Beim Ideapad S10-3T von Lenovo handelt es sich um eine Netbook der „dreieinhalbten“ Generation. Abgesehen davon, dass es mit dem S10e, dem S10-2 und dem ebenfalls frisch auf den Markt gebrachten S10-3 bereits drei Vorgänger hat, kommt beim S10-3T ein berührungsempfindlicher Bildschirm dazu. Dieser ist in beide Richtungen um 180° drehbar, multitouch-fähig und lässt sich auf die Tastatur klappen. Was einen erwartet, wenn man das Paket öffnet, habe ich wie gewohnt in einem Unboxing-Video festgehalten. Dazu gibt’s einen ersten Eindruck.
Lieferumfang:
Netzteil 20V, 1,5A, Netzkabel
Setup-Poster, Handbuch, Garantiekarte
Akku 7,4V, 68Wh, 8540mAh
Ideapad S10-3T „itself“
Wie man sieht hab ich mich zumindest über den TV-Eingang gewundert, denn der ist erstmal nirgendwo dokumentiert. Im Handbuch steht allerdings, dass dies bei bestimmten Modellen sehr wohl eingebaut sein wird. Ebenso verhält es sich mit dem SIM-Karteneinschub unter dem Akku, der an meinem Modell keinen Effekt hat, in zukünftigen S10s aber funktional sein wird. Bei dem freien Anschluss unter der Montageklappe handelt es sich um einen PCIe-Slot, der mit einem passenden Modul bestückt werden kann. Hier könnte man also GPS, UMTS oder ein wenig Speicherplatz nachrüsten.
Ausstattungsmerkmale
Intel Atom N450 @1,66GHz, Intel GMA 3150
250GB HDD, 1GB RAM (bis 2GB)
drehbares Multitouch-Display, 10.1 Zoll spiegelnd (1024x600) mit 3 Zusatztasten und Einschaltverriegelung, Touchpad mit integrierten Tasten
WLAN B/G/N (+ Gehäuseschalter), Bluetooth 2.1 EDR, Webcam, Multi-Cardreader
Audio Ein- und Ausgang (+Dolby Headphone Technologie, die den Kopfhörerausgang auch mit 5.1 Signalen versorgen kann), Mikrofon
(UMTS und TV-Empfang in kommenden Modellen)
Windows 7 Home Premium + Lenovo Softwarepaket
Rein visuell eher nicht so gut gefällt mir der große Akku, der so weit hinten heraussteht. Andererseits ermöglicht dieser eine Laufzeit von 10 Stunden und mehr, aber dazu mehr in meinem nächsten Test. Tastatur und Touchpad sind ebenfalls nicht sehr ansehnlich, verrichten ihren Dienst aber tadellos. Vor allem die Tastatur ist um einiges druckstabiler als z.B. beim ASUS Eee PC 1201N, wurde dafür aber nicht im Chiclet-Style gestaltet. Inwieweit die Bildschirmtastatur zum produktiven Arbeiten geeignet ist, gilt es noch herauszufinden.
PS:
2 Fragen hätte ich noch:
1. Habe ich das richtig erkannt, dass an dem freien Mini-PCIe-Steckplatz Antennenkabel rumliegen?
2. Kann man eigentlich die Testgeräte von euch günstiger erwerben als zum Vollpreis?
Nein, ein Antennenkabel lag da nicht. Das war wahrscheinlich die Stromversorgung für den WLAN Adapter.
Testgeräte gibt es manchmal etwas günstiger bei discount-electronic.de, wo auch Rückläufer von Kunden landen…
@Matthias: Funktioniert bei Deinem der VGA Ausgang? Bei meinem keine Chance trotz Neuinstallation usw :-( Einzelschicksal oder grundsätzliches Problem des Geräts bzw der deutschen Lokalisierung?
Ansonsten aber echt ein super Gadget und nach kurzer Eingewöhnung auch durchaus nützlich.
Matthias Schleif am 17.02.2010 um 16:21 Uhr:
@doc...nee, der muss schon funktionieren. Habe das an meinem Testgerät jetzt noch nicht ausprobiert, aber einen Serienfehler würd ich mal ausschliessen…
Grillo am 22.02.2010 um 16:34 Uhr:
ein tablet-stift ist nicht dabei oder? könnte man mit einem zubehörstift gut darauf arbeiten? lg
Alex am 22.02.2010 um 16:44 Uhr:
Hallo,
habe das gute Stück und bin auch super zufrieden damit...wenn da nicht der kleine Haken wäre, dass sich der Touchscreen nicht mit Stift bedienen lässt (was ich bei der Größe im Tablet-PC modus mal schlicht als misslungenes Produktdesign umschreiben würde..)
Frage: wäre es mit einem sogn. Digitizer Pen theoretisch bedienbar? So ein Ding kriegt man ja bei Cyberport für 50-80€...würde das funktionieren?
lg
Sven Kaulfuß (Redaktion) am 23.02.2010 um 11:48 Uhr:
@ Alex: Hatte die Problematik schon mal an andere Stelle in den Kommentaren beantwortet (http://www.cyberbloc.de/index.php?/site/v3_comments/netbook_nachrichten_lenovo_ideapad_s10_3/ ). Da das Display ja kapazitiv ist (wie beim iPhone) lässt es sich nur eben mit solchen Stiften bedienen, bspw. Pogo Sketch. Ob dies auch für einen solchen Digitizer Pen zutrifft, würde ich nicht bestätigen.
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