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Im Test: iPhone 5



Zugeordnete Tags Apple | iPhone | iOS
Bereiche

Bewertung
Pro und Kontra
4

 Pro

  • sehr gute Verarbeitung
  • Retina-Display
  • stabiles und flüssiges Betriebssystem
  • mit einer Hand bedienbar

 Contra

  • Speicher kann nicht erweitert werden
  • schwacher Akku
  • hoher Preis

Ende Juni feierte das iPhone von Apple seinen sechsten Geburtstag. Seit September 2012 ist das iPhone 5 im Handel, inzwischen sind weltweit über 350 Millionen Geräte über die Ladentische gegangen. Derzeit wird ja eifrig über das Nachfolger-Modell spekuliert, sogar von einem Billig-iPhone ist die Rede. Die  Kinderkrankheiten des iPhone 5 wie der schlechte WLAN-Empfang sind überwunden. Grund genug, sich das Apple-Flaggschiff nach fast einem Jahr auf dem Markt mal etwas näher anzuschauen. Ja, tatsächlich gab es dazu bisher keinen Blogtest, sondern nur ein Testvideo. Wir haben da also noch etwas nachzuholen.

Technische Daten

Die technischen Daten im Überblick:

  • Prozessor: Apple A6 Dual-Core-CPU mit 1 GHz Taktung
  • Betriebssystem: iOS 6 (aktuell Version 6.1.3)
  • Display: 4 Zoll (10,2 cm), Retina, 1.136 x 640 Pixel, 325 ppi, kapazitiver Touchscreen
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Speicher: 16, 32 oder 64 GB, nicht erweiterbar
  • Verbindungen: GPRS, EDGE, UMTS, HSPA+, LTE (nur Telekom-Netz), WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0
  • Schnittstellen: USB 2.0, GPS, Glonass, kein NFC
  • Hauptkamera: 8 Megapixel, 3.264 x 2.448 Pixel, Videoaufnahmen bis zu 1.080p, Autofokus und LED-Blitz
  • Frontkamera: 1,2 Megapixel, 1.280 x 720 Pixel Auflösung, Videoaufnahmen bis zu 720p
  • Akku: Lithium-Ionen, 1.440 mAh, nicht wechselbar
  • Abmessung (Höhe x Breite x Tiefe): 123,8 x 58,6 x 7,6 mm
  • Gewicht: 112 Gramm
Lieferumfang

Lieferumfang und Einrichtung

Das iPhone 5 kommt im schwarzen Karton an. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Ladegerät ein Lightning-Kabel sowie EarPods mit Mikrofon und Fernbedienung und eine Kurzanleitung. Für das iPhone 5 benötigt ihr von eurem Provider eine Nano-Sim-Karte; die bei Smartphones mit Android-Betriebssystemen bzw. beim iPhone 4 üblicherweise verwendete Micro-Sim-Karte passt nicht ins iPhone 5! Zum Öffnen des Kartenslots liefert Apple ein kleines Werkzeug mit.

Karte einsetzen, einschalten, AppleID eingeben oder neues Apple-Konto anlegen, nach wenigen Minuten ist das iPhone 5 einsatzbereit. Daten von einem anderen Apple-Gerät können anschließend per iCloud oder iTunes synchronisiert werden.

Hardware

Design und Verarbeitung

Die Haptik und die Verarbeitung des iPhone 5 ist so, wie man es von Apple gewohnt ist: sehr hochwertig. An der oberen Gehäuseseite befindet sich der Power-Knopf, links die Tasten zur Regelung der Lautstärke sowie die Stummschaltung. Auf der Unterseite befinden sich die beiden Lautsprecher, dazwischen der Lightning-Anschluss und links der Kopfhörer-Anschluss. Der Nano-Kartenslot wurde auf der rechten Gehäuseseite verbaut. Auf der Vorderseite des Displays befindet sich am unteren Rand der Bedienknopf. Für den Rahmen und die Rückseite des iPhone 5 wurde Aluminium verwendet. Trotz des 4 Zoll großen Displays lässt sich das iPhone 5 problemlos mit einer Hand bedienen.

Mit nur 112 Gramm ist das iPhone 5 ein Leichtgewicht. Kratzer und Beschädigungen am Lack, auch ein häufiger Kritikpunkt am iPhone 5, traten in meinen vier Test-Wochen nicht auf.

iPhone 5
Kamera des iPhone 5
Seitenansicht
iPhone 5
Display

Scharfes Retina-Display, schwacher Akku

Apple hat das Display auf 4 Zoll und die Auflösung auf 1.136 x 640 Pixel erhöht. Um das Display etwas dünner machen zu können, wurde die In-Cell-Technik verwendet. Dabei werden statt der üblichen drei Lagen (Panel, Sensoren und Glasabdeckung) nur zwei Lagen verwendet: Sensoren und Panel werden zu einer Lage verbunden. Dadurch steigt zwar der Aufwand bei der Fertigung des Displays, die Darstellungsqualität und Farbintensität nimmt jedoch zu.

Das kontrastreiche Display stellt die Inhalte auch bei sehr schrägem Blickwinkel sehr gut dar. Durch die hohe Helligkeit und die geringe Spiegelung ist das Display des iPhone 5 auch bei Sonneneinstrahlung problemlos verwendbar. Trotz fettabweisender Beschichtung ist das Display sowie das Gehäuse des iPhone 5 recht empfänglich für Fingerabdrücke.

Laut Apple liefert der Akku bis zu 8 Stunden Gesprächszeit, der Stand-By-Wert wird mit 225 Stunden angegeben. Vor allem das Retina-Display und die Nutzung von LTE verbrauchen natürlich eine Menge Strom und so muss das iPhone 5 auch bei nicht übermäßiger Nutzung täglich an das Ladekabel.

