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Produkttest: ASUS U33JC Bamboo Notebook – Teil 1



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Zugeordnete Tags Asus | U33 | Bamboo | Bambus | USB | HDMI | Intel | NVIDIA
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Ausgepackt und vorgestellt…
Kaum ein Notebook hab ich je so mit Spannung erwartet wie das neue und mittlerweile sogar mit TV-Spots beworbene Bamboo von ASUS. Nach nunmehr locker 10 getesteten Noteboks im letzten Jahr sollte das U33JC endlich mal ein wenig Abwechslung in den Tester-Alltag bringen und – weiß Gott – ASUS hat mich nicht enttäuscht. Handelte es sich bei den bisher von mir getesteten Rechnern nahezu ausschließlich um reine Plastikcomputer (ausgenommen vielleicht das Nokia-Booklet), so ist das – zumindest zum Teil – hölzerne Gehäuse der Bamboo-Serie eine echte Wohltat. Wie üblich gibt es auch die Bambus-Notebooks in den unterschiedlichsten technischen Ausstattungsvarianten und in Größen von 13,3 bis 15,6 Zoll. Das mir vorliegende, kleinere Modell U33JC-RX040V mit Intel i3-350M CPU, 4GB RAM und 320GB HDD weiß neben dem auffälligen Gehäuse durch seine vielfältigen Anschlussmöglichkeiten das Interesse zu wecken. Ein HDMI-Ausgang, der USB-3.0-Anschluss sowie eine zusätzlich zur Intel HD-Grafik eingebaute GeForce-Grafikkarte, die bei Bedarf automatisch zugeschaltet wird (NVidia Optimus-Technologie), lassen jedenfalls schon mal aufhorchen. Doch immer hübsch der Reihe nach: Zuerst wird natürlich ausgepackt.
Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung mussten wir aufgrund von Lieferschwierigkeiten für diesen Test auf ein Modell mit Intel i5-Core CPU verzichten und auf jenes mit der „kleinsten“ CPU zurückgreifen, die aber immer noch mit zwei Kernen mit jeweils 2,26GHz läuft. Das erschwert zwar einen aussagekräftigen Vergleich mit den beiden zuletzt getesteten Acer Aspire 1830T und Lenovo Ideapad U160 , aber diese Holzgeschichte hat mich zu sehr interessiert, als dass ich noch länger hätte warten wollen.

ASUS U33JC Bamboo – Teil 1″

Technische Daten ASUS U33JC-RX040 Bamboo:

  • Intel Core i3-350M Prozessor (Dual-Core 2,26 GHz, 3 MB Cache)
  • Intel HM55 Chipsatz
  • 4 GB DDR3-1066 SO-DIMM
  • 320 GB SATA HDD
  • 33,8 cm (13.3″) HD Glare Type 16:9 Display (glänzend) mit LED Hintergrundbeleuchtung, 1.366 x 768 Pixel
  • 2,0 Megapixel Webcam
  • NVIDIA GeForce G 310M Grafik (NVidia Optimus)
  • Intel HD-Grafik onboard
  • Altec Lansing Lautsprecher
  • Gigabit LAN (10/100/1000 Mbit/s) // Wireless LAN 802.11 b/g/n
  • 5in1 Cardreader
  • Chiclet-Tastatur
  • Multitouchpad
  • 2 Jahre Pick-Up & Return Service vom Hersteller

    Anschlüsse:

  • 2x USB2.0 / 1x USB3.0 / VGA / HDMI / Line-Out / Kopfhörerausgang / RJ45 LAN / Kensington Lock

    Lieferumfang:

  • Bamboo Notebook
  • Lithium-Ionen, 8 Zellen 5.600 mAh // bis zu 11 Stunden Akkulaufzeit
  • 19 Volt, 90 Watt Netzteil
  • MS Windows 7 Home Premium 64bit
  • Zubehör / Handbücher
  • Treiber-CD

