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Asus K53 / X53SM-SO184V Multimedia-Notebook



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Multimedia-Kracher zum günstigen Preis
Ein edles Stück Technik: So könnte man das Asus K53 / X53SM-SO184V beschreiben. Da ich selbst auf der Suche nach einem Nachfolger für mein etwas in die Jahre gekommenes Notebook bin, habe ich mir das ASUS K53 etwas genauer angeschaut. Einen Monat lang durfte ich es auf Herz und Nieren testen und muss sagen: Ich bin begeistert! Warum, verrate ich euch in meinem Testbericht.
Ich nutze mein Notebook vor allem für alltägliche Aufgaben, allerdings bin ich auch jemand, der gerne zockt, und dabei will ich nicht auf den niedrigsten Grafik-Details herumgurken. Auch will ich keine Aussetzer, weil der Prozessor zu langsam ist. Jetzt könnte ich mir natürlich einen Stand-Rechner zusammenbauen und den für diese Aufgabe nutzen, doch möchte ich den Komfort eines Notebooks nicht missen. Aus diesem Anlass habe ich nach einem Kompromiss gesucht und das Asus K53 gefunden. Das Notebook hat mich einfach durch seine Ausstattung überzeugt. Bei anderen Geräten war entweder der Prozessor gut, aber die Grafikkarte schlecht oder umgekehrt. Das Asus K53 / X53SM-SO184V bietet eine gute Kombination aus beiden Komponenten und zudem ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bevor ich das Notebook genauer unter die Lupe nehme, zunächst der Blick auf die wichtigsten technischen Daten:

Prozessor: Intel® Core™ i5-2450M Prozessor (Dual-Core) 2,5 GHz, mit Turbo-Boost bis zu 3,1 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3-1333 SO-DIMM, maximal erweiterbar auf 8 GB, 2 Steckplätze gesamt, davon 1 frei
Festplatte: 750 GB SATA 5.400 U/min
Laufwerk: DVD+/-RW DL Brenner
Display: 39,6 cm (15,6 Zoll) HD LED Backlight Display (matt), 1.366 x 768 Pixel (16:9)
Grafik: NVIDIA GeForce GT 630M Grafik mit 2.048 MB VRAM
Kommunikation: Gigabit LAN (10/100/1.000 Mbit/s), Wireless LAN 802.11 b/g/n
Anschlüsse: 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, VGA, HDMI, Mikrofoneingang, Line-out-/Kopfhörerausgang, RJ45 LAN, Kensington Lock, 4-in-1 Card Reader (MMC/SD/MS/MS Pro)
Akku: bis zu 4 Stunden Akkulaufzeit, Lithium-Ionen, 6 Zellen, 4.400 mAh
Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
Abmessungen: 378 x 35 x 253 mm (B x H x T)
Gewicht: 2,6 kg

Verarbeitung:

Bei der Auswahl war mir eine qualitativ hochwertige Verarbeitung ebenso wichtig wie die technischen Daten. Den Fehler, die Verarbeitung zu ignorieren, habe ich einmal mit meinem aktuellen Samsung-Notebook begangen. Ich bereue den Kauf noch heute, nach zwei Jahren. Da das Asus ein Nachfolge-Kandidat ist, wurde hierauf natürlich besonderer Wert gelegt. Und ich muss sagen: In diesem Punkt entspricht es ganz meiner Vorstellung. Das Gehäuse macht einen sehr guten Eindruck. Mein Bruder sah das Gerät von Weitem und sagte: „Cool, die Oberfläche hat ja eine Alu-Optik!“ Lieber Bruder: Es sieht nicht nur aus wie Aluminium, es ist Aluminium. Da ich kein Fan von billigen Plastikgehäusen bin – und wieder denke ich mit Schmerzen an mein aktuelles Samsung-Notebook –, sondern auf edles Metall stehe, erhält das Asus-Notebook von mir die volle Punktzahl. Es ist tadellos verarbeitet und liegt gut in der Hand. Das Gewicht geht in Ordnung: 2,6 kg sind nicht die Welt, da hab ich schon schwerere Brocken in der Hand gehabt. Gäbe es das Asus noch in anderen Farbvariationen, könnte ich auch meine bessere Hälfte von dem Notebook überzeugen, aber den Farbcheck wird dieses Gerät nur bei den wenigsten Damen bestehen. Der Farbton ist eine Mischung aus den Farbtönen Braun, Bronze und Kupfer. Aber was soll’s. Ich bin ein Fan der inneren Werte, und so werfen wir nun einen Blick darauf:

