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Cyberport.24: „Dann könn mer sowas ebn ni mer machn“*

Gedanken zum Tode unserer Live-Shopping-Plattform

 
18.06.2007, 12:00
Sven Kaulfuß
Redaktion
 
Themen: Inside Cyberport | 36 Kommentare
* Entnommen dem gleichnamigen Filmtitel der Dresdner Band „Dekadance“


Die Beerdigung fand im engsten Familienkreise statt, wie im Film ersichtlich.

Cyberport.24 ist mit dem heutigen Tag Geschichte – ein schwerer Schritt für uns, dieses Projekt zu Grabe zu tragen. Warum musste es soweit kommen, welche Auswirkungen hat dies in naher Zukunft und weitere Einblicke in die Hintergründe finden sich im folgenden Artikel…

Cyberport.24 – Der Start
Als ich letztes Jahr im Sommer über weitere, mögliche Projekte nachdachte, kam mir die Grundidee von Woot! in den Sinn. Ein einfaches Konzept: Pro Tag verkauft man nur einen Artikel, das war es, nicht mehr und nicht weniger. Bis zum damaligen Zeitpunkt hatte dieses Konzept in Deutschland noch niemand aufgegriffen, Cyberport schien hierfür prädestiniert zu sein. Cyberport.24, damals noch ohne Namen, kam in die Projektphase. Wie immer beanspruchen solche Ideen bzw. deren Verwirklichung viel Zeit in einem größeren Unternehmen. Es galt, auf entsprechende Ressourcen Rücksicht zu nehmen. Mit dem Ergebnis, dass wir Ende Oktober starten konnten; in der Zwischenzeit kam uns zwar mit Schutzgeld schon jemand zuvor, nichtsdestotrotz waren wir die Zweiten in Deutschland, die mit einem entsprechenden Live-Shopping-Konzept aufwarten konnten. Nach einem etwas holprigen Start (Diskussion über die anfängliche Qualität unserer Videos) kamen wir im Laufe des Novembers langsam in die Gänge. Die ersten Produktverkäufe konnten als Achtungserfolg bezeichnet werden und unsere Produktvideos verbesserten sich zunehmend, aber auch schon hier stellten wir fest: Einfach wird es nicht werden, denn nicht alles, was man dachte, konnte man unter die Leute bringen. Es galt, die Frequenz zu erhöhen, und so entschlossen wir uns Ende Februar diesen Jahres, fünfmal die Woche ein Produkt anzubieten. Doch damit fingen die Probleme erst richtig an…

Interne Grundproblematiken: Produktbeschaffung und Werbung
Der Grundgedanke, mehr Produkte gleich mehr Verkäufe, sollte sich als ein Trugschluss für unser Live-Shopping-Experiment herausstellen. Hierzu ein kurzer Einwurf zur Geschichte von Cyberport: Ende der 90er Jahre gehörten wir zu den Pionieren im aufkeimenden E-Commerce. Als ich 1999 als Angestellter Nummer 12 hinzukam, gab es zwar schon einen Einkauf, aber noch kein Produktmanagement. Ich durfte mich also geehrt fühlen, diesen Job als erster zu übernehmen. Damals galt es, die Angebotsbreite zu erweitern, um die Verkaufszahlen nach oben zu bringen. Ein Konzept mit Erfolg, denn freuten wir uns Ende 1999 über den zweitausendsten Artikel im Netz, so sahen wir, dass mehr Produkte auch gleich mehr Erfolg bedeuten können. Die Devise für die nächsten Jahre war es, noch mehr Produkte und noch mehr Produktsparten für uns zu besetzen. Das Produktmanagement – und mit ihm der Einkauf – wuchs und wuchs, ebenso die Artikelanzahl. Man stellte fest: Aha, so funktioniert das also! Später erkannte man natürlich auch die Notwendigkeit für eine strategische Beschaffung von Artikeln im größeren Stil, über die Jahre bildete sich so eine feste Struktur mit festen Abläufen.

