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Im Vergleich: Acer Aspire 1830T vs Lenovo Ideapad U160

Kleine Hilfe für die Kaufentscheidung

 
27.07.2010, 15:46
Matthias Schleif
Redaktion
 
Themen: Produkttest | 30 Kommentare
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Offensichtlich fällt es vielen Interessenten schwer, sich zwischen den "auf dem Papier" sehr ähnlichen, neuen Subnotebooks von Lenovo und Acer zu entscheiden. Beide Modelle sind mit einer der neuen Stromspar-iCore Prozessoren von Intel ausgestattet und weisen auch ansonsten recht ähnliche Ausstattungsmerkmale auf. Zwar gibt es sowohl von Acers Aspire 1830T sowie auch von Lenovos Ideapad U160 widerum unterschiedlich ausgestattete Varianten, aber der Vergleich der beiden mittelgrossen, jeweils mit einer i5Core-CPU bestückten Systeme, wie ich sie in der letzten Woche bereits im Einzelnen vorgestellt hatte, zeigt zusätzlich die Unterschiede in der Modellphilosophie der Firmen.

Vorteil Acer
Rein technisch hebt sich das Acer Asspire 1830T durch 4GB Arbeitspeicher und das 64bittige Windows 7 (2GB und 32bit Win7 beim Ideapad) schonmal ein wenig ab. Der Windows Leistungsindex gibt dazu eine bessere Leistung für die Grafik (3.3 vs 2.9) und eine deutlich bessere Leistung für die CPU an. Trotz der "kleineren" Modellbezeichnung i5-430UM schlägt der Prozessor des Acer Subnote den Konkurrenten i5-520 im Ideapad mit 5.3 zu 3.7 Punkten um Längen. Einen weiteren Pluspunkt sammelt das 1830T mit den grossen Zugangsklappen auf der Unterseite, die ein Auf- und Umrüsten des Systems vereinfachen. Das Ideapad müsste dazu recht umständlich auseinander genommen werden, wie es auch schon unser Leser Sascha beschrieben hat. Weitere kleine Vorteile des Acer sind ein grösserer Display-Öffnungswinkel und ein stabiler Netzanschluss, der allerdings an einem etwas zu kurzen Kabel hängt.
Einer der wichtigsten Vergleichspunkte betrifft die Akkus und ihre Leistung. Zuerst einmal die profane Kritik: Acer integriert den Akku besser ins Gehäuse, was zur Folge hat, dass dieser nicht an den Oberschenkeln kratzt, wenn man das "Laptop" auf dem "Lap" (Schoß) benutzt. Das Ideapad produziert dagegen rote Druckstellen und Kratzer durch die scharfkantigen Ränder der Batterie. In punkto Leistung liegt Acers Aspire 1830T ebenfalls klar vorn, denn bei mittlerer Helligkeit im Energiesparmodus und ohne WLAN zeigt dies eine Restlaufzeit von mehr als 12 Stunden an, die auch fast erreicht werden. Bei gleichem Setting gibt die Software des Ideapad eine Restlaufzeit von lediglich etwas mehr als 4 Stunden an, was im Gegensatz zu den in der Werbung genannten 8 Stunden doch ein bischen wenig ist. Acht Stunden schafft dies wohl höchstens im standby-Modus.
Bemerkenswerterweise kann Acer auch bei der Verarbeitung und dem Design punkten, wobei Letzteres auch immer Geschmackssache ist. Zwar unterscheiden sich die Modelle in diesem Punkt nicht so sehr, aber -wie schon im zugehörigen Unboxing-Artikel erwähnt- ist das Idepad noch "plastikiger" und klappert auch an manchen Stellen, wohingegen zumindest die Handballenauflage des Aspire 1830T deutlich hochwertiger und "metallener" ausfällt.


