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Acer Aspire 3810T Timeline im Vielschreibertest



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Elegant und ausdauernd
Geringes Gewicht und herausragende Akkuleistung – das sind die Attribute, auf die jemand Wert legt, der das Acer Aspire 3810T in Erwägung zieht. In dieser Preisklasse sollte es keine „Flops“ geben und tatsächlich: Das Gerät wird den Ansprüchen gut gerecht. Einige Eigenheiten hat es aber doch. Die, die mir aufgefallen sind, werden jetzt einmal zusammengetragen. Design & Verarbeitung: Das 3810T ist ein schönes Gerät, das muss man wirklich sagen. Der Deckel ist mit gebürstetem Aluminium verkleidet, innen findet man eine farblich abgestimmte Plastikoberfläche vor. Das Notebook wirkt chic und teuer, die Qualität der Verarbeitung passt dazu. Die Scharniere arbeiten zuverlässig und scheinbar verschleißfrei, nicht zu locker, nicht zu fest. Der erste Eindruck verschafft einem das schöne Gefühl, gute Ware zu einem guten Preis erworben zu haben.
Wer das Besondere sucht, wird mit diesem Notebook allerdings nicht zufrieden sein. Das Design ist ansprechend, entspricht jedoch voll dem Trend – klassisch-unauffällig. Bei Notebooks kommt es im Moment offenbar eher auf die inneren Werte an, nach außen präsentieren sie, meiner Meinung nach zu häufig, klassisches Understatement. Dazu gehört es auch, möglichst klein zu sein, was für das 3810T mit einer Höhe von etwa einem Zoll gar kein Problem ist. Der verbaute Super-Akku mit über acht Stunden möglicher Laufzeit ist kein Riesengerät, sondern hat Normalgröße, er steht kein bisschen vor. Offenbar sorgt nicht der Akku allein für die gute Leistung.

Tastatur
Wer sich über das 3810T informiert, trifft relativ schnell auf Kritik die Tastatur betreffend. Acer hat in Sachen Tastatur-Ergonomie schon richtig gute Arbeit geleistet, geht bei diesem Notebook aber einen anderen Weg. Offenbar ist in diesem Fall das Design wichtiger, leider zu Ungunsten der Ergonomie. Die Tastatur sieht toll aus, ungelogen. Die Tasten sind glänzend schwarz aus einem glatten Material. Leider sind sie komplett flach. Man kann mit dieser Tastatur durchaus arbeiten, doch insgesamt fehlt die Führung. Durch die ebene Oberfläche fällt die Orientierung beim Blindschreiben schwer. Das heißt jetzt nicht, dass man nicht schreiben kann, aber es ist weniger komfortabel. Es scheint, als hätte Acer eine Tastatur zum Ankucken verbaut.

Die Oberfläche zieht Fingerabdrücke magisch an, aber nach mehrwöchigem Gebrauch lässt sich konstatieren, das ist zu verschmerzen. Immerhin lassen sich die flachen Tasten gut reinigen. Das trifft auch für die Zwischenräume zu. Die sind ziemlich groß, wodurch sich der eine oder andere Krümel dort gut „verkrümeln“ kann. Doch selbst wenn einer unter die Taste rutscht, lässt er sich ohne große OP entfernen. Diese Tastatur ist etwas für Putzfreaks, aber nichts für Vielschreiber.

Bildschirm
Der Bildschirm ist klar und spiegelt, sitzt man mit dem Rücken zum Fenster spiegelt er sogar ziemlich stark. An der Bildqualität gibt es an sich nichts auszusetzen, was mich persönlich allerdings immer wieder stört, ist der eingeschränkte Neigungswinkel. Ich benutze Notebooks wirklich gern auf dem Sofa, liegend, lümmelnd, je nach Laune, oft nicht gerade in Idealposition. Da ist der maximale Öffnungswinkel von 122 Grand manchmal ziemlich einschränkend.

