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HTC One Max - Alu-Riese im Alltagstest



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Bewertung
Groß & gut
4

 Pro

  • Sehr großes, scharfes und helles Display
  • Hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • Fingerabdrucksensor

 Contra

  • Etwas fummelige Rückseite
  • Akku nicht wechselbar
  • Nicht unbedingt hosentaschentauglich

Neben dem Sony Xperia Z Ultra und dem Samsung Galaxy Note III ist das HTC One Max einer der Kandidaten, die der geneigte Groß-Smartphone-Käufer aktuell erwerben kann. Es orientiert sich – wie der Name vermuten lässt – am Verkaufsschlager HTC One, kommt aber wesentlich größer daher. In puncto Leistung setzt es auf die gleiche Technik wie das One, dies genügt angesichts der Tatsache, dass das Max auch über Full HD verfügt, vollauf.

Neu sind die abnehmbare Rückseite, ein Fingerabdrucksensor und ein replatzierter Power-Button. Leider nicht mehr vorhanden ist die Beats-Zertifizierung, da die Kooperation mit Beats Audio in diesem Jahr endete. Geliefert wird das Smartphone mit dem recht aktuellen Android 4.3. Cyberbloc testet, ob das Konzept aufgeht und wie sich der Smartphone-Riese im Alltag schlägt.

Lieferumfang

Die Verpackung ist gerade groß genug

Das Cyberport-Paket ist eingetroffen
Gleiche Verpackung wie beim HTC One
Die Rückseite erwähnt die neuen Features
Der Gigant passt gerade so in die Verpackung
Lieferumfang inkl. passendem Bumper
Das Cyberport-Paket ist eingetroffen

Das nur in Silber erhältliche One Max kommt in der gleichen Verpackung daher wie seine Artgenossen One und One mini. HTC setzt auf umweltfreundliches Recyclingmaterial, das einen guten Eindruck macht. Als ich die Packung öffne, offenbart sich der Display-Riese, der die Box nahezu vollständig ausfüllt.

Der weitere Lieferumfang gestaltet sich recht umfangreich: Neben dem neu gestalteten Ladegerät legt HTC Kopfhörer, Ladekabel und verschiedene In-Ear-Aufsätze bei. Erfreulicherweise findet sich ebenso ein praktischer Bumper in der Verpackung, der dem One Max auf den Leib geschneidert ist und es hervorragend schützt. Schnell ist das Phablet ausgepackt und in Betrieb genommen.

Ersteindruck

Den Riesen in der Hand

Sofort fällt das hohe Gewicht auf: Bedingt durch das kühl-elegante Alukleid bringt das One Max etwa 220 Gramm auf die Waage. Mit einer Hand lässt es sich gut greifen, doch die einhändige Bedienung dürfte durch die Breite des Smartphones nur Nutzern mit sehr langen Fingern gelingen. Das Display misst fast 15 Zentimeter in der Diagonale und beeindruckt somit durchaus. Dank LCD-Technik ist es sehr hell und auch im Sonnenlicht gut bedienbar, auch die Farbdarstellung weiß zu überzeugen. Hier ist HTC mal wieder ein echtes Schmankerl gelungen und 1.920 mal 1.080 Pixel sind auch für 5,9 Zoll mehr als genug, um knackscharf und detailreich zu wirken.

Normalerweise gewöhne ich mich als Nutzer schnell an große Displays, doch beim One Max ist das anders – immer wieder staune ich ob der enormen 5,9-Zoll-Bildschirmdiagonale. Das Gehäuse kommt elegant und schlank daher und überzeugt mit minimalen Spaltmaßen, stabiler Verarbeitung und edlem Design. Ähnlich wie beim One mini führt HTC die Umrahmung in weißem Plastik aus, vermutlich gab es hier mit den eloxierten Aluminiumkanten des One vergleichbare Probleme wie beim iPhone 5. Der Rahmen tut der Optik jedoch in keinster Weise Abbruch.

Hardware

Bewährtes im neuen Gewand

Noch in der schützenden Plastikhülle
Die edle Rückseite des One Max
Größenvergleich mit dem Galaxy Note 2
Der Plastikrahmen ist resistenter gegen Kratzer
Steckplätze für SIM- und Speicherkarte unter der abnehmbaren Rückseite
Noch in der schützenden Plastikhülle

Mit seinem Snapdragon-600-Prozessor beziehungsweise einer Leistung von 1,7 Gigahertz auf vier Kernen ordnet sich das One Max nur knapp hinter dem Samsung Galaxy S4 ein und arbeitet im Alltag flüssig und ruckelfrei. Auch aufwendige Spiele bringen das Phablet nicht in Verlegenheit und begeistern natürlich auf dem großen Display umso mehr.

Neu ist der Erweiterungsslot für microSD-Karten: Da das Telefon nur 16 Gigabyte mitbringt, kann man hier kostengünstig bis zu 64 Gigabyte an zusätzlichem Speicherplatz nachrüsten. Der Steckplatz findet sich unter der abnehmbaren Rückseite. Darüber bringt das One Max einen Fingerprint-Sensor und natürlich NFC mit.

Den drahtlosen Ladestandard Qi hingegen unterstützt das One Max nicht – hier wird traditionell per Kabel geladen. Die mysteriösen Pins auf der Rückseite dienen übrigens dem Anschluss einer speziellen Zubehörschutzhülle, die HTC mit einem praktischen Zusatzakku verknüpft. Nicht, dass das One Max das mit seinem 3.300-Milliampere-Akku nötig hätte, denn in der Praxis erweist es sich als echter Dauerläufer. Dennoch ist es schön zu sehen, dass solches Zubehör zu haben ist. Mit einer kombinierten Kapazität von 4.500 Milliampere liegen drei bis vier Tage ohne Ladegerät durchaus im Rahmen des Möglichen.

