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Produkttest: ASUS N61JQ mit USB 3.0



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Hardware, Software, Leistungstests und Fazit
Ob das ASUS N61JQ Notebook mit Intel Core i7-Q720 CPU und einem USB-3.0-Anschluss tatsächlich eine Empfehlung wert ist, obwohl es knapp über tausend Euro kostet und beim Ersteindruck mit seinem Plastikdesign „glänzen“ konnte, hängt am Ende vom Gesamteindruck ab, der mit diesem zweiten Teil abgerundet werden soll. Die größten Schwächen, also das spiegelnde Display und eine zu weiche Tastatur sind ebenso wie die Ausstattungsmerkmale und Angaben zum Lieferumfang ja bereits im ersten Teil zur Sprache gekommen, weswegen ich nun hier nur noch auf ein paar Hardware-Besonderheiten und eben die Software eingehe. Mithilfe der Benchmarks und Testergebnisse ziehe ich dann am Ende noch das ersehnte Fazit – ganz eindeutig ist es nicht geworden.
Die beiden Festplattentests (1,2) der letzten Tage mit der Seagate BlackArmor WS110 eSATA und der Buffalo DriveStation HD-HXU3 (USB3) und der Test der USB3-ExpressCard (Buffalo IFC-EC2U3UC) sollten einen ersten Vorgeschmack gegeben haben, was das System so zu leisten vermag. Richtige Benchmarks findet man in der zweiten Fotoserie weiter unten. Nun aber erstmal zu den Besonderheiten der…

Hardware
Immer diese Displays…offensichtlich sind die LED-Panels eine gute Möglichkeit, den Produktionsprozess günstig zu halten, ohne dass es gleich jeder merkt; anders kann man sich diese schwache Qualität wohl kaum erklären. Es ist ja nicht nur bei ASUS so, dass die Bildschirme in der Regel spiegelnd sind, was die meisten Kunden schon mal nicht so mögen. Doch dass trotz Kalibrierung und unterschiedlicher Videomodi – von Vivid- bis Theater-Mode – das Bild einfach nie richtig scharf geworden ist und Farben auch wenig natürlich dargestellt wurden, ist schon etwas enttäuschend. Vielleicht hab ich ja falsche Ansprüche, aber dass ASUS die Bildschirme aus Sicherheitsgründen etwas dunkler einstellt als möglich, das gab es auch bei den Eee-PCs schon und man hat mit einem kleinen Tool nachgeholfen.

Apropos Videomodi: Ein paar Filme hab ich mal gestartet und die verschiedenen Modi eben auch ausprobiert, nur zufrieden war ich damit fast nie. Es mag auch ein wenig mit den Filmdateien oder meinem neuen Schreibtischstandort direkt am Südfenster zu tun haben, aber ich habe in fast jedem Video die Farben und Kontraste nachgeregelt und es hat mir trotzdem nicht gefallen. Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, dem Eee PC 1201N ist das 16-Zoll-Display des N61 aber wenigstens gleichmäßig ausgeleuchtet und sieht an allen Stellen gleich besch… aus.

Ebenfalls sehr ASUS-like ist der recht geringe Neigungswinkel von etwa 130 Grad, den das Display zulässt. Die Scharniere sind jedoch stramm und man muss die untere Hälfte des Notebooks schon festhalten, wenn man den Deckel öffnen will. Der Plastik-Außenhaut ist zudem eine recht geringe Verwindungssteifigkeit des Bildschirms geschuldet, was einen etwas instabilen Eindruck hinterlässt.

Die Core i7-Q720 CPU mit vier Kernen bzw. acht Threads ist eine stromsparende Variante der i7-Prozessoren für Notebooks. Diese kann von ihrer Standardtaktung von 1,6 GHz bei Bedarf enorm abweichen, und zwar bis 2,8 GHz. Dieser automatischen Anpassung hat man auch eine kleine Minianwendung spendiert, die den aktuellen Zustand laufend dokumentiert und in einer Animation darstellt. Eigentlich eine ganz nette Idee, weil man so nebenbei auch feststellen kann ob der Rechner wegen der CPU-Auslastung oder aus einem anderen Grund „hängt“. Es gibt allerdings keine Möglichkeit den Prozessor dauerhaft mit 2,8 GHz zu betreiben, was ich ganz gern für ein oder zwei Benchmarks gemacht hätte.