ASUS K53 / X53SM“

Ausstattung

Neben den technischen Details waren auch die Anschlüsse ein wichtiges Kriterium. Wie so oft, vermisse ich auch beim Asus K53 Bluetooth. Was bei Apple seit Jahren zur Standardausstattung gehört, ist für viele andere Hersteller weiterhin obsolet und nur gegen Aufpreis bzw. Verzicht auf ein anderes Feature verfügbar. So auch hier. In diesem Notebook ist also leider kein Bluetooth integriert. Meine externe Maus und die Tastatur sowie das Bluetooth-Headset kann ich ohne Dongle erst einmal vergessen. Ebenso nicht vorhanden, aber für mich nicht so wild, ist ein eSATA-Anschluss. Da hätte man einen einfachen USB-Anschluss weglassen und einen eSATA-Anschluss integrieren können. Vor allem, weil man dort auch USB-Medien ohne Weiteres anschließen kann.

ASUS K53 / X53SM“

Allerdings bin ich mit dem USB-3.0-Anschluss auch glücklich. Dieser ist durch die blaue Buchse von den beiden USB-2.0-Anschlüssen unterscheidbar. Es bleibt hier jedoch bei der Freude über das Vorhandensein, denn ein Medium zum Testen habe ich leider nicht. Neben HDMI gibt es noch die üblichen Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen. VGA ist auch vertreten, wobei ich mir endlich mal wieder einen DVI-Anschluss wünschen würde. Die meisten Monitore kommen zwar mindestens mit VGA und DVI als Anschlussmöglichkeit, aber wenn ich ein scharfes Bild haben möchte, will ich nicht auf VGA zurückgreifen müssen.

Das Asus K53 / X53SM-SO184V im Betrieb und Benchmarktest

Da ich das Gerät ja nicht nur betrachten, sondern auch nutzen will, geht es jetzt ans Eingemachte. Gestartet und vom Installationsschirm begrüßt, beginnt der eigentliche Spaß. Wie bei den meisten Herstellern, ist auch hier ein vorgefertiges Image von Asus installiert. Mit wenigen Klicks und kurze Zeit später ist die Installation auch schon abgeschlossen. Was bereits in den ersten Momenten auffällt: Der Betrieb im Leerlauf wird begleitet von einem angenehmen leisen Surren. Ein Multimedia-Kracher sollte aber nicht nur leise surren, sondern auch Leistung bringen.

Da ich Leistung nicht nach Gefühl messen will, kam 3D Mark Vantage zum Einsatz. Mir war und ist bewusst, dass der Wert für ein Notebook in dieser Klasse recht niedrig sein wird. Dennoch kann es nicht schaden, die Leistung zu testen. Beim ersten Durchlauf mit den Standard-Treibern bekam ich auch gleich den Lüfter des Geräts richtig zu hören. Auf Hochleistung ist die Geräuschentwicklung weiterhin im Rahmen des Erträglichen. Mein aktuelles Samsung ist im normalen Zustand wesentlich lauter. Im ersten Durchlauf schaffte das Asus K53 / X53SM-SO184V Multimedia-Notebook 4.423 Punkte. Ein sehr ordentlicher Wert, wenn ihr mich fragt. Mit aktuelleren Treibern sollte da mehr gehen und das konnte ich auch beweisen. Zum Test habe ich den Grafik-Treiber aktualisiert und siehe da, beim zweiten Durchlauf waren es 4.635 Punkte. Immer noch nicht die Welt, aber es zeigt, dass mit den richtigen Treibern mehr Leistung aus dem Notebook herausgekitzelt werden kann.

Wie sieht es mit der Grafik-Leistung des Asus K53 / X53SM-SO184V aus? Der Spieletest gibt Klarheit

Einen Full-HD-Film im MKV-Format konnte ich in Ruhe anschauen. Doch neben Filmen sollte das Asus auch Spiele ordentlich darstellen. Da meine eigene Sammlung nicht mehr recht aktuell ist und ich doch ein grafisches Spektakel erleben wollte, brachte mein Bruder Battlefield 3 vorbei. Spiel installiert, gestartet, alle Details auf Maximum gestellt und schon konnte es losgehen. Zwar gehen noch einige Frames an Fraps drauf, allerdings ist dies zu verkraften. Besser gesagt, das sollte es sein. Die Video-Instanz überstanden, ging es ans Jagen von Bösewichten. Aus einem kleinen, kurzen Test wurde dann doch ein etwas längerer Spielspaß. Erstaunlich. Ich hatte schon lange keine so schöne Grafik mehr auf dem Bildschirm.

