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Test-Telegramm: Lenovo Ideapad S12

Netbook, Subnotebook, oder was?

 
04.08.2009, 13:59
Sven Kaulfuß
Redaktion
 
Themen: Produkttest | 17 Kommentare
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Letzte Woche wollte ich an dieser Stelle schon einen Kurztest zum Ideapad S12 präsentieren, heraus kam dabei ein kleiner Testbericht zu einem Musik-Handy spezieller Natur. Diese Woche indes hatte ich mehr Glück und konnte Lenovos 12-Zoller näher in Augenschein nehmen. Beim S12 handelt es sich mehr oder weniger um einen mobilen Rechner mit Standard-Netbook-Technik der mit einem 12 Zoll TFT ausgestattet ist. Ob man dies noch als Netbook oder schon als Subnotebook bezeichnen möchte ist eigentlich nicht relevant – relevant dagegen ist, ob der interessierte Kunde für seine 399 Euro auch einen entsprechenden Gegenwert erhält.

Bevor ich meinen ersten Eindruck in wenigen Worten und Stichpunkten darlege, kurz zusammengefasst die technischen Daten:

  • Intel Atom N270 (1.6 Ghz) Prozessor
  • 12 Zoll 16:10 WXGA Display mit LED Backlight und Webcam
  • 1 GB DDR2 RAM, 160 GB Festplatte, Intel GMA950 Grafik
  • VGA, W-LAN-g, Bluetooth, ExpressCard, 3x USB2.0, Cardreader
  • 6-Zellen-Akku, 5 Stunden Laufzeit, MS Windows XP Home

    Zu erwähnen sei noch der Umstand, dass dieses Gerät bis vor kurzer Zeit noch mit einer zweijährigen Herstellergarantie ausgeliefert wurde bzw. als Restposten noch wird, dann allerdings zu einem höheren Preis von 449 Euro. Beim aktuellen Modell schenkt sich Lenovo ein Jahr Garantie und reduziert den Preis auf 399 Euro. Vom viel diskutiertem Modell mit ION-Grafik ist allerdings nicht die Rede, wahrscheinlich im Herbst wird es bei uns gelistet sein. Bis dahin muss man sich mit der Standard Intel GMA950-Grafik begnügen. Etwaige Leistungstests erübrigen sich somit, denn in diesem Punkt ist das S12 mit nahezu allen anderen Netbooks komplett austauschbar.


    Bilderstrecke: Lenovo Ideapad S12 – Teil 1


    Daher an dieser Stelle vielmehr ein Blick in Richtung Ausstattung und Produktqualität. Der Bereich der 12-Zoll-Netbooks, wenn man so will, ist derzeit im deutschsprachigen Raum noch so gut wie nicht vorhanden. Abgesehen vom Samsung NC20 und der fragwürdigen Medieon/AMD-Geschichte trifft das S12 auf keinerlei Konkurrenz. Dies macht es relativ einfach das Ideapad zu vergleichen. Hier im Dresdner cyberportSTORE stand der NC20 auch gleich neben dem S12 – perfekt für eine Gegenüberstellung. Hier nun in Telegramm-Form meine Eindrücke:

    Pro:
  • Tastatur ein My größer als beim NC20
  • Express-Card-Slot vorhanden
  • matte Gehäuseoberfläche
  • Hardware-Button für W-LAN und Co
  • One-Key-Recovery-Button funktional, nicht wie beim S10e
  • gute Bildschirmauflösung (1.280 x 800 Pixel)

    Contra:
  • Tastaturanschlag schlechter als beim NC20, „klingt“ hohl und nach Plaste
  • STRG-Taste verrückt (Lenovo-typisch), dafür Funktionstaste weit außen
  • Spiegeldisplay
  • relativ kleines Touchpad
  • 6-Zellen-Akku verursacht eine hässliche „Klorolle“ im hinteren Bereich (wenn auch noch etwas dezenter als bei anderen Netbooks)


    Bilderstrecke: Lenovo Ideapad S12 – Teil 2


    Fazit
    Wem ein 10-Zoll-Netbook zu klein ist, landet recht schnell beim S12, respektive dem NC20 – vorausgesetzt ein leichtes Gewicht (ca. 1,4 kg) ist ebenso ein wichtiges Kaufkriterium. Ansonsten würde man vielleicht eher eines der typischen Billig-Subnotebooks mit Brenner und Co für 500/600 Euro vorziehen. Im direkten Vergleich zum NC20 macht das S12, trotz Standard-Technik eine gute Figur – auf einen echten Sieger möchte man sich jedoch nicht festlegen. Das NC20 kostet zwar aktuell 50 Euro mehr als das S12, bietet dafür jedoch noch die zweijährige Garantie und auf dem Papier die etwas höhere Akkuleistung. Entscheidet allein der Einstandspreis, dürfte das S12 mit 399 Euro in der Käufergunst vorne liegen.


