Tests

Acer Aspire R13 Convertible-Notebook im Praxistest



Zugeordnete Tags Acer | Convertible | Produkttest
Bereiche

Bewertung
Top-Convertible
4,5

 Pro

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gute Convertible-Funktionalität
  • Brillantes Display
  • Gute Leistung
  • Sehr schnell dank SSD
  • Leiser Lüfter
  • Satter RAM
  • Sleeve & Stylus im Lieferumfang

 Contra

  • Flacher Sound
  • Eingeschränkte Outdoor-Tauglichkeit
  • Mäßige Speicherressourcen

Wir schreiben das Jahr 2015: Sony steigt aus der Notebook-Sparte aus und auch Samsung wirft das Mobilrechner-Handtuch. Mit den beiden Herstellern gehen so einige spannende Konzepte, wie das VAIO Pro und die Serie 9 in die ewigen digitalen Jagdgründe. Und die Konkurrenz hat, meiner bis dato vorherrschenden Meinung nach, recht wenig zu bieten – außer Plastik statt Carbon und Schwerfälligkeit statt leichter Bauweise.

Nun, ich muss mich eines Besseren belehren lassen und finde bei dem Hersteller, bei dem ich es am wenigsten erwartet hätte, eines der spannendsten Notebook- und Convertible-Konzepte unserer Tage: bei Acer und dem Aspire R13. Innovative Convertible-Mechanik, Touch-Screen, hochwertige Materialien, leichte Bauweise – das Aspire schindet auf dem Papier gewaltig Eindruck. Da wird es Zeit zu testen, ob das Acer-Book meinem bisher unangefochtenen, aber leider nicht mehr erhältlichen Liebling, dem Sony VAIO Pro, das Wasser reichen kann.

Lieferumfang

Sogar ein Sleeve ist dabei

Schicker, kompakter Karton
Zuoberst das Acer Aspire R13
Neben Notebook, Ladekabel und Papierkram ...
... ist auch ein Sleeve im Lieferumfang enthalten.
Anfänglich spannt das Sleeve etwas um die Notebook-Brust.
Ein Stylus ist ebenfalls an Bord ...
... und findet sogar ein Plätzchen im Sleeve.
Schicker, kompakter Karton

Bei einem Notebook für gut 1.000 Euro erwarte ich zwar schon so Einiges, aber nicht unbedingt beim Zubehör. Deshalb gehe ich beim Acer Aspire R13 R7-371T-52JR eher entspannt und ohne zu hohe Erwartungshaltung ans Unboxing. Etwas stutzig macht mich allerdings, dass das Aspire in einem tristen Pappkarton daherkommt. Doch wie sich herausstellt, hat das einen guten Grund. In der Umverpackung befindet sich nämlich neben dem eigentlichen, schicken schwarzen Acer-Karton noch ein passgenaues Sleeve, mit dem ich Notebook und offensichtlich einen Stylus bequem transportieren kann. Für ein Ladekabel ist jedoch kein Platz. Dennoch bin ich schon an dem Punkt beeindruckt.

Durch den schwarzen Innenkarton wird das Aspire R13 elegant präsentiert. Im Karton finde ich zuoberst den Acer-Rechner, der auf den ersten Blick schon Eindruck macht. Darunter liegen ein Ladekabel, zwei Info-Heftlein sowie ein weiterer länglich-kleiner Karton. In diesem entdecke ich tatsächlich einen Acer-Stylus nebst Batterie, der die Touch-Bedienung des Notebooks ergänzen soll. Damit bin ich nach dem Unboxing bereits rundum zufrieden, denn neben dem eigentlichen Book habe ich bislang bei noch keinem Konkurrenten einen Stylus und ein passendes Sleeve im Hersteller-seitigen Lieferumfang vorgefunden. Ein hervorragender Einstieg für Acer in mein Tester-Universum.

Verarbeitung

Glas, Aluminium-Finish, gummiertes Plastik

Display-Rückseite aus Corning Gorilla Glass 3
USB-Anschlüsse & HDMI-Port linkerhand
Kartenleser, Power Button & ein USB-2.0-Port rechterhand
Hochwertiges Keyboard mit etwas gewöhnungsbedürftigem Anschlag
Display-Rückseite aus Corning Gorilla Glass 3

Selten hat es mir derart unter den Nägeln gebrannt, ein Wort über die Haptik zu verlieren, denn wie kein zweites Notebook offenbarte mir das R13 auf den ersten Blick eine einzigartige Materialkombination.

Und was Acer hier abliefert, hat wahrlich den Ausdruck „hochwertig“ verdient. Während die Tastatur auf den ersten Druck ein eher eigenartiges Feedback gibt, erweisen sich Tastaturumrandung und Handballenauflage dank Metallfinish gleichsam robust und edel. Auch die Display-umrahmende Scharnierkonstruktion präsentiert sich in stabilem Metall und reagiert mit ordentlichem Widerstand, sodass sie das Display zuverlässig in der gewählten Position hält.

