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Produkttest: BlackBerry Bold 9700 – Teil 1

Business-Smartphone der Spitzenklasse?

 
04.02.2010, 17:05
Joerg Pittermann
Gastautor
 
Themen: Produkttest | 0 Kommentare
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RIM schraubt mit dem neuen Blackberry Bold 9700 die Erwartungen hoch. Es ist laut RIM „the best Blackberry ever“ und es ist der zweite Blackberry Bold. Nach dem Bold 9000 ist das Bold 9700 eine Verbesserung, die sich angeblich sehen lassen kann. Der Formfaktor des Curve 8900, die UMTS-Features und die Tastatur des 9000 und das Touchpad des 8520 machen das 9700 wenigsten den Features nach zum Über-Blackberry. Also habe ich mal frohgemut dieses Smartphone bei Cyberport bestellt, eine meiner Multi-Sims mit dem Blackberry-Dienst eingelegt und ein bisschen getestet.

Hintergrundinformationen
Eine meiner E-Mail-Adressen ist bei Google, ebenso einer meiner Kalender und ein Teil meiner Kontakte. Aktuell habe ich meine E-Mails immer mobil mit dem iPhone abgerufen, davor nutzte ich ein beliebiges Smartphone und dazu das Blackberry als E-Mail-Maschine. Ich hatte den Blackberry Bold 9700 für einige Wochen im Test und dank des Blackberry Internet Service und Google Sync war es mir ein Leichtes, mit meinen E-Mails, Kontakten und Kalenderdaten mal eben schnell drahtlos auf ein neues Smartphone umzuziehen. Also konnte ich das Blackberry als Hauptsmartphone einsetzen und entsprechend testen. Die Dienste von Blackberry kann man im vollen Umfang nur dann nutzen, wenn auch der entsprechende Dienst beim Mobilfunkanbieter freigeschaltet ist. Es fallen monatliche Kosten von 0 bis hin zu 20 oder mehr Euro an, aber das hängt vom Mobilfunkanbieter ab.

Technische Daten
  • Betriebssystem: RIM (proprietär)
  • Netzstandard: GSM-Quadband (GSM 1900/1800/900/850), HSDPA
  • Push-Email: ja
  • Display: TFT LCD-Display, 65.000 Farben, 480 x 360 Pixel
  • Displaygröße: 2,44 Zoll
  • Bluetooth: ja, 2.0
  • Bluetooth A2DP (Stereo): ja
  • WLAN: ja, 802.11a/b/g
  • GPS: ja, mit A-GPS
  • interner Speicher: ca. 256 MB
  • microSD: ja, erweiterbar bis zu 16GB
  • Tastatur: QWERTZ-Tastatur
  • Kamera: 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofocus

    Unterstützte Dateiformate:
  • Video: XviD teilweise unterstützt, H.263, H.264, WMV3, MPEG4, Sorenson Spark & On2 VP6 (Flash-Unterstützung)
  • Audio: .3gp, MP3, WMA9 (.wma/.asf), WMA9 Pro/WMA 10, MIDI, AMR-NB, Professional AAC/AAC+/eAAC+

  • Energieversorgung: 1500-mAh-Lithiumakku
  • Stand-by: GSM bis zu 500 Stunden, UMTS bis zu 400 Stunden
  • Sprechzeit: bis zu 6 Stunden
  • Musik-Wiedergabezeit: bis zu 38 Stunden
  • Abmessungen (BxHxT): 109 x 60 x 14,1 mm
  • Gewicht: ca. 122 g

    Unboxing & Erster Eindruck
    In einem Standard-Blackberry-Karton (ich bin mal gespannt, wann die Kanadier auf schickere Umverpackungen ähnlich Apple umsteigen) kommt in der typischen Eierschalen-Verpackung ein durchaus umfangreiches Paket beim Nutzer an. Sogar ein (Kunst-) Lederholster, ein Stereo-Headset und eine microSD-Karte (knickerige 2 GB) sind dabei, so sieht das inzwischen leider nicht mehr bei jedem Blackberry aus. Natürlich gibt es auch ein (microUSB-) Ladegerät samt USB-Kabel für den Abgleich mit dem mitgelieferten Desktopmanager dazu. Anleitungen findet man auch in der Packung, aber die brauche ich nicht wirklich.


