Tests

Asus Memo Pad Full HD im Praxistest



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Zugeordnete Tags Asus | Tablet
Bereiche

Bewertung
Gute Ausstattung zum attraktiven Preis
4

 Pro

  • Sehr scharfes Full-HD-Display
  • LTE und Miracast
  • 5 GB Gratis-Cloud-Speicher (zeitlich unbegrenzt)

 Contra

  • Mitgelieferter Ständer ist ein schlechter Witz
  • Nur Bluetooth 3.0
  • Durchschnittliche Kameras

Ende August flog ich für fünf Tage nach London, ohne zu ahnen, dass mich ein Tablet nicht mehr loslassen sollte. Egal ob in den Straßen der britischen Metropole oder unter der Erde: Überall sah ich die großen Werbebanner für das Asus Memo Pad. Als Apple-Jünger muss ich gestehen, dass Asus trotzdem sofort mein Interesse wecken konnte. Inzwischen hatte ich zwei Wochen Zeit, das Android-Tablet ausgiebig auf Herz und Nieren zu testen. Ob mich das Asus Memo Pad vom Pfad durch die Apfelplantage abbringen kann? Lest selbst!

Lieferumfang und Ersteindruck

Positiv überrascht trotz peinlichem Asus-Ständer

Zugegeben, optisch entlockte mir das Asus Memo Pad keine Jubelschreie, doch die Verarbeitung geht in Ordnung. Trotz der Verwendung von Plastik fühlt sich das Tablet hochwertig und wesentlich angenehmer an als zum Beispiel das Toshiba Excite Write. Die Rückseite lässt sich weder eindrücken noch knarzt sie. Die Oberfläche ist leicht angeraut, sodass das Tablet griffig in der Hand liegt. Für den persönlichen Geschmack bietet Asus sein Gerät in drei Farben an: Weiß, Dunkelblau und Pink.

Seine Abmessungen von 265 x 182 x 9,5 mm gehen in Ordnung. Mit Verzicht auf den voluminösen Display-Rahmen hätte Asus sein Tablet allerdings kleiner und damit handlicher fertigen können. Mit dem Gewicht von 580 g ist das Memo Pad leichter als ein Apple iPad, aber schwerer als ein Sony Xperia Tablet Z. Trotzdem liegt es auch nach längerer Zeit noch angenehm in der Hand.

Wesentlich besser verarbeitet als bei vielen Konkurrenten sind die Bedienelemente und Anschlüsse. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und die Schnittstellen werden nicht durch fragwürdige Abdeckungen verborgen (siehe Toshiba Excite Write).

Neben dem Tablet befinden sich im Lieferumfang noch das obligatorische Netzteil samt USB-Kabel sowie ein Handbuch und die Garantiekarte. Eigentlich alles, was ich brauche, um sofort loslegen zu können.

Erst auf den zweiten Blick erkenne ich, dass Asus noch einen Ständer spendiert hat. Der Herstellungspreis betrug vermutlich nicht mehr als zwei Cent, denn er wirkt eher als Bestandteil der Verpackung. Wirklichen Halt bietet er im Porträt-Modus nicht, sodass er nach einem kurzen Test gleich seinen Weg zurück in die Verpackung fand. Peinlich.

Ansprechende Verpackung
Erster Blick auf das Asus Memo Pad
Ansprechendes Bild auch darunter
Blick auf den Lieferumfang
Blick auf das Asus Memo Pad
Die weiße Rückseite des Asus Memo Pad
Erst auf den zweiten Blick im Karton entdeckt: der Ständer
Ein Thron aus billigem Verpackungsmaterial
Macht auch von hinten keine bessere Figur
Im Hochformat wirkt der Ständer noch instabiler
Ansprechende Verpackung
Display

Hochauflösendes, scharfes Full-HD-Display

Nicht wahre Schönheit kommt von Innen, sondern Power und (Display-) Ausstrahlung des Tablets. So bietet das Asus Memo Pad ein 10,1 Zoll (25,7 cm) großes Display mit Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Die Inhalte stellt es sehr scharf, die Farben natürlich und kontrastreich dar. Dank IPS-Panel sind die Inhalte selbst dann noch sehr gut erkennbar, wenn ich nicht direkt auf das Display schaue. Auch die Display-Helligkeit geht in Ordnung. Einzig die automatische Hintergrundbeleuchtung ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel.