    Abmessungen:

  • 328 x 33 x 232 mm
  • 1,7kg

    Das Windows 7 64-Bit Home-Premium Betriebssystem liegt auf der Festplatte und kann bei Erststart auf CD gebrannt werden. Für Treiber und sonstige Software liegt dem System eine CD bei. Ansonsten findet sich noch eine Anleitung für den Express-Gate-Modus, eine Garantiekarte plus RMA-Anforderung sowie ein Putzläppchen und eine Klettschlaufe für das Kabel im Paket. Die Verpackung erinnert ein wenig an den edel gestalteten Karton meines Eee PC S101, aber eine ähnlich gute Moosgummitasche sucht man vergebens. Das macht aber nichts, denn der Rest ist äußerst stimmig bzw. vollständig.

    Der erste Eindruck beim Herausziehen des Notebooks aus seiner Schutzhülle verzögert sich allerdings wegen des schlecht zu erkennenden Holzdesign anfangs ein wenig, was zum Einen an der recht dunklen Färbung der Bambusoberfläche, die ich irgendwo zwischen Nussbaum, Kirsche und dunkler Eiche einordnen würde, und zum Andern an der darauf festgeklebten Folie, liegt. Ist die Folie abgezogen erinnert es auch ein wenig an Teakholz, obwohl dieses wohl rötlicher ist. Insgesamt ist die Oberfläche ein wenig dunkler ausgefallen, als ich es mir gewünscht hätte. Sofern sich die „Notebooks mit Holzverkleidung“ jedoch gut verkaufen, ist da aber sicher noch einiges möglich, denn es gibt tausende Sorten Bambus, die man alle zu Spanplatten-ähnlichen Verkleidungen verarbeiten und schöne Sachen draus machen kann.

    ASUS U33JC Bamboo – Teil 2″

    Zugegeben, das ASUS Bamboo ist lediglich mit Holz „verkleidet“, da nahezu der gesamte Korpus eben doch auf Kunststoff basiert, wie man z.B. auf den Bildern von der Unterseite sehen kann. Dennoch verschiebt eben dieses Detail den Look des Notebooks von standard auf edel, wie ich finde. Das bezahlt man in etwa mit 50 Euro extra (vergleichbares Modell ohne Bambus ist das UL33 bzw. UL53), was mir ebenfalls angemessen scheint. Das Design hat mich auf jeden Fall schwer begeistert und ich kann nur hoffen, nicht einer Täuschung aufzuliegen und es sich in Wirklichkeit nur um eine dünne, aufgeklebte Furnierschicht handelt. Der Effekt auf das Gesamtgewicht scheint sich im Übrigen in Grenzen zu halten, denn die schlanken 1,7 kg des U33JC bringen auch reine Plastikrechner auf die Waage.

    Die Form des Gehäuses, speziell von der Seite gesehen, erinnert stark an die Eee PCs der zweiten Generation, als diese noch nicht die „Muschelform“ (Seashell-Serien) aufwiesen. Da für mich – rein äußerlich und wegen seiner geringen Maße – der Eee PC S101 noch immer DAS Referenzmodell von ASUS ist und das U33JC auch einige Ähnlichkeiten mit diesem aufweist, ist es mir besonders leicht gefallen ein positives Urteil zu finden. Etwas gewöhnungsbedürftig dagegen dürfte das Touchpad sein, denn es ist nahezu unsichtbar in die Handballenauflage eingefasst. Dazu ist es ebenfalls mit der Bambus-Oberfäche beschichtet, was bei mir den genannten Zweifel ausgelöst hat. Die Oberfläche um die Tasten der standesgemäßen Chiclet-Tastatur ist aus gebürstetem Metall, das je nach Blickwinkel seine Farbe leicht ändert. Zwischen hellem Lila, lichtem Grau und dunklem Braun kann man da so einiges erkennen, und zwar ohne dass man dafür was genommen haben müsste.