    Bilderstrecke: BlackBerry Bold 9700


    Als ich das erste Mal das 9700 in der Hand hielt, hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis: Wieder ein billiges Plastik-Blackberry wie das 8520, der haptische Eindruck des Blackberry 8900 ist noch immer ungeschlagen. "Dank" des Plastikrückens kommt beim 9700 dieses Billiggefühl auf, es ist aber nicht das absolute Billiggefühl wie beim 8520. Dass das Blackberry 9700 etwas hochwertiger als die 8520er Serie ist, merkt man schon. Wie dem auch sei, alles in allem ist das 9700 ein schickes, leichtes und durchaus angenehm anzufassendes Smartphone, welches wirklich gut in der Hand liegt oder in der (Jackett-) Tasche steckt. Das Design gefällt mir besser als das des allerersten Bold 9000.

    Tastatur
    Die Tastaturen der Blackberrys waren für mich schon immer sehr gut und darauf kommt es ja eigentlich auch an, denn als E-Mail-Maschine steht und fällt die Funktionalität mit den Tasten. Allerdings gab es in dem sehr guten Bild Abstufungen. Am besten haben mir eigentlich die großen Tasten des Blackberry Bold 9000 gefallen, allerdings war dort das Gehäuse zu massig. Das Gehäuse des Curve 8900 war optimal aber die Tasten waren nicht perfekt und die anderen Curves waren Abstufungen dazwischen. Jetzt gefällt mir alles sehr gut, denn die Tastatur, das Gehäuse und das damit verbundene Handling sind perfekt. Sicherlich stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine da, aber ich kenne auch Menschen, die auf das SureType-Keyboard des Pearls schwören und nichts von dem QWERTZ-Keyboard eines Bolds wissen wollen. Hier muss jeder für sich die Präferenzen austesten und entscheiden.

    Der Umstieg vom iPhone mit dem Touchscreen-Keyboard zu einem echten Keyboard ist mir in den ersten paar Tagen etwas schwer gefallen, aber dann hat die Gewohnheit gegriffen und ich habe auf dem Bold meine E-Mails genauso schnell wie immer runtergetippt. Diese Geschwindigkeit erreiche ich mit dem iPhone sicherlich nicht, das für mich die beste Tastatur unter den Touchscreen-Tastaturen hat, aber dafür ist dort der Formfaktor besser.



    Display
    Das Display ist einfach nur gigantisch. Die Auflösung von 480x360 Pixeln auf einem so kleinen Display macht das Arbeiten mit dem Smartphone so schön wie beim Curve 8900, das das Display an das Bold weitervererbt hat. Zur Erinnerung: Das alte Bold hatte eine Auflösung von 480x320 Pixeln. Es gibt zwar Stimmen die behaupten, dass das Display des Curve 8900 noch einen Zacken besser sei als das des Bold 9700, insbesondere im Hinblick auf Kontrast und Blickwinkel, aber das überzeugt mich nicht wirklich. Ich finde beide ausgezeichnet. Nimmt man wieder andere, ältere Smartphones in die Hand, so kommen einem die Tränen, wenn man nur auf Displays schaut, die mit ca. 50 Prozent der Pixel des Blackberrys auskommen müssen.

    Die Helligkeit vom Bold 9700 ist in vielen Stufen fein einstellbar, von 100 möglichen Prozent habe ich lediglich 40 Prozent gewählt, das ist ein guter Kompromiss zwischen Energieersparnis und guter Ausleuchtung. Im Sommer würde ich mir aber überlegen, die Helligkeit hochzuregeln, damit ich auch im grellen Sonnenlicht noch etwas erkennen kann. Im düsteren Winter reichen 40 Prozent locker aus.

    Im zweiten Teil meines Testberichtes komme ich zu sprechen auf das Trackpad, das Gehäuse und weitere Funktionalitäten.


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