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LG Optimus G im Test



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Bewertung
LG Optimus G
4,5

 Pro

  • Problemlose Synchronisierung
  • Stabiles Gehäuse
  • Tolle Farbwiedergabe
  • Lange haltender Akku
  • Schneller Prozessor
  • Top-Kamera mit Zusatzfunktionen

 Contra

  • Etwas zu groß
  • QSlide funktioniert nicht immer
  • Interner Speicher nicht erweiterbar

14 Tage lang habe ich das LG Optimus G getestet. LG gilt neben den bekannten Smartphone-Herstellern wie Samsung, Apple, HTC und Sony nach wie vor als Geheimtipp. Die letzten Jahre haben mit dem LG P 990 Optimus Speed und dem LG P880 Optimus 4xHD gezeigt, dass LG in der Lage ist, jährlich ein Top-Gerät auf den Markt zu bringen.

Lieferumfang

Synchronisierung über App und Android File Transfer

Das Gerät wird in einer edel anmutenden weiß-beigefarbenen Verpackung mit einem silberfarbenen G auf der Front geliefert. Neben dem Handy sind im Lieferumfang enthalten:

  • Netzteil und Datenkabel
  • Headset (Quadbeats)
  • Öffner für microSIM-Steckplatz
  • SIM-Kartenträger
  • Benutzerhandbuch

Das erste Problem war, meine Daten auf das LG zu bekommen, da ich vorher Apple-Nutzerin war. Das Gerät wird am Mac nicht als Datenträger erkannt; hierfür bietet Android aber selbst eine Lösung: Über den Android File Transfer habe ich zum Beispiel Musik auf das LG überspielt und über die kostenlose App AirDroid habe ich über WLAN und den Browser meine Daten syncronisiert. Es hat alles problemlos funktioniert.

Gehäuse

Gorilla Glass übersteht selbst Stürze

Das Gehäuse misst 131,9 x 68,9 x 8,45 mm (L x B x H) und hat ein 4,7 Zoll (11,9 cm) großes Display. Es hat eine edle Chromumrandung und vorn und hinten eine elegante Glasoberfläche. Die patentierte „Crystal Reflection Oberfläche“ auf der Rückseite und Polarisationseffekte schaffen einen schönen 3D-Effekt. Dezent abgerundete Ecken tragen dazu bei, dass das Gerät gut in der Hand liegt.

Alles ist soweit sauber verarbeitet, es gibt kein Knarzen, was von manchen anderen Smartphones bekannt ist. Allerdings habe ich einen kleinen Spalt zwischen Gehäuse und Display bemerkt, dort könnte sich nach längerer Nutzung Schmutz festsetzen.

Leider hat LG den Lautsprecher auf die Rückseite gelegt – beim Musikhören sollte man das Handy also nicht hinlegen, da viel Klang verloren geht.

Zudem musste ich feststellen, dass das Smartphone für mich etwas zu groß geraten ist. Ich hatte durchaus Probleme, es mit einer Hand zu bedienen. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass es einmal den Fliesenboden geküsst hat. Das Gorilla Glass 2 hat dem aber standgehalten. Nur der Gehäuserand ist an zwei winzigen Stellen vom Sturz gekennzeichnet.

Display

IPS+-Display mit realistischer Farbwiedergabe

Das LG ist mit einem True-HD-IPS+-Farbdisplay mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln ausgestattet, bietet also keine Full-HD-Auflösung. Diese Technologie erlaubt eine realistische Farbwiedergabe und einen sehr schönen Kontrast. Es gibt keine blaustichigen Icons oder zu knallige Farben, wie man es oft bei Amoled-Displays sieht.

Weiterhin sitzt durch die „Zero Gap Touch“-Technologie die Glasabdeckung direkt auf der TFT-Anzeige, was gerade im Freien eine nahezu reflektionslose Darstellung ermöglicht. Fraglich ist aber, ob bei einem Display-Schaden nur das Glas getauscht werden kann oder ob nun das ganze Display getauscht werden muss.

Generell werden Display-Schäden nicht von der Gerätegarantie umfasst, da sie meist fremdverursacht sind; ein kompletter Austausch des Displays ist oft teurer als der Austausch des Glases.

Von den Werten ist das Display nicht ganz so hell wie das beim Vorgänger P880; 533 cd/m2 stehen jetzt 368 cd/m2 gegenüber.

An Spielen lässt sich das Display besonders gut testen. Hier habe ich „Osmos HD“ ausprobiert und war begeistert von der Farbgestaltung.

Hardware

Gleicher Prozessor wie beim Sony Xperia Z

LG hat in der Version APQ8064 einen 1,5 GHz starken Snapdragon S4 Pro eingebaut. Der gleiche Prozessor ist auch im Sony Xperia Z verbaut. Er läuft schnell und flüssig, auch bei leistungsfordernden Prozessen wie Spielen gibt es keinerlei Aussetzer. Getestet wurde „Mass Effect“, das Gerät wird dabei lediglich etwas wärmer.

Für 3D-Performance bei Spielen steht der Grafikprozessor Adreno 320 bereit.  Zudem sind 2 GB Arbeitsspeicher verbaut, wovon nach dem Task-Manager rund 1 GB RAM permanent verwendet wird und somit 1 GB für alle anderen Anwendungen bereit steht. Das LG Optimus G hat einen internen Speicher von 32 GB, wovon 25 GB zur freien Verwendung stehen. Erweitern lässt sich der Speicher nicht.

