Was hört man auch heutzutage öfters aus manchen Mund: Das Internet ist neumodisch und zerstört alte Strukturen und Traditionen! Ein Vorwurf der immer wieder mal gerne gegen diese „moderne“ Einrichtung gerichtet wird. Doch ist dem wirklich so? Gehen wir der Sache detailliert auf dem Grund. Zunächst zum ersten Vorwurf: Das Internet ist neumodisch. Nachdem das Internet 1969 aus dem
ARPANET hervorging und jetzt schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist diese Rüge sicherlich nicht haltbar. Das Internet zerstöre Strukturen – sicherlich ist dies ein Einwand der schon mehr überlegenswert erscheint.
Hierzu ist festzuhalten, dass das Netz bzw. die Nutzung dessen, die Menschheit mit Sicherheit nachhaltig verändert, ob dies jetzt gut oder schlecht zu bewerten ist, steht vorderhand nicht zur Debatte. In jedem Fall haben wir es mit einem wahrnehmbaren Wandel zu tun. Aber, betrachten wir die Geschichte, so fällt auf, dass es immer wieder solche Veränderungen gab, die zunächst voller Skepsis aufgenommen wurden. So hat bspw. die Eisenbahn die Postkutsche abgelöst, das Auto das Pferd und das Flugzeug schließlich das Reisen über längere Distanzen erst wirklich erschwinglich gemacht. Auch das Internet wurde bzw. wird mit Argwohn und voller Zweifel betrachtet. Andererseits lässt sich zweifelsohne behaupten, ohne Computer würde es meinen Job nicht geben, ohne Internet und Online-Versandhandel könnte ich nicht hier im CyberBloc schreiben.
Das Internet zerstört Traditionen? Dies mag sicherlich zutreffen, aber auch Traditionen haben ein Verfallsdatum. Jedoch die besonders schönen Bräuche werden auch gerade durch das Internet hochgehalten und erst dann wirklich lebendig. Wüsste ich denn ohne das Internet was ein
Haiku ist? Nicht unbedingt. Könnte ich mich über
Reviews von Filmen und Musik-Alben in Haiku-Form freuen? Würde mich im fernen Deutschland eine
Kündigung eines CEO interessieren? Sicherlich nicht, aber wenn die Bekanntgabe des Rücktritts in Haiku geschrieben ist, dann auf jeden Fall.
Internet zerstört nicht alles – Internet schafft und bewahrt ebenso, wie im obigen kleinen Beispiel skizziert.
*Thank God It's Friday
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