Die Display-Rückseite weist eine kratzresistente Glasoberfläche (Corning Gorilla Glass 3) auf, die dem Aspire Eleganz verleiht. Und schließlich wartet die Gehäusewanne mit einer Fingerabdruck-abweisenden Gummierung auf, die dem Notebook einerseits ordentlich Grip und andererseits ein langfristig schmutzresistentes Äußeres garantiert.

Display und Gehäuse schließen zugeklappt bei minimalem Spaltmaß ab, wobei sich der Bildschirm aber auch um fast 180 Grad nach hinten klappen lässt. Auch jeder andere gewünschte Neigungswinkel des Touchscreens ist bequem möglich.

Zu guter Letzt möchte ich noch ein Wort über die Anschlüsse verlieren: An der Unterseite links und rechts am Notebook befinden sich die Lautsprecher, an der linken Gehäuseseite liegen zwei USB-3.0- sowie ein HDMI- und ein Kopfhörer-Anschluss. An der rechten Seite zeigt mir das Aspire R13 die Ladebuchse, einen USB-2.0-Port sowie den SD-Kartenleser. Auch den Power-Button kann ich hier entdecken, allerdings werde ich ihn den gesamten Test hindurch nicht benötigen, da das 1,5 Kilogramm leichte Convertible schon beim Aufklappen des Displays aus dem Off erwacht.

Display

Brillantes Touch-Display & Stift-Eingabe

Bei den Betriebs-Modi ...
... bietet das Aspire so einige Optionen ...
... vom Ezel-Modus ...
... bis hin zum Tablet-Betrieb.
Das annehmbare Gewicht kommt dem Tablet-Betrieb zugute.
Bei den Betriebs-Modi ...

Über die Touch-Funktion gibt es beim Acer Aspire R13 R7-371T-52JR nichts zu meckern. Das Display arbeitet präzise und reagiert unverzüglich auf Ein- und Mehrfinger-Eingaben. Ruckler und Verzögerungen traten im Test nicht auf und auch beim Tippen auf kleinteiligere Bildelemente setzte das Convertible meine Anforderungen souverän in die Tat um.

Fürs Schreiben und Zeichnen steht mir darüber hinaus der Acer-Stylus zur Verfügung, der ebenfalls ausgezeichnet mit dem flotten Touchscreen harmoniert und dank eigener Batterie bestens in der Hand liegt.

Das 13,3 Zoll große Display verfügt über eine Full-HD-Auflösung mit 1.920 mal 1.080 Pixeln. Das ist klassentypisch, mehr aber auch nicht. Für ein paar hundert Euro mehr erhaltet ihr allerdings auch Books mit WQHD-Auflösung. Hinsichtlich Farben und Kontrasten weiß das Aspire-Display allerdings durchweg zu überzeugen. Äußerst satte Schwarzwerte gehen einher mit hoher Display-Helligkeit und einer sehr guten Farbraumabdeckung. Bis in die Details zeigt sich so ein flächendeckend scharfes Bild, dass auch bei seitlicher Betrachtung eine hervorragende Figur macht.

Tablet-typisch weiß das R13 also mit optimaler Blickwinkelstabilität zu überzeugen und ebenso Tablet-typisch geht es aufgrund des glänzenden Displays bei der Outdoor-Tauglichkeit leichte Kompromisse ein. So kann die sehr gute Helligkeit bei strahlenden Sonnentagen leider nicht gewährleisten, dass ich den Bildschirm uneingeschränkt nutzen kann. Dennoch schlägt er sich im Großen und Ganzen wacker und besser als so mancher Konkurrent.

Hardware

Rundes Leistungspaket im Flüstermodus

Klar, Leistung hat ihren Preis und meist sind hochwertiges Design, massive Power und akzeptable Kosten nicht vereinbar. Beim getesteten Acer Aspire R13 R7-371T-52JR bekommt ihr allerdings ein gelungenes Gesamtpaket, das für gut 1.000 Euro ein harmonisches, rundes Technik-Ensemble auffährt. Auf dem Papier stehen hier ein Intel Core i5 Prozessor der fünften Generation mit zwei Kernen und bis zu 2,7 Gigahertz, Intel HD 5500 Grafik, stattliche 8 Gigabyte Arbeits- und etwas maue 256 Gigabyte SSD-Speicher.