Der Akku ist 2.100 mAh stark und entsprechend leistungsstark. Neben alltäglichen Dingen wie telefonieren, Nachrichten und Mails schreiben, Musik hören, navigieren, surfen und Facebook nutzen  habe ich auch regelmäßig den Hotspot angeschaltet. Ohne Probleme hat das LG bis abends durchgehalten. Bei einem Akkustand von 30 Prozent schaltet sich automatisch der Energiesparmodus ein.

Musik

Hochwertige In-Ear-Kopfhörer

Der Music Player ist qualitativ sehr gut und lässt keine Wünsche übrig. Standardmäßig ist auch ein UKW-Radio mit an Bord. Selbst die Kopfhörer „QuadBeats“ sind qualitativ hochwertig. Durch das Flachbandkabel hat man weniger Kabelsalat und der rechtwinklige Stecker hilft, Kabelbrüche zu vermeiden. Die Kopfhörer sollen eine solide Klangqualität haben, nur der Bass ist nicht so stark ausgeprägt.

Leider konnte ich sie nicht selbst testen, da meine Ohren nicht kompatibel mit In-Ear-Kopfhörern sind, aber die Testberichte im Netz kommen zu guten Ergebnissen.

Kamera

Fotos per Sprachbefehl

Im Vergleich zu den Vorgängern hat LG hier endlich mal eine gute Kamera eingebaut. Nicht nur die 13 Megapixel begeistern, sondern auch das lichtstarke Objektiv. Fotos bei Tageslicht in Räumen sind nun kein Problem mehr. Falls das Licht doch schlechter wird, hält die automatische Rauschunterdrückung das Bildrauschen im Rahmen, was aber auch zu Lasten der Bildqualität geht.

Softwaremäßig wird die Kamera durch „TimeCatch Shot“, „Smart Shutter“ und „Cheese Shutter“ aufgewertet. „TimeCatch Shot“ schießt bereits vor der Aufnahme fünf Aufnahmen und lässt sich schnell durch Tippen auf das Symbol anschalten. Nach wenigen Sekunden kann man das beste Foto auswählen und speichern. „Smart Shutter“ sorgt automatisch für wackelfreie Bilder.

„Cheese Shutter“ ist ein witziges Tool: Es macht ein Foto, wenn ein Sprachbefehl ausgesprochen wird. So muss man nicht selbst auf das Knöpfchen oder Symbol drücken und kann sich voll auf sein Motiv konzentrieren. Zur Auswahl stehen die Wörter „LG“, „Whiskey“, „Kimchi“, „Smile“ und das obligatorische „Cheese“. Der Sprachbefehl funktioniert nach ein bisschen Übung außergewöhnlich gut, nur bei „Whiskey“ wollte es nicht so recht klappen.

Mittlerweile Standard bei vielen Smartphones, findet man auch beim LG die Panoramafunktion und die Serienbildaufnahme. An der Kamera gibt es nichts zu meckern, die Aufnahmen sind nicht verschwommen und es gelingen scharfe, detaillierte Bilder.

Ohne Blitz im U-Bahnhof
Panoramafunktion
Direkt auf das Bild schreiben und es weiterversenden
Software

Überlappende Fenster dank QSlide

Die Oberfläche „Optimus UI“ ist gewohnt einfach gehalten und bietet alles, was der Nutzer benötigt. Nützlich sind die Quick-Memo-Funktion und „Notebook“, wo sich Notizen mit Bildern erweitern lassen. „Polaris Office“ steht für Dokumente bereit.

Über „Smartshare“ können Spiele auf einem DLNA-zertifizierten Gerät gespielt und Mediendateien geteilt werden. Via „Video Wiz“ lassen sich selbstgefilmte Videos in ansehnliche Filmchen verwandeln.

Mit der „QSlide-Funktion“ können mehrere überlappende Fenster auf dem Bildschirm angezeigt werden. Falls man eine Anwendung gerade nicht verwendet, kann sie per Regler transparent gemacht werden. In der Theorie ganz witzig, aber viele Anwendungen können nicht überlappend angezeigt werden; es funktioniert auch nur bei LG-internen Apps. Nützlich ist „QSlide“ vor allem bei der Kalender-App.

Fazit

Kaum Mankos beim LG Optimus G

Das Flaggschiff von LG kann sich wirklich sehen lassen. Ich war in meinem Test sehr zufrieden mit dem Gerät.

Es läuft flüssig und das Display hat eine brillante Farbwiedergabe. Die Kamera macht nicht nur gute Bilder, sondern wartet mit ein paar netten Software-Features auf.

Was mich gestört hat, waren die Größe und die etwas rutschige Rückseite. Die Kombination aus beidem hat leider zu einem unschönen Sturz des Smartphones geführt. Ich würde euch also eine Schutzhülle empfehlen, um die rutschige Rückseite auszugleichen.

Ansonsten kann ich das Gerät uneingeschränkt empfehlen. Bei Cyberport ist das LG Optimus G derzeit für 459,00 Euro erhältlich.

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