Bilderstrecke: Acer Aspire 1830T


Vorteil Lenovo
Die Vorteile des Lenovo Ideapad gegenüber seinem Konkurrenten sind nicht ganz so gravierend und betreffen eher Feinheiten. So leuchten einem an diesem keine fiesen, blauen LEDs ins Gesicht und der Bildschirm ist ein wenig fester angeschraubt und kippt daher nicht so leicht nach hinten. Die weisse Tastatatur erlaubt ein sicheres Scheiben auch im Halbdunkeln und das Touchpad, das man auch per FN-Taste abschalten kann, ist deutlich besser zu erfühlen und bietet mehr Multitouchfunktionen, als das viel zu kleine und nahezu gar nicht zu erfühlende Touchpad des Acer Subnotebooks.
Des Weiteren kann Lenovo mit einem zusätzlichen eSATA-Anschluss punkten und bringt darüber hinaus mit den Programmen "Direct Share", "VeriFace" und "One Key Recovery" die ausgeklügeltere Software mit. Hinzu kommt eine grössere Farb- und Modellauswahl bei Lenovo, so dass für jeden Geldbeutel und Geschmack etwas dabei sein sollte.


Bilderstrecke: Lenovo Ideapad U160


Unentschieden
Die Tastaturen sind zwar sehr unterschiedlich, leisten aber beide hervorragende Arbeit. Das Chicklet-Keyboard des Lenovo Idepad U160 ist zwar etwas kleiner geraten, was sich z.B. an den recht grossen Seitenrändern zeigt, die einzelnen Tasten lassen sich aber durch ihren Abstand zueinander sehr gut erfühlen. Die in Acers Aspire 1830T eingebaute Tastatur weist zwar nicht diese hilfreichen Tastenabstände auf, ist dafür aber um einiges grösser (kleine Seitenränder), was auch für die einzelnen Tasten gilt. Die im Gegensatz zu allen anderen Herstellern vertauscht angeordneten FN- und STRG-Tasten am Ideapad sind dazu zumindest gewöhnungsbedürftig.
Die Displays an beiden 11.6 Zoll Notebooks lösen mit 1366x768 Punkten auf und sind hell und scharf. Hier ist also ebensowenig ein Unterschied festzustellen, wie bei den Standards wie Webcam, USB-Anschlüsse, Ethernet und dergleichen. Auch in punkto Hitzentwicklung oder Lüftereinsatz konnten bisher keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden. Der Ruhezustand benötigt an beiden Modellen etwa 25 Sekunden, bis der Rechner aus ist. Beim Wiederaufwachen vergehen -ebenfalls an beiden Systemen- lediglich 20 Sekunden.

Geschmackssache
Mir persönlich hat besipielsweise die orangene FN-Beschriftung an Lenovos Ideapad U160 gar nicht gefallen, auch wenn sie meinetwegen in lichtschwacher Umgebung besser zu erkennen ist. Auffällig finde ich auch den an beiden Modellen stark ausgeprägten Plastiklook und das davon ablenkende Deckeldesign, welches ich am Acer um Nuancen schöner fand, weil es wenigstens eine einheitliche Materialverwendung vorgaukelt.
Einen fetten Minuspunkt sammelt aber Acer am Ende doch noch ein, denn das verbaute Touchpad grenzt an ein NoGo. Entweder muss man sich dieses so einrichten, dass man damit besser zurecht kommt und es nicht laufend scrollt oder klickt, obwohl man doch nur den Mauszeiger schieben wollte. Oder man benutzt eben eine externe Maus, denn in der Grundeinstellung nervt es wirklich.

Fazit
Man sieht, wie schwer es ist zwei unterschiedliche Modelle über einen Kamm zu scheren und zu sagen, welches nun "besser" ist (/watch?v=oftOCN1jkNo ab 0:30). Einen eindeutigen Kauftipp möchte ich daher auch gar nicht abgeben, denn sicher sind für den ein oder anderen Interessenten noch ganz andere Fragen wichtig, die ich hier gar nicht berücksichtigt habe. Falls dementsprechennd noch Antwortbedarf besteht, rein mit den Fragen in die Comments. Etwa eine Woche werde ich die Systeme noch testen dürfen, so lange kann ich gern jede Frage versuchen zu beantworten.



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30 Kommentare


PeterG am 27.07.2010 um 21:46 Uhr:

Ein wichtiger Punkt: Beide Displays sind ja spiegelnd; ist das bei beiden gleich störend oder unterscheiden sich die Displays insofern?


PeterG am 27.07.2010 um 21:48 Uhr:

Ups, noch etwas vergessen. Falls Du eine Vergleichsmöglichkeit hast: Wie ausgeprägt/störend sind Spiegelungen z. B. im Vergleich zum Acer 1810?


