In den letzten Wochen und Monaten berichtete ich hier im Blog an verschiedenen Stellen von den kompakten Pocket-Camcordern, die seit einiger Zeit für Furore sorgen. Hier zu nennen, die
Kodak Zi6, respektive der
Nachfolger Zi8, die
Toshiba Camileo-Serie,
Vado von Creative und die
Samsung HMX-U10. Doch ausgerechnet die
Flip-Camcorder aus den Staaten – die dieses Marktsegment zuerst besetzten – schafften es nicht auf den deutschen Markt. Wie ich unserem Webshop entnehme, hat diese Auszeit nun ein Ende, denn
ab Anfang November erwarten wir die verschiedenen Modelle auch bei uns. Doch ist dies nicht ein wenig zu spät, wenn man die große Anzahl der Mitbewerber betrachtet?
Sicherlich, die Flip-Camcorder sind immer noch leicht zu bedienen und bringen mit
flipshare eine wunderbar einfache Software mit, sowohl für den Mac, als auch den PC. Allein wenn ich mir die technischen Daten der aktuellen Modelle betrachte, und diese vergleiche mit den Modellen der Konkurrenz, ist ein wenig Skepsis durchaus angebracht. Das
Einstiegsmodell der Flip Ultra Camcorder kostet bescheidene 149,90 Euro und bietet hierfür gerade einmal SD-Auflösung, sprich 640 x 480 Pixel. Es war dieses Modell, welches Apple auf seiner Rechnung hatte, als man dem
iPod nano der fünften Generation eine Kamera verpasste, denn auch diese bietet „nur“ SD-Auflösung und macht somit zu recht den Flip Camcorder nahezu obsolet.
Erst die zwei höherwertigen Modelle
UltraHD und
MinoHD bieten mit 1.280 x 720 Pixel Auflösung zumindest HD-Ready, allerdings zu Preisen von 189,90 und 199,90 Euro. In diesem Preisbereich und teilweise darunter, bietet Kodak und Samsung bspw. schon Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) – den praktischen Nutzen von Full-HD in diesem Bereich mal beiseite gelassen. Auch die
Kodak Zi6 kostet nur noch ca. 125 Euro und bietet dafür dieselbe Auflösung wie die teureren Flip-Modelle.
So schön es auch ist, dass die Flip-Camcorder nun auch hierzulande zu haben sind, bei diesem Preisgefüge wird der erwartete Erfolg wohl ausbleiben – eine Preisreduzierung um jeweils 50 Euro vom Start weg ist wohl mindestens notwendig um zumindest mit den hiesigen Wettbewerbern gleichzuziehen.