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LG G2 im Test



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LG G2 mit Power-Knopf & Volumen-Taste auf der Rückseite
LG G2 mit Power-Knopf & Volumen-Taste auf der Rückseite
Bewertung
Gutes Smartphone mit kleinen Makeln
4

 Pro

  • Akku
  • Display
  • Performance
  • Viele clevere Software-Funktionen

 Contra

  • Screenshots anfertigen
  • Android 4.2.2.
  • QuickWindows-Case nicht im Lieferumfang

Bereits im Mai diesen Jahres habe ich das LG Optimus G hier im Cyberbloc getestet – nun nehme ich den Nachfolger, das LG G2, für euch unter die Lupe.

Angesichts der technischen Daten lässt sich das G2 definitiv unter den Top-Smartphones einordnen:

  • Android 4.2.2
  • Qualcomm Snapdragon 800
  • 2,26 Gigahertz Quad-Core-Prozessor
  • 16 Gigabyte interner Speicher
  • 13,2 Zentimeter (5,2 Zoll) IPS-Display mit 1.080 x 1.920 Pixel
n
  • 13 Megapixel Kamera
  • 2 Megapixel Frontkamera
  • Fotolicht
  • WLAN 802.11 a/b/g/n
  • Bluetooth 4.0 + EDR
  • UMTS, LTE

Neben diesen eindrucksvollen Spezifikationen überzeugt auch der Lieferumfang. Dieser umfasst das Smartphone selbst, das “Premium Earphone Quadbeat 2″-Headset mit Wechselstöpsel sowie Netzadapter, Datenkabel und eine Kurzanleitung. Jeder, der sich eine umfangreichere Anleitung wünscht, kann diese auf der LG-Homepage herunterladen.

Verarbeitung & Handling

Wertige Optik & clevere Hardware-Tasten

Optisch hat mich das LG G2 voll überzeugt. Das Gehäuse wurde aus Kunststoff gefertigt und sehr wertig verarbeitet. Die Displayfront besteht aus kratzfestem Gorilla Glas 2 und der Übergang zum Gehäuse ist kaum wahrnehmbar. Zudem gibt es keine Spalten, in denen sich Schmutz sammeln oder unangenehme Knarzgeräusche entstehen könnten. Trotz seiner Größe liegt das Gerät gut in der Hand. Die Sensortasten wurde bei diesem Modell ins Display integriert und befinden sich nicht mehr am Gehäuse. Dies hat den Vorteil, dass ihr euch zum Beispiel beim Spielen nicht mehr selbst aus der App kickt.

Die auffälligste Neuerung stellen die Powertaste und der Lautstärkeregler dar – diese Tasten platzierte LG auf der Rückseite unterhalb der Kamera. Am Anfang mag dies gewöhnungsbedürftig sein, aber nach einer kurzen Eingewöhnung ist es sehr praktisch. Über einen langen Druck auf die Plus- beziehungsweise Minus-Taste lassen sich jeweils „QuickMemo“ und die Kamera starten.

Die Powertaste habe ich während der Testphase doch recht selten benutzt, da sich mit „Knock-on“ das Telefon sehr schnell entsperren und sperren ließ: Hierfür tippt ihr zweimal kurz hintereinander auf das Display und schon schaltet sich das Gerät ein oder aus. Am besten funktioniert „Knock-on“ im oberen Drittel des Displays. Dieses lässt sich jedoch nur Sperren, wenn ihr euch auf einem der Homescreens befindet und dieser auch nicht mit Widgets überladen ist – sonst öffnen sich die Programme. „Knock-on“ ist sehr interessant und ebenso zuverlässig, könnte aber noch etwas feiner abgestimmt sein.

Richtig enttäuscht haben mich die hinteren Tasten, als ich Screenshots anfertigen wollte. In der Theorie drückt ihr die Minus- und die Powertaste gleichzeitig und der Screenshot ist erstellt. In der Praxis war es sehr schwer zu handhaben, für eine handvoll Shots habe ich eine gute halbe Stunde benötigt. Auf Screenshots muss man aber nicht verzichten, über „QuickMemo“ lassen sie sich auch schnell anfertigen.

Wetter-App zeigt die Witterung bereits auf dem gesperrten Bildschirm
Wetter-App zeigt die Witterung bereits auf dem gesperrten Bildschirm
Performance & Akku

Highend-Technik mit starker Akku-Laufzeit

Mit seinen inneren Werten muss sich das G2 nicht hinter den anderen Highend-Geräten verstecken. Der Prozessor arbeitet schnell und flüssig, sowohl Standardanwendungen (Mails, Surfen, Social Networking, Musik, Fotos) als auch Spiele (getestet wurde Minion Rush) liefen anstandslos. Die mittlerweile standardmäßigen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher tragen zur Performance bei. Der interne Speicher beträgt 16 Gigabyte, von denen euch 10,62 Gigabyte zur Verfügung stehen – für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend. Wer von euch mehr Speicher benötigt, sollte zu der 32-Gigabyte-Variante greifen.

