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LG G2 mini im Test



Zugeordnete Tags LG | Smartphone | Test
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Bewertung
preiswertes Mini-Smartphone
3,5

 Pro

  • handliches Design
  • sehr gute Sprachqualität
  • überzeugende Akku-Laufzeit
  • attraktive Kamera-Fotos

 Contra

  • enttäuschende Display-Auflösung und -Helligkeit
  • schwache Kopfhörer-Qualität

Bei etlichen Herstellern gesellen sich neben den großen Modellen auch die kleinen Brüder – die “Minis” – dazu. Die wohl bekanntesten Vertreter sind das Samsung Galaxy S4 mini und das HTC One mini. Das Sony Z1 Compact kann hingegen aufgrund seiner Ausstattung und Leistungsstärke nicht als typisches “Mini” bezeichnet werden. LG hat neben dem LG G2 nun auch eine Mini-Version herausgebracht. Ob es eher ein Reinfall ist oder mit den anderen Minis mithalten kann, erfahrt ihr in den folgenden Absätzen.

Lieferumfang

Überschaubarer Lieferumfang

überschaubarer Lieferumfang
überschaubarer Lieferumfang

Der Lieferumfang ist eher unspektakulär. Benutzerhandbuch, microUSB-Kabel, Netzstecker und Kopfhörer werden standardmäßig geliefert. Was sich LG allerdings beim Headset gedacht hat, bleibt deren Geheimnis. Nicht nur Klang sondern auch Verarbeitung sind unterirdisch.

Handhabung

Verarbeitung & Bedienung überzeugen

griffige Rückseite mit Rear-Key-Tasten für Power und Lautstärke
griffige Rückseite mit Rear-Key-Tasten für Power und Lautstärke

Kein Knarzen, keine Spaltmaße – die Verarbeitung überzeugt. Nach kurzer Gewöhnungs-Phase lassen sich die rückwärtigen Tasten (Power und Lautstärkeregler) sehr gut bedienen. Auch das Anfertigen von Screenshots ist kein Problem. Beim Test des LG G2 hatte ich durch die Anordnung der Tasten noch Schwierigkeiten: LG hat hier wohl etwas nachgebessert. Die gesamte Form und Optik erinnert stark an den großen Smartphone-Bruder und so ist auch das Gehäuse wie beim LG G2 aus Kunststoff. Beim Mini gefällt mir die geriffelte Rückseite sogar etwas besser, denn so kann das Gerät nicht aus der Hand rutschen.

Die Lautsprecher sind auf der unteren Gehäuse-Seite neben dem microUSB-Anschluss angebracht, sodass das Smartphone Musik aus jeder Lage abspielt.

Display

Enttäuschende Auflösung

Der angenehme optische und haptische Eindruck wird durch das Display etwas getrübt. Zunächst das Positive: Obwohl das Display mit 4,7 Zoll (11,9 Zentimetern) für ein Mini recht groß ist, wirkt es dank randlosem Design handlich. Die Auflösung ist jedoch enttäuschend. Weitaus günstigere Modelle wie das Motorola Moto G, das Huawei Ascend P6 oder einige Wiko-Smartphones (Darkmoon & Darknight) liefern jedoch bereits HD-Qualität. Leider merkt man die geringere Auflösung auch sofort, da die Icons leicht verpixelt sind und der Gesamteindruck somit etwas verschwommen ist.

Schade, dass das LG-Smartphone zudem nur eine geringe Helligkeit und fehlende automatische Helligkeitssteuerung aufweist, denn im Sonnenschein kann man nur geradeso noch etwas erkennen.

Wiederum positiv ist LGs Entscheidung für ein IPS-Display, das mit weitem Blickwinkel überzeugt, während die Farben und der Kontrast sehr natürlich wirken.

Technische Daten

LG-Hardware im mini-Format

Bevor ich mich Kamera und Software zuwende, gebe ich euch einen Überblick zur Hardware des LG G2 mini. Die technischen Daten lauten:

  • Prozessor: 1,2 GHz Qualcomm-Prozessor Snapdragon 400, Quad-Core-CPU
  • Arbeitsspeicher: 1 Gigabyte RAM
  • Interner Speicher: 8 Gigabyte, maximale Speichererweiterung um 64 Gigabyte per microSD
  • Display: 4,7-Zoll-Display (11,9 Zentimeter) mit IPS-Technologie, 960 x 540 Pixel, 243 ppi
  • Kamera: 8,0 Megapixel Kamera mit 4-fachem Digitalzoom
  • Akku-Leistung: 2.400 Milliamperestunden
  • Konnektivität: UMTS, GSM Quad-Band (850,900,1800,1900)
  • WLAN: 802.11 b,g,n
  • Bluetooth: 4.0
  • Abmessungen: 129,7 x 66 x 9,7 Millimeter
  • Lieferumfang: Akku, Netzteil, einfaches Headset, (keine Quadbeat-Kopfhörer wie beim LG G2), Benutzeranleitung
Kamera & Akku