Kamera

Gute Bilder, wenig Einstellungsmöglichkeiten

Die Hauptkamera auf der Rückseite des iPhone 5 verfügt über 8 Megapixel sowie einen LED-Blitz und Bildstabilisator. Die Linse der Kamera wird durch das sehr feste Saphir-Glas vor Kratzern und Beschädigungen geschützt.

Videos und Fotos können gleichzeitig aufgenommen werden. Im Dynamic Low-Light Mode, der automatisch aktiviert wird, werden mehrere Pixel auf dem Sensor zusammengefasst, um das Bildrauschen zu minimieren. Ähnliches kennt man vom PureView-Modus der Kameras in Nokia-Smartphones. Videos werden in FullHD-Auflösung (bis zu 1.080p) aufgenommen. Die Kamera kann auch über die Lautstärke-Knöpfe ausgelöst werden.

Ansonsten gibt es kaum Einstellungsmöglichkeiten an der Kamera, für den Zugriff auf Belichtung, Fokus und Kontrast benötigt ihr extra Anwendungen, die ihr im App-Store herunterladen könnt. Mit der installierten App könnt ihr ein Raster aktivieren, das LED-Blitzlich ein- und ausschalten sowie zwischen Haupt- und Frontkamera umschalten. Außerdem verfügt die Kamera des iPhone 5 über Geotagging, Gesichtserkennung, Panoramafunktion und HDR-Modus. Die Aufnahmen der Kamera sind hell und kontrastreich. Bei den Videoaufnahmen gibt es keine Ruckler, auch die Tonqualität ist gut.

Die Frontkamera kann ebenfalls in HD (bis zu 720p) aufnehmen, mit Hilfe von Facetime ist Videotelefonie in recht ordentlicher Qualität möglich.

Software

iOS 6, Update auf iOS 7 geplant

Auf dem iPhone 5 ist (derzeit noch) iOS 6 (Version 6.1.3) installiert. Gegenüber der Vorgängerversion wurden viele vorinstallierte Apps wie iTunes oder der App-Store überarbeitet. Facebook und Twitter sind nun in das Betriebssystem fest integriert.
Mit Hilfe der App Passbook könnt ihr eure Kunden-, Eintritts-, Fahr- und Bordkarten verwalten. Über den QR-Code können diese Karten einfach eingescannt werden. Bezahlen kann man jedoch mit dem iPhone 5 nicht, NFC wird nicht unterstützt.

Die Steuerung des iPhone 5 kann auch mittels der Sprachsteuerung Siri erfolgen. Inzwischen ist die Sprachsteuerung recht ausgereift, das Starten und Bedienen von Apps oder die Navigation (auch wieder mit Google Maps) funktioniert problemlos, Wetter-, Restaurant-, Konzert- oder Sportinformationen – auch darüber kann man mit Siri plaudern.

Zur Erweiterung des Speicherplatzes muss auf die iCloud oder einen anderen Cloud-Anbieter wie Dropbox oder Box zurückgegriffen werden. Die iCloud kann natürlich auch zur Datensicherung und -wiederherstellung verwendet werden. Apple hat auch beim Datenschutz nachgebessert: Möchte eine App Zugriff auf die Kontakte, den Kalender, Fotos, Bluetooth, Twitter usw. haben, muss der Nutzer das einzeln für die entsprechende App freischalten.

Praktisch und gut durchdacht ist die neue Funktion „nicht stören“: Ist diese Funktion aktiviert (man erkennt es an dem kleinen Halbmond-Icon in der Symbolleiste), bleibt das iPhone bei Anrufen oder Nachrichten stumm. Möchte man für bestimmte Personen trotzdem erreichbar bleiben, kann man diese Kontakte  einfach von der Stummschaltung ausnehmen. Ist bei dieser Funktion die Option „Wiederholte Anrufe“ aktiviert und ein Anrufer, der nicht von der Stummschaltung ausgenommen wurde, ruft innerhalb von 3 Minuten ein zweites Mal an, dann wird der zweite Anruf durchgestellt, es könnte sich ja um einen Notfall handeln.

Surfen, Mailen, Spielen – hier zeigt das iPhone 5 dank des A6-Chips seine Stärken und läuft flüssig und ohne Ruckler. Mit dem iPhone 5 kann man auch telefonieren, dabei ist der Gesprächspartner dank der drei verbauten Mikrofone klar und deutlich zu verstehen. Hintergrundgeräusche werden weitgehend unterdrückt.

In diesem Artikel erfahrt ihr, wie sich die Beta-Version des neuen Betriebssystems iOS 7, das Apple im Juni auf der WWDC offiziell vorgestellt hat, auf dem iPhone 5 macht. Voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres bekommt das iPhone 5 das Update.

iOS 6 auf dem iPhone 5
Anruf - Optionen
Einstellungen - Datenschutz
Wetter - App
Sprachmemos
Kalender
iOS 6 auf dem iPhone 5
Fazit

Warten auf den Nachfolger

Das iPhone 5 ist gegenüber dem iPhone 4S eher eine Weiter- als eine Neuentwicklung geworden. Dabei hat Apple mehr Wert auf die Verbesserung der Qualität als auf Innovationen gesetzt. Trotzdem kann Apple derzeit noch mit dem Gesamtpaket von Hard- und Software sowie die reibungslose Integration in die Apple-Welt punkten. Die Erwartungen an den voraussichtlich im September erscheinenden Nachfolger des iPhone 5 sind jedenfalls hoch.

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