Ansonsten sehe ich mich beim Memo Pad mit demselben Problem konfrontiert, das 99 Prozent aller Tablets aufweisen: einem spiegelnden Display.

Hardware

Gute Leistung, viel Speicher

Power-Knopf auf der Oberseite des Tablets
Blick auf microHDMI und -USB-Anschlüsse sowie SIM-Karten-Slot
Einer der beiden Stereo-Lautsprecher und Lautstärkewippe
AnTuTu-Benchmark: 23.705 Punkte (Samsung Galaxy Tab 3 10.1: 20.609 Punkte, Toshiba Excite Write: 29.597 Punkte)
Das Asus Memo Pad landete knapp hinter dem HTC One und dem Samsung Galaxy S4
CPU und Memory machen den Unterschied zum HTC One X und Asus Transformer Prime TF201
3DMark: 9.172 Punkte (Ice Storm), 5.641 Punkte (Ice Storm Extreme) & 9.607 Punkte (Ice Storm Unlimited)
3DMark Ice Storm Unlimited: 9.607 Punkte (Toshiba Excite Write: 9.187 Punkte)
3DMark Ice Storm Extreme: 5.641 Punkte (Samsung Galaxy Tab 3 10.1: 3.505 Punkte, Toshiba Excite Write: 8.080 Punkte)
Quick Benchmark Lite: 5.360 Punkte (Samsung Galaxy Tab 3 10.1: 5.597 Punkte, Toshiba Excite Write: 7.926 Punkte)
Power-Knopf auf der Oberseite des Tablets

Um alle Inhalte flüssig auf dem Display darzustellen, verbaut Asus im Memo Pad einen Qualcomm-8064-Quadcore-Prozessor mit 1,5 GHz. Ihm zur Seite stehen 2 GB Arbeitsspeicher und eine SGX-544MP2-Grafik. Die Kombination reicht aus, um nervige Wartezeiten und Ruckler zu vermeiden. Apps starten relativ zügig, doch an die Leistungs- und Benchmark-Daten eines Toshiba Excite Write kommt das Asus Memo Pad nicht heran.

So erreichte das Memo Pad im Quick Benchmark Lite nur 5.360 Punkte. Während das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 nur knapp davor liegt (5.597 Punkte), trennen beide Geräte Welten vom Toshiba Excite Write (7.926 Punkte). Beim 3DMark-Benchmark zeigten sich die Unterschiede nicht ganz so stark. Bei 3DMark Ice Storm Extreme kam das Asus-Tablet auf gute 5.641 Punkte und lag damit deutlich vor dem Galaxy Tab 3 (3.505 Punkte), aber auch abgeschlagen hinter dem Toshiba Excite Write (8.080 Punkte).

Im Ice-Storm-Unlimited-Test lag das Kraftpaket aus dem Hause Toshiba mit 9.187 Punkten knapp hinter dem Memo Pad mit seinen 9.607 Punkten. Im AnTuTu-Benchmark wieder das gewohnte Bild: 23.705 Punkte  für das Memo Pad, 20.609 Punkte für das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 und 29.597 Punkte für das Toshiba Excite Write.

Das Memo Pad bietet einen internen Speicher von 32 GB, den ihr per microSD-Karte um weitere 32 GB erweitern könnt. Zusätzlich stellt Asus noch 5 GB Gratis-Speicher in der Cloud zur Verfügung. Diese stehen euch zeitlich unbegrenzt zur Verfügung.

Sound

Ordentliche Stereo-Lautsprecher

Völlig in Ordnung geht der Klang der verbauten Stereo-Lautsprecher. Unterstützt werden diese durch die SonicMaster-Audio-Technologie und dem MaxxAudio Audio-Wizard. Zwar war der Sound der Harmon/Kardon-Speaker im Toshiba Excite Write etwas satter, aber Asus ist wesentlich cleverer gewesen bei der Platzierung. Ich laufe weder im Porträt- noch im Landscape-Modus Gefahr, diese mit den Händen zu verdecken und dem Klang die Luft zur Entfaltung zu nehmen.