Was gut für Cyberport und damit für den althergebrachten E-Commerce funktioniert, muss in dieser Art und Weise allerdings nicht unbedingt für ein Woot!-Konzept gelten. Der Grundansatz ist die richtige, aktionsbezogene Produktbeschaffung! Zu oft verlies ich mich auf eine reine Resteverwertung des normalen Cyberport-Produktkataloges. Ein Umstand, den ich zwar schon früh erkennen konnte, doch nützt dies nichts, wenn dieser Faktor nicht an entscheidender Stelle wahrgenommen wird. Letztendlich durften wir bei Cyberport.24 oftmals nur die Kuchenkrümel vermarkten, der Kuchen selbst indes wurde an anderer Stelle verspeist. Mit einer Task-Force „Einkauf Cyberport.24“ hätte dies verhindert bzw. zumindest optimiert werden können. Natürlich kann ich die Überlegungen im Gegensatz verstehen, die häufig so klangen: Das bringt uns doch nichts, wir können die Produkte auch so über Cyberport verkaufen!

Kurzfristig mag diese Überlegung stimmen, wahrscheinlich hätte ich, würde ich heute noch im Produktmanagement verantwortlich zeichnen, ähnliche Überlegungen von mir gegeben. Auf der anderen Seite ist es zu bedauern, dass die langfristige Chance, die im Vermarktungskonzept von Cyberport.24 steckt, nicht erkannt wurde. Letztendlich ist der Vorlauf für den Erfolg bei einem Live-Shopping-Konzept ungleich höher, als damals im klassischen E-Commerce vor zehn Jahren. Dies erfordert einen langen Atem, auch bei der grundsätzlichen Finanzierung. Cyberport.24 konnte letzten Endes nur so erfolgreich sein, wie es die Attraktivität der Angebote gebot. Unterm Strich hatten wir einige Ausverkäufe, doch dies war leider viel zu selten der Fall, und an dieser Stelle kippt ein Konzept.

Doch neben der Beschaffungsproblematik gab es noch einen weiteren, entscheidenden internen Problemkern: Werbung!

Im November und den folgenden Wochen hatten wir es geschafft, durch die Blogosphäre einen bestimmten Bekanntheitsgrad zu erreichen. Mir war indes klar, dass dies nicht ausreichen würde. Denn so schön die neue Web-2.0-Welt auch ist, sie kann kein traditionelles Werbekonzept ersetzen. Nur diejenigen, die wirklich als Erste mit einer Idee aufschlagen, können von der reinen PR leben und vermögen es, entsprechende Werbeausgaben zu sparen (Beispiele: Woot!, YouTube etc.). Wer dagegen ein schon existierendes Konzept adaptiert (so wie wir mit Cyberport.24), muss die fehlende PR durch hinreichende Reklame kompensieren. Denn nur wenn die potentiellen Kunden wissen, dass es uns gibt, haben sie auch eine Chance, bei uns zu kaufen. Schon Henry Ford wusste seinerzeit: „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“

Ein Ratschlag, der nicht beherzigt wurde. Wir beschränkten uns nahezu nur auf interne Werbemittel (Websiteverlinkung, Newsletter, kleine Erwähnung im Selection-Katalog); extern gab es eine vierwöchige Bannerschaltung auf Mac Essentials sowie eine Kleinanzeige in der brandeins – und auch das erst zum Schluss von Cyberport.24. In Relation zum Umsatz wendeten wir also nur 0,2 bis 0,3 Prozent für auswärtige Werbebotschaften auf. Viel zu wenig, wie jeder Marketingexperte weiß! In unserer stark von Margendruck geprägten Branche sollten es, gemessen am Umsatz, trotzdem mindestens 2 bis 3 Prozent sein. Bei Cyberport.24 mussten wir uns mit einem Zehntel bzw. Zwanzigstel begnügen. Das dies nicht funktioniert, dürfte jedem klar sein. Mit einem beherzteren Werbeaufwand, spätestens zu Beginn dieses Jahres, hätte man die Chance auf mehr Traffic wahrnehmen können.

Ebenso wurde eine andere Gelegenheit der Bewerbung vertan: So hätte ich gerne schon vor Monaten eine Anbindung der Tagesangebote an passende Preissuchmaschinen (Geizhals und idealo) haben wollen. Der Programmieraufwand wäre überschaubar gewesen – letztendlich hätte dies nur eine Anpassung innerhalb der Exportdateien verlangt. Leider lag diese machbare Forderung seit Februar an verantwortlicher Stelle im Unternehmen brach. Schade drum!