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  • 17 Kommentare


    Christian am 04.08.2009 um 19:38 Uhr:

    Hallo,

    was mich interessiert: Der Samsung hat doch einen schlechteren Prozessor, ist das spürbar?


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 04.08.2009 um 20:07 Uhr:

    @ Christian: Wenn man es nur an der Taktfrequenz fest macht, mag der VIA “schlechter” sein, was allerdings meiner Meinung nach nicht so sehr ins Gewicht gefällt, wenn ich mir die Tests vom NC20 in Erinnerung rufe. Auch der S12 ist mit dem N270 sicherlich kein Performance-Wunder, aber für die Aufgaben, für die man beide einsetzten würde, sollte es wohl ausreichen. Einen direkten Performance-Vergleich hatte ich mir aber gespart, da das S12, wie ich schon schrieb, wohl voll und ganz vergleichbar/austauschbar zum Rest der Standard-Netbooks ist.


    Christian am 05.08.2009 um 01:18 Uhr:

    Mich würde nur interessieren ob Spiele wie Counter Strike auf dem NC20 möglich wären - auf einem Intel Atom laufen die Spiele ja.


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 05.08.2009 um 10:10 Uhr:

    @ Christian: Für ambitioniertes Gaming würde ich wahrscheinlich keinen der zwei Kandidaten einsetzen, allerdings dürften die Unterschiede zum N270 gesamt betrachtet nicht so sehr ins Gewicht fallen. Empfehle diesbezüglich aber vielleicht auch noch mal den Testbericht der Kollegen von ZDnet zu studieren (sind auch einige schöne Benchmarks dabei).


    Brigitte am 20.08.2009 um 22:27 Uhr:

    Ich habe das Lenovo ideaPad S12 letzte Woche gekauft und bin sowohl vom Service der Firma CYBERPORT beeindruckt, als auch vom S12! Für mich als interessierten aber nicht hochgradig fachkundigen Laien ein tolles Netbook. Die Bedienung ist supereinfach, darauf kommt es mir an. Sogar ich als Nicht-Experte kam mit dem Computer sehr gut zurecht und bin rundum glücklich. Kann ich nur beide weiterempfehlen, das ideaPad UND die Firma Cyberport. Herzlichen Dank und viele Grüße!


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 20.08.2009 um 22:49 Uhr:

    @ Brigitte: Vielen Dank für dieses tolle Lob und noch viel Spaß am Ideapad :)


    Alex Mornhinweg am 08.09.2009 um 16:25 Uhr:

    Hallo!

    Ich bin schon einige Wochen am Recherchieren nach einem Netbook, und bin eigentlich nur noch bei einem Punkt unsicher:

    Kann man mit dem hier vorgestellten S12 DVDs per externem Laufwerk flüssig abspielen lassen? Wie wäre das mit Blu-Rays? Ansonsten hätte das S12 eigentlich alle Eigenschaften die mich zum Kauf verführen würden… :o)


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 09.09.2009 um 10:01 Uhr:

    @ Alex: DVDs sind kein Problem am Netbook über externen Player. Hatte den Selbstversuch mal mit einem Samsung-Brenner gemacht, an einem alten Eee PC, sollte also auch für das S12 kein Problem darstellen. Bluray würde ich lieber lassen, macht auf einem 12-Zoll-Gerät auch nicht wirklich Sinn.