Sascha Lars Strodthoff am 27.07.2010 um 22:37 Uhr:

@Matthias Schleif:
Kannst Du das Acer 1830T bitte einmal wiegen? Mich würde interessieren, ob es gerade noch 1,4 Kg wiegt, oder echte 1,4 Kg?

Im Vergleich zum Acer 1830T hat das Lenovo U160 nur einen 4400mAh Akku, welches auf jeden Fall negativ für den Laufzeitvergleich ist.

Siehst Du eine Möglichkeit, die beiden installierten Windows Systeme miteinander zu vergleichen. Ich finde den Unterschied im Leistungsindex doch schon zu groß, weil sonst die Hardware ja schon vergleichbar ist.
Allerdings fließen in den Leistungsindex nicht nur die Rechenpower, sondern auch der Speicher und andere Variablen mit ein.

Vielleicht sollte man einen unabhängigen Test anstellen, damit die Aussagen auch vergleichbarer werden.

Beim TouchPad muss ich Dir recht geben, das vom Lenovo U160 ist schon aufgrund seiner rauhen (aber nicht kratzigen) Oberfläche grandios.
Meines erachtens hat das U160 seine optischen und haptischen Einbußen dem Preis und auch den Außenmaßen zu verdanken. Ich war schon erstaunt, wie das Gerät gefertigt ist und wie wenig Plat wirklich noch vorhanden ist.

Für beide Geräte würde ich aber auch auf jeden Fall eine SSD empfehlen. So läßt sich die Performance der CPU bzw. des Gesamtsystems schon besser nutzen. Was nützt eine super CPU (Leistung/Performance), wenn sie immer damit beschäftigt ist auf Daten der Festplatte zu warten.

Die CPU wird mit 18W TDP angegeben, was im Vergleich zu einem ATOM recht viel ist, jedoch ist in den 18W TDP auch der im Chip integrierte Grafikbaustein mit eingerechnet.

Sascha


Matthias am 28.07.2010 um 11:24 Uhr:

@PeterG: hmmmmmmmm, das ist aber schwierig...ich seh ehrlich gesagt so keinen Unterschied zwischen der Schärfe der Displays oder ob einer mehr oder weniger spiegelt als der andere. Wenn man Wert auf solche Feinheiten legt sollte man sich eh nicht auf Aussagen anderer verlassen, sondern sich die Modelle selbst mal ansehen. Bzgl 1810T: nein, ich kann das nicht vergleichen...hab das Modell ja gar nicht da.. aber ich würd mal davon ausgehen, dass Acer nicht andauernd neue Displays ordert und sich die Qualität sehr wenig vom 1830T unterscheidet.

@Sascha: ebenfalls hmmmm ;-) Eine passende Küchenwaage besitz ich zwar gar nicht, aber ich kann mal bei einer befreundeten Restaurantbesitzerin fragen....heut nachmittag dann mehr dazu.
Bzgl Win-Leistungindex: ja es stimmt schon, dass dort auch Einzelwerte ausgegeben werden, die ich aber auch teils zitiert habe. Was meinst Du denn mit unabhängigen Tests? HDTune, Cinebench, etc kommen eh noch zum Einsatz; hier gings ja erstmal nur um einen Überblick für Unentschiedene. Die installierten Windows sind insofern vergleichbar, als das Lenovo auf ihrem 64bit-System ein 32 bittiges OS installiert, während man bei Acer ein passendes 64Bit OS installiert hat. Was interessiert Dich denn genau an den OS? Welche Tests fehlen Dir da?

Bzgl SSD geb ich Dir auf jeden Fall recht, nicht nur wegen der Geschwindigkeit. Nicht zuletzt wegen der Erschütterungsempfindlichkeit von normalen HDDs hat Lenovo das active protection system eingebaut, dass die Festplatte bei Erschütterungen kurz ausschaltet. Bei einer SSD unnötig, da sie keine beweglichen Teile hat. So kann man das Notebook auch mal auf die Seite drehen und als digitalen Bilderrahmen verwenden, oder dergleichen…


Sascha am 28.07.2010 um 14:16 Uhr:

@Matthias:
Danke, dass Du Dir die Mühe machst, das Acer auf die Waage zu legen. Ich habe in der Vergangenheit oft bemerkt, dass die Hersteller zwar eine Gewichtsangabe machen, diese aber meist vom Realen abweicht.