Touchpad
Es reagiert gut und hat diese vom iPhone bekannte Zoomsteuerung, die einen schon mal irritieren kann. Die Maustasten wurden zu einem optischen Block vereinheitlicht, was auch erstmal irritiert. Zwei Abnehmer sorgen dafür, dass man später nicht mehr darüber nachdenkt. Die Taste zum Ausschalten des Touchpads ist bei neueren Notebooks Standard, so auch hier, auch wenn ich sie nie benötige.

Klangqualität
Die Qualität der Lautsprecher ist bescheiden, was nicht verwundert, denn ein Notebook mit wirklich guten, internen Lautsprechern habe ich noch nicht gefunden – in meinen Augen eine echte Marktlücke. Für einen etwas weniger blechernen Klang würde ich gern ein paar Euro mehr bezahlen. Also, man kann die Töne hören, mehr sollte man einfach auch nicht erwarten und sich Kopfhörer oder ein paar anständige Boxen holen. Über einen Laptop ernsthaft Musik zu hören, grenzt sowieso an Selbstverstümmelung.

Acer Aspire 3810T Timeline im cyberportSTORE Dresden”

Akkuleistung
DAS Kaufargument für das Acer Aspire 3810T ist seine Akkuleistung. Die Angabe von 8 Stunden plus x, ist ein Idealwert, das muss man ganz klar sagen. Diese Werte erreicht man nur, wenn das 3810T kontinuierlich mit sehr geringer Last gefahren wird. Trotzdem erreicht das extrem energieeffizient gebaute Subnotebook Werte weit über dem Durchschnitt. Es ist sehr beruhigend zu sehen, wie langsam der Akkustand gesunken ist, wenn nach einiger Zeit konzentrierten Arbeitens, weitere 5 Stunden und 15 Minuten Akku zur Verfügung stehen. Man vergisst regelrecht, dass das Gerät Strom verbraucht und dann im Zweifelsfall leider auch mal das Netzgerät. :o)

Gewicht
1,6 kg – was will man mehr. Für mich als durchschnittlich kräftige Europäerin ist dieses Gewicht ein Klacks, zumindest solange ich mit dem Book nicht auf den Jakobsweg gehe. Ein Notebook mit diesem Gewicht passt in jede Businesstasche. Und dank der langen Akkulaufzeit kann man auf das Netzteil, immerhin 380 g, ja auch mal verzichten.

Leistung (Betriebssystem)
Was soll man zu Windows Vista noch sagen? Schlimm, dass es sich so hartnäckig auf der Festplatte hält, dass mancher Nutzer daran verzweifelt…und im Extremfall vielleicht einen Mac in Erwägung zieht, nur weil die Performance von Vista so grauenhaft ist. Das sollte ja nun nicht der einzige Grund sein. Geräte mit Vista auszuliefern ist eine grundsätzliche Fehlentscheidung, denn die Probleme, die Vista verursacht, fallen leider auch auf den Hersteller zurück. Vista hat noch aus jedem Porsche eine Ente gemacht und Grafikprogramme aus dem Hause Corel tragen ihr übriges dazu bei. Der Duo-Core-Prozessor des 3810T kommt mit Vista wider Erwarten gut zurecht, wie gut die Arbeit auf XP laufen würde, wage ich mir nicht vorzustellen. Wer mehrere Anwendungen gleichzeitig nutzt, bringt das Gerät natürlich an seine Leistungsgrenzen, aber auch das Speichern von sich exponentiell aufblasenden Corel-Draw-Dateien hat das Notebook mit dieser Ausstattung gut im Griff.

Anschlüsse etc.
Strom, VGA-Ausgang, USB 2.0 (3x), Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang, LAN, HDMI, 5-in-1-Cardreader, außerdem natürlich WLAN. Was grundsätzlich fehlt, ist eigentlich nur Bluetooth, denn ein optisches Laufwerk kann wegen des geringen Gewichts niemand ernsthaft vermissen. Alle Anschlüsse sind an den Seiten platziert, da die Rückseite komplett vom Akku in Beschlag genommen wird. Da auf das DVD-Laufwerk verzichtet wurde, gibt es ausreichend Platz dafür.

