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Neue MacBook Pros



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Willkommen, Thunderbolt
Da sind sie also, die neuen MacBook Pros. Wie erwartet ohne optische Veränderung, dafür aber mit einer neuen Anschlusstechnologie, die vorher kaum jemand auf dem Plan hatte. Was Intel vor einiger Zeit als „Light Peak“ vorgestellt hat, feiert als „Thunderbolt“ seine Premiere in der neuesten Generation MacBook Pro von Apple. Das zeugt doch davon, dass die Beziehung zwischen Apple und Intel momentan nicht die schlechteste ist, auch wenn darüber bereits oft gemunkelt wurde. Andererseits verbaut Apple wieder ATI, pardon, AMD Grafikchips ein. Steckt in den neuen Pros von allem das Beste?
Es ist schon etwas merkwürdig, wie Apple die Sache mit neuen Technologien handhabt. Erst lassen sie Dinge wie USB 3.0 oder Blu-Ray lange Zeit links liegen, um dann eine neue Anschlusstechnik wie Thunderbolt als erster in seinen Geräten zu verbauen. Allerdings nicht als dedizierten Anschluss, sondern in einen kombinierten Port mit dem MiniDisplay-Port. Da stellen sich mir sofort viele Fragen: Wie kann ich denn nun ein Display und ein superhyperturboschnelles Festplattengehäuse mit meinem SSD-Raid anschließen? Glaubt man der Apple Webseite, ist das alles kein Problem: Hier heißt es „ So kannst du dein Apple LED Cinema Display oder ein anderes vorhandenes Display zusammen mit anderen Highspeed Geräten anschließen – und das alles über einen einzigen Anschluss.“ Da ist außerdem die Rede von Adaptern. Vielleicht gibt es bald einfach einen passenden Adapter, der mehrere Geräte ermöglicht. Außerdem kann man sich natürlich vorstellen, dass eventuell angebundene Geräte ebenfalls weitere Anschlüsse haben.

Die Eckdaten dieser neuen Technologie klingen jedenfalls vielversprechend, Übertragunsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit die Sekunde sind mit Sicherheit eine angenehme Erfahrung. Trotzdem bleibt natürlich abzuwarten, ob es überhaupt Controller und Laufwerke gibt, die diese Geschwindigkeiten in naher Zukunft erreichen können. Zumindest Thunderbolt ist eine nette Überraschung, auch wenn der Einsatzzweck ohne die passenden Endgeräte bisher natürlich begrenzt ist. Ansonsten betrachten viele die neuen Pros als Rückschritt: Die als „Standard-Grafikkarten“ verwendeten Intel-GPUs sind im Vergleich zu den vorher verwendeten nVIdia-Chips teils ein Rückschritt, immerhin scheinen die AMDs am „langen“ Ende angemessene Leistung bieten zu können. In Sachen Display-Auflösungen hat sich nichts getan, dass 15-Zoll ist nach wie vor gegen Aufpreis mit einer höheren 1680×1050 Pixel und einem matten Display zu bekommen. Auch das 17-Zoll-Modell ist mit einem matten Bildschirm zu haben. Der zweite Rückschritt findet sich in der Akkuleistung: Wo die alten 13-Zoll-Modelle mit Angaben von „bis zu 10 Stunden“ punkten konnten, werden jetzt alle MacBook Pros mit Laufzeiten von sieben Stunden angegeben. Sollten dies realistische Angaben sein, sind das natürlich gute Werte.

Hinzu kommt, dass in allen Modellen nun bessere Prozessoren werkeln. Sogar im 13 Zoll sind jetzt Intel-Chips ab i5 mit 2,3 Gigahertz aufwärts zu finden, 15- und 17-Zoll-Modell kommen sogar mit Intel i7 Quad-Core-Prozessoren daher. Serienmäßig kommen alle Modelle mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, die Festplatten haben Größen zwischen 320 und 750 Gigabyte. Neu ist außerdem der Einsatz einer Facetime-HD-Kamera, die mit der dreifachen Auflösung der bisher verwendeten iSight-Kamera daherkommt. Passend dazu findet sich ab sofort auch die fertige Facetime-App im App Store für den Mac, diese kostet allerdings 79 Cent.

Fazit
Eigentlich hatte ich mir von MacBook Pros, die an Steve Jobs Geburtstag vorgestellt werden, etwas mehr erwartet. Natürlich, mit Thunderbolt kommt eine neue Technologie ins Rennen, auf Anhieb kann man damit allerdings gar nicht so viel anstellen. Erst auf lange Sicht wird sich erweisen, ob sie im Alltag nützlich ist. Zumindest die leistungsstärkeren Modelle haben trotzdem viele Vorteile: Die aktuellesten Intel-Prozessoren kombiniert mit leistungsstarken AMD-Grafikchips machen die MacBook Pros mal wieder zu Rechenmonstern unter den Notebooks. Wer sich ein solches Gerät gönnt, sollte allerdings bei den akteullen Preisen vielleicht direkt noch ein paar Euro in die Hand nehmen und auf acht Gigabyte Arbeitsspeicher aufrüsten, das hat Apple irgendwie verpennt.

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