Bei den Benchmarks kann ich Dir selber nicht genau sagen, was ich da erwarten würde. Ich würde gern’ ein ‘ceteris paribus’-Test haben, d.h. alles bis auf die nicht veränderbaren Variablen ist gleich. Der Aufwand wäre zwar höher, man bekommt dafür aber einen ‘echten’ Test. Nach meinem subjektiven Empfinden ist die Abhängigkeit von Treibern, Herstellersoftware/-tools , Software- und Treiberversionen oft der ausschlaggebende Unterschied, bei sonst vergleichbaren Systemen.

Allerdings kann man auch argumentieren, dass jeder Hersteller für sein Bundle selber verantwortlich ist und man daher die Tests direkt auf ein ausgeliefertes System anwenden sollte. Lenovo ist Beispielsweise selbst schuld, wenn sie nur ein 32bit OS drauf packen. Außerdem ist so ein Test auch dichter an der ‘realen Welt’, weil der Standardbenutzer (falls es ihn überhaupt gibt) nicht gleich ein Upgrade macht, oder das System bis ins letzte tuned.

Ich würde gern parallel einen Test mit einem OS von einem ext. Medium (USB, SD, …) haben, der in gleicher Weise auf den zu testenden Geräten ausgeführt wird. Dort würde mich interessieren, ob die Leistungsdifferenzen dann wirklich noch vorhanden sind.

Es wird nicht einfacher!

Sascha


Matthias am 28.07.2010 um 16:45 Uhr:

Aaaaalso ;-)

die alte Küchenwaage misst folgendes:

Acer Aspire 1830T mit Akku: 1310g
ohne Akku: 1030g (Akku 280g)
Netzteil 180g
insgesamt also 1490g inkl Netzteil+Akku

Lenovo Ideapad U160 mit Akku: 1330g
ohne Akku: 1040g (Akku 290g)
Netzteil 240g
insgesamt also 1570g inkl Netzteil+Akku

80g mehr durch das stabile Netzteil beim Lenovo als Mobilsysteme ohne Netzteiul sind aber beide gleich schwer. DasNetzteil ist in den offiziellen Berechnungen wohl nicht dabei. Ich bin ja schon froh dass die Angaben inklusive Akku gemeint sind.

Bzgl Deiner Frage zu den “unabhängigen” Tests: ich hab ja immer noch ein Ubuntu auf nem Stick, nur weiss ich nicht genau, wie ich unter linux benchmarks mache. Antesten werd ich das aber auf jeden Fall einmal...evtl mach ich dann auch nen artikel dazu


Sascha am 28.07.2010 um 17:43 Uhr:

@Matthias:
Das mit dem Ubuntu auf’m Stick kannst Du (momentan) vergessen.  Ubuntu läuft zur Zeit nur im vesa-Mode ohne Kernel Mode Settings.  Das liegt an der in der CPU integrierten Grafikkarte. Ich habe schon einen BUG-Report abgesetzt und hoffe, dass es eine schnelle Lösung dafür gibt.

Das Display wird derzeit nicht richtig initialisiert.  Wenn Du über HDMI oder den VGA testest, sollte es aber funktionieren.

sascha


Maurice am 29.07.2010 um 22:20 Uhr:

Hallo Matthias, danke für den Test. Man findet einfach zu wenig zu diesen 2 Notebooks. Mich würde die Video/HD Performance interessieren, eventuell auch über nen HMDI an nen großen Monitor. Also ruckelt 1080p Youtube-Flashvideos mit der aktuellste Version, laufen Blu-Rays von externen Laufwerken oder wie verhält es sich mit Referenz-HD-WMV-Videos. Da es ja keine separate Grafiklösung gibt, sehe ich hier den möglichen Flaschenhals.

Danke für die Ausführungen zu Tastatur und Touchpad, da klingt das Acer leider echt fürchterlich.


Marcus am 30.07.2010 um 16:10 Uhr:

das lenovo u160 mit i7 prozessor und 4 gigabyte sollte wohl das zur zeit schnellste net/notebook mit 11,6 zoll sein, oder?

grüße,
marcus


Matthias am 30.07.2010 um 16:25 Uhr:

@Sascha: hma ja, stimmt...zumindest für das Ideapad, denn dem Acer Notebook habe ich wenigstens ein normales Bild entlockt, wenn auch sonst nicht viel “out of the box” ging (kein wlan, kein lan, keene fn-tasten, etc...getestet mit Ubuntu Netbook Remix 10.04).