    ASUS U33JC Bamboo – Teil 3″

    Mein erstes Fazit, dass sich wie immer nur auf den visuellen Teil bezieht, fällt also mal so richtig gut aus. Die gute Verarbeitung in einem stabilen Gehäuse mit guten Zugangsmöglichkeiten für Aufrüstwillige per Klappe „von unten“ rechtfertigen das zusätzlich. Darüber hinaus ist die ausgefallene Farbgebung in Wirklichkeit viel dezenter, als es in meiner Beschreibung klingt. Einziger Wermutstropfen des ASUS U33JC-RX040 Bamboo scheint momentan das spiegelnde Display zu sein. Schade, dass die Hersteller sich das nicht abgewöhnen können.

    Wie es technisch so rennt lest ihr dann im zweiten Teil.

    Pro:

  • Aussehen
  • USB-3.0-Slot
  • dezidierte Grafikkarte

    Contra:

  • glossy Display
  • kein optisches Laufwerk
  • „unsichtbares“ Touchpad

    Weitere Bilder
    Wer übrigens noch mehr Bilder (über 60) vom Auspacken zur Ansicht benötigt, kann sich diese ZIP-Datei (4,6 MB) herunterladen.

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  • 6 Kommentare

    1. avatar
      tseter schrieb am
      Bewertung:

      auf plastik geklebtes bambusfurnier? peinlicher geht´s ja wohl echt nimmer (ach doch: ferrari-netbooks!)!
      schick für den spießer von nebenan!
      passt´s denn gut zu deiner einrichtung im „gelsenkirchner barock“? ;)
      ich glaub , ich mach jetzt mal lieber feierabend!

    2. avatar
      sascha schrieb am
      Bewertung:

      Ich erinnere mich gern an die S6F und vergleichbaren Serien mit Leder von Asus. Es war zwar damals schon eine Mischung aus Plastik und Leder, aber man hatte am Flughafen die Blicke auf seiner Seite. Ich wurde damal des öfteren wg. dem S6F angesprochen.

      Technisch war das Gerät einwandfrei und hat mir stets Treue Dienste erwiesen.

      Man muss sich auch immer das zugrunde liegende Preissegment anschauen und dann überlegen, was man für den Preis erwarten kann.

      Wenn ich mir da die übrigen Daten des U33JC anschaue incl. der durchaus guten Tastatur kann, man beim Materialmix wohl schon mal ein Auge zudrücken.

      Zum Display kann ich nur sagen: „Die Geister, die ich rief!“
      Wenn wir uns etwas in der Zeit zurückbewegen, waren die Meinungen durchaus invertiert. Vor noch nicht all zu langer Zeit wurden matte Displays verpönt und Glossy Displays herbeigerufen, weil die Farbdarstellung ja sooooo viel besser war. Damals hat man das Spiegeln in kauf genommen.

      So ist das halt mit dem stets wandelnden Technikmarkt.
      Ich bin mal gespannt, wann die entspiegelten Netzhautprojektoren kommen und dort zwischen matt, feucht, glossy, … entschieden wird. ;-)

      Gruß
      Sascha

    3. avatar
      Lena schrieb am
      Bewertung:

      Ich finde es klasse, wenn man von Tests wie diesen im Internet profitieren kann. Bei der Fülle an Angeboten, find ich es immer ganz schön schwer den Überblick zu behalten. Vielen Dank für den Test!

    4. avatar
      SAM schrieb am
      Bewertung:

      Wird es das Modell auch in 14″ in Deutschland geben?

    5. avatar
      Hai schrieb am
      Bewertung:

      Wo bleibt denn die Fortsetzung des Tests?
      Zum ersten Post: Da stehst nichts davon, dass es nur ein Bambus-Furnier ist. Im Test steht nur, dass er nicht hofft, dass dem nur so ist.

    6. avatar
      Matthias Schleif schrieb am
      Bewertung:

      Teil 2 is raus

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