ASUS K53 / X53SM“

Einen ganz kurzen Aussetzer gab es zwar dann doch, aber für diese Preisklasse geht das absolut in Ordnung. Im Durchschnitt konnte ich mit ca. 23 FPS spielen. Mal mehr, mal weniger, aber durchgehend flüssig. Für einen Hardcore-Spieler sicherlich nicht akzeptabel, für mich als durchschnittlichen Spieler und vor allem auf einem Notebook ist es ein guter Wert. Für eine Runde gemütliches Daddeln auf der Couch wird es reichen, für alles andere gibt es Stand-Rechner mit entsprechender Ausstattung oder spezielle, hochgezüchtete Gaming-Notebooks.

ASUS K53 / X53SM“

Nach zwei Stunden kam ein anderes Spiel auf dem Gerät zum Einsatz: Crysis 2. Konnte das Asus K53 bei Battlefield 3 absolut überzeugen, erlebte ich hier mein blaues Wunder. Das Spiel stockte extrem. Obwohl Crysis 2 etwas älter ist als Battlefield 3, sind die grafischen Anforderungen doch um einiges höher. Auf den höchsten Grafik-Einstellungen ist das Spiel mit dem Asus-Notebook nicht spielbar. Zwar ist Crysis mit all seinen Reflexionen, die aller drei Millimeter zu finden sind, eine Ausnahme. Allerdings werden alle neuen Spiele mit dieser grafischen Leistungsanforderung auf den Markt kommen. Ein warnendes Zeichen für die Zukunft! Für zwischendurch reichen die niedrigeren Details zwar aus, aber der eine oder andere Gedanke ist mir schon gekommen. Ein Test mit Guild Wars 2 hat mir jedoch die Sorgen genommen: Das Spiel lief ohne Probleme mit allen Grafik-Details, und das werde ich nach dem Release auch am häufigsten spielen. Somit ist der Spieletest für meine persönlichen Anforderungen bestanden.

ASUS K53 / X53SM“

Wärmeentwicklung im Dauerbetrieb

Alles schön und gut, doch hab ich eines noch gelernt: Wird es zu Warm, macht nicht’s mehr spaß! Gerade durch das Spielen wird die Grafikkarte stark beansprucht und die Hitzeentwicklung wird entsprechend gefördert. Bei der Leistung, die dass Asus bringt, ist dies in Ordnung und auch beim Spielen hat die Hitze lange auf sich warten lassen – sehr schön! Einige Geräte erreichen das aber auch bei der täglichen Nutzung. Einige Stunden surfen und schon wird es unangenehm warm auf dem Schoß. Nicht beim Asus, hier kommt die Hitze von der Tastatur. Tastaturkühlungen sind immer mehr im kommen, dem K53 fehlt diese jedoch. Verständlich, irgendwie muss man ja die anderen Modelle verkaufen. Doch die Hitzeentwicklung ist im Rahmen des angenehmen. Es ist nicht zu heiß, ein bisschen Kühler wäre aber auch in Ordnung.

Fazit

Das Notebook konnte mich überzeugen. Es ist ein Allrounder mit viel Leistung und kann sich für diesen Preis sehen lassen. Jeder, der eine eierlegende Wollmilchsau für einen günstigen Preis sucht, findet hier ein Top Gerät, dass in der Zusammenstellung unschlagbar ist. Zwar gibt es einige, doch wenige Punkte, die einen negativ überraschen können, das Gesamtbild ist aber durchaus Positiv. Allerding sollte von der Nutzung des Standardimages abgesehen werden. Nach der Neuinstallation von Windows 7 mit aktuellen Treibern konnte ich dem Notebook noch mehr Leistung entlocken und darauf kommt es an. Meinen Segen hat es, euren auch?

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3 Kommentare

  1. avatar
    Enes schrieb am
    Bewertung:

    Das Notebook hat mich wirklich überzeugt. Beim Battlefield 3 spielen lief alles sehr gut nur bei Crysis 2 gab es zwischen durch lsggs. In Videossequenzen hat es immer gestottert.

  2. avatar
    Torsten schrieb am
    Bewertung:

    Danke für diesen tollen und ausführlichen Test. Die vielen Bilder geben ein guten Eindruck.
    MFG Torsten

  3. avatar
    Torsten schrieb am
    Bewertung:

    Was sagst du zu dem Display?

    Bei Amazon schreiben Kunden, dass das Display nur ein kleinen optimalen Betrachtungswinkel hat. Stimmt es, dass das Bild heller oder dunkler wird, sobald man seine Sichtposition minimal verändert? Oder kannst gut mit dem Display leben?

    Freue mich über Antwort.
    MFG Torsten

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