@Maurice: die video und HD-Videoperformance ist ziemlich gutz, auch wenn ich jetzt kein ext. Blu-Ray Laufwerk habe. Die youtube-Videos in 1080p können beide Notebooks problemlos wiedergeben, wofür ich selbst eine Weile gebraucht habe, es zu verstehen...so ist das wenn man immer nur mit dem Netbook unterwegs ist und sich an 360p gewöhnt hat.
Meine eigenen aufnahmen in 720p/h264 stellen ebensowenig ein problem dar, wie die von MS heruntergeladenen Referenzvideos in 1080p/WMV (CPU-Last bei etwa 10-30%). Ich geh mal davon aus, dass auch ein Blu-Ray Filmchen laufen wird.

Und das mit der Tastatur am Acer hast Du glaub ich falsch verstanden: die Tastatur ist sehr gut, wenn auch nicht im chicklet-Style...das TP ist allerdings tatsächlich ziemlich schlecht.


Matthias am 30.07.2010 um 17:13 Uhr:

@marcus...Q.E.D. ;-)


Marco am 31.07.2010 um 10:53 Uhr:

Auf meinem U160 mit i5-520um laufen sowohl h.264 als auch VP8 (WebM) Videos in FullHD (1080p) mit dem mplayer und dem vlc unter Linux locker und mit genug “Reserven” - d.h. auf dem einen Screen läuft der Film, auf dem anderen kann ich “weitersurfen” ohne dass der Film auch nur im Geringsten ins Stocken gerät.
Hab es auf die Probe gestellt: Selbst wenn ich im Hintergrund eine Ogg-Vorbis-Kompression (oggenc) laufen lasse, merkt “das Publikum” beim Abspielen von h.264 FullHD gar nichts davon.


Marcus am 01.08.2010 um 15:40 Uhr:

@matthias: aber wer beweist es mir? du schreibst: trotz der “kleineren” Modellbezeichnung i5-430UM schlägt der Prozessor des Acer Subnote den Konkurrenten i5-520 im Ideapad mit 5.3 zu 3.7 Punkten um Längen. heisst ja, dass der ideapad mit i7 auch nicht unbedingt schneller sein muss als der acer mit i5, oder? ich kann mich einfach nicht entscheiden :-(


Matthias am 01.08.2010 um 16:35 Uhr:

Marcus, ehrlich gesaggt weiss ich es nicht genau, denn das Modell mit i7 konnte ich nicht auch noch als Testgerät erhalten, aber ich glaube, Sven ist nächste Woche wieder aus dem Urlaub zurück...vielleicht kann er dann ein paar kleine Tests mit einem U160 mit i7 im Laden machen. Ich werd ihn fragen aber es könnte sein dass er nach seinem Urlaub einige andere Dinge zu erledigen hat und es ein bis 3 Tage dauert...wir werden sehen.


Sascha am 02.08.2010 um 01:56 Uhr:

@Marco:
Hast Du zufällig schon eine Lösung für die KMS unter Linux gefunden?

Ich habe mir ein eSATAp-Kabel besorgt, die 500’er orig Platte am U160 angeschlossen und das Win 7 in betrieb genommen.

Bei mir ist ein Win 7 Home Premium 64bit vorinstalliert.
Dann habe ich den Leistungsindex ermitteln lassen.
Der Gesamtindex liegt bei 3.1 , weil die Desktopperformance der niedrigste Wert ist.

Der Prozessor ist mit einem Leistungswert von 4.0 angegeben.

Ich habe mir danach mal ein paar Gedanken zu den Unterschieden zwischen den Prozessoren im Acer im Vergleich zum Lenovo gemacht. Dann habe ich mir das Intel-Tool für die Anzeige der Prozessoraktivität installiert und den Leisungswert nochmal ermitteln lassen. Der Proz. hat nicht einmal den vollen Takt gesehen, geschweige denn den Turbo Boost.

Meine Vermutung ist, dass der reale Leistungswert für den i7 620UM bzw. i5 520UM höher liegt. Vielleicht liegt es ja an irgendwelchen Bios-Einstellungen, die man von Aussen nicht beeinflussen kann.

Falls ich noch Test’s mit dem Lenovo U160 i7 620UM machen soll, müsst ihr es nur sagen/schreiben. Ich werde aber nicht meine SSD mit dem Win 7 verseuchen. Das wird nur von der orig. Platte am eSATA-Port laufen. Ansonsten bin ich für sämtliche Schandtaten bereit.