Konnektivität

LTE und Miracast sind an Bord

Anschlussfreudig ist das Memo Pad von Asus: Mit microUSB und microHDMI stehen dem Tablet die gängigsten Anschlüsse zur Verfügung. Selbstverständlich gibt es auch einen kombinierten Kopfhöreraus-/Mikrofoneingang. Für den drahtlosen Netzzugang stehen LTE (microSIM) und WLAN-n zur Verfügung.

Zusätzlich bietet das Memo Pad Miracast. Damit lassen sich, ebenfalls ohne Kabelsalat, Bild- und Audiosignale drahtlos auf den Fernseher oder Beamer übertragen – sofern diese Miracast unterstützen. Für ortsgebundene Daten stehen GPS und Glonass zur Verfügung. Warum Asus nicht den aktuellen Bluetooth-4.0-Standard verbaute, sondern lediglich 3.0, erschließt sich mir nicht.

Kamera

Gewohnte Tablet-Kamera-Ernüchterung

Wie bei vielen anderen Tablets, dürft ihr auch von den beiden Kameras des Memo Pad keine Wunderdinge erhoffen. Die 1,2-MP-Frontkamera genügt zum Skypen und die 5-MP-Hauptkamera auf der Rückseite macht bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Bilder. Das liegt daran, dass die Kamera lichtstärker ist als viele Konkurrenten. Leider fehlt ein integrierter LED-Blitz.

Blick auf die Rückseite des Asus Memo Pad
Detailaufnahme der 5-MP-Kamera ohne LED-Blitz
Zum Skypen ok: 1,2-MP-Frontkamera
Kühlere Farben beim Asus Memo Pad, wärmere beim Apple iPhone
Auch hier wirken die Farben des Asus Memo Pad zu kühl
100-Prozent-Ansicht im Vergleich
Test beider Frontkameras …
… inklusive 100-Prozent-Ansicht
Blick auf die Rückseite des Asus Memo Pad
Akku

Ausdauernd, aber nicht herausragend

Für ausreichend Power sorgt der integrierte Lithium-Polymer-Akku mit 6.760 mAh. Die maximale Laufzeit beträgt laut Asus bis zu zehn Stunden Video. Im Alltagstest bei maximaler Helligkeit und eingeschaltetem WLAN kam ich im Schnitt (30 Prozent Surfen, 50 Prozent Spielen, 10 Prozent Video, 10 Prozent Arbeiten) auf knapp sechseinhalb Stunden: ein Wert, der in Ordnung geht, das Memo Pad allerdings nicht aus der breiten Masse hervorhebt.

Software

Gewohnte Optik und zusätzliche Asus-Apps

Auf dem Asus Memo Pad läuft Android in der Version 4.2.2. Neben den Standard-Apps spendiert Asus eigene Apps zur Dateiverwaltung oder zum produktiven Arbeiten. Auch wenn es im Play Store bessere Alternativen gibt, gehen die vorinstallierten Varianten in Ordnung.

Fazit

Gut ausgestattetes 10-Zoll-Tablet zum fairen Preis

Das Asus Memo Pad ist ein sehr gutes 10-Zoll-Tablet zu einem attraktiven Preis von aktuell 449 Euro. Damit ist es momentan eines der günstigsten 10,1-Zöller mit hochauflösendem Display (1.920 x 1.080). Es bietet ausreichend Power für aktuelle Spiele und eine akzeptable Akku-Laufzeit für den Alltag. Optik und Haptik gefallen mir persönlich sehr gut und wesentlich besser als beim zuvor getesteten Toshiba Excite Write. So liegt das Memo Pad von Asus gut und sicher in der Hand. Trotz Kunststoff fühlt es sich nicht billig an.

Wem 449 Euro für die von mir getestete Variante zu viel sind, der kann alternativ die 32-GB-Variante ohne LTE für 349 Euro erwerben.

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1 Kommentar

  1. avatar
    Tim schrieb am
    Bewertung:

    Habe ich schon mal erwähnt, obwohl ich das http://videonerd.de/asus-memo-pad-full-hd-10-video/ ganz gut finde, ist es noch etwas zu teuer. Würde mir dann entweder lieber das iPad holen oder ein Nexus Gerät.

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