Wenn der Postmann zweimal klingelt…Und dann immer noch keiner aufmacht, bringt der gute Mann das Paket ganz einfach zur nahe liegenden Packstation. Gut für mich, so kann ich mir das Paket doch zumindest noch am gleichen Abend aus der großen gelben Kiste holen. Kommen wir zur Sache: Dieses mal wartet ein digitaler High-Definition-Camcorder auf einen ausgiebigen Test. Die
Canon Legria HF20 ist das größere Modell der aktuellen Consumer-HD-Camcorder von Canon (
Anmerkung der Redaktion: Mittlerweile gibt es das leicht verbesserte Nachfolgemodell
HF21, jedoch ist es derzeit 250 Euro teurer.) Das Aufnahmegerät unterscheidet sich lediglich durch den internen Flash-Speicher mit einer Kapazität von 32 Gigabyte von seiner kleinen Schwester, der
HF200. Mit letzterer lässt sich nur auf SD-, beziehungsweise SDHC-Speicherkarten aufnehmen. Doch bevor es an technische Details und das ausgiebige testen geht, muss das gute Stück natürlich erst einmal ausgepackt werden…
Der rote Würfel
Merkwürdige Form, dieser Kasten. Aber normal für Canon: Ein roter Quader umhüllt das gute Stück, auf das ich mich so langsam freue, wie ein kleines Kind an Weihnachten. Also ran: Oberste Schicht, Anleitungen, Beipackzettel, CDs. Weg damit! Beziehungsweise: Genaueres in der Liste unten. Viel wichtiger: Was liegt an Kabeln, Zubehör und „Spielzeug“ dabei? Und vor allen Dingen, wie sieht das gute Stück aus, wie groß ist es in Natura? Ganz langsam nehme ich das kleine schwarze aus der Folie: Cool! Viel kleiner als erwartet. Der Größenvergleich mit Cent-Stücken hinkt vielleicht, doch gegen einen Fünf-Euro-Schein kann die gute HF20 ruhigen Gewissens in den Ring steigen. Das Gerät kommt komplett in schwarz daher und ist relativ schlicht gestaltet. Natürlich muss man sich erstmal orientieren, wo ist der An-Knopf, wenn der Akku schon drin wäre, wie würde ich etwas aufnehmen? Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat man sich an das Design angepasst und kann sich durchaus vorstellen, so einiges mit dem Gerät aufzunehmen. Doch erstmal weiter, was befindet sich noch in der Verpackung?
Hier eine Liste:
Canon HF20 digitaler Camcorder
Canon Intelligent Lithium-Ionen Akku
Mini-USB auf USB Kabel
Component Video Kabel (gelb weiß rot)
Handgelenkschlaufe
Fernbedienung
Vier Software CDs
Vier Handbücher
Netzteil
Stromkabel für Netzteil
Und, fällt einem was auf? Ja? Genau, da fehlt was! Bei einem Gerät, dass so viel Geld kostet, wie die HF20, werde ich doch wohl erwarten können, dass ein HDMI-Kabel zum Anschluss an den Fernseher beiliegt. Natürlich könnte man auch das Component-Kabel nutzen, doch damit lässt sich nun mal kein Full HD, also eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, auf den Fernseher zaubern. Und gerade die macht die Canon HF20 doch so reizvoll. Weiterhin gibt’s noch einen Punkt auf der „Das darf so bei einem Gerät in dieser Preisklasse nicht sein.“-Liste: Wenn man schon eine Fernbedienung beilegt, wieso kann man nicht auch einfach eine Batterie für diese in die Kiste legen? Wo zur Hölle soll man auf Anhieb, wenn man das Gerät einmal ausprobieren möchte, eine Knopfzelle herkriegen?
Bilderstrecke: Canon Legria HF20
Anmutung des Geräts
Schick ist sie ja schon, die HF20. Und eigentlich liegt sich auch recht gut in der Hand, wenn man sich die Schlaufe über die Hand zieht. Doch irgendwie wirkt alles auch ein wenig billig: Der Akku wackelt in der Halterung, ebenso hat das Display ein Bisschen Spiel. Das gesamte „Look-and-feel“ könnte für den gezahlten Preis etwas höher sein. Allerdings kann man natürlich auch nicht erwarten, dass die Jungs bei Canon so ein Gerät komplett aus Alu oder einem anderen wertvollen Stoff bauen. Schließlich geht all diese Spielerei dann auch zu Lasten des Gewichts, was beim Filmen enorm in die Arme gehen kann.
Fazit Unboxing
Insgesamt kann sich das Paket durchaus sehen lassen, lediglich das Fehlen von Knopfbatterie und HDMI-Kabel stoßen sauer auf. Schließlich hat man keine Lust, wenn man das gute Stück gerade ausprobiert hat, erst noch in den Laden zu rennen, um die volle Qualität am Full-HD-Fernseher betrachten zu können. Und das Fehlen, einer in der Herstellung wahrscheinlich zwei Cent kostenden Knopfzelle, darf einfach nicht passieren. Trotzdem: Ich freue mich aufs erste Filmen!