Aber auch hier muss man festhalten: Eine Nachhaltigkeit der gesteigerten Aufmerksamkeit wäre nur gegeben gewesen, wenn die Angebotsgüte gestimmt hätte. Andernfalls würde sich die sprichwörtliche Katze gekonnt in den eigenen Schwanz beißen.

Generelle Problematik: Woot!-Konzept in Deutschland?
Doch betrachten wir auch die andere Seite der Medaille: Neben den internen Problemfeldern stellt man sich natürlich auch die Frage, ob ein solches Konzept in Deutschland überhaupt eine Chance hat. Der Deutsche an sich überlegt sich in Zeiten der „Geiz ist geil!“-Mentalität eine Anschaffung sehr gründlich; ein spontaner Kauf ist somit sehr ungewöhnlich und selten. Den größten Erfolg bei Cyberport.24 hatten wir mit Aktionen, bei denen wir als Händler die „Hosen runterließen“, sprich: mit Verlust kalkulierten. Auf Dauer sicherlich kein Konzept, das sich rechnet – und was uns wieder zur Beschaffungsproblematik bringt, die hier regulierend eingreifen könnte. Ein Teufelskreis, so möchte man meinen.

Wo ist also für einen Händler der Mehrwert beim Woot!-Konzept in Deutschland? Meiner Meinung nach läuft es, bezogen auf eine Profit-Center-orientierte Sichtweise, auf einen noch härteren Verdrängungswettbewerb hinaus, als wir ihn schon jetzt im klassischen Online-Vertrieb von Elektronikartikeln haben. Es gilt, ähnlich wie bei Woot!, eine kritische Größe zu erreichen, ab der es sich rechnet. Dies funktioniert nur über massiven Traffic und damit über die zwangsläufige Erhöhung des Kundenstammes. So gesehen wird es in Deutschland nicht mehrere, sich rechnende Woot!-Konzepte geben können. In einem solchen Haifischbecken werden maximal nur ein bis zwei große Fische langfristig überleben.

Die eigentliche Chance besteht letztendlich nur in der Neukundengewinnung, denn nicht mit den Tagesprodukten macht man das Geld, sondern mit späteren Nachkäufen im normalen Shop. Nur eine solche Mischkalkulation halte ich für geeignet. Genau an dieser Stelle wollten wir mit Cyberport.24 aktiv werden.

Warum gerade jetzt das Aus?
Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, das möchte man mir bitte glauben. Die Alternative wäre gewesen, Cyberport.24 auf heutigem Niveau weiterlaufen zulassen. Doch das ist mir eindeutig zu wenig! Wenn man mit gebundenen Händen dasteht, fällt es sehr schwer, sich zu bewegen. Das Ergebnis wäre ein „Zombie-Projekt“ gewesen, das nur vor sich hin vegetiert, aber keine Sprünge mehr vollführen kann. In einem solchen Moment ziehe ich es lieber vor, den Freitod zu wählen, als Cyberport.24 am Tropf langsam dahinscheiden zu lassen.

Ein Ende mit Würde und Anstand ziehe ich einem Tod auf Raten also in jedem Falle vor. Auf der anderen Seite bzw. mit einem herzhafteren Herangehen in struktureller und finanzieller Form (wenn es uns denn möglich gewesen wäre) wäre diese Entscheidung sicherlich anders ausgefallen.

Wie und womit geht es weiter?
Auch wenn wir mit dem heutigen Tage Cyberport.24 zu Grabe tragen, so werden wir (Martin und meine Wenigkeit) nicht müde, weiterhin unseren freien Geist für Cyberport in den Dienst zu stellen. Viele Ideen (wie bspw. die Produktfilme, die Cyberport-Charts etc.) werden in einer anderen Form weiterleben. Im Gegensatz zu Cyberport.24 wird es jedoch auf einen mehr integrativen Kompromiss hinauslaufen. Wie dieser ausschauen wird, kann bzw. möchte ich noch nicht verraten, dies wird man zum geeigneten Zeitpunkt hier im CyberBloc nachlesen können. – Und CyberBloc ist auch das Stichwort: Cyberport.24 bündelte viele Kräfte von uns, diese können wir nun erneut vermehrt in unser Blog stecken. Denn der Umstand, dass es mir möglich ist, in dieser authentischen und transparenten Form über die Beendigung eines Projektes zu sprechen, haben wir dem CyberBloc zu verdanken.