Viel Freude an Kamera & Akku

Gelungene Farb-Kontraste
Bildrauschen bei dunklerer Umgebung
Tolle Aufnahmen in der Natur
Gelungene Farb-Kontraste

Ich habe das LG zwei Wochen lang auf Herz und Nieren getestet. Überzeugt hat mich die 8,0-MP-Kamera. Besonders Aufnahmen im Außenbereich sehen klasse aus und mit entsprechender Beleuchtung nimmt man auch im Innenbereich annehmbare Fotos auf. Wird es jedoch zu dunkel, ist das Bildrauschen sehr hoch und der Blitz leuchtet nur wenig aus. An Foto-Features bietet das Mini ein ähnlich großes Paket wie sein Bruder: Panorama-Aufnahmen, Sprachauslöser, Serienaufnahmen, Sport-Modus und etliches mehr.

Positiv überrascht hat mich auch die lange Akku-Laufzeit. LG hat dem Mini einen 2.440 Milliamperestunden starken Akku gegönnt, sodass das Smartphone bis zu 2 Tage durchhalten kann. Das hängt allerdings auch von der Nutzungsintensität ab, denn bei mir hielt es im Schnitt nur 1,5 Tage durch.

Software

Schnell entsperrt dank Knock-Code

Die Optimus-UI-Oberfläche ist wie gewohnt übersichtlich. Zusätzlich wird ein ansprechendes Softwarepaket geliefert. Hervorstechend ist die Knock-on-Funktion. Durch zweimaliges Tippen auf die Mitte des Displays sperrt oder entsperrt ihr euren Bildschirm. Der Modus wurde im Vergleich zum G2 überarbeitet und funktioniert nun ohne Ausfälle. Hinzu kommt die neue Bildschirmsperre Knock-Code. Statt Passwort oder Wischzeichen gibt man in vier Quadraten des Displays sein persönliches Klopfzeichen ein, das aus bis zu 8 Klopfern bestehen kann. Wer das Klopfzeichen vergisst, muss nach 5 vergeblichen Versuchen eine numerische Backup-PIN eingeben. Wenn auch diese PIN in Vergessenheit geraten ist, kann das Handy noch über die Anmeldung via Gmail-Konto entsperrt werden. Falls euch das Prozedere nicht zusagt, könnt ihr das Mini alternativ durch Gesichtserkennung, Muster oder durch ein Passwort schützen.

Zusätzlich habe ich die LG-App „Quick Remote“ getestet. Mit dieser App wird das LG-Smartphone für euren Fernseher, DVD-Player oder Blu-ray-Player zur Universalfernbedienung. Unterstützt werden alle gängigen Modelle, die ihr normalerweise mit einer separaten Fernbedienung bedient. Zunächst wählt ihr aus bis zu fünf verschiedenen Raumtypen aus, wo ihr euch gerade befindet. Im nächsten Schritt teilt ihr der App mit, ob es sich beim zu steuernden Gerät um einen Fernseher, DVD-Player, etc. handelt und von welchem Hersteller euer Produkt ist. Getestet habe ich die App mit einem LG-Monitor mit DVB-T. Die Einrichtung war innerhalb weniger Minuten erledigt.

Fazit

Solides Mittelklasse-Smartphone von LG

Generell bin ich mit der Benutzung sehr zufrieden, da das Smartphone die Alltagsanforderungen überstanden hat. Es reagiert schnell auf jede Eingabe, gab keine Abstürze zu vermelden und sogar Spiele liefen absolut flüssig. Als sehr positiv habe ich die klare Sprachqualität empfunden. Zudem traten keine Netzunterbrechungen auf. Da der Empfang sowohl im GSM- als auch im UMTS-Bereich sehr überzeugend waren, komme ich zu dem Ergebnis, dass LG beim grundlegenden Handwerkszeug gute Arbeit leistet.

Das LG G2 mini fügt sich somit wiedererkennbar in die Modellreihe vom LG G2 und LG G Pad 8.3 ein. Trotz kleinerer Schwächen ist es für jeden zu empfehlen, der kein High-End-Produkt, aber dennoch ein zuverlässiges handliches Smartphone sucht. Vom Preis-Leistungsverhältnis gesehen ordnet sich das LG G2 mini neben dem Galaxy S4 mini ein. Insgesamt bietet LG bietet ein grundsolides Gerät ohne Überraschungen an.

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