Das ASRock ION 330 NetTop mit Blu-Ray Laufwerk könnte durchaus ein brauchbares Wohnzimmer-Multimedia-System sein, wären da nicht ein paar Kleinigkeiten, die das Ganze erschweren bzw. zumindest etwas ungemütlich machen. Wie ich in meinem ersten Test schon erwähnte, kommt das ASRock NetTop ohne Betriebssystem zum Kunden, womit schon mal die erste – kostenträchtige – Hürde aufgestellt wurde. Dies gilt für jegliche weitere Softwarewünsche, wie z.B. der Blu-Ray-Abspielsoftware, sofern sie denn nicht mit einer Freeware zu befriedigen sind. Eine CD mit den wichtigsten Treibern wird zwar mitgeliefert, aber auch die Hardware-Ausstattung könnte – z.B. mit einer Fernbedienung und einem WLAN-Modul – etwas besser sein.
Wer ohne dieses Zubehör, das in den kommenden HT-Modellen des NetTops wohl zur Ausstattung gehören wird*, auskommt muss sich dann immer noch für ein Betriebssystem entscheiden. Das von mir installierte Windows Vista Ultimate machte teilweise den Eindruck, als dass es den ASRock ION 330 bereits arg auslasten würde, was aber so wohl gar nicht der Fall war. Sicher ist Vista Speicher- und Ressourcenhungriger als so manches andere OS, aber im Endeffekt lief das System doch stabil. Hier ist vielleicht noch mal ein Hinweis auf das Overclocking-Tool von ASRock angebracht: mit diesem kann man die Prozessorgeschwindigkeit und die Speicher- und CPU-Spannungen ein wenig hochregeln, so dass die Atom330 Doppelkern-CPU mit deutlich höherer Taktung arbeitet. Bis zu einer Geschwindigkeit von ~1930MHz konnte ich das System anpassen, ohne Abstürze zu erleben. Der Windows-LeistungsIndex stieg dabei von 4,3 auf 4,5 Punkte, wobei allerdings für die grafischen Fähigkeiten von vorn herein deutlich höhere Zahlen angegeben werden.
Bilderstrecke: ASRock ION330 BD
Die ebenfalls ins System integrierbare Software, die dem PC zu schnellerem Booten und Herunterfahren verhelfen soll, hat mich leider mehr genervt, als dass sie mir geholfen hat. Diese Software führt einen weiteren Neustart durch, bevor dann endgültig abgeschaltet wird. Leider machte die Software das aber jedes Mal und nicht nur einmal, wie es in der Anleitung stand, was den Boot- und Shutdown-Vorgang dann statt zu beschleunigen eher verlangsamt. Eventuell liegt das an der von mir vorzugsweise benutzten Funktion des Ruhezustands, der mir von der Geschwindigkeit her aber auch genügt.
Dass das Abspielen der Blu-Rays mit einer Testversion von PowerDVD funktionierte, hab ich ja auch schon in meinem ersten Test erwähnt; hier der Beweis mit angezeigter CPU-Last:
Auch hochauflösende Videos von der Festplatte sind kein Problem, wie das Testvideo von NVidia, codiert in .h264, zeigt:
Ich glaube, dass es mit gerippten und von der HDD abgespielten Blu-Rays eher problematisch wird, aber das hab ich wegen der Kopierschutzfunktionen natürlich nicht probieren können…Ganz angenehm ist ebenfalls, dass auch hochauflösende Youtube-Videos abgespielt werden können, auch wenn die CPU-Belastung dabei an die oberen Grenzen stößt. Auch bei Tests auf anderen Videoportalen hatte ich keine Probleme, aber diese haben häufig gar keine HD-Inhalte im Programm, was das Abspielen eh erleichtert.
Im dritten und letzten Teil geht’s dann noch mal um die Gaming-Fähigkeiten des ASRock ION330 BD und es gibt eine Pro und Contra-Liste sowie ein abschließendes Fazit, so dass ihr wisst, ob das NetTop auf die Weihnachts-Wunschliste gehört, oder nicht.
*Anmerkung der Redaktion: Der von Matze getestet ASRock ist mittlerweile schon bei Cyberport abgekündigt, und durch neue HT-Modell (ASRock ION 330HT-BD) ersetzt worden. Dieses bietet wie angesprochen WLAN und eine Fernbedienung, derzeitiger Listpreis bei uns 419,90 Euro.
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