Sascha


Matthias am 02.08.2010 um 14:01 Uhr:

@sascha...4.0 für die CPU ist wirklich nicht der Haqmmer, passt aber zu den von mir gemessenen 3.3 für die i5-520 (minimum 2,9, wie bei Dir für die Desktopleistung). Und das trotz des 64Bit-OS! Andererseits taktet die i5-520 CPU aber auch nur mit 1,07GHz, während die i5-430 mit 1,2GHz läuft, jedenfalls im Minimalmode. Bei den Höchstwerten liegt die 520er mit 1,86GHz wieder vorn (1,75GHz an der 430er).

Mit dem PI-Mod kann man doch der CPU relativ direkt einige Rechenaufgaben zuweisen...wär nett, wenn Du damit nochmal testen könntest. Dann können wir nochmal die Ergebnisse vergleichen, eine bessere Methode wüsst ich grad nicht.


Sascha am 02.08.2010 um 20:44 Uhr:

@Matthias:
Ich habe mir den Super-PI-Mod 1.5 XS runtergeladen und ein paar Durchläufe gemacht.

512K -> 15.475s
1M -> 40.950s
2M -> 01m 18.859s
4M -> 02m 55.859s
8M -> 06m 25.306s

Ich habe den “Intel® Turbo-​Boost-​Technik-​Monitor” mitlaufen lassen. Max waren knap 1.4GHz. Also denke ich, dass auch dieser Test nicht die Differenzen aufzeigen wird.

Mir kommt der Verdacht auf, dass die Stepping-Steuerung auch herstellerabhängig ist und über das Bios beeinflusst ist.

Ich werde nochmal in mich gehen und darüber nachdenken, wie man die CPU evtl. richtig testen kann.

Sascha


Matthias am 03.08.2010 um 20:00 Uhr:

@sascha....wohl nur unter DOS *lol*, glaubs mir, ich hab alles gegeben, aber ich bring die CPU nicht über 1,46GHz...man sieht aber dass nur der Multiplikator verändert wird, weil die Taktung geht jeweils um 133MHz hoch (1,07 auf 1,2 auf 1,33, 1,46)...nur dass über 1,46GHz eben nix mehr geht obwohl der i5-520 ja eigtl bis 1,75GHz takten soll. Ich kanns mir höchstens so erklären, dass die ganz schnelle Taktung nur bei sehr hoher Dauerbelastung aktiviert wird und ich dafür zu kurze Tests gefahren hab...andererseits hab ich mich n halben tag damit rumgeschlagen und das sollte ja wohl genügen.
Hätte da evtl noch nen anderen Erklärungsanzatz, warum die höchsten Stufen nicht eingeschaltet werden: die Prozessoren werden ja nach der Fertigung nicht nur auf Fehler sondern auch auf ihre Taktfestigkeit geprüft und erst daraufhin einer modellreihe bzw einer geschwindigkeitsklasse zugeordnet. Man kann also gar nicht genau sagen, wo die “100%"eines Prozessors sind, will sagen, bei welcher Taktung sich Fehler und Stabilität in erträglicher Waage befinden. Sollte sich die Fehlerfrequenz häufen wird halt wieder runter- bzw gar nicht erst hochgetaktet, so nehme ich an...wobei Deine Überlegung mit dem BIOS ja auch richtig sein kann, irgendeine versteckte Funktion wird es da vermutlich geben.
Nun ja, die iCore-UMs sind ja noch recht neu, vielleicht schreibt demnächst mal jemand ein Übertaktungstool dafür, dann kann man ja mal schauen, ab wann die Dinger so abrauchen...Du zuerst ;-)


Sascha am 03.08.2010 um 23:11 Uhr:

@Matthias:
Ich hoffe, dass es in Ordnung ist, wenn ich diesen Link hier einstelle.
http://www.mobicroco.de/hersteller-und-modelle/test-lenovo-ideapad-u160-turbo-boost-unterhaltungselektronik/17497.html

Das könnte Doch so einiges erklären.


