Kommentar zu Apple: Der Hype frisst seine Kinder!Gedanken eines wahren Fanboys – Songs by Tocotronic |
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| Themen: Mac • Zeitgeist | 12 Kommentare |

Sehr gut, einer der “alten” Generation spricht mir aus dem Herzen!
Und wehe ihr habt heute keine iPads um mein Fanboy Herz zu befriedigen ;-)
Ganz toller Artikel. Spricht auch mir aus ganzem Herzen.
Bin ja Apple indirekt dankbar dass es so gekommen ist. Ich kaufe nicht mehr “blind” alle meine
technischen Gadgets bei Apple. Schaue mich jetzt auch vermehrt bei allen anderen um. Das iPad habe ich in der jetzigen Version schon abgeschrieben, und mir ein Sony Vaio X11 gekauft - und bin nicht unglücklich damit.
@Sven:
Ich sehe das ganz nüchtern. Apple pflegt wie viele andere bekannte Marken im Konsumgüterbereich die konsequente Markenführung als wesentlichen Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Mit ist das klar geworden, als ich im letzten Herbst in San Francisco und in Soho im Apple Store war. Wenn man dort gegenüber in einen Store von Diesel oder Guess geht, ist das in punkto Markeninszenierung auch nicht viel anders. Einen Unterschied macht vielleicht die größere Anzahl an Verkaufsberatern in den Apple Stores aus. Das liegt aber daran, dass viele Kunden konkrete Fragen zur Nutzung und Bedienung haben. In Städten wie San Francisco und New York gehört Apple zum gewöhnlichen Alltag der etwas höherwertig konsumorientierten Leute wie hierzulande Audi oder Boss.
Wir setzen in unseren Cyberport Stores in Berlin und Dresden auf eine markengerechte Präsentation und vor allem kompetente Beratung. In unserem Online-Shop setzen wir auf eine große Anzahl an Ausstattungsvarianten und ein sehr umfangreiches Zubehörsortiment. Worauf Apple in Deutschland unbedingt achten muss, ist die Beschädigung der Marke durch die discountorientierte Vermarktung bei den großen Elektronikketten und neuerdings bei vielen Elektronikhändlern im Internet, zu vermeiden. Das Verramschen an jeder Ecke ist das größte Risiko für Apple. Das ist aber bei allen Markenartiklern die eigentliche Gefahr im Mainstream.
Vielen Dank zunächst für die positiven Rückmeldungen auf meinen Artikel, freut mich, dass man doch nicht ganz allein mit seiner Meinung dasteht.
@ SteveJ: Hoffe du hattest Glück und konntest dein iPad noch ergattern.
@ Olaf: Ich sehe die Situation schon realistisch, daher auch mein gewachsener Abstand zu bzw. die kritische Auseinandersetzung mit Apple. Ich pflichte dir bei, Apple mittlerweile als normalen Markenartikler zu betrachten. Dies mit allen Vor- und Nachteilen für die Firma. Der Vorteil besteht vor allem im aktuell und zukünftig gut laufenden Geschäft für die Kalifornier, hierfür bedarf es „nur noch“ einer geschickten Markenführung. Man könnte es zynisch auch als das sprichwörtliche Melken der Kuh bezeichnen. Nachteilig ist indes jedoch die zu erwartende Austauschbarkeit der Marke. Momentan ist dies noch nicht der Fall, doch wie beschrieben am Beispiel Sony, ist eine mögliche Entwicklung dahin nicht von der Hand zu weisen.
Solange sich die „alte Garde“ der Fanboys wie unsereins noch aktiv den Kopf darüber zerbricht, ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen. Doch wie steht es um die neue Generation von „Fans“? Ähnlich wie bei Kleidungsstücken spielt der Faktor „Coolnes“ zwar eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Kauf dar, allerdings ist dieser Kult-Faktor bei einer Vielzahl der Kunden nur auf Zeit an Apple vermietet. Will heißen, bei erneuten Misserfolg durch eine fehlgeleitete Markenführung (bspw. durch die von dir erwähnte Überdistribution plus die von mir genannten Imageproblematiken), sind diese neu gewonnen Kunden auch ganz schnell wieder weg.
Meiner Meinung nach muss Apple wieder verstärkt auf etwaige Vorwürfe eingehen. Das Beispiel Greenpeace (so populistisch es auch sein mag) hat gezeigt, dass Apple durchaus eine Bewegung für sich positiv assimilieren kann – seitdem wird Apple nicht müde zu betonen, wie umweltfreundlich die Produkte sind, ein Faktor den vorher in Cupertino niemanden interessiert hat. Nun, bevor Apple bspw. durch die Justiz gezwungen wird, Beschränkungen des App-Stores aufzuheben, sollte man aktiv das Thema für sich vereinnahmen und z.B. eine unabhängige Kommission berufen, die über die Pressefreiheit innerhalb des App-Stores wacht.
ihr seid süß!
Hallo Sven,
du hast den Nerv vieler alter Macuser getroffen. Schauen wir mal wie sich Appel in den nächsten Jahren weiter entwickelt.
Gruß
Sascha
@ Sven
Erfolgreich eins bei euch in Berlin Steglitz ergattert. Aber von dem ganzen Hype war da nichts zu merken, von wegen Schlangen oder so.... Konnte in Ruhe vor dem Laden meinen Kaffee trinken ;-) Aber nochmal danke für den Tipp mit Steglitz…
Volltreffer, Sven! Es ist echt schade, dass der ursprüngliche Kernmarkt (die Kreativen) von Apple immer mehr vernachlässigt wird. So cool ein iPad sein mag, es ist zum reinen Konsum von vorausgewählten Inhalten konzipiert. Das ist pures »think like us«.
Super Artikel… Vorallem sehr passende Titel von Tocotronic-Songs. Es lebe die Hamburger Schule :-)
Trifft den Nagel auf den Kopf und leider wahr.