Was ist mir sonst noch aufgefallen?
Die Lautsprecher von Altec Lansing klingen tatsächlich recht gut, aber Bässe unter 500 Hz können auch diese nicht wirklich wiedergeben, wie man es eben von Notebooks kennt. Der eSATA-Anschluss scheint sich leider wirklich als „DOA-Fall“ zu erweisen, denn die Seagate BlackArmor eSATA-HDD wurde am Rechner meines Kumpels erkannt.

ASUS N61JQ”

Der Cardreader und der ExpressCard-Slot sind mit der QuickSpring-Funktion ausgerüstet und haben alles gelesen, was ich reingestopft habe. Lediglich die Expresscard von Buffalo wollte das externe USB2-Laufwerk (oder den Hub an dem es hängt) nicht mit dem Rechner verbinden. Mein altes xda-Phone und ein USB-Stick konnten aber verarbeitet werden, so dass ich von einer Inkompatibilität ausgehe. Dass das Touchpad mit dreien statt den üblichen zwei Fingern bedient werden kann hatte ich ja schon im ersten Test erwähnt, ebenso wie dass die Tastatur zu weich ist und sich durchbiegt. Mich persönlich hat das beim Schreiben aber gar nicht gestört, denn ich bin ja nur ein 4-7-Finger-Tipper. Der Powerknopf wurde offenbar neu gestaltet und soll – glaubt man der Werbung – als Wiedererkennungsmerkmal dienen, ist aber etwas groß geraten und leuchtet dauerhaft. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass die Handballenauflage scheinbar dazu neigt, Patina anzusetzen.

Nicht dass jetzt der Verdacht aufkommt, dass das ASUS N61JQ sei in meinen Augen ein schlechtes Notebook; das ist es nämlich nicht. Die genannten Kritikpunkte treffen so oder ähnlich auch für andere Modelle und Hersteller zu; wir reden hier über Nuancen, Marginalien. Immerhin kommt das N61 ja mit einem USB-3.0-Anschluss, einer i7 Core CPU, der ATi Radeon HD5730 Grafikkarte, 500 GB HDD und so einigem mehr an inneren Werten. Dennoch, es ginge besser, vor allem in punkto Bildschirm und Gehäuse…dann aber wahrscheinlich auch für mehr Geld. Es ist ein bisschen so wie wenn sich zwei Autofreaks unterhalten: der eine steht auf Spoiler, der andere auf Hubraum…dass beide ein flottes Auto haben versteht sich von selbst.

ASUS N61JQ”

Software
Auf dem ASUS N61JQ haben sich drei Firmen mit ihrer Software so richtig breit gemacht. Klar, Microsoft liefert mit Windows 7 das Betriebssystem, aber von den gleich 20 weiteren Einträgen in der Programmliste hätte man die Hälfte sicher auch gut streichen können. Vielleicht muss ich mir einfach einmal eine dieser supertollen Officepakete kaufen, damit ich das anders sehe, aber ich versteh bisher nicht, wer das so unbedingt benötigen soll.

Der Hersteller ASUS ist der nächste große Name in der Programmliste. Inklusive dem von mir lediglich angetesteten ExpressGate-OS (benutzt das überhaupt jemand?) und einer FastBoot-Option kommt man hier immer noch auf 17 Einträge, von denen ich euch gleich noch ein paar vorstelle. Platz drei teilen sich Adobe mit fünf und Cyberlink mit vier Einträgen, die allerdings allesamt einen Sinn ergeben.

Die ASUS-„Software“ umfasst im Einzelnen zwei Weblinks, einen zum ASUS-Softwareportal „APBank“ und einen zum persönlichen Onlinespeicher „ASUS Webstorage“, der afaik nach einjähriger Nutzung kostenpflichtig wird, sowie die Programme „AIRecovery Burner“ zum Brennen einer Sicherheits-System-DVD, „ASUS Virtual Camera“ um die 2.0-MP-Webcam zu steuern, das „ControlDeck“ zur übersichtlichen Steuerung der wichtigsten System- und Programmeinstellungen, ein „eManual“ für das vorliegende Notebook-Modell, der „FancyStart“ für einen personalisierten Bootvorgang mit eigenen Bildern und Musik und das sehr intelligente Tool „FastBoot“ mit dem man den Startvorgang von Applikationen und Diensten zeitlich verzögern kann, um den eigentlichen Systemstart schneller zu machen. Der normale Bootvorgang dauert im Übrigen etwa 80 Sekunden. Das Aufwachen aus dem Ruhezustand braucht etwa halb so lang.