Besonderheiten
Erst hielt ich sie für ordinäre Statusanzeigen, doch die Leuchtsymbole rechts oberhalb der Tastatur fungieren selbst als Tasten. So kann man über einen einfachen Fingerdruck das WLAN oder die Energiesparfunktion ein- und ausschalten oder ein Back-up aktivieren. Ich stolperte über diese Funktionen allerdings eher aus Versehen, suchte vorher vergeblich nach einen WLAN-Schalter.

Die Erstinstallation klappt hervorragend, allerdings sind dann die ersten zwei Spalten des Desktops mit allerlei Dienstleistungsprogrammen gefüllt, die einen in erster Linie verlocken sollen, weiteres Geld auszugeben (Acer Spiele, Office Testversion…). Über zwanzig Programme installieren sich ungefragt mit dem Betriebssystem, schon allein diese Tatsache macht Vista nicht attraktiver, sondern eher langsamer.

Geräuschentwicklung
Zuerst die schlechte Nachricht: Das 3810T lüftet relativ häufig. Und nun die gute: Der Lüfter ist flüsterleise und stört kein bisschen. Überhaupt kann man von „Geräuschentwicklung“ im Falle des 3810T wirklich nicht sprechen. Mit einem in dieser Hinsicht derart unauffälligen Notebook habe ich bisher nicht gearbeitet.

Fazit
Das Acer Aspire 3810T ist schön und arbeitet effizient. Menschen mit einem regelmäßigen Putzanfall haben sicher viel Freude daran. Die Tastatur sieht gut aus, hat auch einen guten Druckpunkt, aber für Vielschreiber ist sie zu glatt. Diesen Mangel kann, zumindest in meinen Augen, auch die enorme Akkuleistung nicht ausgleichen. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist grundsätzlich gut, auch unter Vista. In dieser Preisklasse ist mir kein ähnlich akkupotentes Konkurrenzprodukt bekannt. In dieser Hinsicht ist das Gerät die erste Wahl.

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6 Kommentare

  1. avatar
    Christoph schrieb am
    Bewertung:

    A pro po Notebook: Könnt ihr sagen, wann die Option ‘UMTS’ im Notebook Berater kommt?

  2. avatar
    Sven Kaulfuß schrieb am
    Bewertung:

    @ Christoph: Kann ich dir so aus der Kalten jetzt nicht direkt beantworten. Allerdings gebe ich die Info bzw. Anregung gerne weiter an die Technik. Vielleicht bekomme ich dann schon eine Antwort die ich hier veröffentlichen kann. Solange wirf einfach mal einen Blick auf unsere aktuelle Charts-Liste, wie durch Zufall findest du dort die Topseller mit UMTS :-).

  3. avatar
    Christoph schrieb am
    Bewertung:

    Danke für den Tip! die Charts hatte ich glatt vergessen :)

  4. avatar
    Benny schrieb am
    Bewertung:

    Hallo,

    welche Konfiguration vom T3810 wurde denn hier genau als Referenz herangezogen?
    Im Test von Kay Menzel war es ein Core 2 Solo, hier wohl ein Core 2 Duo oder?

    Grüße Benny

  5. avatar
    Sven Kaulfuß schrieb am
    Bewertung:

    @ Benny: Das ist richtig. Peggy hatte das Spitzenmodell mit zwei Kernen, Kay die Einstiegsvariante mit Core Solo.

  6. avatar
    alex schrieb am
    Bewertung:

    hallo,

    da die tastatur von dem notebook so bemaengelt wird , gibt es den eine gute alternative zu diesem notebook ( mit guter akkulaufzeit und geringen gewicht) , also was aehnlich ist wie dieses aber eine bessere tastatur hat?

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