Außerdem sollte man niemals nie sagen, denn noch immer glaube ich an die prinzipielle Idee unseres Experimentes. Vielleicht kommt der Zeitpunkt, an dem Cyberport.24, in welcher Form auch immer, aus dem Grabe aufersteht. Schon Paulchen Panther gab am Schluss zum Besten:

Heute ist nicht alle Tage,
Ich komm wieder, keine Frage!


In diesem Sinne: Vielen Dank an alle Gäste von Cyberport.24, man sieht und schreibt sich.

Euer

Sven „Kaule“ Kaulfuß



36 Kommentare


Mario am 18.06.2007 um 12:15 Uhr:

Schade! Ich selbst habe NIE auf cyberport24.de bestellt, aber dadurch war mir cyberport.de immer präsent! Und so habe ich letzte Woche ein Handy und ein Headset bestellt. Ohne cp24.de wäre das Geld (Umsatz €160,00) bei Amazon oder irgendeinem ebay-Händler gelandet!


Uwe am 18.06.2007 um 12:43 Uhr:

Das kam jetzt aber schon plötzlich! Als interessierter Cyberport24-Beobachter, konnte man aber die Lage des Projektes (denke ich) nachspüren. Hast Du eigentlich das Mail zwecks Werbung damals bekommen, Sven? Die Gründe des Scheiterns sind ja komischerweise bekannt. Hätte mir diesbezüglich also mehr Weitsicht und/oder Risikobereitschaft bezüglich Werbung und “Schnäppchenkalkulation” von “oben” gewünscht - und bin in sofern etwas enttäuscht.

So hätte das Projekt sicher auch einem wirklich messbaren Erfolg auf den normalen Shop zurückgeworfen. Finde es in der Lage klasse, dass Ihr es versucht habt und in dieser Lage nun den Mut zur Notbremsung gefunden habt! So wird aus zwei Zombies vielleicht bald wieder ein vitaleres Corporate-Blog! Und gelegentlich Schnäppchen mit schönen Produktvideos (ich werde sie vermissen) könnt Ihr hier auch streuen! Viel Erfolg, Jungs!


Sven Kaulfuß (Redaktion) am 18.06.2007 um 12:59 Uhr:

@ Mario und Uwe: Danke für die aufmunternden Worte. Wie ich sehe (teilweise konnten wir es auch nachprüfen) hat Cyberport.24 schon für einen positiven Halo-Effekt auf Cyberport im Allgemeinen gehabt. Leider wird an mancher Stelle die Kundenbeziehung auf das reine Zahlenwerk beschränkt, sodass entsprechende Nachhaltigkeitseffekte nicht gesehen werden. Aber genau um diese Nachhaltigkeit geht es, nicht um den schnellen Profit bzw. Umsatz der im Quartalsbericht erscheint. Schade drum, wie gesagt.

Haben uns auch schon überlegt, Teile von CP.24 im CyberBloc zu integrieren, wie damals die Geschichte mit den 10 Euro MP3-Player, mal schaun. Wir bleiben in jedem Fall am Ball.


Ralph am 18.06.2007 um 13:02 Uhr:

Schade, der tägliche klick auf Cyberport24 entfällt also ab heute… das wird dauern dieses stereotype Verhaltensmuster meiner Maushand zu ändern.
Vielen Dank für die witzige Filme, die lyrischen Texte und viel Erfolg mit dem weiteren freien Denken!
Hab neben “nur Gucken” immerhin für rund 180 Uronen bei Euch bestellt…


Jan am 18.06.2007 um 13:35 Uhr:

Schade kann auch ich nur sagen - ich bin auch einer von denen, die jeden Tag geschaut haben was ihr da so tun. Im Zusammenspiel mit Eurem Bloc hab ich viel über neue Marketing- und Verkaufskonzepte im Internet gelernt.

Auch wenn der Schritt nun schmerzhaft ist denke ich doch das Euer Engagement bei CP24 für CP nur positive Effekte hatte. Man hat über Euch und Eurer Konzept gesprochen & Euch sicher auch gut beobachtet. Auf jeden Fall bleibt sicher eine Menge an Erfahrung hängen, was auch nicht zu verachten ist.

