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Produkttest: TrekStor Portable WLAN HotSpot

Aka Huawei E5 und Konsorten…

 
08.07.2010, 16:42
Sven Kaulfuß
Redaktion
 
Themen: Produkttest | 1 Kommentar
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Betrachtet man den TrekStor Portable WLAN HotSpot, erlebt man zunächst ein Déjà-vu. Schließlich gleichen sich der UMTS-WLAN-Router von Trekstor und der Huawei E5 wie ein Ei dem anderen. Letztgenanntes Spielzeug, einer mobilen digitalen Boheme wurde sowohl von unserem Autor Hans-Peter Pfeil als auch von mir selbst schon in Augenschein genommen und für gut befunden. Doch ist der von TrekStor getaufte „Portable WLAN HotSpot“ wirklich ein eineiiger Zwilling des fernöstlichen Mobilwunders, oder aber existieren dennoch handfeste Unterschiede bei beiden Modellen? Ein näherer Blick sollte diese Frage beantworten können.

Lieferumfang und Preis
Der Blick aufs Preisschild bei Cyberport offenbart zunächst keine größere Überraschung, sowohl der Huawei E5, als auch der TrekStor Portable WLAN HotSpot kosten beide jeweils 129,90 Euro. Den ersten Unterschied vernehme ich jedoch im Lieferumfang, denn der TrekStor verzichtet auf ein separates Netzteil und enthält nur ein (sehr kurzes) Mini-USB-Kabel zum Aufladen des Akkus. Der Huawei dagegen wird serienmäßig mit einem zusätzlichen Stromspender geliefert, neben dem obligatorischen Mini-USB-Kabel. Schade, dass sich TrekStor dagegen entschieden hat, den zwangsläufigen Preisvorteil an die Kunden weiterzugeben. So muss man unter Umständen nochmals fünf bis 10 Euro für ein USB-Netzteil ausgeben, möchte man den TrekStore nicht nur am Rechner laden können.


Bilderstrecke: TrekStor Portable WLAN HotSpot


Hardware
Keine funktionalen Unterschiede gibt es beim Gehäuse, der TrekStor verfügt über dasselbe Punktmatrixdisplay des Huawei E5, auch beim Systemstart meldet er sich erwartungsgemäß als „E5“ im Display an. Einzig die fordere Beschriftung mit dem Namen von TrekStor verrät, dass es sich um „anderes“ Gerät handelt. Leider hatte TrekStor wohl zu wenig Kapital, als dass man eine vollständige Umbenennung sich leisten konnte. Denn schon auf der Rückseite erblicken wir Logo und Namen von Huawei. Wie schon beim E5 finde ich beim TrekStor WiFi-Key und SSID über einen Sticker rückseitig. Sehr kurios indes der Blick in das Gerät. Natürlich verwendet auch der TrekStor zunächst denselben Akku des E5 – soweit so gewöhnlich. Allerdings offenbart sich im Inneren die Produktbezeichnung „Huawei E5830“. Moment, so lautete doch der Name meines älteren Importgerätes aus England, besagtes Modell mit den bunten LED-Leuchten anstatt des aktuellen Punktmatrixdisplay. Ein wenig schmunzeln muss man nun schon, bei soviel Konfusion im Dschungel der chinesischen ODM-Produktion im Hause Huawei, denn selbstverständlich wird auch der TrekStor komplett von Huawei gefertigt – ein Gerät, tausend Nummern!

Firmware bzw. Webinterface
Wenn sich schon bisher keine Unterschiede zeigten, besteht ja noch immer die Hoffnung, dass TrekStor ein eigenes Webinterface spendiert bekommen hat, oder? In der damaligen Produktankündigung bei Golem hieß es immerhin: „Trekstor gab auf Nachfrage an, dass der Trekstor Portable WLAN Hotspot auf einem Huawei E5830 basiert - sowohl die Gehäuseform als auch die technischen Daten ließen das vermuten. Die Firmware wurde allerdings von Trekstor verändert und auch das Zubehör ist anders.“ Soweit die Information der PR-Abteilung von TrekStor, obschon mit dem geänderten Zubehör behielt man recht, allerdings würde ich das Weglassen des solchen nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal verstehen wollen.

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Das Webinterface erreichen wir über die schon bekannte 192.168…-URL, mit dem Ergebnis, dass auch hier mich ein Déjà-vu beschleicht. Interface und Funktion gleichen sich bis auf den letzten Button. Einzig das Logo wurde durch eine unterschiedliche, passende PNG-Datei ersetzt. Beim TrekStor finden sich auch keine voreingestellten APN-Profile, wenngleich die automatische Erkennung (wenn unterstützt) der SIM funktioniert, so zumindest bei meiner o2-Karte.

Fazit
Ich mag bestätigen, beim TrekStor Portable WLAN HotSpot handelt es sich tatsächlich um einen Huawei E5. Die Unterschiede dienen allein der andersartigen Vermarktung, wenngleich das fehlende Netzteil bei gleichem Verkaufspreis negativ auffällt. So betrachtet wird der (informierte) Kunde sicherlich eher zum Huawei E5 greifen. Dennoch existiert ein guter Grund, den TrekStor Portable WLAN HotSpot im Angebot bei Cyberport zu belassen. Denn neben Preis/Leistung spielt in unserem Geschäft die Verfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Der Huawei E5 wird wohl erst wieder in einigen Wochen lieferbar sein, der TrekStor hingegen befindet sich schon auf den Weg in unser Lager. Wer also kurzfristig einen portablen UMTS-WLAN-Router benötigt, für den dürfte der TrekStor zumindest eine lieferbare Alternative zum Huawei E5 sein.


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1 Kommentar


Jürgen Müller am 09.07.2010 um 13:16 Uhr:

Cool,

das Gerät ist gerade verfügbar geworden. Werd wohl meinen Huawei stornieren und den Trekstor bestellen.

Gruß, Jürgen



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