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Produkttest: Asus Eee PC 1005HA-M – Nummer Zwei



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Netbooks sind einem Smartphone nicht ebenbürtig!
Warum nehme ich mir ein „altes“ Netbook, wie das Asus Eee PC 1005HA-M noch mal zur Brust, wo doch Sven schon mal sich damit beschäftigt hat? Aus drei Gründen: 1. Nach der vielen Kritik, die ich dafür einstecken musste, dass ich ein Netbook als Billig-Notebook bezeichne, wollte ich mich nochmals intensiv damit beschäftigen und schauen ob ich es auch selber einsetzen kann. 2. Ebenso interessiert es mich, wie schnell ein weißes Netbook im täglichen Umgang verschmutzt – ich hatte bisher nur „ordentliche“ Notebooks in anthrazit/schwarz. 3. Wollte ich mal ein Netbook mit einer alten Konfiguration ohne ION-Plattform mit Windows 7 Final testen, den Testbericht gibt’s dann auch bald.
Vor dem Asus 1005HA-M hatte ich ein schwarzes Lenovo S10e zum „Testen“ – da war aber das Mikrofon defekt – also retour. Und dann ist es ein weißes Netbook geworden und der zweite Grund wurde gefunden. Übrigens mal an dieser Stelle ein großes Lob an Sven und an den cyberportSTORE in Dresden, die mir meine Testgerätwünsche von den Lippen ablesen. Vielen, vielen Dank für die persönliche Betreuung!

Kommen wir aber nun zurück zum Asus und zu den Netbooks. Eigentlich unterscheiden sich Netbooks nur noch vom äußeren Design, der Qualität und der Größe des Displays und von der Größe der Tastatur. Unter der Haube ist nahezu alles gleich, dank dem Geiz der Hersteller, die lieber ein billiges Windows kaufen und damit sich dem Diktat von Microsoft unterwerfen, anstatt selber mit Features aus der Menge herauszustechen. Aber die Marge der Netbooks ist so klein, dass das niemand macht. Schade drum, denn so sind alle gleich – und das ist langweilig. Somit könnte ich mit der Ausstattung des Asus auch jedes andere Netbook meinen: Atom-Prozessor Nxxx, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte, irgendeinen Grafikchip von Intel, der in Notebooks vor ein oder zwei Jahren verbaut worden ist.

Aber zum Glück hört – wie schon eben erwähnt – die Uniformität der Netbooks auf. Kam das Lenovo S10e in einem Business-Like-Look daher, ist das Asus dagegen stylisch und nett geformt in einem prämierten Seashell-Gehäuse (vorne flach, hinten dick, wie eine Auster, wenn sie noch nicht im Restaurant fingerfertig serviert wird). Und mein Asus ist in Hochglanz Apple-Weiß gehalten, allerdings ist das Gehäuse aus wesentlich schlechterem Kunststoff gefertigt. Die Scharniere sind vernünftig gefertigt und das Gehäuse scheint auch stabil zu sein. Ich habe mich aber nicht getraut das Netbook in einer Tasche außer Haus mitzunehmen, in der Angst in das Gehäuse Kratzer rein zumachen. Aber das ist ja eh nicht die Berufung der Mehrheit der Netbooks, die bleiben brav zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ansonsten gefällt das Netbook schon. Aber wenn es (hinten) dicker ist als mein schlankes 14 Zoll Business-Arbeitstier, dann frage ich mich wie viel heiße Luft noch drin steckt.

Die Tastatur ist überraschend gut, ich würde damit keine Dokumente tippen oder Programme schreiben wollen, aber fürs „klappern“ im Internet reicht die Tastatur aus. Das habe ich nicht ohne weiteres erwartet, hier gibt’s ein dickes Kompliment in Richtung Asien. Der Druckpunkt ist OK, die Tastatur biegt sich bei Belastung nicht wirklich durch – vielleicht etwas in der Mitte – aber für unter 300 Euro kann man da wirklich zufrieden sein. Im Dunkel allerdings braucht man ordentliches Licht zum Tippen, sonst tippt man daneben. Und im beständigen Wechsel zwischen einem echten Notebook und der Billigvariante gab’s dann doch den einen oder anderen Vertipper, gerade wenn man blind über die Tastatur fliegt. Auch kann man – wenn man die Asus-Software installiert hat –mittels der Fn- und weiteren Tasten Displayhelligkeit, Lautstärke etc. einstellen, aber für Windows 7 gab’s noch keine entsprechende Software von Asus, und in deren Supportseiten habe ich mich verlaufen. Ebenso zu kritisieren sind die beigelegten CDs. Hier ein große FAIL, dies können andere Hersteller wesentlich besser, selbst Dell bietet für sein Netbook einen besseren Support. Und warum werden CDs dazulegt (bei einem Rechner ohne optisches Laufwerk), wenn es ein NAND-Speicher in Form eines USB-Sticks auch getan hätte, das ist einfach nur sinnlos. Dabei bekommt man NAND-Speicher schon hinterher geworfen und es würde zur Kundenzufriedenheit beitragen. Aber auch hier gilt: Marge, Marge, Marge! Und möglichst billig, denn nur das honorieren die Kunden.