Ich werd jedenfalls weitehin schauen was Ihr so treibt. Viel Erfolg & den Kopf nicht hängen lassen!


Frank am 18.06.2007 um 17:20 Uhr:

Zitat: “ 01.06.2007 um 20:24, Autor: Olaf Siegel
Wirklich erfolgreich ist der, der sich mit Haut und Haaren seiner Idee, Vision oder auch nur seinem kleinem Geschäft verschreibt. Und nicht der smarte Manager, der dem kurzfristigen Ruhm/Erfolg oder noch schlimmer nur dem schnellen Geld hinterherläuft. Deshalb in diesem Sinne, bleib bei Cyberport24 mit Herzblut und langem Atem dran…”

Schade, deswegen dachte ich, dass es trotz der “Zahlen” doch ganz gut für euch aussieht. Ich werde eure Filme schmerzlich vermissen. (Erfreulich hingegen, Toccata und Fuge in e-Moll mal wieder zu hören, natürlich kontextunabhängig….) “Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen”. Erich Fromm

Viele Grüße nach Dresden
von Frank, nachdenklich

“Wenn Du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen.” Walt Disney


bettina münchhausen am 18.06.2007 um 17:54 Uhr:

weiß nicht, so viel war ja nun auch nicht dran an dem lädle. Shoppen kann ich besser bei amazon; diese provinz-kioske sind alle ähnlich schwach. und shopping als “experience” zu sehen ist doch auch ziemlich albern. Leute, trauert dem nich hinterher, macht lieber etwas kultur, das dient auch den menschen. okay?!


Rob am 18.06.2007 um 17:59 Uhr:

@Frank (17:20)

Klugscheissmodus an:

Die Bach-Toccata nebst Fuge steht in d-Moll, nicht in e-Moll

Klugscheissmodus aus ;-)

Grüssle

Rob


bettina münchhausen am 18.06.2007 um 18:04 Uhr:

na, und jetsch noch mal als mp3 in die kommentare, dann bin ich glüggelich.

@rob hab ich auch noch ein zitat:
“wer klug scheißt, der ernährt sich überwiegend ausgewogen.” Walther von der Vogelweide

grüsselinchen, betsche


Der Pate am 18.06.2007 um 18:10 Uhr:

Hallo Jungs, meine allerherzlische Beileid ... das habbe nischt verdient! Und war doch noch nischt Valentinstag, die Tag an dem ich mein Gegner erledigen tu wie damals Onkelschen Al in Chicago.

Abba Respekt für die Film ... superklasse und wird eschte Kult, isch schwööör.


Sven Schmidt am 18.06.2007 um 18:11 Uhr:

Hi Sven!

Das Dealjaeger.de-Team bedauert die Nachricht. Wir fanden Cyberport24 immer klasse und haben gerne mit Euch zusammen gearbeitet. Du hast m.E. einen Top-Job in einem schweren Umfeld gemacht. Hut ab! Wir gehen davon aus, dass Du weiterhin Innovationen bei Cyberport voran treibst. Auch die Offenheit, mit der Du das Ganze diskutiert, verdient Respekt. Mit der Treibjagd haben wir selbst feststellen müssen, dass die Thematik in Deutschland nicht einfach am Markt zu platzieren ist; Deine Analyse kann ich nur teilen.

VlG, Sven vom Dealjaeger.de-Team


Sven Kaulfuß (Redaktion) am 18.06.2007 um 18:18 Uhr:

@ Frank: Danke für Worte. Wir hätten schon weitermachen können, allerdings halt nur auf dem jetzigen Niveau. Sowohl Herzblut als auch langer Atem wäre bei uns noch reichlich vorhanden gewesen, dass allein reicht jedoch nicht, wie man meinem Artikel entnehmen kann. Aber keine Angst, wir bleiben euch noch erhalten. CP.24 war nicht das erste und wird auch nicht das letzte Projekt sein was bei CP scheitert. Ein gewisses Risiko ist immer da, man muss es nur eingehen ;-).

