensatz zu HTC oder Samsung hat man bei Asus nicht viel Zeit in die Entwicklung einer eigenen Oberfläche investiert. Es gibt einige Widgets und auch die Benachrichtungsleiste wurde von Asus angepasst. Im Gesamtpaket gibt es aber keine großartigen Unterschiede zur normalen Android-Version.

Das ist ein Punkt, den ich sehr begrüße. Ein Vorteil einer möglichst “nackten” Android-Oberfläche ist sicherlich die gute Performance. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist jedoch auch, dass zukünftige Android-Versionen leichter und schnelle aktualisert werden können. Der Hersteller muss aufgrund der fehlenden Oberfläche nämlich nur wenig anpassen und optimieren. Die Android-Oberfläche bleibt Geschmackssache. So gibt es sicherlich viele Kunden, die die Features des HTC Sense oder von Samsungs TouchWiz sehr zu schätzen wissen.

Bei den vorinstallieren Apps hat Asus ordentlich Gas gegeben: Bildbearbeitung, Back-up, Notizen, Cloud-Speicher, Kalender und jede Menge mehr – alles ist vorinstalliert. In Kombination mit der tollen Hardware ergibt sich eine tolle Performance. Beim Asus PadFone 2 gibt es keine Ruckler oder Ähnliches. Alles läuft schnell und performant. Bei einer Quad-Core-CPU und 2 GB Arbeitsspeicher darf man das natürlich auch erwarten.

Tablet-Dock

Geniale Idee mit kleinen Tücken

Das Smartphone wird in einen kleinen Schacht auf der Rückseite des Tablet-Docks eingeschoben. Keine Sorge: Diese Konstruktion ist gut durchdacht und es kommt nicht zu Kratzern & Co. Der Einschub funktioniert super und geht leicht von der Hand.

Steckt das Smartphone im Tablet-Dock, kann es losgehen. Alle Apps sind sofort verfügbar, die Homescreens sind jedoch nicht die gleichen wie auf dem Smartphone. Sie müssen auf dem Tablet separat eingerichtet werden, bleiben dann aber selbstverständlich vorhanden.

Im Tablet-Dock können übrigens alle Android-Apps genutzt werden. Dabei sehen einige besser, andere schlechter aus. Viele Apps gibt es mittlerweile aber auch in einer extra Tablet-Version. Diese speziellen Tablet-Apps könnt ihr im Launcher festlegen.

Die Idee dieser Konstruktion gefällt mir ausgesprochen gut. Ich kann immer mit meinen Daten arbeiten, egal ob am Smartphone oder am Tablet. Hierzu ist keine nervige Synchronisierung erforderlich: Smartphone rein und los gehts.

Außerdem erhöht diese Art der Nutzung die Laufzeit des Smartphones enorm. Wer von der Arbeit kommt und es sich auf der Couch mit dem Tablet-Dock bequem macht, der lädt in diesem Moment bereits das Smartphone auf. Dies hat zur Folge, dass das eigentliche Ladegerät wesentlich seltener zum Vorschein kommt.

Allerdings ersetzt diese Konstruktion immer nur ein Gerät zu einem Zeitpunkt: das Tablet oder aber das Smartphone. Will meinen: Während ich mein Smartphone in der Hand habe, kann jemand anderes nicht gleichzeitig mit dem Tablet herumspielen.

Somit ist das Asus PadFone 2 definitiv nichts für jeden. Es bleibt immer die Option, ein normales Smartphone und ein normales Tablet zu kaufen. Wer etwas ähnlich leistungsstarkes wie das PadFone 2 haben möchte, der darf aber auch einiges dafür bezahlen.

Fazit

So macht ein Duett Spaß

Die Idee hinter dem PadFone-Konzept beeindruckt mich nach wie vor. Die ausgezeichnete Hardware kann gut über die wenigen Schwächen (fehlende Speicherweiterung und kein Akkutausch möglich) hinwegtrösten.

Auch wenn der Kaufpreis mit knappen 750 Euro für die 32-GB-Version den einen oder anderen abschrecken wird, finde ich diesen Preis für den Einstieg in die Smartphone- und Tablet-Welt durchaus angebracht. Wer also gerade auf der Suche nach einem Smartphone und einem Tablet ist, der sollte sich das Asus PadFone 2 definitiv genauer anschauen.

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2 Kommentare

  1. avatar
    Sandro schrieb am
    Bewertung:

    Sehr guter Artikel.

    Aber:

    "Mit dieser Hardware ist das PadFone 2 durchaus mit einem Samsung Galaxy S3 zu vergleichen."

    Warum? Da gibt es doch jede Menge Unterschiede:

    RAM, Prozessor, Kamera, Display, Oberfläche

    Ich finde, dass man es deshalb "eher" mit einem Nexus 4 vergleichen kann.

  2. avatar
    Bewertung:

    Hey Sandro,

    danke für dein Lob und deinen Kommentar.

    Da hast du in der Tat nicht unrecht. Das Nexus 4 ist dem PadFone 2 noch ähnlicher. Aber im Endeffekt haben alle 3 Geräte (PadFone 2, S3, Nexus4):

    – um die 4,7 Zoll
    – Quad-Core CPU
    – 1-2GB Ram

    und somit sind sich alle 3 Geräte, rein von der Hardware betrachtet, ziemlich ähnlich.
    Aber wie bereits gesagt, das Nexus 4 kommt tatsächlich am nächsten dran.

    Viele Grüße,

    Timo

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