Darunter finden sich dann noch die Einträge „LifeFrame“, ein Spaßprogramm um mit der Webcam lustige Bilder zu machen, „MultiFrame“ zur Steuerung mehrerer Bildschirme, die Energieeinstellungssoftware „Power4Gear Hybrid“, „WinFlash“ für BIOS-Updates sowie die Programme „ASUS CopyProtect“ und „ASUS Data Security Manager“, mit denen man seine Dateien vor unbefugtem Zugriff schützen kann. Nicht, dass es das schon gewesen wäre stehen auch noch ein „Live-Update“-Programm, ein „SmartLogon-Manager“ und das „ASUS Splendid Utility“ zur Verbesserung von Videodateien zur Auswahl. Die Abteilung „ASUS Video Magic“ stellt hingegen lediglich eine GUI dar, die auf die Cyberlink-Software zum Brennen und Ansehen von Videos verweist.
ASUS hat sich neben Microsoft aber nur einen weiteren „Bulkware-Anbieter“ mit ins Boot geholt, denn den „Boingo-Hotspot-Scanner“ find ich wirklich über.

FN- und Sondertasten
Außer den üblichen Funktionen laut-leise, hell-dunkel, start-stop, etc. verfügt das Notebook noch über eine Funktionstaste zur Steuerung der oben schon erwähnten Videomodi (vivid, theatre, soft, normal + gammakorrigiert). Eine weitere FN-Zusatztaste mit einem Kamerasymbol ruft das „lustige“ Lifeframe-Programm auf, eine andere den Windows-Taschenrechner. Mit der Taste, die unter Windows das Energieschema umschaltet, kann man auch die ExpressGate-Software starten, wenn der Rechner aus ist. Den drahtlosen Netzwerkadapter kann man ebenfalls mit einer FN-Taste deaktivieren, aber an der Seite des Notebooks befindet sich auch ein „Hardswitch“ dafür.

ASUS N61JQ Software”

Akkuleistung
In Anbetracht der Tatsache, dass der ASUS N61JQ mit einem 16-Zoll-Display, der i7 CPU und der Radeon-Grafikkarte ausgestattet ist, die allesamt recht stromhungrig sind, sind die etwas mehr als drei Stunden im Ultra-Sparmodus (WLAN, BT, Webcam und DVD-Laufwerk abgeschaltet, dunkelstes Displaysetting, minimale CPU-Power) wohl nachvollziehbar, aber trotzdem wenig. Im gegenteiligen Setting mit hellster Bildschirmeinstellung und einen Film vom Netzlaufwerk abspielend, sinkt die nutzbare Zeit allerdings unter eine Stunde. Geht man mal von einem Mittelmaß von knapp zwei Stunden aus, so ist das doch ein bisschen wenig, vor allem weil Akkus mit der Zeit ja auch etwas nachlassen. Spätestens im zweiten Sommer wird das Notebook im Cafe dann wohl schneller kalt, als der Cappuccino. Die Akkus sind aber nicht besonders groß (evtl . baugleich mit Eee PC-Akkus?), so dass man sich zur Not mal eine Zusatzbatterie einpacken kann.

Videoperformance
Hochauflösende Youtube-Videos? Kein Problem! FullHD-Videos von der Festplatte? Auch kein Problem! Gut, in dem ein oder anderen Fall ist die CPU-Leistung etwas in die Höhe gegangen, aber das N61 kann eigentlich mit jeder Art von Video umgehen. Das eingebaute DVD-DoubleLayer-Laufwerk spielt allerdings (natürlich) keine Blu-Rays ab, was dem Modell noch ganz gut gestanden hätte und vielleicht in Zukunft eingebaut sein wird. Würde ja auch ganz gut zum HDMI-Ausgang passen, der im Test übrigens ebenso wie das DVD-Laufwerk problemlos funktionierte.

Games
Die mitgelieferten Spiele sind ja kaum als solche zu bezeichnen und lasten den Rechner nicht annähernd aus. Die Demoversion des Rennspiels NfS-ProStreet, der man schon etwas mehr Auslastung zutrauen kann, läuft in der höchsten Auflösung von 1280 x 720 und mit 2xAA immer noch mit 150fps. Bei Call of Duty5 sah es schon etwas anders aus, aber auch das ist mit 50fps bei 800 x 600 immer noch spielbar.

