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Acer Liquid E3 im ausführlichen Test



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Bewertung
Einsteiger-Smartphone mit Extras
3

 Pro

  • Frontkamera mit Fotolicht
  • Gute Performance
  • Dual-SIM-Funktion
  • Speicher um 32 GB erweiterbar
  • Frei belegbarer Knopf auf der Rückseite

 Contra

  • Leiser Sound
  • Schwache Displayhelligkeit
  • Akku

Neben den ganz großen Marken im Smartphone-Geschäft wie Samsung oder Apple hat auch Acer einige Smartphones anzubieten. Im etwas gehobeneren Einstiegsbereich dürfte hierbei das Acer Liquid E3 einzuordnen sein, welches es für 219 Euro zu kaufen gibt. Ob es dieses Geld wert ist und wie es sich im Test sonst so schlägt, erfahrt ihr hier.

Lieferumfang

Lieferumfang und erster Eindruck

Die Verpackung ist zweckdienlich und schützt das Liquid E3 ausreichend. Darin befindet sich neben einigen recht ausführlichen Anleitungen natürlich das Smartphone selbst, ein microUSB-Kabel mit passendem Netzadapter und ein In-Ear-Headset mit flachem Kabel, aber ohne wechselbare Aufsätze.

Das Smartphone selbst macht auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck, zeigt aber bei genauerem Betrachten dann doch, dass es kein teures Spitzenmodell ist. Es liegt recht gut in der Hand, fühlt sich angenehm leicht an und klappert nicht. Die Vorderseite ist zudem mit zwei schmalen roten Öffnungen versehen, die scheinbar Lautsprecher beinhalten.

Als Material wurde natürlich auf das herkömmliche Plastik zurückgegriffen, wie wir es von anderen Smartphones bereits kennen. Auf der linken Seite befinden sich zwei separate Öffnungen für die SIM-Karten, auf der rechten Seite eine microSD-Karte und die Lautstärke-Wippe. Diese steht für mein Empfinden zu weit raus, auch wenn sie dadurch leicht zu ertasten ist. Der Powerknopf hingegen ist auf der oberen Seite angebracht, was ich persönlich als unvorteilhaft empfinde, weil so zum Entsperren grundsätzlich die zweite Hand benötigt wird. Der microUSB-Anschluss ist typischerweise an der Unterseite zu finden. Spannender ist da die Rückseite. Sie beherbergt neben der Kameralinse mit Foto-LED noch eine mittig angebrachte Taste, die sowohl gut erreichbar und als auch frei belegbar ist. Somit kann man sehr einfach entweder die Kamera oder eine beliebige andere App starten oder bestimmte Aktionen ausführen. In meinen Augen sehr praktisch und schon ein kleines Alleinstellungsmerkmal des Liquid E3.

Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Display

Gutes Display mit Helligkeitsproblem

Das IPS-Display des Liquid E3 ist 4,7 Zoll groß und löst mit 720 x 1.280 Pixel auf. Auch wenn es sich hierbei um keine Full-HD-Auflösung handelt, reicht die Pixeldichte aus, um alle Inhalte und Schriften relativ scharf darzustellen. Angesichts des Preises geht das in Ordnung. Ebenfalls recht gut sind die Farbwiedergabe und die Blickwinkelstabilität des Liquid E3. Besser hingegen hätte die Helligkeit des Displays sein dürfen. Auch wenn ich hier schon deutlich schlechtere Werte gesehen habe, könnte das mühelose Ablesen bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer schon problematisch werden.

Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Hardware

Mittelklasse-Performance mit kleinen Abstrichen

Bei der Performance habe ich nichts zu meckern. Dafür sorgt der Qualcomm Cortex-A7 Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz Takt, der von 2 Gigabyte RAM unterstützt wird. Auf der von Acer angepassten Oberfläche liefen alle Apps problemlos und zügig. Auch bei Spielen kann ich keine Fehler vermelden, allerdings muss bei grafikhungrigen Anwendungen mit etwas mehr Wartezeiten gerechnet werden.

Für die Verbindung ins Internet steht WLAN b/g/n sowie UMTS und HSDPA mit bis zu 42 MBit zur Verfügung. Auf HSDPA+ sowie LTE muss man jedoch leider verzichten. Dafür ist Bluetooth 4.0 mit an Bord.

Der interne Speicher beschränkt sich auf 16 Gigabyte, wovon nach der Erst-Installation noch knapp 12 Gigabyte zur freien Verfügung stehen. Acer hält sich hier positiv zurück, was vorinstallierte Apps angeht. Wem der Speicher dennoch nicht reicht, kann bis zu weitere 32 Gigabyte per microSD-Karte hinzufügen. Das sollte ausreichend sein.

