Features: Mit knapp 100 MB Speicher ist das Sony Ericsson Naite mittelmäßig ausgestattet. Auf dem internen Speicher werden generell Organizer-Daten (Kontakte, Kalender, E-Mails) und auch Bilder und Musik abgelegt. Erweiterbar ist das Sony Ericsson mit einer micro-SD-Karte, es können wohl bis zu 8 GB Speicher sein, ich habe es aber nicht ausprobiert. Die 2-Megapixel-Kamera ist mehr oder weniger Durchschnitt, für ein paar schlechte Schnappschüsse reicht es. Interessanter ist die zweite Kamera an der Vorderseite für die Videotelefonie. Ich bin inzwischen ein ganz großer Fan von Videotelefonie und das ist beim iPhone (leider) noch nicht gegeben. Auf der Anschlussseite gibt es leider immer noch keinen micro-USB-Anschluss oder eine 3,5-mm-Kopfhörerklinke, hier ist Sony Ericsson wie im Jahre 2005 unterwegs, als die Walkman-Modelle aktuell wurden.
Als Modell der GreenHeart-Initiative hat das Naite auch ein paar Apps an Bord, die den bewussten Umgang mit der Umwelt fördern sollen. So kann ich z.B. meinen persönlichen Carbon-Footprint ausrechnen. Alles in allem ist der Umgang Sony Ericssons mit diesem wichtigen Thema durchaus löblich.
Bilderstrecke: Sony Ericsson Naite
Das Einrichten von Microsoft Exchange war schlicht und ergreifend einfach, hier kann sich Nokia einfach mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Der Browser des Naite ist wie der Browser des Elm allerdings ein echtes Armutszeugnis, das ich nicht weiter kommentieren möchte. Ganz interessant sind die bereits vorinstallierten Facebook- und Twitter-Apps, davon bin ich als Facebook-Freund sehr angetan. Ein letzter Punkt, der das Naite gegenüber dem Nokia 6700 ganz stark in den Vordergrund rückt, ist das Multitasking. In diesem Bereich ist Nokia in der S40-Serie nicht mehr vorn mit dabei. Das Multitasking beim Naite ist wirklich zügig, auch bei vielen Anwendungen wird die Benutzung nicht zur Qual.
Software
Wie beim Elm kann ich nur darauf verweisen, dass das OS von Sony Ericsson schon asbach ist, mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Wer das K800i gesehen hat, oder das K750i, der hat auch die Software vom Naite gesehen, nur fünf Jahre später. Natürlich, ein bisschen Eyecandy hier und ein bisschen Eyecandy da und fertig ist das neue OS, aber generell ist das eine Zumutung. Hätte ich mich nicht im Vorfeld mit dem Naite auseinandergesetzt und gewusst, was auf mich zukommt (und hätte es ein Exchange gegeben) – gekauft hätte ich das nicht.
Akkulaufzeit und Gesprächsqualität
Die Akkulaufzeit ist wirklich bemerkenswert, mit ein bisschen Telefonie, Facebook und Exchange komme ich auf 4 bis 5 Tage, wobei ich bereits am 4 Tag nachladen würde. Belastet man das Handy stärker, so kommt man auf 2 bis 3 Tage. Da kann man bei einem Wochenendtrip getrost mal das Ladegerät zu Hause lassen. Der Empfang ist mittelmäßig bis gut. Leider ist die Antenne so im Gehäuse eingebaut, dass man eine Veränderung in der Empfangsanzeige sieht, wenn man das Naite in der Hand hat, aber das ist ja leider schon fast immer so. Allerdings hat das Naite an einer Stelle auf der Autobahn länger und besser als das Elm durchgehalten und so konnte ein Gespräch durchgängig geführt werden, wo das Elm schon einen Gesprächsabriss verzeichnete. Das muss auch mal erwähnt werden.
Fazit
„Wer einen netten Allrounder sucht, kann beim Sony Ericsson Naite fündig werden. Dazu noch ein grünes Herz, Twitter, Facebook und UMTS. Hier stimmt sogar der Preis.“ Diese Aussage ist auch im richtigen Test noch gültig und stimmt umso mehr, als dass das Naite auch wesentlich teurere Mitbewerber aus dem Feld geschlagen hat. Insbesondere Exchange ist für mich das Killerfeature gewesen, welches den Ausschlag brachte, neben dem schlichten, schicken Design.
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