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Angeschaut: Fujitsu LIFEBOOK AH531



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Günstig aber nicht aus China
Im Normalfall widmen wir uns innerhalb dieser Kategorie den etwas teueren Schönlingen unter den Notebooks – so geschehen beim Samsung der Serie 9 oder zuletzt beim ThinkPad X1. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass die Mehrzahl der verkauften Systeme immer noch Standard-Notebooks sind – Brot-und-Butter-Modelle die hauptsächlich im privaten Bereich zum Einsatz kommen. Ein solches Exemplar ist das Fujitsu LIFEBOOK AH531, dass in verschiedenen Systemkonfigurationen erhältlich ist. Für den Rechenknecht im schlichten Schwarz spricht so Einiges, nicht zuletzt auch seine Herkunft.
Made in Germany
Im Gegensatz zur Majorität der Konkurrenzmodelle werden die Notebooks nicht in China gefertigt, sondern komplett in Deutschland (Augsburg) entwickelt, getestet und assembliert. Eine Seltenheit heutzutage und eine Umstand der eine gesonderte Erwähnung verdient. Doch auch wenn unser Testmodell mit seiner teutonischen Abstammung beeindruckt, muss es sich letztlich auch auf technischer Ebene noch behaupten – gelingt dies?

Fujitsu LIFEBOOK AH531 – Teil 1″

Eindrücke
Nun, wir wollen ehrlich sein, einen Schönheitswettbewerb würde das Fujitsu LIFEBOOK AH531 wohl nicht gewinnen – dafür fehlt es ihm an Grazie und einer schlanken Linie (37 mm dick). Wohin man schaut erblickt man pures Plastik, dies jedoch anständig verarbeitet. Die Oberfläche des Displaydeckels erstrahlt in Schwarz mit kleinen Metalliceffekten. Leider spiegelt diese doch stark, so dass Abdrücke von Fettfingern leicht auszumachen sind. Der Bildschirm dagegen verzichtet lobenswerter Weise auf derlei Merkmale, will heißen das 15,6-Zoll Display (Auflösung 1.366 x 768 Pixel) ist matt ausgeführt, wenngleich es innerhalb der AH531-Familie auch Spiegelkandidaten gibt. Apropos, die Leuchtkraft des Bildschirms ist dank LED-Hintergrundbeleuchtung zufriedenstellend, allerdings ist es doch recht Blickwinkelabhängig. Übrigens: Für ein 15-Zöller ist das Fujitsu LIFEBOOK AH531 mit seinen knapp 2,5 Kilogramm noch gut transportabel.

Positiv wirkt die Tastatur, zwar verzichtet man auf ein Chiclet-Design, dennoch sind die Tasten hinreichend groß und mit einem guten Hub versehen. Besonders nützlich ist der integrierte Ziffernblock – Excel-Freunde werden ihren Spaß haben. Apropos: Laut Hersteller ist die Tastatur auch geschützt gegen Spritzwasser – praktisch. Das Touchpad besitzt eine Standardgröße und ist – für Windows-Notebooks typisch – leicht nach links versetzt. Ein Wort zu den Lautsprechern: Diesen fehlt es an Bass, für den Filmgenuss zwischendurch aber tauglich.

Fujitsu LIFEBOOK AH531 – Teil 2″

Der Akku soll theoretisch bis zu sieben Stunden seine Arbeit vollführen – ein theoretischer Höchstwert. Windows 7 (in der Home-Premium-Version vorinstalliert) attestiert uns dagegen zunächst Werte zwischen drei und vier Stunden bei circa 95 Prozent Kapazität – ein Durchschnittswert. Sehr gefallen hat uns die Tatsache, dass Fujitsu noch „echte“ Recovery-Medien (DVDs) beilegt. Die meisten Hersteller verzichten mittlerweile darauf und verlassen sich auf eine Rettungspartition auf der Festplatte. Die Fujitsu-Lösung ist dagegen hilfreich, denn wenn die Platte das Zeitliche segnet und man es unterlassen hat, ein systemweites Backup anzulegen, sehnt man sich nach „echten“ System-DVDs.

Die Ausstattung und technischen Parameter überzeugen: Unser Testmodell verfügt über einen aktuelle Core i3 Prozessor (2,1 GHz), inkl. HD Grafik. Somit kann das Fujitsu LIFEBOOK AH531 auch die Technologie von Intels Wireless Display nutzen. Weitere Schnittstellen sind: USB 2.0 (3x), VGA, HDMI, Audio (In und Out), Gigabit-Ethernet, WLAN (b/g/n), Bluetooth und ein Express Card Slot. Dieser dürfte sich als praktisch erweisen, möchte man bspw. USB 3.0 nachrüsten – diese Hochgeschwindigkeitsschnittstelle bietet das LIFEBOOK AH531 bedauerlicherweise nicht.


Fujitsu – Infovideo über die Fertigung etc. in Deutschland.

Fazit
Es scheint, dass das Fujitsu LIFEBOOK AH531 ein anständiger Rechenknecht ist. Gefallen hat uns bei diesem Testmodell vor allem das matte Display und die zeitgemäße Ausstattung – mit kleinen Abstrichen (Stichpunkt USB 3.0). Der spiegelnde Displaydeckel mag wohl als Zugeständnis an den privaten Endverbraucher zu verstehen sein, wir könnten dagegen sehr gut darauf verzichten. Wer die heimische Wirtschaft stärken möchte erhält mit dem Fujitsu LIFEBOOK AH531 obendrauf noch ein gutes Gewissen, denn Notebooks „Made in Germany“ sind doch sehr rar gesät.

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