Asus Asus Eee PC 1005HA-M“

Das Touchpad war bündig in den Palmrest eingelassen und nur durch Noppen vom Rest zu unterscheiden. Ich habe mich prima zu Recht gefunden und hab eigentlich nicht wirklich viel falsch „getouched“. Auch ist es einfacher zu produzieren – im Ergebnis somit wieder billiger.

Das Display mit 10,1 Zoll entspricht durchaus dem Standard in der Netbookklasse, ebenso wie die LED-Beleuchtung. Netterweise hat Asus dem 1005HA-M ein mattes Display spendiert, das Spiegeldisplay im Lenovo S10e ist eigentlich eine Zumutung, auch wenn man nur Zuhause ist. Die Auflösung des Asus beträgt 1.024 x 600 Pixel, das ist eigentlich genug zum Surfen, aber für mehr muss man Scrollen. Aber mehr macht man eigentlich nicht, somit geht’s gut durch. Die Displayqualität ist auch zufriedenstellend, ich kann selbst mit einem flachen Blickwinkel in das Display reinschauen.

Die Performance bzw. die Nicht-Performance ist zusammen mit Windows 7 OK, allerdings wenn man beim Surfen auf etwas Flash trifft wird es langsam. iTunes 9 ist eine Zumutung auf einem Netbook, Chrome startet relativ schnell – mehr hatte ich eigentlich nicht drauf. Obwohl, Notepad++ als Texteditor. Die Festplatte ist unterdurchschnittlich, sie ist nur Groß, aber nicht schnell und eigentlich eine Zumutung. Hier wäre man mit einem Flashspeicher besser aufgehoben. Ich habe nicht mehr von einem Netbook erwartet und wurde somit hier auch nicht enttäuscht. Aber als Ersatz für ein echtes Notebook oder Smartphone, mit dem man ordentlich surfen und produktiv sein kann – nein danke. Aber wenn man nicht viel Geld ausgeben will und abends mal Facebook ansurft und dann der Schwester eine E-Mail schreibt – JA. Ich will an dieser Stelle nicht päpstlicher als der Papst sein, ich hab ja eh schon genug gesagt.

Die Lautstärke im laufenden Betrieb ist nicht unbedingt als geräuschvoll zu bezeichnen, aber als nervig. Der Lüfter beginnt quasi im Moment des Starts zu laufen und wenn dann Flash im Internet aufgerufen wird, dann wird’s lauter, ebenso wenn man mal ein kleines .avi File (300 MB) abspielen möchte oder eine Adobe Air-Anwendung laufen hat. Begeistert bin ich nicht, aber Abwärme muss halt auch raus. Die Festplatte hört man deutlich, hier sind eindeutig zu viel Lese- und Schreibzugriffe zu verzeichnen. Unter Windows XP Home hat das Netbook übrigens noch angestrengter gewirkt, nicht dass jetzt jemand Windows 7 die Schuld in die Schuhe schieben will.

Der Verschmutzungsgrad war für ein weißes Netbook extrem niedrig, nur die Tastatur und das Gehäuse habe ich ab und an von Fingerabdrücken reinigen müssen, gar nicht mal so schlecht. Aber ich habe keine Nikotinfinger und probiere immer mit fettfreien Fingern zu tippen.

Als Fazit kann ich nur festhalten, dass Netbooks nichts wirklich Ganzes und nichts Halbes sind, die Tätigkeiten die ich damit ausführen kann und will, kann ein Smartphone besser erledigen. Ja, genau das Smartphone, das den Titel auch wirklich verdient: das iPhone! Das funktioniert, ist schnell und portabel und kann eigentlich alles besser als ein Netbook. Gut, diesen Text hätte ich nicht mit dem Smartphone tippen können bzw. wollen, aber das wäre auch mit dem Netbook ein Krampf gewesen. Eine paar E-Mails, Facebook, Internet, Infos, im Bett surfen – alles kann das iPhone besser als das Netbook. Und telefonieren geht auch noch. Mit Netbooks bin ich persönlich durch, solange ich einen Hauptcomputer habe und das Netbook nur der Zweitrechner ist, und solange die Leistung nicht stimmt.

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7 Kommentare

  1. avatar
    tsetse schrieb am
    Bewertung:

    allright pity, nu is ja aber denn auch gut, gell!?

  2. avatar
    Peter schrieb am
    Bewertung:

    Diese sehr einseitige Meinung ist ja nun hinreichend bekannt, wird aber durch Wiederholung nicht richtiger. Immerhin kommt oben zumindest ansatzweise die Erkenntnis zum Ausdruck, dass der Sinn eines Geräts vom Einsatzzweck abhängt und selbstverständlich ist ein Netbook leistungsmäßig nicht für Aufgaben geeignet, die die Rechenleistung eines richtigen Notebooks verlangen. Ebenso ist allerdings ein durchschnittliches Notebook nicht für Aufgaben geeignet, die die Rechenleistung einer leistungsfähigen Workstation verlangen.
    Gerade grotesk ist allerdings die Behauptung, ein Smartphone – noch dazu ausgerechnet das zwar als Multimediamaschine fantastische, aber für ernsthaftes Arbeiten weniger geeignete Iphone – sei besser geeignet als ein Netbook. Nur zur Erinnerung: Kritik am Netbook sind im wesentlichen zu kleines Display bzw. Auflösung (oh ja, da kann natürlich ausgerechnet das Iphone mit seiner schon gegenüber akutellen WM Smartphones, von Netbooks ganz zu schweigen, lächerlichen Auflösung und Displaygröße tierisch punkten), keine Standardtastatur (auch da sind die Vorteile der Iphone-Tastatur natürlich offenkundig; das gilt sogar für alle Smartphones) und fehlende Rechenleistung (eine Frage des Einsatzzwecks, s. o., wo da der Vorteil eines Smartphones liegen soll, bleibt auch unerfindlich).
    Und noch kurz zu einem beispielhaften Einsatzzweck: Ich hatte gerade auf einer Motorradtour neben einem Smartphone auch ein Netbook dabei (mein ausgewachsenes Notebook mitzuschleppen wäre sowohl sinnlos als auch von Platzbedarf und Gewicht nicht akzeptabel gewesen) und konnte damit sehr viel komfortabler meine Reiseberichte schreiben (mit einer schlanken Textverarbeitung), Fotos und und unterwegs gedrehte Videos in Standardauflösung gleich vor Ort ansehen, surfen, mailen etc. Natürlich hätte ich einen Teil davon auch mit meinem (gegenüber einem Iphone von Displaygröße und Auflösung schon richtig komfortablen) Smartphone erledigen können; das demgegenüber deutliche größere Display und die mit nur minimalen Abweichungen einer normalen Notebooktastatur entsprechende Tastatur haben aber selbst die auch mit dem Smartphone eigentlich möglichen Arbeiten deutlicher angenehmer gemacht. Und wer ernsthaft mehr als ein paar Worte oder Zeilen auf einer virtuellen Displaytastatur oder selbst der teilweise vorhandenen Knöpfchentastatatur eines Smartphones schreiben will, muss eine masochistische Ader und sehr viel Zeit haben.
    Wer allerdings meint, surfen auf einem Iphone-Display und ohne richtige Tastatur sei komfortabler als auf einem 10″-Display mit 1024×600 Pixeln, kann in seiner Bewertung nicht wirklich ernstgenommen werden IMHO.

  3. avatar
    Joerg Pittermann schrieb am
    Bewertung:

    Ich habe

    [x] ein iPhone noch nie benutzt
    [x] noch nie ein iPhone, ein Android Smartphone und ein Windows Smartphone verglichen
    [x] einfach mal was dagegen gesagt und nicht nachgedacht, dass der Autor einen Laptop hat und als Zweitgerät zwischen einem iPhone und einem Netbook verglichen hat

    Ich hab dir die für dich passenden Antworten direkt mal angekreuzt. ;-)

  4. avatar
    Bewertung:

    Na da hat mal wieder einer was vollkommen verwechselt!
    Netbooks sind einfach die beste Erfindung der letzten Jahre.Ich habe G1 Handy Netbooks der ersten Asusgeneration , jetzt das erwähnte Netbook in schwarz ,Notebook und auch Desktop .
    Ich KANN ein Netbook nicht mit einem Notebook vergleichen,das passiert hier immer wieder und zeigt nur,dass diese Leute sowas mal kurz in der Hand hatten und keine Ahnung haben.
    Iphone mit Netbook vergleichen….muss man nix zu sagen oder?
    Abgesehn davon , dass die erwähnten „Mängel“ bei mir nicht auftauchen.Wird nicht heiss,hört man in der normalen Umgebung nicht……usw.
    Wenn ich Supersound will geht das auch nicht mit dem normalen Notebook (oder hab ich wieder mal falsch gekauft??Ausserdem hat mein Bolide nur 3 Stunden Akkusaft,wohl auch was falsch).Leute es ist KLEIN!Läuft ausdauernd,da kann man beim Notebook nur von träumen und einen Super Preis! Da hat man mit dicken Fingern nun mal Probleme!
    Ich bin seid den ersten Homecomputern dabei und diese Netbooks sind einfach super! Schade nur , dass die Linuxgemeinde,der ich nach mehreren Versuchen nicht angehöre ,die Chance verpasst hat.

  5. avatar
    Paul schrieb am
    Bewertung:

    Lasst es einfach, dem (Pitter)Mann ist nicht zu helfen. Es lebe der Hofnarr von Cyberport.

  6. avatar
    Joerg Pittermann schrieb am
    Bewertung:

    Ja, die Argumente fehlen und dann kann man den stumpfen Holzhammer auspacken. Damit geht sicherlich alles kaputt, besonders der eigene Verstand sofern vorhanden.

    There is an app for that.

  7. avatar
    tsetse schrieb am
    Bewertung:

    „Ja, die Argumente fehlen und dann kann man den stumpfen Holzhammer auspacken. Damit geht sicherlich alles kaputt, besonders der eigene Verstand sofern vorhanden.

    There is an app for that.“

    puh, endlich ein akt der selbsterkenntnis! immerhin!

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