    Andreas am 02.11.2009 um 13:48 Uhr:

    Hallo Cyberblogger,

    Da pdf-Fachbücher auf 10” dann doch nicht die wahre Freude sind, habe ich mich mit gebrauchten ThinkPad X-Modellen beschäftigt und schließlich begeistert vom S12 gelesen. Habe mich jetzt gegen TrackPoint-only und langsame Festplatten entschieden und nehme dann eben den glänzenden Deckel in Kauf. Mit Spannung warte ich jetzt auf das Erscheinen des S12 mit dem Nvidia Prozessor. Dann kann ich mein S10 weiterverkaufen.
    Habt Ihr vielleicht nähere Info’s als es die Bestandsanzeige im Shop?

    Beste Grüße
    Andreas


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 03.11.2009 um 11:59 Uhr:

    @ Andreas: Laut aktuelle Info aus dem Produktmanagement, kommt das weiße S12 mit ION morgen zu uns, sprich ist dann ab Lager verfügbar. Unklarer schauts beim schwarzen Modell aus, hier könnte es sich wohl noch etwas verzögern.


    Christian am 13.11.2009 um 09:13 Uhr:

    "Contra:
    Tastaturanschlag schlechter als beim NC20, „klingt“ hohl und nach Plaste”

    Was bitte ist “Plaste”?


    Joerg Pittermann (Gastautor) am 13.11.2009 um 09:44 Uhr:

    Plaste http://de.wikipedia.org/wiki/Phenoplast

    Wurde u.a. beim Trabbi als Karosseriebestandteil genutzt.


    Christian am 13.11.2009 um 09:50 Uhr:

    äähhmm...hatten wir nicht gerade irgend etwas gefeuert? ;-)
    Was bitte hat ein Trabi mit einem Computer zu tun....das ist ja wie Faustkeil und Raumfahrt :-)

    Also..bitte...wir wollen uns ja alle angleichen....dann aber bitte diese Ossi-Dinge nicht mehr benutzen...die gibt es seit 20 Jahren nicht mehr!

    Setzen..weiter machen! :-)

    PS: Sonst gefäält mir das Blog sehr gut! :-)


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 13.11.2009 um 10:58 Uhr:

    @ Christian und Joerg: Ich darf mal kurz aufklären. Unter Plast bzw. Plaste (Plural) versteht man im allgemeinen den Kunststoff an sich (vergleiche Duden:  Plast, der; -[e]s, -e, Plas|te, die; -, -n [siehe →Plastik] (regional): Kunststoff – und gerne auch die Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kunststoff).

    In diesem Sinne hat es zunächst nichts mit Ost und West zu tun. Dagegen, wie im Dudeneintrag ersichtlich, wird das ursprünglich fälschlich übersetzte und benutzte Plastik (aus dem engl. plastic), nun zwar auch schon gestattet, allerdings mit regionaler Eingrenzung.

    Insofern ist die Bezeichnung meinerseits korrekt, obgleich nach wie vor eine Ost-Westverschiebung in der Benutzung des Wortes Plast(e) existieren mag, aber ich finde, dies macht unsere deutsche Sprache nur reichhaltiger, schliesslich sagt man hier in Dresden (ähnlich wie in Bayern) auch Semmel, nicht Brötchen oder Schrippe ;-). In diesem Sinne.


    Joerg Pittermann (Gastautor) am 13.11.2009 um 11:05 Uhr:

    Phenoplast ist auch nen Kunststoff ;-)

    Und ehrlich gesagt macht es Spass einen historischen Trabbi zu fahren - wenn es nicht zu lange ist und man dann in ein süddeutsches Auto umsteigen kann ;-)

    Mit dem Trabbi verbinde ich als “Wessi” ziemlich viel. :-)


    Sven Kaulfuß (Redaktion) am 13.11.2009 um 11:12 Uhr:

    @ Joerg: Da hast du ja auch recht, ich wollte halt nur auf den eigentlichen Wortstamm hinaus :). Zum Trabi, tja der gehört halt dazu. Übrigens, man mag es kaum glauben, aber ostdeutsche Fahrzeuge haben auch ihre Liebhaber im westlichen, europäischen Ausland. So begegnete mir vor geraumer Zeit auf einer belgischen Autobahn ein entsprechendes Modell aus “Plaste”. Aber auch Wartburg und Co werden als Oldtimer in Belgien gepflegt, nach Aussagen meiner Freundin in Antwerpen, und die arbeitet in dem Geschäft.


    Joerg Pittermann (Gastautor) am 13.11.2009 um 11:13 Uhr:

    Und dann schreibe ich noch Trabi falsch… Sorry. :-)



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