Als Besonderheit besitzt das Liquid E3 von Acer einen zweiten SIM-Karten-Slot. Ob ihr dort nun die Firmen-Karte einlegt oder eine SIM eines anderen Anbieters für bessere Konditionen nutzt, bleibt euch überlassen.

Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Kamera

Gute Kameras mit zwei Fotolichtern

Die 13 Megapixel starke Kamera hat mich tatsächlich etwas überrascht, denn in diesem Preissegment bin ich deutlich schlechtere Kameras gewöhnt. Auch wenn sie nicht mit aktuellen Spitzenmodellen mithalten kann, macht sie angenehm schöne Fotos, liefert eine ausreichend gute Schärfe und korrekte Farbdarstellung. Auch die Auslöseverzögerung ist recht gering und Bilder werden korrekt belichtet. Das Rauschen hält sich großteils im Rahmen und wird erst bei Dämmerung zum Problem. Hier hilft dann auch das Fotolicht nur noch begrenzt. Überrascht und mir völlig neu ist dagegen das Fotolicht, welches sich auf der Vorderseite befindet und die 2 Megapixel starke Frontkamera unterstützt. Speziell für Selfie-Fotografen ein echtes Highlight, auch wenn hier das Rauschen natürlich trotzdem deutlich erkennbar bleibt.

Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Akku

Nicht für Intensivnutzer geeignet

Der Akku des Acer Liquid E3 ist eher durchschnittlich. Die 2000 mAh schaffen es knapp, das Smartphone über den Tag zu bringen. Nach einem halben Tag, ohne dass ich das Gerät angefasst habe, war leider schon über ein Drittel der Akkukapazität verbraucht. Dieser Wert kann durch unterschiedliche Einstellungen im Smartphone allerdings etwas verbessert werden. Nutzt man das Smartphone normal, telefoniert ab und an eine Weile und surft  kurzzeitig im Netz, reicht die Kapazität für den Tag aus. Aktive Nutzer und Freunde ausgiebigen Social-Konsums werden jedoch bereits am Nachmittag ans Ladekabel müssen. Der Akku ist speziell für so ein großes Display und die Quad-Core-CPU etwas zu klein geraten und daher leider eine Schwäche des Acer Liquid E3.

Sound

Leise, aber guter Klang

Obwohl Acer das Liquid E3 als Multimedia-Talent bewirbt und mit dem Schriftzug “dts Studio Sound” verziert, enttäuscht im Test der Sound. Anfangs hielt ich die zwei roten Zierstreifen auf der Front für Lautsprecher, ähnlich wie es beim HTC One vorzufinden ist. Jedoch verbirgt sich beim Acer Liquid E3 im oberen Teil lediglich der Lautsprecher zum Telefonieren, nicht jedoch für die Musik- oder Videowiedergabe. Der einzelne untere Lautsprecher klingt zwar angenehm und übersteuert auch auf maximaler Lautstärke nicht, ist für die Video- und Musikwiedergabe aber viel zu leise. Hier hätte ich deutlich mehr erwartet, wenn man den Sound schon so deutlich anpreist.

Acer Liquid E3
Acer Liquid E3
Software

Aufgeräumte Android-Oberfläche

Bei der Software setzt Acer beim Liquid E3 auf Android in der Version 4.2.2, welches nicht mehr ganz taufrisch ist. Das Update auf Androide 4.4 wurde vom Hersteller für Q2 2014 angekündigt – da bleibt nicht mehr viel Zeit. Dafür präsentiert Acer aber eine eigene, relativ aufgeräumte Oberfläche ohne zu viel Schnickschnack. Wem diese Oberfläche jedoch nicht gefällt, der kann jederzeit einen anderen Launcher aus dem Playstore installieren.

Fazit

Eingeschränkte Empfehlung & Alternativen

Als Fazit bleibt: Das Acer Liquid E3 ist ein gutes Smartphone mit relativ passendem Preis, das ich aber nur bedingt empfehlen kann. Das Display geht in Ordnung, obwohl die Helligkeit enttäuscht. Dafür überrascht die Kamera mit guter Qualität und einem Fotolicht auf der Vorderseite. Mir gefällt, dass man eine microSD-Karte einlegen kann, dass es zwei SIM-Karten-Slots gibt und der frei belegbare Button auf der Rückseite. Daher geht der Preis für 219 Euro auch in Ordnung. Legt ihr 50 Euro drauf, bekommt ihr allerdings bereits das Sony Xperia Z mit aktuellem Android und für 100 Euro mehr ist mein persönlicher Preis-Leistungs-Sieger, das LG G2, zu haben. Bei diesen Alternativen müsst ihr jedoch auf Dual-SIM verzichten.

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