Matthias Schleif (Redaktion) am 04.08.2010 um 10:05 Uhr:

@sascha...kein problem mit dem link, aber so erhellend war das jetzt nicht, sonst würdest Du ja nicht nach Erfahrungsberichten von Lesern fragen. Bin aber trotzdem mal gespannt, ob da was kommt…
Wie auch immer, ich hab noch rein zufällig das hier bei Intel gefunden:

von http://www.intel.com/technology/turboboost/

“It automatically allows processor cores to run faster than the base operating frequency if it’s operating below power, current, and temperature specification limits.”

“ The amount of time the processor spends in the Intel Turbo Boost Technology state depends on the workload and operating environment.

Any of the following can set the upper limit of Intel Turbo Boost Technology on a given workload:

* Number of active cores
* Estimated current consumption
* Estimated power consumption
* Processor temperature

When the processor is operating below these limits and the user’s workload demands additional performance, the processor frequency will dynamically increase by 133 MHz on short and regular intervals until the upper limit is met or the maximum possible upside for the number of active cores is reached.”

Um die schnellste Taktung zu verhindern reicht es also schon, wenn irgendeine Spannung zu hoch ist, der erlaubte Stromverbrauch zu niedrig eingestellt wurde oder die CPU etwas warm geworden ist. Und da liegt bestimmt der Hase im Pfeffer, denn die Lenovos, die ich bisher testen durfte, wurden alle recht warm...unvvergessen die schlechte Lüftersteuerung am ersten Ideapad S10e, bei dem Lenovo mit mehreren BIOS-Updates versucht hat, das Problem in den Griff zu bekommen. Vielleicht sollte man das mal im Kühlschrank testen…


Sascha am 04.08.2010 um 10:11 Uhr:

@Matthias:
Die Idee mit dem Kühlschrank gefällt mir. ;-)

Ich habe gestern auch ncoh ein bisschen im Netz gewühlt und herausgefunden, dass es ab und zu schon Probleme mit dem Turbo Boost gibt. Oft liegt es an irgendwelchen Treiber oder Bios Geschichten.

Ich werde auf jeden Fall mal dran bleiben und berichten.

Sascha


Sascha am 04.08.2010 um 13:11 Uhr:

Moin moin,

ich habe mir gerade den Spass gemach und bei Lenovo (Technische Hotline) angerufen.
Erstmal wurde ich verwundert gefragt, ob ich das Gerät überhaupt auf dem deutschen Markt gekauft habe.

Dann meinte der Support-Mitarbeiter, dass ich das Gerät doch einschicken möge, damit ein Techniker den Prozessor und das Mainboard testen kann.

Auf meine Frage, ob ich dann meine SSD drin’ lassen könne, antwortete mir der Support-Mitarbeiter, dass er nicht garantieren könne, dass das Gerät nicht wieder zurückgebaut wird und dass ich wahrscheilich keinen Garantieanspruch habe, weil ich die HW-Konfiguration geändert habe.

Dann hat er noch gesagt, dass es ca. 2-3 Wochen dauert, bis ich das U160 wiederbekommen würde.

Das habe ich mir so nicht vorgestellt!!!
Ich bin ziemlich sauer!

Eher schicke ich es zur c’t damit die sich mal darum kümmern!

:-(
Sascha


Matthias Schleif (Redaktion) am 04.08.2010 um 19:53 Uhr:

ärger dich nicht, so ein Supporter weiss auch nicht immer mehr und hat ja noch ein paar andere Systeme zu betreuen...statt der Einsendung zur Reparatur würde ich lieber mal einen Eintrag im Lenovoforum hinterlassen...dort muss man sich allerdings registrieren. Ich tippe mal dass Du von dort mehrund schnellere Hilfe bekommst als von der Werkstatt, die das gar nicht wirklich als Defekt ernst nehmen werden.
Bin ja mal gespannt ob am Ende ne Rückrufaktion daraus wird.

Und dass Du die Garantie verlierst wenn Du etwas änderst ist heute nicht mehr so restriktiv, keine Sorge. Im Zweifel müsste Lenovo Dir nachweisen dass Du etwas kaputt gemacht hast...sieht so aus, als wollte man Dir das Vorhaben dringend ausreden oder Dich abwimmeln ;-)


bjorn am 10.08.2010 um 16:04 Uhr:

Hi,

dasselbe war bei mir: der Ideapad U160 mit i7-U620 war nicht dazu zu überreden richtig hoch zu takten und fühlte sich langsamer an als ein Atom. (Windows User Experience Prozessor <4) Lenovo support meinte, das sei nicht normal es sei aber nichts darüber bekannt, ich sollte den Lenovo als kaputt zurückgeben. Auf irgendeiner chinesischen website war aber ein Unboxing screenshot mit User Experience 3.7 oder 3.8 zu sehen. Ich habe dann nach nur 1.5 Tagen “Spass” diesen zurückgegeben und mir statdessen einen Acer 1830T geholt: trotz i5 430UM WUE 4.8-5 und fühlt sich anständig an.