Der 3000 Milli-Amperestunden starke Akku ist eine echte Überraschung, trotz Dauernutzung hat er ohne Probleme zwei Tage gehalten. Darüber hinaus ist der Akku fest verbaut: Dies ist mittlerweile Standard unter vielen Highend-Geräten, einzig Samsung bietet noch auf der gesamten Produktpalette austauschbare Akkus an. Telefonieren könnt ihr mit dem LG G2 auch ohne Probleme – obwohl ich eher im empfangsschwachen E-Plus-Netz unterwegs war, hatte ich überall guten Empfang und auch Internetseiten haben sich schnell aufgebaut.

Display & Kamera

Brillantes IPS-Display & intuitiver Musik-Player

Ein weiterer Leckerbissen ist das Display. LG hat ein IPS-Display verbaut, das mit 1.920 x 1.080 Pixeln in Full HD auflöst. Durch den guten Helligkeitswert von 413 cd/m2 könnt ihr auch bei starkem Lichteinfall alles gut erkennen.

Natürlich habe ich auch einige Fotos gemacht. Die Kamera reagiert schnell und kann durchaus eine Digitalkamera ersetzen. Nur die Fotobearbeitungsoptionen fand ich spärlich, aber hier kann sich jeder mit entsprechenden Apps aus dem Play Store aushelfen.

Darüber hinaus macht auch der Musikplayer Laune. Über „Plog&Pop“ erkennt das G2, dass ein Headset angeschlossen wurde und über die Sensortasten öffnet sich auch im gesperrten Zustand eine Leiste, die euch verschiedenen Anwendungen wie Musikplayer, YouTube und Telefonieren präsentiert; auf Wunsch lassen sich die Anwendungen auch erweitern.

Beim Vorgänger befanden sich die Lautsprecher noch auf der Rückseite, nun sind sie auf die untere Seite zum microUSB-Port und zum Klinkenanschluss gewandert – so könnt ihr auch Musik hören, wenn das Handy auf dem Tisch liegt.

Gute Kamera für gute Bilder
Meerschwein als Quickmemo - mit Aufkleber aus der Notebook-App
Gute Kamera für gute Bilder
Software

Leider nur Android 4.2.2

Softwareseitig setzt das G2 leider nur auf Android 4.2.2 und erfahrungsgemäß gehört LG zu den Herstellern, die eher selten Updates spendieren. Die Softwareoberfläche von LG selbst ist wieder recht einfach gehalten und wurde durch einige Highlights ergänzt. Mit Hilfe des Gästemodus könnt ihr euer Gerät weiterreichen, ohne dass eure privaten Daten von Dritten gelesen werden können. So ganz neu ist das aber nicht, denn das Prinzip kennen wir schon von der Spielecke bei Windows Phone 8.

Mit dem “QuickWindow Case” können zum Beispiel eingehende Anrufe und Mitteilungen überprüft werden, ohne das Gerät zu entsperren; hierfür muss aber das passende Zubehör gekauft und in den Einstellungen aktiviert werden. “QuickWindow Case” kennen wir bereits von Samsungs „ViewCover“, allerdings kann das Rad auch nicht immer wieder neu erfunden werden und die Funktion selbst ist auf jeden Fall sehr nützlich.

Gäste-Modus für die Sicherheit der eigenen Daten
Gäste-Modus für die Sicherheit der eigenen Daten
Fazit

Gutes Smartphone mit kleinen Schwächen

Das LG G2 kann sich definitiv sehen lassen. Die starke Hardware garantiert eine flüssige Performance und clevere Programme wie QuickMemo oder der Gäste-Modus erleichtern die Bedienung enorm. Allerdings ist es schade, dass LG sein aktuelles Flaggschiff nur mit Android 4.2.2 ausliefert und Screenshots mit den Hardware-Tasten fast nicht zu bewältigen sind. Zwar steht euch hierfür eine separate App zur Verfügung, doch ist dies wieder ein kleiner Umweg, der Zeit kostet.

Dennoch kann ich das LG G2 besten Gewissens empfehlen, denn mit der Top-Ausstattung spielt es in der oberen Smartphone-Liga und wird euch sicher nicht enttäuschen.

Falls euch der Testbericht neugierig gemacht hat, findet ihr das G2 für aktuell 449 Euro im Cyberport-Webshop.

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