Benchmarks
Der Windows 7 Leistungsindex gibt eine Gesamtzahl von 5,9 Punkten aus, wobei der „Flaschenhals“ der Arbeitsspeicher und die Festplatte sein sollen. Prozessor und Grafikkarte kommen dagegen auf jeweils mehr als 6,5 Punkte.
Das Programm Cinebench 11.5 gibt für die OpenGL-Bewertung einen Wert von 24,87 BPS aus, wobei die CPU von diesem Programm mit 2,73 Punkten bewertet wird. Wer sich noch an meinen Test mit dem Lenovo Ideapad S3T erinnert: dieser hatte 0,15 Punkte in der CPU-Bewertung.

Das Browserbenchmarking-Programm „Peacekeeper“ gibt für den Opera-Browser einen Wert von 6000 Punkten (wow!) und für den Internet Explorer 940 Punkte aus. Die interne Festplatte liest und schreibt laut HDTune 2.55 Daten mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 82,5 MB/s. Das kleine Tool MaxxPI, das eine Pi-Berechnung durchführt, gibt einen Wert von 756,1K/sec. aus; die beiden Programme CPU-Z und GPU-Z zeigen dazu noch einmal detaillierte Informationen zu Prozessor und Grafikkarte (siehe Bilder).

ASUS N61JQ Benchmarks”

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie diese ganzen Werte einzuordnen sind, aber „High-End“ haben wir hier natürlich nicht vorliegen. Das System funktioniert gefühlt „hervorragend“ und ich konnte zu keiner Zeit eine Einschränkung feststellen, wenngleich Desktopsysteme sicher bessere Bewertungen von den Benchmark-Programmen bekommen. Noch mehr Leistung würde aber auch noch mehr auf den Akku gehen und dessen Lebensdauer weiter verkürzen.

Fazit
Ähnlich, wie ich es schon mit dem Autofahrerbeispiel angedeutet habe, habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass eine Empfehlung aufgrund unterschiedlicher Vorlieben immer nur subjektiv sein kann. Außerdem hat jedes Modell so seine Vorzüge und Schwächen, so dass man den Stab nie komplett darüber brechen kann. Wie dem auch sei: mir gefällt das ASUS N61JQ richtig gut. Es hat neben bzw. dank aktuellster Hardware wie dem USB-3.0-Anschluss, HDMI-Ausgang und der i7 CPU ordentlich Dampf unter der Haube, der auch für aktuelle Games und echtes Arbeiten genügt. Dem stehen einiges an Plastik, ein etwas zu schwaches Display und eine weiche Tastatur gegenüber. Wer mit dem ASUS-Design und den vielen überflüssigen Programmen kein Problem hat, kann hier wohl für tausend Euro bedenkenlos zuschlagen.

Pro:

  • Anschlussvielfalt
  • Leistungsstärke
  • Touchpad

    Contra:

  • Plastikdesign
  • weiche Tastatur
  • überflüssige Software

    Gesamtnote: 2-

    Technische Daten/Ausstattungsmerkmale ASUS N61JQ:

  • 16 Zoll glossy HD-Display mit 1.366-x 768-Auflösung
  • Intel i7-720QM CPU, Intel HM55 Chipsatz
  • ATI Mobility Radeon® HD5730
  • DVD Double Layer Brenner
  • 500 GB S-ATA-Festplatte, 7.200 U/min
  • 4 GB DDR3-1066 Arbeitsspeicher
  • 8-in-1 Card Reader
  • Altec Lansing Lautsprecher
  • Gigabit LAN
  • Bluetooth und WLAN 802.11a/g/n (mit Hardswitch)
  • Windows 7 Home Premium 64bit, Softwarepaket, ExpressGate Mini-OS
  • Chiclet Tastatur, Multitouchpad, Webcam
  • Abmessungen: 384 x 27-39 x 265 mm bei 2,9 kg
  • zwei Jahre Herstellergarantie

    Anschlüsse:

  • Kensington-Lock, Netzanschluss, Ethernet
  • VGA-Ausgang, HDMI-Ausgang
  • Audio-in und -out (inkl. S/PDIF Unterstützung)
  • 2xUSB 2.0
  • 1xUSB 3.0
  • ExpressCard Slot
  • E-SATA

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