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Das LG G4 im Smartphone-Test



Zugeordnete Tags Smartphone | LG
Bereiche

Bewertung
Gut, aber preisintensiv
4,5

 Pro

  • IPS-Quantum-Display
  • Oberfläche
  • Expertenmodus
  • Wechselcover

 Contra

  • Preis
  • Verarbeitung Ledercover
  • kabelloses Laden nur mit Quick Circle Case möglich

14 Tage lang habe ich das neue LG G4 für euch auf Herz und Nieren getestet. Da ich privat das LG G3 nutze, konnte ich auch beide Geräte miteinander vergleichen. Am Ende des Tests erfahrt ihr, ob sich die Investition in das neue G4 lohnt, oder ob man getrost zum Alten greifen kann.

Lieferumfang

Standard-Inhalt & schöne Optik

Das LG G4 kommt in einem schicken roten Karton mit weißem Oberteil und goldenem Schriftzug. Im Lieferumfang befinden sich standardmäßig der Akku, das Netzteil und das Headset „Quadbeats“. Gerade im Letztgenannten setzt sich die rote Farbe des Kartons fort und ist designmäßig ein wahrer Blickfang. Aber auch der Klang braucht sich nicht zu verstecken.

Ein weiteres Design-Highlight ist die Curved-Form der ledernen Rückseite, welche zusätzlich eine kleine G4-Prägung hat. Durch die geschwungene Form lässt sich das 5,5-Zoll-Gerät sehr gut halten und bedienen. Das Leder-Cover hat zudem eine Naht in der Mitte, was den Komfort noch verstärkt. Wer diesen Stoff nicht so mag, kann die im Lieferumfang enthaltene Kunststoff-Rückseite verwenden. Diese wird bei jeder Ledervariante in Gold mitgeliefert und lässt sich durch das gewebte Design mindestens genauso gut halten.

Leider zeigt das Leder-Cover bereits nach kurzer Zeit einige Gebrauchsspuren. Laut LG soll dadurch das Gerät noch schöner wirken. Ich finde, das ist Ansichtssache.

Schön & individuell
Schön & individuell
Display

Display & Oberfläche

Das Display ist das Herzstück des G4. Es ist das erste Smartphone mit der „IPS Quantum“-Displaytechnologie. Nicht nur der Begriff ist beeindruckend, sondern auch der Unterschied zum Screen des G3.

Das Display ist heller, brillianter und hat ein größeres Farbspektrum. Die Auflösung ist mit 1.440 x 2.560 Pixel gleich geblieben, mehr benötigt man aber auch nicht. Das Display setzt die überarbeitete Benutzeroberfläche UX 4.0 perfekt in Szene und die LG-eigenen Icons treten jetzt mehr in den Vordergrund.

Der spezielle Homescreen „Smart Bulletin“ wurde ebenso überarbeitet und hat nun beispielsweise den Kalender integriert. Auch das dort installierte App LG Health wurde neu gestaltet. Die Farbgebung ist poppiger, die Ergebnisse können als Kalender angezeigt werden und motivierende Slogans treiben einen voran. Weiterhin wurde die Sprache verbessert, sodass die Smarttipps nun auch sprachlich fein und korrekt sind.

Neu integriert wurde zudem ein Management-Widget. Mit diesem können die Speicherverwaltung, Daten zum Akku, das LG-Backup und weitere Einstellungen schnell erreicht werden, ohne das Untermenü vorher aufrufen zu müssen. Mit den praktischen „Smart Settings“ kann der Nutzer sein Gerät schließlich personalisieren und ortsabhängige Funktionsprofile hinterlegen.

Die Oberfläche sieht modern aus und macht wirklich Spaß.

Schönes Display mit tollen Funktionen
Schönes Display mit tollen Funktionen
Kamera

Kamera

Die Kamera im G4 hat eine f/1.8 Blende, einen Bildstabilisator, einen Autofokus und 16 Megapixel. In der Praxis löst die Kamera schnell aus und macht selbst bei flinken Motiven scharfe Bilder.

Wem der Autofokus jedoch nicht ausreicht, kann sich im Experten-Modus austoben. Wie bei einer richtigen Kamera können Fokus, Lichtempfindlichkeit und Belichtungskorrektur, Weißabgleich und Verschlussgeschwindigkeit manuell eingestellt werden. Zudem könnt ihr die Bilder im RAW-Format speichern.

Scharfe und detaillierte Selfies und Gruppenbilder gelingen mit der acht Megapixel großen Frontkamera. Besonders toll ist die Selfie-Cam-Funktion: Die Fotos können auch aus der Ferne einfach mit einer Handgeste ausgelöst werden. Dadurch können auch vier Fotos hintereinander geschossen werden, so dass auch unter hektischen Bedingungen ein gelungenes Foto mit dabei sein wird.

Schneller Auslöser, scharfe Bilder
Schneller Auslöser, scharfe Bilder
Hardware

Technische Daten

Weiterhin hervorzuheben sind der 1,8 Gigahertz Hexacore Prozessor, 3 Gigabyte RAM und 32 Gigabyte interner Speicher. Letzterer lässt sich sogar mit bis zu 2 Terabyte erweitern und das Gerät läuft im Allgemeinen tadellos.

Bei leistungshungrigen Anwendungen wie Spielen wird die Rückseite zwar warm, aber nicht heiß. Bei hohen Außentemperaturen oder wenn das Gerät in der Sonne liegt, wird das Aufladen des Akkus so lange blockiert, bis das Gerät wieder auf eine akzeptable Temperatur abgekühlt ist.

Über den Tag wird man von einem 3.000 mAh starken Akku begleitet, welcher für normale Alltagssituationen zumindest für mich immer gereicht hat. Leider muss für das kabellose Laden das Quick Circle Flip Case extra erworben werden. Schade, denn das war im Back-Cover des LG G3 bereits integriert.

Fazit

Fazit: Tolle Qualität, aber preisintensiv

Das Herzstück sind die Kamera und das Display und auch das Fotografieren ist mit dem G4 wirklich toll. Ebenso überzeugen die Strahlkraft des Displays und die deutlich bessere Benutzeroberfläche.

Allerdings hat der Verkaufspreis schon fast iPhone-Niveau. Das hat mich einerseits etwas verwundert, da LG-Smartphones in der Vergangenheit immer günstiger waren als die Konkurrenz. Auch wenn es die Ranglisten nicht anführt, kann es meiner Meinung nach aber locker mit den aktuellen Top-Geräten mithalten.

Wer allerdings nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann auch zum G3 greifen. Denn auch hier ist die Ausstattung noch zeitgemäß. Wer vom G3 zum G4 umsteigen möchte, wird vermutlich nicht allzu viele Unterschiede feststellen können. Ich bin mit dem Smartphone G4 wirklich zufrieden. Ob man hierfür über 200 Euro mehr ausgeben möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich jedenfalls könnte mir durchaus vorstellen, dass mein nächstes Gerät das hier getestete Smartphone wird.

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