@ Bettina: Nun ja, Kultur war doch gegeben. Die Texte von Martin formvollendet und unsere Filme hätten auch auf dem Sundance-Festival laufen können ;-). Spaß beiseite, Kultur werden wir auch immer noch bieten hier im Blog. Ach so, einkaufen kannst du nicht nur bei Amazon, bei Cyberport.de soll es auch so manches geben :)

@ Der Pate: Keine Angst, wir überlassen Dir erstmal das Feld...aber wir kommen wieder, halte nach den Pferdeköpfen Ausschau ;-)

@ Sven: Auch Dir Danke, mal schaun wie es im Umfeld weitergeht, es bleibt spannend.


Rocko Terlinden am 18.06.2007 um 19:36 Uhr:

Mein herzliches Beileid.

Täglich klickte ich mich nach CP24 und schaute nach den Schnäppchen. Ab und zu merkte ich, dass ich zu spät dran war (ausverkauft), ab und zu dachte ich, “na, die am Waldschlösschen haben wohl ihren Dachboden ausgeräumt” Wer kauft denn sowas?”.

Aber die Plattform war innovativ, ich hoffe Cyberport bleibt pfiffig und ruht sich nicht auf seinen mittlerweile ziemlich dicken Katalogen aus. Oder, um es mit Frida Hockauf zu sagen: „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben“.

Weitermachen.


Carsten am 18.06.2007 um 20:08 Uhr:

Kann mich #1 nur anschliessen: Habe immer sehr interessiert hier beobachtet, nie gekauft, bin jedoch mehr oder weniger regelmäßiger Kunde der Mutterseite. Für spontane Käufe müssen zudem die Preise wirklich satt sein, 5% weniger als regulär, da kauf ich nicht wenn ich nicht gerade GENAU das produkt suche, was gerade angeboten wird, sorry.


Stefan am 18.06.2007 um 20:26 Uhr:

Hallo Sven,
oh je..wirklich super super schade. Die Idee fand ich mega-klasse, hab´s jedes Mal verfolgt und mich über die coolen Videos gefreut. Och menno..kann dich aber auch verstehen - jedoch die Entscheidung von “oben” absolut nicht. Irgendwann wird man´s DA OBEN auch verstehen dass euer Engagement, die Erfahrungen die ihr sammeln konntet und euer Herzblut das in CP24 reingeflossen ist, Cyberport.de dahin gebracht hat wo es jetzt ist.. Jeder in meinem Bekanntenkreis kennt nur wegen CP24 den Shop Cyberport.de..davor war´s halt ein Online-Shop..CP24 war Kult und ein absolutes Muss für jeden Online-Shopper..:-(


Marcel am 18.06.2007 um 23:00 Uhr:

Hallo Sven,
wenn das mal nicht schade ist!!! Mit 3! Ausrufezeichen! Da werden hier auf Arbeit einige dumm aus der Wäsche schauen… der (tägliche) Klick auf die Seite entfällt nun. Leider. War schon wie eine Sucht.. auf 0.00 Uhr warten.
Das Konzept und auch die Seite selber waren an sich gut gewachsen, die Auswahl der Produkte sicher manchmal fragwürdig ;-). Trotzdem… WIRKLICH SCHADE. Na dann werde ich mich auf die neuen Ideen von euch freuen. Kopf hoch und Schei… JA - MACHT WEITER… :-)


Roman am 19.06.2007 um 06:38 Uhr:

Hallo,
ich kannte zwar bis dato eure Plattform nicht, aber ich ziehe den Hut vor eurer Offenheit und hoffe, dass sich möglicherweise bei weiteren Projekten für euch der Erfolg einstellt.


Undertaker am 19.06.2007 um 09:17 Uhr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pietät
Mehr sage ich nicht zu diesem filmischen Schnipselwerk.

R.I.P.


Felix am 19.06.2007 um 10:47 Uhr:

Hallo Sven,
das ist wirklich sehr schade. Ich habe jeden Tag auf CP24 geklickt und mich immer auf die Mittwochsfilmchen gefreut.
Ich habe auch versucht, wenn möglich euch von seitens Hama zu unterstützen. Wir hätten noch einiges in Petto gehabt.

Mein Beileid zu dem ableben, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn diese stirbt bekanntlich zu letzt.
Und Todgeglaubte leben länger.