Ich denke mal das sind alles leider die Kinderkrankheiten....

bjorn


fabi am 10.08.2010 um 16:28 Uhr:

Ich war gestern mal im Store in Steglitz und hab mir beide Geräte mal angeschaut. Es stimmt schon, das Lenovo weniger hochwertig und etwas klappriger. Dafür bekommt man “theoretisch” für 800€ ein i7 und bei Acer nur den i5-520.
Wenn das Lenovo allerdings nicht rennt… irgendwie muss doch da von Lenovo mal nen Feedback kommen?! So kann man das Teil doch nicht verkaufen!


fabi am 10.08.2010 um 16:35 Uhr:

Hab noch einen weiteren ebenfalls negativen Test gefunden:
http://www.engadget.com/2010/08/03/lenovo-ideapad-u160-review/


S. am 19.08.2010 um 23:48 Uhr:

Moin,

auch ich besitze ein Ideapad U160 mit i7-620UM. Dieser taktet praktisch nie jenseits der 1,6 GHz, den miesen Windows7-Prozessorwert von bjorn (siehe Eintrag vom 10.08.2010) kann ich nur bestätigen. Das Gerät ist an sich prima, allerdings scheint es in Bezug auf die Prozessorleistung mit angezogener Handbremse unterwegs zu sein. Daß die Werte schlechter sind als beim Acer 1830T mit i5-520UM, ist eine Frechheit von Lenovo.
Mir scheint es auch eher ein Massenphänomen zu sein, wenn man die Tests auch des i5-520UM-Modells anschaut. Irgendwas hat Lenovo da gründlich versaut.
Mein Kontakt zu Lenovo selbst steht aktuell noch aus, ich bin mal gespannt, was denen dazu einfällt. 2-3 Wochen gebe ich mein Arbeitswerkzeug jedenfalls nicht her, auch wenn ich adäquaten Ersatz im Schrank habe.


S. am 21.08.2010 um 11:45 Uhr:

Update: Ticket bei Lenovo eröffnet (Deutschland). Die wollen auf globaler Ebene nachfragen, da bei ihnen anscheinend nichts über mangelnde Leistung des U160 bekannt ist. Es wäre gut, wenn vor allem auch mal die Tester Lenovo auf die Situation aufmerksam machen. Wir Käufer danken es ihnen sicher :)

S.


fabi am 02.09.2010 um 12:12 Uhr:

So,
ich habe mir das Acer 1830T mit dem 520er gekauft. Läuft super und taktet unter Last immer 1,7Ghz, vereinzelt auch die vollen 1,86. Bin voll zufrieden bisher. Auf der Acer supportseite wird auch direkt auf den Intel Speed Check verlinkt. Die scheinen sich ihrer sicher zu sein.


PeterG am 02.09.2010 um 14:31 Uhr:

Gut, gut. Und wie steht es mit der Akkulaufzeit? Ich schwanke immer noch, zum einen wegen des Spiegeldisplays (Alternative Acer 8172) und der wohl deutlich geringeren Akkulaufzeit (Alternative 1810 - natürlich in der Leistung nicht direkt vergleichbar).



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Lange Zeit sah es so aus, als ob allein Intel mit dem Atom-Prozessor die Sparte der Netbooks für sich beanspruchte. AMD ziert sich bis heute in diesem…
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04.12.2008: CyberBloc-TV: Lenovo…
Nachdem die Einführung des Ideapad S10e seit letzter Woche eindrucksvoll für Schlagzeilen sorgt, konnten wir uns in einem ersten Testbericht schon ein…
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06.02.2009: CyberBloc-TV HD: T-Mobile…
Pünktlich kurz vorm Wochenende erbringen wir unsere Schuld und zeigen das seit Anfang dieser Woche erhältliche T-Mobile G1 in Bild und Ton. Ich nutzte…
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