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Im Test: Apple iPad Air



Zugeordnete Tags Apple | iPad | iOS
Bereiche

Bewertung
Klare Kaufempfehlung trotz des Preises
4

 Pro

  • Sehr leicht und handlich
  • Geschwindigkeit
  • Scharfes Display
  • Sehr gute Verarbeitung

 Contra

  • Keine Speicherweiterung (nur per Cloud oder Lightning-Adapter)
  • Akku fest verbaut
  • Hoher Preis

Dünner, leicher, schneller – das neue iPad Air von Apple. Statt der Nummer 5, wie alle erwartet hatten, bekam das neue Tablet aus Cupertino den Zusatz „Air“. Damit will Apple bereits beim Namen andeuten: Dieses iPad ist anders als seine Vorgänger. Auf den ersten Blick stimmt das auch. Das iPad Air ist sehr handlich, durch die leichte und sehr schlanke Bauweise kann man es bequem in einer Hand halten.

Lieferumfang

Lieferumfang & Einrichtung

Das neue iPad Air wird in einer stabilen Papp-Box geliefert. In dieser befinden sich neben dem iPad selbst das Lightning-Kabel sowie das Netzteil. Nach dem Auspacken schaltet sich das Apple-Tablet automatisch an und die Einrichtung kann beginnen: Sprache auswählen, WLAN-Zugangsdaten eingeben und mit der Apple-ID anmelden – nach wenigen Minuten ist das iPad Air einsatzbereit.

schlank und stark - das iPad Air
schlank und stark - das iPad Air
Handling

Das iPad Air – schlank & leicht

Das Gehäuse des iPad Air besteht aus Aluminium, lediglich das Display bekam eine 0,9 mm dünne Plastik-Rahmung. Beim Design hat sich Apple an den abgerundeten Ecken des iPad mini orientiert. Dank der schmalen Abmessung von 169,5 mal 240 mal 7,5 Millimetern und federleichten 469 Gramm überzeugt das neue iPad mit einem optimalen Handling.

Aufgrund der sehr flachen Bauweise musste Apple den Akku, der natürlich immer noch nicht auswechselbar ist, schrumpfen lassen. Der Ausdauer des iPad Air tut das jedoch keinen Abbruch – 10 Stunden Laufzeit waren bei meinem Test kein Problem. Apple selbst gibt eine Akku-Dauer von bis zu 17 Stunden an, da der neue Prozessor nicht nur schneller, sondern auch stromsparender sein soll.

Der untere Bereich der Vorderseite beherbergt den Home-Button und an der unteren Kante wurde mittig der Anschluss für das Lightning-Kabel platziert. Rechts und links neben dem Lightning-Anschluss befinden sich zwei integrierte Lautsprecher. Da diese nur ein Abstand von zwei Zentimetern trennt, ist vom Stereo-Effekt allerdings nichts zu hören – dafür müsst ihr auf externe Lautsprecher zurückgreifen. An der oberen Seite wurde rechts die Standby-Taste platziert, über die ihr mit einem längeren Drücken das iPad ein- beziehungsweise ausschaltet. Auf der rechten Seite befinden sich im oberen Bereich die Taste zum Aktivieren und Deaktivieren des Tons, die Displaysperre sowie die Lautstärkeregler. Im Gegensatz zum iPhone 5s hat Apple beim iPad Air auf den Einsatz des Fingerabdruck-Sensors verzichtet.

Leichtes Aluminium-Gehäuse
Leichtes Aluminium-Gehäuse
Display

Das Display – einfach scharf

Das 9,7 Zoll große Retina-Display mit fettabweisender Beschichtung und LED-Hintergrundbeleuchtung sowie IPS-Technologie verfügt über eine Auflösung von 2.048 mal 1.536 Pixeln. Auch im Freien überzeugt es aufgrund seiner Helligkeit, nur bei direkter Sonneneinstrahlung schwächelt es. Selbst bei spitzen Blickwinkeln wirken die Inhalte brillant. Die Abdeckung des Touchscreens besteht beim iPad Air aus Polymer-Kunststoff – auf die Bedienung hat dieses Material keinen Einfluss.

Technische Daten

Die inneren Werte

Im Inneren arbeitet ein flotter A7-Chip, der auf 64-Bit-Architektur basiert und mit zwei Kernen für 1,4 Gigahertz Takt sorgt. Im Zusammenspiel mit dem M7-Motion-Koprozessor wird ein deutlicher Leistungsschub erzielt – die Apps starten bedeutend schneller als beim iPad 4.

Noch eine kleine Information am Rande: Im iPad Air wurde der gleiche Prozessor wie im iPhone 5s verbaut, der für mehr Tablet-Power um 100 Megahertz höher taktet.

Der interne Arbeitsspeicher beträgt 1 Gigabyte und bei den verfügbaren Speichergrößen existieren gegenüber dem iPad 4 keine Unterschiede: Das iPad Air wird mit 163264 und 128 Gigabyte Flash-Speicher angeboten. Der Speicher kann Apple-typisch nur mit Hilfe der Cloud erweitert werden. Dabei stehen 5 Gigabyte iCloud-Speicher kostenlos zur Verfügung. Weiteren Speicher könnt ihr ab 20 Euro pro Jahr bei Apple kaufen:

10 Gigabyte: 20 Euro pro Jahr
20 Gigabyte: 40 Euro pro Jahr
50 Gigabyte: 100 Euro pro Jahr

Natürlich könnt ihr auch andere Cloud-Anbieter wie Dropbox oder Box nutzen.