In diesem Sinne, hoffe ich dass deine Kreativität noch lange anhält und die Web-Welt wieder eine Unterhaltsame Shopping-Plattform erhält.

Viele Grüße aus dem sonnigen Monheim

Felix


Ralf Belusa am 19.06.2007 um 14:39 Uhr:

Hallo Sven,

Danke Dir!.
Kann mich Sven von Dealjaeger und dem Paten von Schutzgeld nur anschließen und auch von meiner Seite Deine Erkenntniss teilen. In Deutschland haben wir andere Konstellationen, Gewährleistungs/Garantieansprüche usw.. Geiz ist geil Mentalität, verlangt hier sehr viel mehr Unternehmertum, als man im Detail fassen kann. Da ist manchmal eure Entscheidung ein schwerer aber vielleicht auch bilanztechnisch richtiger Weg.

Du kommst wieder - keine Frage…
Ralf


Thoralf Weingärtner am 19.06.2007 um 21:19 Uhr:

Hallo Sven,

ich finde es ganz besonders schade, dass ihr euer Pionierprojekt einstellt. Gerade deshalb, weil wir an einem Projekt sitzen welches die Grundidee von cyberport24 weiterverfolgt und wir vorhatten euch zu kontaktieren (wenn wir soweit sind) um gegenseitige Synergieeffekte zu nutzen. Ihr hattet bereits einen festen Werbepaltz bei uns!!! Es geht aber nicht so schnell, weil wir das alles neben dem Job machen. Jedoch stellt sich mir nun die Frage, ob wir unser Konzept nochmals überdenken müssen. Ich denke, dass in Zukunft die Produktpräsentationen und Produktreviews im Videoformat weiter an Bedeutung gewinnen werden, ganz losgelöst von Onlineshops.
Sicherlich ist es richtig, dass Ihr zuwenig Geld eingefahren habt aber es ist schade, dass keiner der Geldgeber das Potential erkannt hat!
Vielleicht sollten wir uns einmal treffen um unsere Gedanken in diese Richtung auszutauschen, jetzt wo ihr Kapazitäten frei habt :-)

In diesem Sinne......

Gruss Thoralf


Sven Kaulfuß (Redaktion) am 20.06.2007 um 12:35 Uhr:

@ Thoralf: Na klar, können gerne mal telefonieren, Erfahrungsaustausch ist immer wichtig. Schicke Dir im Laufe der Woche noch mal meine Nummer. :)


Klaus-Martin Meyer am 20.06.2007 um 12:53 Uhr:

Hi Sven,

Du hast mir ja am anfang ein Interview für den http://www.interview-blog.de gegeben. Wir tragen uns schon länger mit dem gedanken, eine (konstrukiv gemeinente) rubrik “Failure” (name steht noch nicht fest) einzuführen.
Hast Du lust, der erste interview-partner zu sein?

grusz
klm


Uwe am 20.06.2007 um 13:55 Uhr:

Hallo,

wir hatten die Idee für solch eine Plattform bereits im Jahre 2000 .... schnappmaschine.com .... allerdings noch unter mießeren Voraussetzungen, von der fehlenden Akzeptanz seitens des Handels mal ganz abgesehen. Nach 6 Monaten mußten wir aufgeben. Von wegen ‘wer zu spät kommt den bestraft das Leben’ ... es ist genauso tödlich ‘zu früh da zu sein’ :-)

In diesem Sinne
Gruß Uwe


Sven Fischer am 20.06.2007 um 16:17 Uhr:

Hallo Jungs,

ich möchte mal meinen Respekt für Eure Offenheit aussprechen. Das scheitern eines Projektes in einer Form zu diskutieren, wie Ihr es hier gemacht habt, ist sicherlich nicht alltäglich. Und wer weiß, vielleicht können ja einige Web 2.0 - Jünger daraus lernen.

Wie auch immer, viele Grüße aus Hannover
Sven Fischer, webdesign-hannover.cc


Karl Hetero aus Karlsruhe am 21.06.2007 um 21:09 Uhr:

Langweilig! So’n ellenlanger dünnpf*ff-text für einen schlächt gemachten woot-klon. bitte, was solln da dran sein? kopieren kann doch jeder.