In der Praxis bedeutet das: Dank Flash-Speicher und Windows 8.1 erwacht das Aspire binnen weniger Sekunden aus dem Off und beschleunigt Programme auf ansehnliche Geschwindigkeiten. Der i5-Prozessor kommt mit den meisten Anwendungen von Office über Photoshop bis hin zu Gaming-Apps gut klar und erlaubt dem System keine Ruckler oder Aussetzer. Und während der Flashspeicher jenseits des Betriebssystems nur begrenzt Spielraum für Speicherei-Ansprüche lässt, stemmt der großzügige RAM jeden noch so anspruchsvollen Arbeitsprozess. Wer also nicht gerade die aktuellsten Blockbuster-Games zocken möchte und sich mit externen Zusatz-Festplatten abfinden kann, bekommt beim R13 alles, was für den Notebook-Alltag nötig ist.

Was mich bei allen Alltagstests besonders begeistert hat, ist die durchgängige Ruhe, mit der das Aspire vor sich hin werkelt. Ganz gleich, welche Anwendung ich dem Convertible auch vorsetze, der Lüfter blieb bei allen Tasks angenehm leise und ratterte nie allzu lang vor sich hin. Darüber hinaus überzeugte mich die Temperatur-Entwicklung, denn bis auf gesteigerte Wärme im hinteren Notebookbereich blieb das Acer-Convertible angenehm kühl – alles in allem erneut eine sehr gute Vorstellung.

WLAN, Sound, Akku

Die kleinen Details: Netz, Sound & Akku

Die Lautsprecher sind groß, klingen aber flach.
Die Lautsprecher sind groß, klingen aber flach.

Einen Ethernet-Anschluss bringt das Aspire R13 zwar nicht mit, dafür versteht es sich auf alle aktuellen WLAN-Standards inklusive ac. Die Einrichtung ist dabei Windows-8-typisch ein Klacks und während des gesamten Tests war auf das kabellose, schnelle Internet uneingeschränkt Verlass. Netzausfälle und Bandbreiteneinbrüche blieben mir wohnungsübergreifend erspart.

Was mir im Gegenzug dazu nicht erspart blieb, war die durchaus maue Sound-Leistung des Aspire-Notebooks. Dabei zeigen sich die beiden Lautsprecher des Convertibles ungewöhnlich groß, schaffen aber dennoch nur ein mittelmäßiges Klangbild. Höhen und Mitten kommen einigermaßen differenziert zur Geltung und erst bei hoher Lautstärke verzerrt der Ton. Bässe allerdings vermisse ich durchweg, sodass ohne externe Lautsprecher kein anständiger Hörgenuss zustande kommt.

Also lasse ich den Ton einfach aus und freue mich vielmehr, dass das R13 den im Datenblatt versprochenen 7,5 Stunden Akkulaufzeit recht nahe kommt. Bei aktivem WLAN und gemischtem Video-/Office-Betrieb schafft es das Notebook immerhin auf fast 6,5 Stunden, bei reduzierter Displayhelligkeit und Stromsparbetrieb knacke ich sogar die 8-Stunden-Marke. An dem Punkt verstehe ich Acers Ansatz etwas besser, dass im beiliegenden Sleeve kein Platz fürs Ladekabel ist. Schließlich kommt das Notebook ja fast einen ganzen Arbeitstag ohne Strom-Nachschub aus. Gewagt ist der ladekabelfreie Ganztageseinsatz dennoch.

Fazit

Ich bin ein klein wenig verliebt

Es passiert nicht oft, dass ich von einem Notebook auf Anhieb so überzeugt bin, dass ich ernsthaft überlege, das Testgerät in Dauerbesitz übergehen zu lassen. Beim Acer Aspire R13 wäre es fast soweit gewesen, denn für derzeit 999,- Euro hat mich das Convertible-Konzept des Notebook-Tablet-Hybriden äußerst überzeugt.

Das liegt zunächst am überragenden Design. Vom Alu-Finish über stabile Scharniere bis hin zu Gorilla-Glass-Display und -Rückseite hat mich die edle und hochwertige Verarbeitung des Notebooks durchweg begeistert. Die leichte Bauweise tat ihr Übriges. Hinzu kommen die hervorragende Reaktionsschnelle der verbauten Technik, die sehr gute Bildleistung des Touch-Displays und nicht zuletzt der umfangreiche Lieferumfang inklusive Stylus und Sleeve.

Als Negativa stehen lediglich die geminderte Outdoor-Tauglichkeit, der maue Sound und die etwas magere SSD-Kapazität zu Buche. Das alles sind jedoch klassentypische Kritikpunkte, die kaum ein Konkurrent bei vergleichbarem Preispunkt besser meistert. Das Einzige, was mich letztlich wirklich vom Kauf abgeschreckt hat, war meine Unschlüssigkeit, ob mir 13,3 Zoll ausreichen. Der Mobilitätsfaktor ist natürlich hervorragend, aber irgendwie bin ich noch immer ein 15-Zoll-Verfechter. Also warte ich auf das nächste spannende Konzept – oder meine 13-Zoll-Läuterung.

 

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