Auch in puncto Software bietet sich das One Max an: So wird selbstverständlich auch das One Max mit Android 4.3 und Sense 5 ausgeliefert. Zudem steht ein Update auf Version 4.4 KitKat an. Neben dem Sense-typischen Blinkfeed stattet HTC das One Max auch mit einer Software namens HTC Scribble aus. Diese ist speziell zur Handschrifteingabe mit dem optional erhältlichen Touchpen geeignet.

Technische Raffinessen

BoomSound, IR-Blaster & Fingerprint

Kamera, Fotolicht und Fingerabdrucksensor in Nahaufnahme
Media-Player, Fingerabdrucksoftware und HTC Scribble
Anschluss für den Zusatzakku des HTC Flipcase
Das One Max platziert sich nur knapp hinter dem Galaxy S4
Ein Blick auf die aktuelle Sense-Oberfläche
Kamera, Fotolicht und Fingerabdrucksensor in Nahaufnahme

Zwar verfügt das One Max nicht mehr über die Beats-Zertifizierung und die entsprechende Sound-Erweiterung, es bietet aber dennoch gewohnten BoomSound-Audiokomfort. Scheinbar ist in dem großen Gehäuse ausreichend Platz für gut klingende Lautsprecher. So reicht der Klang zwar nicht ganz an den des One heran, bietet aber dennoch einen akustischen Mehrwert gegenüber nahezu allen anderen Phablets. Ideal eignet es sich daher für Nutzer, die gern Musik, Podcasts und Co. direkt über das Smartphone hören.

Bei diesem Modell ist der Fingerabdrucksensor neu hinzugekommen: Er befindet sich direkt unter der Kamera auf der Rückseite des Geräts. Im Gegensatz zum Fingerabdruckscanner in Apples iPhone arbeitet dieser kapazitiv und nicht optisch. Für die Praxis bedeutet das, dass der Nutzer mit dem Finger über den Sensor streicht und ihn direkt drauf hält. Tatsächlich funktioniert dies nach einer Eingewöhnungsphase recht gut: Kurz den neu platzierten Power-Button auf der rechten Seite gedrückt und hinten den Finger über den Sensor bewegt, und schon ist das Smartphone entsperrt. Nach einer Lernphase wird der Finger in der Mehrheit der Fälle beim ersten Versuch erkannt.

Ungünstig ist allerdings die Platzierung des Sensors beziehungsweise der Kamera gelöst: Der Sensor befindet sich an und für sich haptisch gut auf der Rückseite des One Max gelegen und ist somit optimal erreichbar. Allerdings sitzt die Kamera gleich darüber und da ich den Finger über den Sensor gleiten lassen muss, wird bei jeder Entsperrung fast zwangsweise die Kameralinse in Mitleidenschaft gezogen. Ein paar Millimeter mehr Abstand hätten hier leicht Abhilfe geschaffen.

Es lassen sich mehrere Finger anlernen und sogar mit verschiedenen Apps verbinden. So ist es beispielsweise denkbar, mit dem Zeigefinger das Telefon normal zu entsperren und mit dem Mittelfinger direkt Facebook zu starten. Allerdings erfordert bereits die Entsperrung per Mittelfinger außergewöhnliche Fingerakrobatik – von den restlichen Fingern ganz zu schweigen, sodass die App-Zuweisung zwar praktisch scheint, aber keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Zusammenfassend funktioniert der Fingerprint-Sensor gut. Er erreicht zwar nicht ganz die Präzision des iPhone-5s-Sensors und meldet ein paar mehr Fehlversuche, aber immerhin suchen wir solch ein Feature (das ehemals hochinnovative Motorola Atrix mal außen vor gelassen) bei den meisten Android-Phones vergebens.

Handling

Das One Max im Alltag

Im Alltag kann das Max One hardwareseitig sowie von der Verarbeitung her definitiv überzeugen. Doch ihr solltet die Größe des Phablets nicht unterschätzen. So sollte der geneigte Käufer vorher einen „Hosentaschentest“ durchführen, denn komfortabel transportieren lässt sich das One Max tatsächlich nur in den größeren Exemplaren der Gattung. In einer Damenhandtasche findet das One Max aber garantiert Platz.

Ein Kritikpunkt betrifft die abnehmbare Rückseite des Phablets, die etwas fummelig wirkt. Hier hätte HTC gleich noch einen austauschbaren Akku spendieren können. So wirkt es etwas sonderbar, fast die komplette Rückseite abnehmen zu müssen, nur um SIM- und Speicherkarte zu tauschen.

Fazit

Groß & gut

Im gesamten Test schlug sich das One Max gut: So überzeugt es mit einem sehr hellen, scharfen und natürlich großen Display. Der Prozessor treibt den Smartphone-Riesen jederzeit flüssig und schnell an. Auch die Verarbeitung des edlen und wertigen Aluminiumgehäuses lässt wenig Kritik offen. Auch der Fingerprint-Sensor erweist sich als praktische und sinnvolle Alternative zum Entsperrcode und funktioniert zuverlässig.

Meine einziger Kritikpunkt betrifft die abnehmbare Rückseite, die genug Raum für einen austauschbaren Akku gegeben hätte. Zudem würde ich mir persönlich noch eine schwarze Version des Phablets wünschen.

Jeder, der das HTC One Max gern sein eigen nennen möchte, kann es bei Cyberport derzeit ab 579,00 Euro ergattern.

Was meint ihr zum Alugiganten? Zu groß? Genau richtig? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit!

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