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Produkttest: BlackBerry Bold 9700 – Teil 2

Business-Smartphone der Spitzenklasse?

 
05.02.2010, 14:37
Joerg Pittermann
Gastautor
 
Themen: Produkttest | 4 Kommentare
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Trackpad: Das Trackpad des Blackberrys Bold 9700 ist für mich die Innovation schlechthin. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob das wirklich das Gelbe von Ei sein kann, aber nach meinen Erfahrungen mit dem Blackberry 8520 kann ich nur sagen – ja, gern und immer wieder. Die Kugel, die meist nach ein paar Monaten intensiver Dauernutzung in der einen oder anderen Form den Geist aufgab, war nicht perfekt. Mit dem Trackpad gibt es endlich eine fast wartungsfreie Variante. Die Sensitivität ist einstellbar und damit sollte es für jeden verwendbar sein, für den Grobmotoriker und auch für die zarte Hand eines Künstlers. Ich bin zum Vergleich noch mal für ein paar Stunden auf ein Blackberry 8900 umgestiegen (zwangsweise) und bin mit der „Pearl“ überhaupt nicht mehr klargekommen. Das hat nicht wirklich Spaß gemacht.

Gehäuse
Auch wenn ich anfangs über die Haptik gemeckert habe, ich glaube dass Blackberry bei den neuen Modellen systematisch die Robustheit der Smartphones erhöht hat. Ein Blackberry ist aus meiner Sicht so gut wie unkaputtbar. Wenn ich mich erinnere wie häufig ich schon die alten Blackberrys in das Plastik-Gürtelholster stecken wollte und sind sie daneben gefallen … mehr als dass der Akkudeckel absprang, ist nie passiert. Allerdings verstaubten die Tasten und die Lautstärkewippe bei den neuen Blackberrys häufiger und schneller, besonders wenn man diese in Hosentaschen mit sich trägt. Auch dieses Problem hat RIM nun aufgegriffen, die Tasten des Bold 9700 sind besser und staubsicherer in das Gehäuse integriert, so wie beim Curve 8520.


Bilderstrecke: BlackBerry Bold 9700


Telefon & E-Mail
In diesem Bereich gibt es nicht wirklich was zu beanstanden, out of the box läuft alles so wie es laufen soll. Die Workload kann mit dem Bold 9700 effektiv und effizient bearbeitet werden. Mehr will ich nicht.

Multimedia
Browsing
Naja, ich habe schon bessere Browser gesehen. Besonders im Vergleich zum Milestone oder 3Gs muss man mit einem Blackberry deutliche Abstriche machen. Aber der Fortschritt ist gegenüber den älteren Blackberrys deutlich messbar und irgendwann wird RIM auch mal zur Weltspitze aufschließen.

Musik & Video & Fotos
Hier gibt es definitiv nichts zu meckern, der MP3 Player ist nett und einfach zu bedienen. Lediglich das befüllen der Speicherkarte mit Musik dauert mir via USB-Kabel zu lange, schneller geht es, wenn man die microSD-Karte mit einem Kartenleser befüllt. Videos können auf dem großartigen Display sehr gut wiedergegeben werden, wenn sie im passenden Format sind. Ebenso machen Fotos Spaß.

Die Kamera ist guter Durchschnitt, aber leider ist der Autofocus nicht frei wählbar, wie z. B. beim iPhone. Es fällt schon auf, wenn kleine Features fehlen.

Ausdauer
Smartphones sind toll, solange sie genug Saft haben, danach sind sie einfach nur ein Stück Plastik. Meine Smartphones sind meist nach einen Tag leer, anders aber das Bold 9700. Hier konnte ich noch ruhigen Gewissens in einen neuen Tag gehen, ohne mir groß Sorgen um die Batterielaufzeit machen zu müssen. Selbst im energiefressenden UMTS-Netz mit suboptimaler Abdeckung, selbst wenn ich mal mehr gesurft und Bilder verschickt habe, das Energiemanagement stimmt. Lediglich bei einer langen Autofahrt, bei der ich GPS und Google Maps genutzt und viel telefoniert habe, bin ich an die Grenzen des Akkus gekommen und musste am Abend nachladen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, das RIM das Akkumanagment verbessern kann. So blieb GPS bei mir aktiv, obwohl ich die entsprechende App geschlossen hatte – das ist auch ein Energiefresser.



Performance
Nativ ist der Bold 9700 eines der schnellsten Blackberrys, die ich in der Hand halten durfte. E-Mails, Kalender, Telefonbuch, das Menü – alles geht sehr gut und sehr schnell. Allerdings merkt man, dass die installierten Apps nicht mehr das Tempo draufhaben, das nativ vorhanden ist, aber das kenne ich ja auch schon von den älteren Blackberrys. Wird das Gerät über Wochen gut genutzt und sind viele Attachments, E-Mails, Kontakte und Fotos im Speicher, so kann man bei älteren Modellen feststellen, dass diese mit der Zeit langsamer werden. Beim Bold 9700 ist das zum Glück nicht der Fall, hier hat RIM in der Firmware deutlich nachgebessert.

Wie schlägt sich der Bold 9700 im Vergleich zu anderen Smartphones? Durchaus passabel und als würdiger Gegner, nur beim Aufruf von Apps fällt der 9700 im Gegensatz zum Droid und dem 3Gs deutlich ab. Gründe sind sicherlich das Betriebssystem und die Java Virtual Machine, die bremst Anwendungen schon mal kräftig aus.

Fazit
Der beste Blackberry überhaupt? Ja! Definitiv! Selten hat mir ein Blackberry soviel Spaß gemacht. Neben dem Business-Leben gibt es nun auch noch ein Feierabend-Leben mit dem Blackberry. Abstriche muss man bei Apps machen, beim Surfen und beim Navigieren, hier ist das Blackberry deutlich langsamer als die Konkurrenz. Das Erlebnis ist deutlich besser als bei den Vorgängern, aber im Jahre 2010 gibt's halt eine starke Konkurrenz an der man sich messen muss. Wer einen Blackberry braucht, kann getrost zuschlagen.


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4 Kommentare


fluxx am 05.02.2010 um 15:50 Uhr:

Mein E71 macht mir beim Musik hören keine Freunde, ein hörbares Grundrauschen und sehr flacher Sound selbst wenn man bessere Kopfhörer per Adapter anschließt. Kannst du unter Verwendung ordentlicher Kopfhörer etwas über die Klangqualität des Bold beim Musik hören sagen? Gibt es ein Grundrauschen, wie ist die Soundqualität allgemein?

Neben Apples iPhone sind RIM’s Geräte ja mit die einzigsten, welche zumindest nicht kopiergeschützte Musik aus der gut gepflegten iTunes Bibliothek synchronisieren :-)


Joerg Pittermann (Gastautor) am 05.02.2010 um 15:51 Uhr:

Die Musikqualität war durchaus ok, so ähnlich wie ein iPod oder ein iPhone.


fluxx am 05.02.2010 um 16:06 Uhr:

Also in der Liga eines ordentlichen MP3 Players :-)

Danke für die Info!


blackberry Ping am 08.02.2010 um 15:20 Uhr:

Ich möchte das Teil wirklich gerne haben! Vor allem die neue Navigation wirkt ganz Flüssig, genau wie es sein soll. Dabei ist das Pingen (gebührenfrei Kurzberichten verschicken) wirklich klasse. Immer mehr Leute haben ein Blackberry wodurch sie auch imstande sind die kostenlose Berichten zu verschicken.



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