Bildquelle: Foto von Topanga/Anne (Flickr-Profil), veröffentlicht unter einer Creative Commons-Lizenz.
Am Wochenende weilte ich zum wiederholten Male bei unseren belgischen Nachbarn, ebenso fand sich abermals die Gelegenheit, das Land auf seine kulinarischen Fähigkeiten hin zu untersuchen. Nach einem kleineren „Shopping-Marathon“ am Samstag, verfiel meine Freundin auf die Idee mir ein Eiscafé der besonderen Art zu präsentieren. Zunächst ging es von Antwerpen in die kleinere Ortschaft
Zandhoven, ca. 20 km entfernt und somit per Automobil in gut 20 Minuten zu erreichen.
Ziel war die Lokalität
„IJscafe Den Draver“, gelegen an einer etwas größeren Straße und somit nicht wirklich zu verfehlen. Nachdem unser Personenkraftwagen einen geeigneten Stellplatz erhielt, machten wir uns ins Innere des Restaurants auf. Die Ausstattung wird durchaus gehobenen Ansprüchen gerecht, wirkt aber nicht allzu versnobt. Entsprechend „normal“ sind diesbezüglich auch die Gäste: Familien, Liebespaare und alte Omis teilen sich gemeinsam die Räumlichkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht wirklich verstehen, was denn nun so besonders an diesem Ort ist. Dann erblickte ich einen Jungen, der sich hier eine Portion „frietjes“ (Pommes) schmecken lies. Langsam ahnte mir Böses. Mir war ja schon bekannt, dass die Belgier teilweise einen etwas sonderbaren Geschmack besitzen, da wird gerne mal herzhaft mit süß gemischt. Die Vermutung lag also nahe, das dieser Bursche Pommes mit Eis vertilgt. Allein der Gedanke daran ließ mich erschaudern.
Sogleich teilte ich diese Erkenntnis meiner Freundin mit. Die mir jedoch nur teilweise zustimmte. Des Rätsels Lösung? Die Pommes stellten sich als kleine Marzipanstreifen heraus, welche mittels Bunsenbrenner noch den richtigen Schliff erhielten. Eine Portion Schlagsahne imitierte die Mayonaise, darunter befanden sich drei kugeln Vanilleeis. Diese und andere Präsentationswunder kann man nun also hier in diesem Eiscafé vorfinden. Ich musste nicht lange überlegen und schritt zum Selbsttest.
Machen wir es wie immer kurz: es schmeckt. Jedoch muss man sagen, dass mit dem Marzipan nicht gespart wurde. Es braucht also schon einen gesunden und vor allem leeren Magen um mit dieser Menge (schätzungsweise 100 bis 200 Gramm) zurechtzukommen. Kostenpunkt? Mit ca. 8 Euro ist man dabei, klingt nach viel Geld, allerdings stimmen hier Preis und Leistung. Eine Präsentation der ausgefallenen Art ist dabei inklusive, schließlich ist das Auge ja mit. Wer also einmal Eis auf eine nicht ganz alltägliche Weise genießen möchte, dem kann man nur raten hier einmal vorbeizuschauen. Aber Achtung: Montag und Dienstag ist geschlossen und vor allem: Bitte nicht auf die Kalorien achten!!!
PS zur Bilderquelle: Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber wozu gibt es ja das Internet und vor allem Flickr. Obiges Bild fand ich sowohl
da, als auch im dazugehörigen
Blogeintrag einer jungen Belgierin. Der
creative commons sei dank, kann ich dies hier ersatzweise präsentieren. Das nächste Mal wird die Kamera natürlich mitgenommen und eigene Bilder nachgereicht.