Beim WLAN-Modul unterstützt Apple weiterhin 801.11-a/b/g/n-Standard. Zudem könnt ihr nun mit satten 300 Megabits pro Sekunde durch das Internet rasen. Das ermöglicht euch die MIMO-Technologie, die mehrere Sende- und Empfangsantennen für die Datenübertragung verwendet. Jedoch wird es den aktuellen WLAN-ac-Standard erst beim Nachfolge-Modell geben.

Auch das LTE-Modul bekam ein Upgrade und arbeitet endlich auf allen in Deutschland verfügbaren Frequenzen. Leider verfügen auch nur die LTE-Modelle über GPS. Externe Tastaturen oder Lautsprecher können über die Bluetooth-4.0-Schnittstelle gekoppelt werden. Auf NFC wurde verzichtet und einen USB-Anschluss gibt es auch beim iPad Air nicht – da bleibt sich Apple treu.

Kamera

Zwei Kameras

Wer gerne mit einem fast 10-Zoll großen Tablet fotografiert, kann das mit dem iPad Air natürlich auch tun. Auf der Frontseite löst die FaceTime HD-Kamera mit 1,2 Megapixel auf und ist vorwiegend für Videotelefonie gedacht. Auf der Rückseite befindet sich die iSight-Kamera mit einer Auflösung von 5 Megapixeln. Bei guten Lichtverhältnissen sind recht solide Bilder möglich, doch aufgrund des fehlenden Blitzlichts reagieren die Sensoren häufig mit Bildrauschen. Mit der Hauptkamera könnt ihr auch 1.080 Pixel starke Videos aufnehmen. Doch aufgrund des fehlenden Bildstabilisators verschwimmen die Film-Aufnahmen bei schnellen Bewegungen.

Software

Apples Betriebssystem iOS 7

Das iPad Air wird natürlich mit iOS 7 ausgeliefert das in meinem Test absolut flüssig und ohne Ruckler lief. Optisch wirkt iOS 7 aufgeräumter als die Vorgänger-Version. Für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen wie WiFi, Bluetooth oder Display-Helligkeit hat Apple eine Schnellzugriffsleiste (auch Kontrollzentrum genannt) spendiert. Diese wird eingeblendet, sobald ihr vom unteren Rand zur Mitte des Displays wischt. Beim Surfen mit dem Safari-Browser erscheint diese Leiste auch schnell ungewollt, was ein wenig nervt. In den Einstellungen des Kontrollzentrums könnt ihr jedoch festlegen, dass die Leiste bei geöffneten Apps nicht erscheinen soll. Leider lassen sich die Funktionen, auf die die Schnellzugriffsleiste Zugriff bietet, nicht individuell anpassen. Natürlich ist auch der Sprachassistent Siri mit an Bord.

Apple spendiert zudem eine Reihe kostenloser Apps, um mit dem iPad Air effizent arbeiten zu können. Dazu gehören vor allem das iWork- sowie das iLife-Paket.

iWork:

  • Pages: Textverarbeitung
  • Numbers: Tabellenkalkulation
  • Keynote: Präsentationen

iLife:

  • iPhoto: Bildverwaltung und -bearbeitung
  • iMovie: Videoschnittprogramm
  • GarageBand: vielseitiges Musikstudio zum Aufnehmen und Mischen eurer Sounds

Zusätzlich bekommt ihr kostenlos zum neuen iPad Air folgende Apps:

  • iTunesU: Bereitstellung von Lernmaterialien zum Beispiel von zahlreichen Universitäten und Hochschulen
  • Podcasts: Abonnements von Podcasts
  • Mein iPhone suchen: Lokalisierung verloren gegangener Apple-Geräte und Sperrung dieser
  • Meine Freunde suchen: Ortsinformationen mit Freunden teilen, Anzeige der Standorte
  • Remote: macht aus dem iPad eine Fernbedienung für iTunes und AppleTV
Mit dem Kontrollzentrum Einstellungen mit einem Wisch ändern
Mit dem Kontrollzentrum Einstellungen mit einem Wisch ändern
Fazit

Für wen lohnt sich der Umstieg?

Für Besitzer eines iPads der ersten beiden Generationen könnte das neue iPad Air in Frage kommen. Beim iPad 1 ist die fehlende Update-Möglichkeit auf iOS 6 beziehungsweise iOS 7 ein triftiger Wechsel-Grund. Nutzer des iPad 2 werden sicher mit dem Retina-Display liebäugeln. Entscheidender Vorteil des iPad Air sind jedoch die Geschwindigkeit des verbauten Prozessors, die Veränderungen am Gehäuse und das geschrumpfte Gewicht. Mit dem iPad Air unterstützt Apple zudem nun alle in Deutschland verfügbaren LTE-Frequenzen.

Das iPad Air findet ihr in Spacegrau und Silber, mit und ohne LTE-Unterstützung sowie mit 16, 32, 64 oder 128 Gigabyte Speicher ab 469 Euro bei Cyberport.

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