Helmut Sebald am 21.06.2007 um 22:55 Uhr:

Hallo Herr Kaulfuß,
ich gehöre wohl zu den ersten Kunden von cyberport..., damals noch auf der Bautzner Straße…
Ich war immer überzeugt von Qualität und Preis, vom qualifiziertem Angebot für Fachleute bis hin zu fachlichen Amateuren. Und fand eigentlich cp.24 auch nicht so schlecht.
Aber, seitdem cyberport “Haarbürsten”, “Kaffeemaschinen” und sonstigen “Haushaltmüll” im Angebot hat, sträuben sich mir die Haare…
Geben Sie das Ihrer Geschäftsleitung weiter und kommen Sie (cyberport) auf die alten Qualitäten zurück!
Grüße
Helmut Sebald


Björn am 21.06.2007 um 23:19 Uhr:

Auch von mir eine Portion Respekt und Anerkennung. Weniger der Idee wegen, sondern eher der Energie, Kraft und Entwicklung die Ihr an den Tag gelegt habt. Ich habe kein Zitat zur Hand deswegen sag ich´s mit eigenen Worten: “ Sven du wirst deinen Weg gehen! Mal mit mehr, mal mit weniger Unterstützung.”

Bleib Dir treu!

Björn


Rene Ettling am 27.06.2007 um 20:09 Uhr:

Hallo Sven,

hattet Ihr nicht erst einen Relauch gehabt?? Dies war zumindest einer meiner letzten Kommentare zu CP24......

Ich verstehe nicht warum die “ober” Cyberportler das Ganze mehr gepusht haben? Die sind doch sonst so auf der Innovationsschiene.. Da drehen sich mir die Fragezeichen auf dem Kopf.

Ich danke Dir aber für die offenen, kritisch geschriebenen Worte, ich hoffe die Obrigkeit hat diese auch gelesen und verstanden.

Tja der damalige Pioniergedanke ist halt verflogen (hatte ich auch schonmal geschrieben), ich wünsche Dir aber dennoch weiter alles Gute und harte Verbissenheit bei Deinen zukünftigen Projekten bei CP.

MfG

Rene Ettling


Karl am 16.07.2007 um 16:53 Uhr:

Irgendwie schade.

Obwohl, ich habe nie bei cp24.de gekauft. Meine Einkäufe tätige ich immer über cyberport.de, über die Jahre ist da auch schon was zusammengekommen.

Für mich war es zwar schöner Zeitvertreib zu sehen, was es heute bei cp24 so gibt, aber das wars dann auch schon. Für mich falsche Produkte, zu kurze Kaufmöglichkeit, wir Deutschen sind doch beim besten Willen nicht spontan :D usw.

Gruß
Karl


Benjamin am 29.12.2007 um 14:33 Uhr:

Konnte CP24 leider nie kennenlernen, aber ich denke ihr solltet es wieder ins Leben rufen, mittlerweile surfe ich täglich auf woot, guut und ibood - rein der Interesse halber, CP24 währe sicher auch dabei ...

Seht es einfach als kleinen Mehrwert und Anreiz für eure Kunden, ihr müsst ja nicht den großen Reibach mit den Tages Produkten machen, nehmt einfach ein Katalog Produkt und packt ein paar Prozente oder ein nettes FreeGift dazu - ich bin sicher das sich es sich positiv auf die Besucher Frequenz auswirkt und der Katalog-Umsatz ein kleinwenig ansteigt bzw neue Stammkunden entstehen.

Seht es einfach als MarketingInstrument.

So long - Beste Grüße.
Ben


Gaby am 10.01.2008 um 04:19 Uhr:

schade, dass die weg sind. war doch gut gelaufen?
viele grüße
http://www.galleryy.net


Portraitmalerei am 13.11.2009 um 10:53 Uhr:

Es war einen Versuch wert finde ich. Allen Respekt hierfür!


Ölgemälde am 12.01.2010 um 15:06 Uhr:

respekt für was? ich verstehe den kommentar irgendwie nicht?!


Peter am 12.01.2010 um 21:20 Uhr:

"respekt für was? ich verstehe den kommentar irgendwie nicht?!”

tja, und nu?


Ölgemälde am 12.01.2010 um 22:00 Uhr:

mein kommentar bezog sich auf den kommentar zuvor :-)



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