Für vier Wochen wurde ich mal auf die etwas andere Art geweckt: Zumindest gefühlt war ich mitten in der Natur. Und dieses Gefühl wieder abzugeben, fiel mir wirklich schwer...
Produktdetails:
Produktmaße: T 13,5 x B 20,0 x H 30,0 cm
Produktgewicht: 1,5 kg
Kabellänge: 3 m
Stabile, rutschfeste Standbasis
Leselichtstärke: 400 Lux bei 40-60 cm Entfernung, ist dimmbar
Lebensdauer Lampe: ca. 1.000 Stunden (100W Philips Glühlampe)
Elektrizitäts-Backup-Funktion (5min)
Premium-Sound-Lautsprecher mit 2W
Sanfter Weckton
drei natürlicher Wecktöne (Vogelzwitschern, Strand, Froschteich)
Snooze-Funktion für Licht und Sound (9 min)
Sofortabschaltfunktion-Sound
Display-Anzeige mit einstellbarer Helligkeit (3 Stufen)
90-Sekunden-Quick-Check-Funktion der Weckeinstellungen bezüglich Lichtintensität und der Lautstärke des Wecktons
30-minütige Sonnenaufgangssimulation
Medizinisches Gerät: Nachweisliche Gesundheitsvorteile - erfüllt die europäische Richtlinie für Medizinprodukte

Verarbeitung
Die Lampe wirkt vom Design auf den ersten Blick sehr schick; schaut man allerdings näher hin, scheint die Verarbeitung doch recht billig gemacht, die Knöpfe und das Scrollrad sind weit entfernt von einer filigranen Verarbeitung und wirken leicht plump.
Handhabung
Die Luke auf der Rückseite des Gerätes, die als erstes geöffnet werden muss, um die Lampe in das Gerät zu schrauben, ist zwar leicht zu finden, allerdings nicht leicht zu öffnen. Man muss schon ein bisschen daran rumrütteln, um das Ganze erstmal betriebsbereit zu bekommen. Die Uhrzeiteinstellung funktioniert problemlos, auch der Wecker lässt sich leicht einstellen. Die Displayhelligkeit kann leicht in drei Stufen reguliert werden, was besonders wichtig ist, wenn die Lampe direkt neben dem Bett steht, da das Display in der hellsten Stufe nachts fast störend ist.

Lampe
Da ich Studentin in den Semesterferien bin und erst mittags und abends arbeite, ist es relativ schwierig, bei einem momentanen Sonnenaufgang von 5:45 Uhr den Wecker für mich realistisch so zu stellen, dass ich von der Lampe noch bei Dunkelheit draußen geweckt werde. ;-] Daher habe ich die Lampe erstmal nur als Leselampe genommen bzw. am Spätnachmittag (nein, kein Mittagsschlaf!), als es ein paar bewölkte Tage gab und die Tageshelligkeit nachließ. Das Licht ist sehr angenehm und ich habe mich recht bald an die Lampe als zusätzliche Lichtquelle gewöhnt. Um die Augen zu schonen, ist wohl eine Lichtintensität zwischen 300 und 400 Lux nötig, was die Lampe mit 400 Lux und 20 verschiedenen Helligkeitsstufen, die mit einem Scrollrad eingestellt werden können, locker bietet.
Schweren Herzens habe ich dann doch den Wecker ein paar mal früher gestellt um zu sehen, ob ich von dem Licht aufwachen würde. Und es funktioniert tatsächlich! Dreißig Minuten vor dem eigentlichen Wecker beginnt die Lampe mit der niedrigsten Helligkeit, Stufe 1 ist fast nicht bemerkbar. Das steigert sich dann nach und nach, bis die – selber einstellbare - Lichtintensität erreicht wird. Wacht man früher auf (ja, auch das soll vorkommen), kann man die Lampe auch einfach auf der jeweiligen Lichtintensität „stoppen“, wenn es bereits hell genug ist. Diesen simulierten Sonnenaufgang konnte nicht einmal ich als überzeugter Morgenmuffel übersehen und ich bin dann auch einmal tatsächlich um 5 Uhr früh aufgestanden – ob das mit dem Licht zu tun hatte, sei dahingestellt, weil ich ein anderes Mal auch einfach die Lampe ausgemacht und mich wieder umgedreht habe, aber ich fühlte mich richtig fit.

