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Office to go: iPod touch (iPhone) – Teil 1

Documents to go, Notebooks und FileAid

 
18.11.2009, 10:20
Dirk Haase
Gastautor
 
Themen: Produkttest | 1 Kommentar
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Wenn jemand eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen. Ein Reisetagebuch kann sicher auch weiterhin analog (handschriftlich) geführt, der Reiseplan ausdruckt und die Adressen für die Ansichtskarten im Adressbuch herumgetragen werden, aber mit einem iPod touch (oder iPhone) im Gepäck lässt sich dies sicher einfacher realisieren. Hier will ich nun schreiben, welche „Apps“ ich mir für diesen Zweck installiert habe. Für das Reisetagebuch wurde „Documents to Go“ (7,99 Euro) gewählt. Das Paket ist sicher für diesen einen Zweck zu viel, eine kleine Tabellenkalkulation kann hin und wieder von Nutzen sein. Zuerst stand ich der Bildschirmtastatur kritisch gegenüber, aber inzwischen geht das Schreiben flott von der Hand, sowohl im Vertikal- als auch im Horizontalmodus.

Das ganze gefällt mir so gut, das ich inzwischen mein Netbook verkauft habe und somit viel Platz und Gewicht im Rucksack sparen kann. Zum MS-Word-Teil des Programms gibt es nicht viel zu schreiben, über eine kleine Symbolleiste am unteren Bildschirmrand stehen alle möglichen Optionen (z.B. Speichern, als Email versenden) und Formatierungen (z.B. Fett, Kursiv) zur Verfügung. Wird etwas länger auf ein Symbol getippt, erscheint eine Beschreibung zu diesem. Allerdings in Englisch, denn es gibt keine Deutsche Version der App. Ebenso verhält es sich mit der Tabellenkalkulation, mit welcher sich MS-Excel-Dateien bearbeiten lassen. Die Englischsprachige Version sollte aber niemanden vom Kauf abhalten, denn die Symbole sind eindeutig und ansonsten ist die Nutzung von Word und Excel von keiner Sprache abhängig.

Ein Nachteil dieser App ist, das die Synchronisation nur im lokalen WLAN funktioniert (über eine zusätzlich zu ladende Desktop-Anwendung, erhältlich für Mac OS X und Windows), ansonsten erscheint eine Fehlermeldung. Zur Synchronisation werden der/die gewünschten Ordner in die Desktop-Anwendung gezogen oder über das Programm hinzugefügt. Die Synchronisation kann sowohl vom Desktop als auch vom iPod/iPhone aus gestartet werden. Ein weiterer Nachteil, welcher aber auch auf „QuickOffice“ zutrifft ist, das nur MS Word und MS Excel als bearbeitbare Formate unterstützt werden. Ist dieses Paket nicht auf dem Mac oder PC installiert, sondern iWork oder OpenOffice (ebenso NeoOffice bzw. StarOffice) müssen alle benötigten Dokumente exportiert werden. Bei OpenOffice kann dies evtl. verschmerzt werden, da das Programm auch doc- bzw. xls-Dateien speichern kann. iWork '08 speichert dagegen grundsätzlich im eigenen Format. Warum das freie OpenOffice-Format bisher nicht in die Programme aufgenommen wurde, kann ich nicht verstehen und ein „OpenOffice for iPhone“ wird es wohl lt. diversen Aussagen im OpenOffice-Forum nicht geben. Neben der Bearbeitungsmöglichkeit für MS Word und Excel (für die Versionen 97-2004) können mit dem Programm weitere Formate angezeigt werden: Powerpoint, Adobe pdf, iWork '08 und '09, html-Dokument und diverse Bildformate.


Bilderstrecke: Documents to go


Zur Auswahl stand auch „QuickOffice“ (7,99 Euro), wobei ich dieses aufgrund der schlechten Bewertungen im App-Store nicht gekauft habe. Es bietet gegenüber „Documents to go“ allerdings einige Vorteile: die Dokumente werden über „MobileMe“ synchron gehalten (andere WebDAV-Dienste werden aktuell leider nicht unterstützt) und das Programm ist als deutsche Version erhältlich.

Darf das ganze etwas einfacher sein, könnte „Notebooks“ (4,99 Euro) interessant sein. Hier können zwar nur Notizen in reinem Textformat erzeugt werden, allerdings bietet die App eine Synchronisation über diverse WebDAV-Dienste an (z.B. MobileMe, web-SmartDrive, gmx-Mediacenter). Die Notizen können dabei in „Büchern“ abgelegt werden, was hilft die Übersicht zu bewahren. Auf dem WebDAV-Server erschienen diese als eigene Verzeichnisse. Hin und wieder stürzt die aktuelle Version (2.7) aber bei einem Synchronisationsversuch kommentarlos ab (Version 3.0 wurde inzwischen eingereicht, ist aber aktuell noch nicht verfügbar). Eine lokale Synchronisation steht über „SyncDocs“ zur Verfügung. Sowohl einzelne Notizen als auch ganze Bücher lassen sich mit einem Leseschutz versehen. Ist dieser aktiv, so ist die Notiz / das Buch für den Benutzer unsichtbar. Erst nach Eingabe des korrekten Codes werden diese Informationen wieder angezeigt.

Als Dokument-Betrachter kann das Programm ebenso genutzt werden. Dabei werden wie schon bei den beiden erstgenannten Programmen die direkt von Apple eingebauten Viewer genutzt (doc, xls, pdf, iwork etc.).

Ein reiner Betrachter mit lokaler Synchronisation per USB-Kabel ist die Kombination aus „FileAid“ (kostenlos) - auf dem iPod touch/iPhone und „DiskAid“ (9,90 Dollar) auf dem Mac oder Windows-PC. Neben den bereits oben erwähnten Formaten bietet dieses Programm zusätzliche Unterstützung für OpenOffice und diverse Audio- und Videoformate. Ein ebenso nicht zu unterschätzender Vorteil ist die einstellbare Zugangssperre, so können die Dokumente nur gelesen werden, wenn der richtige Code beim Programmstart eingegeben wurde. Besonders im Urlaub, wenn der iPod touch / das iPhone von anderen Leuten genutzt wird, z.B. um Fotos anzuschauen, sind die in dieser App abgelegten Dokumente,Reiseunterlagen, Ausweisscans etc. vor Blicken geschützt.


Bilderstrecke: Notebooks und FileAid


In zweiten Teil werden weitere nützliche Programme für Unterwegs vorgestellt, sofern nicht schon im CyberBloc vertreten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Offline-Verwendung gelegt, denn zum einen ist der iPod meistens Offline in Verwendung und die beste UMTS-Flatrate nützt den iPhone-Besitzern im Ausland auch nichts.



1 Kommentar


nastorseriessix am 18.11.2009 um 10:51 Uhr:

Eine iPodTouch/iPhone-Version des iWork-Packet müsste es geben, natürlich korrekt angepasst, am besten direkt von Apple!



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