Wecker
Zusätzlich oder auch unabhängig von dem Licht kann man sich mit verschiedenen Tönen wecken lassen: Es gibt einen Piepton (sanfter Weckton), eine Radiofunktion (digitales UKW-Radio) und drei natürliche Klänge („Vogelkonzert im Wald“, „Meeresrauschen“ und „Frösche und Enten am Teich“). Der Wecker beinhaltet eine Schlummerfunktion; während das Licht anbleibt, kann man den Ton für neun Minuten ausstellen, um dann erneut daran erinnert zu werden, dass man doch eigentlich aufstehen wollte.
Die Lautstärke des Weckers lässt sich mit dem Scrollrad in 20 Stufen einteilen, wobei man den Wecker auch bei geringer Lautstärke nicht einfach ignorieren kann, trotz mehrmaligem Test. Für die verschiedenen Wecktöne gibt es einen Schnelldurchlauf, den „Quick check“. Während der ersten 50 Sekunden des Tests steigt die Lichtintensität recht schnell auf die voreingestellte Stufe. Und während der letzten 40 Sekunden des Tests nimmt der Geräuschpegel langsam bis zu der voreingestellten Stufe zu.

Sanfter Weckton
Dieser Piepton unterscheidet sich nicht großartig von anderen Weckern; er piept von piano bis forte, um dann wieder bei piano anzufangen.
Digitales UKW-Radio
Absolut schrecklich. Da stellt man sich das Radio schon zeitlich so, dass man nicht von einer ach so fröhlichen Moderatorenstimme morgens unsanft geweckt wird, und dann so was. Das Radio schafft es nicht, dass es beim Einschalten bereits voll da ist. Die ersten paar Sekunden hört man nur ein Rauschen, anscheinend muss jedes Mal aufs Neue erst der Sender gesucht werden. Danach folgt ein Knacken und dann kommt erst das eigentliche Radio. Ich habe es diverse Male ausprobiert, weil ich nicht glauben konnte, dass es wirklich jedes Mal so ist, aber ich wurde jeden Morgen eines Besseren belehrt.
Vogelkonzert im Wald
Dieses Vogelkonzert hört sich so realistisch an, dass nicht nur meine Katze jedes Mal aufs Neue darauf reingefallen ist und sich in Lauerstellung vor der Lampe aufgebaut hat, sondern einmal auch ich. Also, nein, ich bin nicht in Lauerstellung gegangen. ;-] Aber meine Katze ist früh morgens gegen 4 Uhr mal versehentlich beim Vorbeistreichen auf die Taste „Quick check“ gekommen. Die Lampe stand noch auf dem Schreibtisch und ich hatte das Fenster am Schreibtisch gekippt. Im Halbschlaf bin ich hin zum Schreibtisch, habe das Fenster zugemacht und bin dann wieder zurück Richtung Bett, um dort zu merken, dass das in diesem Moment doch sehr nervige Vogelgezwitscher eben doch nicht von draußen kam, sondern von der Lampe.
Meeresrauschen
Mein absoluter Favorit. Dieses Meeresrauschen ist wirklich entspannend und ich hatte es auch tagsüber manchmal einfach nur als „Hintergrundmusik“ eingeschaltet. Auch das Aufwachen war sehr angenehm und ich werde es wirklich vermissen. Es ist eine sehr sanfte Art und Weise; beim Aufwachen habe ich mich manchmal gewundert, dass ich im Bett liege und nicht einfach irgendwo an einem Sandstrand.
Anfangs hatte ich allerdings den Fehler gemacht, dass ich die Lautstärke voll aufgedreht habe – der Traum war ungut, um es mal vorsichtig zu sagen. Die Inhalte waren im Groben irgendwelche Monsterwellen, die mich erdrücken. Daraufhin habe ich meine Winterbettdecke mit meiner Sommerbettdecke ausgetauscht und die Lautstärke halbiert. Wenn nur alles im Leben so einfach wäre. ;-]
Frösche und Enten am Teich
Da ging es mir wie mit dem Vogelkonzert: zu realistisch. Ich verbinde Frösche und Enten bzw. einen Teich allgemein mit Mücken. Vor allem mit Stechmücken. Idylle hin oder her, da bin ich Realist. Und daher war ich dann schon morgens ziemlich unentspannt, weil ich unterbewusst auf dieses typische Sirren gewartet habe.

Fazit
Die Nachteile, die ich beschrieben habe, wiegen nicht so schwer, als dass sie das Gerät im Gesamten mindern. Das Licht stelle ich mir vor allem im Winter morgens sehr praktisch vor und das Meeresrauschen, für mich das Highlight schlechthin, könnte nur noch – wenn überhaupt möglich - durch dezentes Möwengekreische getoppt werden.
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